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Bitcoin: Das Interesse an Optionen ist gering

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Ein ausgedachtes Symbolbild für den Bitcoin - Optionen wenig nachgefragt

Lange wurden sie erwartet und zum Schluss gab es sogar einen Wettstreit darum, wer zuerst Optionen auf den Bitcoin herausgeben würde. Und als es an der Chicago Mercantile Exchange (CME), der weltgrößten Warenterminbörse, gestern endlich soweit war, fehlte schlicht das Interesse von Investoren und Tradern!

Lediglich 54 Kontrakte, stellvertretend für 270 Bitcoins, wurden am ersten Handelstag gehandelt. Die Kontrakte wurden schlicht ignoriert. Das wundert aber nicht. Entgegen dem Hype um Krypto-Derivate ist auch das Handelsvolumen in den Bitcoin-Futures, die den Optionen zugrunde liegen, sehr gering. Im Januar- und Februar-Kontrakt wechselten einige Tausend Kontrakte den Besitzer. Dagegen wurden fast eine Million E-Mini S&P 500 Futures und fast 50.000 Optionskontrakte gehandelt.

Die Idee war gut, doch der Markt ignoriert sie

Dabei hat der Handel von Bitcoin-Derivaten durchaus Vorteile gegenüber dem Handel der Bitcoins selbst. So haben die meisten professionellen Anleger strikte Anlagerichtlinien. Ein Fonds oder Vermögensverwalter kann nicht einfach für einen Kunden eine Wallet anlegen und mit Kundengeld Bitcoins kaufen. In der Regel liegt das Kundengeld bei einer Depotbank, alle Transaktionen müssen bei der Depotbank durchgeführt und die gekauften Anlagen dann auch bei dieser Depotbank verwahrt werden. Eine Krypto-Wallet scheidet daher in den meisten Fällen aus. Futures und Optionen an der CME können hingegen problemlos in den etablierten Strukturen für Wertpapiertransaktionen erworben, verwahrt und verkauft werden, sofern der institutionelle Anleger die Erlaubnis seiner Kunden hat, Kryptowährungen als Basiswert und Derivate als Instrument zu handeln.

Lesen Sie an dieser Stelle einen Artikel mit der grundsätzlichen Frage, ob es 2020 einen großen Schub im BTC geben wird.

Zudem lassen sich vor allem mit Optionen diverse Handelsstrategien leicht abbilden, die mit dem Basiswert Bitcoin selbst nicht möglich wären. So könnten Anleger und Trader mit Optionen Nutzen aus der zuweilen sehr hohen Volatilität von Bitcoin ziehen, indem Optionen verkauft werden. Der Optionspreis hängt schließlich immer auch von der Volatilität des Basiswerts ab. Je höher die ist, umso bessere Verkaufspreise lassen sich für Optionen erzielen. Die Idee, Optionen und Futures anzubieten, war also durchaus gut und naheliegend. Was fehlt, ist schlicht das Interesse institutioneller Anleger.

Ältere Bitcoin Optionen werden noch seltener gehandelt

Neben der CME gibt es auch noch Bitcoin Optionen an der Intercontinental Exchange (ICE). Dort werden Optionen auf den Bakkt Bitcoin Future gehandelt. Bakkt hat sich darauf spezialisiert, Bitcoin-Derivate anzubieten, an deren Endfälligkeit die physische Lieferung des Basiswerts steht. Mit physischer Lieferung ist gemeint, dass bei Fälligkeit der Kontrakte kein Wertausgleich in einer nationalen Währung stattfindet, sondern Bitcoins geliefert werden oder geliefert werden müssen. Die Optionen auf den Bakkt Bitcoin Future gibt es schon einige Wochen länger als die Optionen an der CME. Doch auch die Bakkt Optionen werden vom Markt ignoriert. Das an sich schon geringe Handelsvolumen an der CME am ersten Tag war bereits ausreichend, um das gesamte Handelsvolumen in den Bakkt Optionen seit der Auflegung Anfang Dezember 2019 zu übertreffen.

Das geringe Interesse institutioneller Anleger an den Derivaten steht in starken Kontrast zu den Erwartungen an die Produkte und auch zur Investmentstory, die Krypto-Fans immer wieder erzählen. Regulierer stellten sich lange gegen Derivate auf Kryptowährungen. Besser gesagt: Sie stellen sich noch immer dagegen. So wird in Großbritannien ein Verbot von Derivaten auf Kryptowährungen diskutiert. Doch das geringe Interesse an diesen Produkten zeigt, dass die Sorgen der Regulierer unbegründet sind. Was kaum gehandelt wird, kann auch keine Risiken für Verbraucher, Anleger und Märkte bedeuten.

Aber auch Krypto-Fans bekommen vom kaum vorhandenen Handelsvolumen einen kräftigen Dämpfer verpasst. Institutionelle Anleger und Trader stellen den Großteil des an den Kapitalmärkten aktiven Kapitals. Was die institutionellen Anleger ignorieren, hat kaum eine Chance, globale Verbreitung und Dominanz zu erlangen. Genau die ist in Kryptówährungen wie Bitcoin und Ethereum aber bereits eingepreist und wird stets als Kaufgrund angeführt. Die in der Regel besser informierten institutionellen Anleger haben offensichtliche arge Zweifel an der Investmentstory rund um Kryptowährungen. Zumindest im Hinterkopf behalten und beim Anlegen langfristiger Positionen bedenken sollten Sie das. Als Trading-Instrument zum Erzielen schneller Gewinne, dafür sind Kryptowährungen sehr gut geeignet, als Langfristanlage vielleicht weniger gut.

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Warum der Goldpreis zusammen mit Aktien und Bitcoin fällt – der Überblick

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Beispielbild für Gold Barren

Der Goldpreis ist jüngst gemeinsam mit den Aktienmärkten in den Keller gerauscht. Dabei sah es lange Zeit gar nicht mal so schlecht aus. Im folgenden Chart haben wir den Goldpreis in rot-grün übereinander gelegt mit dem Dow 30 auf CFD-Basis. Man kann den Aktiencrash beginnend ab dem 21. Februar gut erkennen. Zeitweise konnte der Goldpreis während des Crash seitwärts laufen, und zeitweise ist er sogar auf über 1.700 Dollar angestiegen von 1.575 Dollar Mitte Februar. Also, Gold konnte gut dagegen halten, während die Aktien richtig übel gecrasht sind. Aber vor allem zuletzt konnte der Goldpreis dann nicht mehr stand halten.

Risk Off funktioniert derzeit nicht, Goldpreis fällt mit nach unten

Trotz Absturz steht Gold immer noch gut da. Wo der Dow in den letzten Tagen 24 Prozent verloren hat, da hat der Goldpreis im selben Zeitraum nur 1,5 Prozent verloren. Man kann also immer noch von einer Stabilität im Gold sprechen, obwohl der Preissturz vor allem gestern kurzfristig deutlich ausfiel, mit einem Rückfall von 1.635 auf 1.560 Dollar. Aktuell notiert der Goldpreis bei 1.583 Dollar, und zeigt sich zusammen mit den Aktienkursen über Nacht kurzfristig ganz leicht erholt, nachdem die Federal Reserve gestern eine Abend eine Mega-Cash-Injektion in den Repo-Markt bekannt gab.

Wie Markus Fugmann (hier sein Marktkommentar von heute früh) es in einem Wort ausdrückt: Es geht um Deleveraging! Es ist also eine Enthebelung der Märkte. Viel wurde auf Kredit gezockt, und solche Marktmodelle sind die letzten Tage wohl oft brutal kollabiert. Die Trader, vor allem Institutionelle, brauchen jetzt vor allem Cash. Das ist in Kurzform ausgedrückt der Grund, warum der Goldpreis derzeit nicht seine Funktion als sicherer Fluchthafen ausüben kann, und zusammen mit den Aktienmärkten gefallen ist, anstatt zu steigen. Vor allem am Terminmarkt gab es seit geraumer Zeit hohe Long-Positionen, von denen wohl jüngst viele Kontrakte glattgestellt wurden, um an Cash zu kommen. Aber wir möchten daran erinnern. Das Gesamtbild spricht weiterhin für Gold. Die Zinsen sinken weltweit weiter in den Keller, was Gold grundsätzlich attraktiver macht. Hier zur aktuellen Gesamtmarktlage von heute früh der Kommentar von Milan Cutkovic von Axitrader im Wortlaut:

Ein weiteres Mal heißt es am Tag danach Wunden lecken und einen klaren Kopf bekommen. Übersetzt in die Kursentwicklung dürfte es sich daher heute Morgen eher um eine technische Gegenbewegung nach den massiven Verlusten als um eine nachhaltige Erholungsrally handeln. Den DAX sehen wir aktuell rund 250 Punkte im Plus bei 9.410 Zählern. Die Spekulanten, die auf fallende Kursverluste gesetzt haben, wollen vor dem Wochenende noch ihre Gewinne verbuchen. Ein Ende des Abwärtstrends ist jedoch weiterhin nicht in Sicht, auch weil sich die Gesundheitskrise kurzfristig wahrscheinlich weiter verstärken dürfte, vor allem in den USA. Die Investoren in Europa sind außerdem von der Europäischen Zentralbank enttäuscht. Anders als in den Vereinigten Staaten entschied sich die neue Präsidentin Christine Lagarde gegen Zinssenkungen und signalisierte damit, dass es nun an den Regierungen in Europa sei, der aktuellen Krise mit Hilfe der Fiskalpolitik zu begegnen.

Also, ist heute (zumindest nach aktuellem Stand) ein Tag des Durchschnaufens angesagt nach dem gigantischen Absturz in den bisherigen vier Tagen dieser Woche? Das könnte auch eine kleine Erholung für den Goldpreis bedeuten. Bitcoin gilt natürlich nicht als Sicherer Hafen in Crash-Zeiten. Aber eigentlich hat sich in den letzten Jahren eine riesige Gemeinde von Tech-Freaks und Tradern zusammengetan (so wollen wir es mal salopp formulieren), um den Bitcoin und andere Kryptowährungen als eine Alternative zu bisherigen Assetklassen zu definieren. Eigentlich hätte von der Logik her auch eine Flucht von Aktien hin zum Bitcoin einsetzen können oder sollen? Aber nein, auch der Bitcoin ist gerade gestern übel in den Keller gerauscht. Auch hier haben Anleger wohl Kasse gemacht, um in diesen Crash-Zeiten Cash vorhalten zu können. Bitcoin fiel alleine gestern von 7.400 auf 4.300 Dollar (hier im Chartverlauf). Auch wenn sich der Kurs aktuell auf 5.509 Dollar erholt hat, so zeigt der gestrige Tag doch, wie anfällig die Kryptos sind!

Goldpreis vs Dow 30 seit Anfang Februar

Schweizer Franken und Staatsanleihen als Fluchthäfen

Der Goldpreis fiel zuletzt also. Gold als Sicherer Hafen konnte kurzfristig nicht funktionieren. Aber der Schweizer Franken als Fluchtwährung und Staatsanleihen haben in dem Sinne funktioniert. Die Anleger nutzen sie als vermeintlichen Hort der Sicherheit. Mit heute früh 1,0538 notierte der Euro gegen den Schweizer Franken so tief wie seit 2015 nicht mehr! Im Chart sehen wir EURCHF seit Oktober 2019. Der Franken wertet immer weiter auf. Seit 21. Februar, wo der Crash bei den Aktien begann, strömten die Anleger unter anderem auch in die deutschen Staatsanleihen. Die wichtigste Laufzeit mit zehn Jahren hatte dementsprechend am 21. Februar noch eine Rendite von -0,44 Prozent, und erreichte Anfang dieser Woche mit -0,90 Prozent ihr Allzeittief (Kaufdruck sorgt für steigende Kurse und damit folgerichtig für eine fallende Rendite). Aktuell zeigt sie sich etwas erholt auf -0,63 Prozent.

Euro vs Schweizer Franken seit Oktober

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Bitcoin crasht: die Flut hebt alle Boote, die Ebbe zeigt, wer nackt badet

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Der Preis für Bitcoin ist vorhin in wenigen Minuten um -30% abgestürzt. Der Kurs der Kryptowährung sackte im Tief auf 5618 Dollar ab und erreichte damit den tiefsten Stand seit Mai 2019. Die Bewegung vollzog sich in wenigen Minuten (hier dazu der Chart von Bitcoin).

Eine klar benennbare Ursache dafür gibt es wohl nicht – es handelt sich vermutlich um den derzeit laufenden Enthebelungsprozeß. Investoren, die Bitcoin, aber auch andere Assets halten, müssen um Margin Calls etwa für ihre Aktienpositionen zuvorzukommen, Positionen schließen.

Wir erleben derzeit eine Liquiditätskrise: die Finanzkonditionen haben sich in kurzer Zeit dramatisch verschlechtert (aktuell so schlecht wie seit der Finanzkrise nicht mehr). Ergo: das Geld sitzt nicht mehr locker, Kredite werden weniger vergeben, Bonitäten spielen nach Jahren der Sorglosigkeit wieder eine Rolle. In diesem Sinne könnte man fast sagen: das Coronavirus zwingt die Finanzmärkte, sich mit der ökonomischen Realität zu konfrontieren.

Warren Buffett hat einst den Satz gesagt: „erst wenn die Flut verschwindet, sieht man, wer nackt gebadet hat“ („only when the tide goes out do you discover who’s been swimming naked“).

Und jetzt ist Ebbe – die Exzesse der vergangenen Jahre mit einer durch die Notenbanken ausgelösten Liquiditäts-Party erfahren derzeit eine Bereinigung. Nach dem Rausch folgt das Kopfweh, auch und nicht zuletzt bei Bitcoin.

Man wird nun alles versuchen (Politik und Notenbanken), um das Rad weiter am Laufen zu halten. Vielleicht muß Draghis legendärer Satz aus dem Jahr 2012 („Within our mandate, the ECB is ready to do whatever it takes to preserve the euro. And believe me, it will be enough“) sich nun irgendwie wiederholen. Die Finanzmärkte brauchen jetzt einen „game changer“, etwas, das die negative Dynamik beendet.

Ob Christine Lagarde dazu heute in der EZB-Pressekonferenz in der Lage ist? Vermögenswerte wie Bitcoin galten als eine Art sicherer Hafen gegen eine Krise des Finanzsystems. Nun aber zeigt sich, dass die Preise für Bitcoin nicht weniger fallen als die von klassischen Aktien oder anderen Risiko-assets. Kein so gutes Zeichen..

Bitcoin fällt heute in der Spitze fast 30%

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Gefahr bei Bitcoin und Co: Bafin schließt Aufsteller von Kryptowährungs-Automaten

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Symbolbilder für Bitcoin, Ethereum und Ripple

Gefahr bei Bitcoin und Co! Schon am 26. Februar untersagte die Bafin der KKT UG den Betrieb ihrer Kryptowährungs-Automaten in Deutschland. An diesen Automaten, die in der Regel in Wettbüros und Spätverkäufen aufgestellt waren, konnten Kunden Kryptowährungen kaufen und verkaufen. Darüber hinaus betrieb die KKT UG die Website mit dem klangvollen Namen shitcoins.club und bot darüber Transaktionen von Angesicht zu Angesicht in persönlichen Treffen an. Für all das fehlte die Genehmigung der deutschen Wertpapieraufsicht. Das neue Verbot wirft ein Schlaglicht auf die teils windigen Geschäftemacher, die die Welt der Kryptowährungen unsicher machen.

Mit der Untersagung des Geschäftsbetriebs ist keinesfalls gesagt, dass die KKT UG unredlich handelte. Die Bafin prüft nicht, ob Kunden betrogen werden, sondern ob die in Deutschland gültigen Regeln zum Betrieb derartiger Geschäfte eingehalten wurden. Ist dafür eine Erlaubnis nötig, die nicht zuvor bei der Bafin eingeholt wurde, kann und wird der Betrieb untersagt werden, selbst wenn alle Transaktionen zur Zufriedenheit der Kunden ausgeführt wurden.

IOTA-Hack bis heute nicht ausgestanden

Das dient letztendlich auch dem Schutz der Kunden. Und Schutz haben gerade die Anleger in der Welt der Kryptowährungen nötig. Denn Skandale rund um verlorene Token, betrügerische Broker, Wallets und Börsen gibt es am laufenden Band. Jüngster Streich der wenig redlichen Marktteilnehmer war ein Hacking-Angriff auf die Trinity Wallet für IOTA. Der von langer Hand vorbereitete Hack führte zwar nur zu einem relativ kleinen, direkten Schaden von rund 2 Millionen US-Dollar. Doch die anschließende Lahmlegung des IOTA-Netzwerks für mehrere Wochen führte zu einem Kursrückgang on 40%, der mal eben 400 Millionen US-Dollar Marktkapitalisierung vernichtete. Ironie der Geschichte: Da das IOTA Netzwerk abgeschaltet war, konnten Besitzer der Kryptowährung nicht einmal verkaufen oder vom Kurssturz profitieren.

Ermöglicht wurde der Hack der Wallet durch die Einbindung eines externen Zahlungsdienstleisters. Gehackt wurde das Plugin, das in die Wallet eingebunden wurde. Dank des Hacks hatten die Betrüger die Möglichkeit, die Seeds der Wallet-Nutzer auszuspähen und deren Wallets leerzuräumen. Da das IOTA-Netzwerk derzeit noch zentral verwaltet wird, hat die IOTA Foundation nach dem Bemerken des Hacks den Netzwerk Coordinator abgeschaltet und damit die Authorisierung jeglicher Transaktionen unterbunden.

Das gesamte Netzwerk soll noch bis zum 10. März abgeschaltet bleiben. Die Deaktivierung einer ganzen Kryptowährung zeigt sowohl die Vor- als auch Nachteile der zentralen Instanz auf, die IOTA letztendlich irgendwann abschaffen möchte. Vorteilhaft ist, dass IOTA durch die Abschaltung weiteren Schaden von Nutzern abwenden konnte. Nachteilig ist, dass damit bewiesen wurde, wie wenig produktiv die Kryptowährung derzeit einsetzbar ist. Man stelle sich vor, die eigentlich für automatisiert durchgeführte Mikrotransaktionen gedachte Währung wäre schon in Millionen und Abermillionen Geräten eingesetzt worden, die allesamt von einer Sekunde auf die andere für einen Monat den Dienst einstellen, weil sie keine Transaktionen mehr durchführen können.

Zahl der Hacks macht Kryptowährungen wie Bitcoin und Co für ernsthafte Anwendungen noch uninteressant

IOTA ist beileibe nicht die einzige Kryptowährung, die Opfer von Betrügern wurde. 2014 wurde die Börse MT.Gox gehackt und 760.000 Bitcoin gestohlen. Die Börse musste Insolvenz anmelden und Kunden waren um 460 Millionen Euro geschädigt. Zwei Jahre später kam es zum DAO Hack, mit dem 53 Millionen US-Dollar in Ethereum Tokens entwendet wurden. Der Hack wurde bemerkt und die Gelder rechtzeitig eingefroren, doch das Problem damit nicht gelöst. Um den Zugriff auf die Tokens zu verhindern, musste ein Hard Fork durchgeführt werden, nachdem Ethereum und Ethereum Classic existieren. Ironie der Geschichte: Ethereum Classic wurde anschließend nicht wie geplant wertlos, so dass die gestohlenen Token auch nicht wie geplant wertlos verfielen, sondern dutzende Millionen US-Dollar an Wert behielten.

Die noch junge Geschichte der Kryptowährungen ist voll von diesen Stories und anderer Betrügereien. Ein Indiz mehr, dass die Technologie vielleicht zukunftsweisend ist, die heutzutage angebotenen Kryptowährungen aber wohl kaum dazu geeignet sind, irgendwann einmal nationale Währungen zu ersetzen.

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