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Bitcoin

Bitcoin: Euphorie kennt kein Halten mehr – 3.500 Dollar Anstieg in 24 Stunden

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Symbolisches Bitcoin-Foto

Gestern berichteten wir über den historischen Moment. Bitcoin (BTC) überschritt erstmals die Marke von 20.000 Dollar. In einem schnellen Move sprang die weltweit wichtigste Kryptowährung um mehrere hundert Dollar über diese runde Marke. Und jetzt? In den letzten 24 Stunden ist sie um gut 3.500 Dollar gestiegen, auf aktuell 22.681 Dollar (im Hoch vorhin 23.398 Dollar).

An der Börse gibt es das Sprichwort „Die Hausse nährt die Hausse“. Das muss wohl ganz besonders für den Bitcoin gelten. Denn er ist kein Edelmetall wie Gold. Der Bitcoin ist auch mit nichts hinterlegt wie geistigem Eigentum oder Produktionsanlagen wie bei Aktien, oder wie beim Papiergeld mit dem Versprechen einer Notenbank. Es gibt nur eine mathematische Formel und die Gewissheit, dass der Bitcoin nicht ständig weiter vermehrbar ist, eben aufgrund seiner mathematischen Konstruktion. Die Gier befacht derzeit offenbar die Trader immer mehr auf den Zug aufzuspringen.

Gigantische Kursziele für Bitcoin

Tom Fitzpatrick von der Citigroup sieht den Bitcoin im nächsten Jahr bei einem Kurs von 318.000 Dollar. Dieses gigantomanische Kursziel begründet er eben mit der Knappheit der Kryptowährung. Naeem Aslam von AvaTrade sieht „nur“ ein Kursziel von 100.000 Dollar. Tja, auf einmal, wo Bitcoin anspringt, da springen auch die Analysten drauf, und kennen kein Halten mehr bei den Kurszielen. Seit Mitte 2018 bis September 2020 herrschte Kursflaute im BTC, mit Kursen meistens unter 10.000 Dollar, und ohne Anzeichen eines Aufwärtstrends. Dies sieht man gut im folgenden Chart, der bis 2016 zurückreicht. Erst seit Anfang Oktober 2020 knallt der BTC durch die Decke. Und jetzt nährt die Hausse die Hausse. Immer weiter nach oben, immer weiter?

Beim Klick an dieser Stelle finden Sie eine genaue Begriffserklärung für den Bitcoin.

Kursverlauf im Bitcoin seit dem Jahr 2016

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    dontspeak

    17. Dezember 2020 13:28 at 13:28

    Meine Kumpels beim Sport glauben mir immer noch nicht, aber seit Monaten versuche ich Ihnen zu erklären, warum BTC Ende 2021 bei 100.000 Doller sein wird. Und irgendwo bei 200 – 300.000 seinen Peak erreichen wird, um auf 40.000 abzustürzen, und dann in 4-6 Jahren bei ca 1.000.000 zu sein.

    Warum will mir keiner glauben :-)? Egal, ich hodle, bis ich mit der Hälfte meiner BTC Haus abbezahlen, und Porsche kaufen kann.

    Schon blöd, wenn man dieser Tage nicht Informatiker ist und begreift, warum es passieren MUSS…

  2. Avatar

    thinkSelf

    17. Dezember 2020 13:37 at 13:37

    Halt die moderne Form der Tulpenzwiebel. Und da ist noch Luft nach oben. Allerdings ist der Absprungpunkt schwer zu treffen. Denn es kann auch extrem schnell nach unten gehen. Das kann sich in Minuten abspielen.

    Und nein, Bitcoin ist weder Geld noch eine Währung.

  3. Avatar

    thinkSelf

    17. Dezember 2020 13:39 at 13:39

    Halt die moderne Form der Tulpenzwiebel. Und da ist noch Luft nach oben. Allerdings ist der Absprungpunkt schwer zu treffen. Denn es kann auch extrem schnell nach unten gehen. Das kann sich in Minuten abspielen.

    Und nein, Bitcoin ist weder Geld noch eine Währung.

    Ich frage mich immer warum hier „Kursziele“ von irgendwelchen Verkäufern von Finanzinstitutionen genannt werden. Das einzige was die zeigen, ist was das jeweilige Unternehmen gerade los werden will.

  4. Avatar

    John

    17. Dezember 2020 16:44 at 16:44

    Eine mathematische Formel ist für viele aber heute mehr Wert als ein Versprechen einer Notenbank.

    Ein Versprechen zu was eigentlich? Ich meine das Versprechen immer eike Gewisse Menge Gold zu erhalten ist ja nicht mehr, also was ist den eigentlich das heutige Versprechen der Notenbanken?

  5. Avatar

    dontspeak

    17. Dezember 2020 16:50 at 16:50

    @Thinkself: Wie oft genau hat sich die Tulpen-Blase nochmal erholt? Ah stimmt, Null mal.

    Bitcoin ist ein Wertspeicher. „Geld“ ist es genauso, wie Gold Geld ist, liegt also im Auge des Betrachters. Für die FIAT-Lemminge ist Gold ja auch kein Geld… Irgendwann, nicht alzu lange hin, wird jeder Mensch auf der Welt BTC nutzen, direkt oder indirekt. So wie heute jeder das Internet nutzt.

    Das 4-Jahres Auf-und-Ab ist durch den Halving-Prozess getriggert. Muss man halt verstehen. Tendentiell geht es immer bergauf, bis die Marktkapitalisierung gesättigt ist (vielleicht bei einer oder ein paar Millionen Dollar pro BTC, wobei es zu dieser Zeit keine alten Dollar mehr geben wird, deshalb schwierig mit Zahlen zu argumentieren.

    PS. Wie viele Internets gibt es nochmal?

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    dontspeak

    17. Dezember 2020 18:09 at 18:09

    @John: Exakt so ist es, und immer mehr Leute verstehen das. Es gibt kein „Versprechen“ der Notenbanken. Nicht mehr seit 1971. Es ist das Versprechen der Waren- und Dienstleistungsunternehmen, den FIAT-Mist immer noch anzunehmen, welches das System vom Kollabieren abgehalten hat. Das wird sich bald ändern. Die Notenbank kann NICHTS tun, außer noch mehr Papiermüll zu produzieren.

  7. Avatar

    John

    17. Dezember 2020 18:24 at 18:24

    Ist das ein Versprechen oder ich meine es ist eine Pflicht jeder Laden muss doch das Offizielle Zahlungsmittel eines Landes akzeptieren? Darum kann man ja auch 1000 Euro mit 5 Cent Stücken zahlen immer wenn der der bezahlt werden muss ein A…Loch ist

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    dontspeak

    17. Dezember 2020 20:39 at 20:39

    Ja, Euro-Banknoten sind das einzige notwendigerweise immer zu akzeptierende Zahlungsmittel (deshalb zahle ich auch seit langem keine GEZ mehr…)

    Aktuell lautet das „Versprechen“, Euro-Preise anhand der offiziellen Inflation zu kalkulieren, für ein Brot also keine 100 Euro zu verlangen. Dabei handelt es sich letztlich natürlich nicht wirklich um ein Versprechen, sondern ist schlicht marktwirtschaftlich induziert. Solange jemand noch 1 Euro dafür verlangt, wird kein anderer 100 verlangen.

    Bis dann alle 100 Euro verlangen, oder eben was anderes zur Bezahlung annehmen. Solche Prozesse sind praktisch immer extrem schnell und hochdynamisch.

    Die Regierungen werden versuchen dies mit sozialistischen Mitteln einzudämmen, wie:
    – Preiskontrollen (ein Brot darf höchstens 2 Digital-Euro kosten)
    – Subventionen (du verkaufst das Brot für 2 Digital-Euro, wir geben dir 92 als Staat dazu)
    – Kapitalkontrollen (du darfst pro Tag maximal 100 Digital-Euro einnehmen bzw ausgeben)

    Warum wohl preschen alle Notenbanken mit ihren „Digitalen Währungen“ seit 3 Monaten voran? Weil Sie wissen, dass ihnen die Zeit davonläuft. Letztlich natürlich völlig chancenlos, die Titanic ist bereits gegen den Eisberg gefahren. Die Kapelle spielt aktuell noch.

    Digitaler Euro oder Dollar haben NULL (NULL!) mit Bitcoin gemeinsam. Sie sind zentralistischer, autoritärer FIAT-Müll. Ein letztes verzweifeltes Aufbäumen vor dem Unvermeintlichem.

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Bitcoin

Bitcoin: Verdoppelung JETZT?

Rüdiger Born

Veröffentlicht

am

Steht die Verdoppelung unmittelbar bevor? Viele schwören ja auf die Bitcoins und rechnen ganz fest mit einem schnellen und deutlichen Anstieg. Doch nach der jüngsten Pause stellen sich manche nun die Frage, ob es jetzt schon wirklich Zeit dafür ist. Dieser Beitrag gilt einmal der charttechnischen Betrachtung, aber kann man das tatsächlich hier anwenden? Schauen wir uns das doch einfach mal an.

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Allgemein

Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

Bitcoin

Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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Bitcoin

Bitcoin und der milliardenschwere Schwund durch Verluste

Bitcoin bietet scheinbar einen Schutz vor Inflation beim FIAT-Money. Aber was passiert, wenn man den Zugang zu seinem Konto verliert?

Wolfgang Müller

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Die Kryptowährung Bitcoin bietet scheinbar einen Schutz vor Inflation beim FIAT-Money. Deshalb kam deren Preis auch so ins Steigen (zuletzt jedoch eine Korrektur), angesichts der Schuldenorgien, die weltweit infolge Covid-19 zelebriert werden. Die limitierte Anzahl an zu schürfenden Coins (21 Millionen) gibt dafür die Grundlage. Ein Argument für Stabilität – aber was passiert, wenn man den Zugang zu seinem Konto verliert? Die Zahl der verfügbaren Coins ist anscheinend schon erheblich geschrumpft. Es kündigt sich auch weiteres Ungemach an.

Bitcoin: Ein vermisster Laptop und eine Müllhalde

In vielen Medien war das Malheur des Wallisers James Howells schon verbreitet worden: Der Mann hatte im Jahr 2013 eine Festplatte mit 7500 Bitcoins weggeworfen, im Glauben ein Backup erstellt zu haben. Damals war dieser zwar auch schon 15 bis 30 Dollar wert, kein Vergleich mit dem jetzigen Kurswert, wo der Inhalt aktuell mit über 200 Millionen Euro beziffert wird – ein Tageswert, vor ein paar Tagen wären dies über 25 Prozent mehr gewesen. Der Laptop soll sich auf einer Müllhalde seines Heimatortes Newport befinden, die eine Suchaktion aus Umwelt- und Kostengründen bisher untersagt hatte. Jetzt bietet der Mann der Gemeindeverwaltung ungefähr 70 Millionen Euro Finderlohn an, die an die Bürger ausgezahlt werden sollen, falls man die Festplatte findet. Ein riskantes Unterfangen, denn es ist bestimmt nicht gewährleistet, dass die Festplatte nach acht Jahren noch funktionsfähig ist, deshalb lehnte die Gemeinde den Antrag bisher ab.

Wallet Recovery Services hilt – nur selten

Auch wenn er seine intakte Festplatte fände, bräuchte er noch sein Passwort. Es gibt ein Unternehmen, welches sich auf die Wiederherstellung von Passwörtern, mit Genehmigung der Kunden, spezialisiert hat – Wallet Recovery Services. Laut Wall Street Journal verlangt die Firma 20 Prozent des gefundenen Wertes, die Erfolgsquote soll bei 30 Prozent liegen.

Wobei wir bei einer anderen Schlagzeile wären.

Ein deutscher Programmierer, in den USA lebend, sucht verzweifelt nach seinem verlorenen Passwort. Bereits achtmal hat er einen Fehlversuch gestartet, Zugang zu seinem Vermögen in Bitcoin zu bekommen, durch Raten, bisher vergeblich und es bleiben ihm nur noch zwei Versuche übrig. Die dort „lagernden“ 7002 Bitcoins wären derzeit über 200 Millionen Dollar wert. Er hatte diese anscheinend im Jahre 2011 für eine Videodokumentation über die Digitalwährung erhalten, zu einer Zeit, wo diese nur wenige Euro an Wert besaß. Das „Verschlampen“ des Zettels mit dem Passwort könnte sich damit zu einem schwerwiegenden Fauxpas darstellen, denn bei der Kryptowährung gibt es eben nicht die Funktion wie bei normalen Accounts mit dem Button „Passwort vergessen“.

Viele Bitcoins sind bereits verschwunden

Es gibt inzwischen zahlreiche Besitzer von Bitcoin, die ihr Passwort nicht mehr kennen, vor allem die aus den ersten Jahren. Was man als „Selbst-schuld-Versehen“ so einfach abtun könnte, hat aber anscheinend schon größere Auswirkungen. Nach Ermittlungen der Firma Cainanalysis gelten von den bisher 19 Millionen geschürften Bitcoin bereits rund 20 Prozent als verloren. Ein Wert von zuletzt 140 Milliarden Dollar oder über 115 Milliarden Euro. Dass es sich beim Verlegen von Passwörtern in irgendwelchen Verstecken um keine Einzelfälle handelt, zeigt nach Angabe der Zeitung auch die Zahl der Aufträge an die Firma Wallet Recovery Services zur Wiederherstellung von Passwörtern. 70 Anfragen pro Tag und darunter nicht wenige, die vor Jahren auf die digitale Währung gesetzt haben. 21 Millionen soll die maximale Anzahl an Bitcoins einmal betragen. Nicht wenn man die gerade geschilderten Vorkommnisse berücksichtigt.

Fazit

Bitcoin schützt das Vermögen vor Inflation, allerdings nicht das eigene Kapital, wenn man sein Passwort verloren hat. Ich maße mir hier nicht an, ein Urteil über die Werthaltigkeit eines Bitcoin-Kapitalstocks fällen zu können. Zu komplex ist das Für und Wider der Kryptowährung. Da sind zum einen die ständig kursierenden Meldungen über die Aufteilung des Bestandes von Bitcoin: 95 Prozent in Händen von zwei Prozent „Walen“. Zum anderen die im Raume stehenden Andeutungen zur Regulierung der Digitalwährung. Hat nicht erst die neue US-Finanzministerin Janet Yellen verkündet, dass man diese forcieren müsste, weil der Bitcoin zur anonymen Finanzierung des Terrorismus verwendet würde, im Darknet bei der Geldwäsche von Drogen, Waffenhandel u.s.w.? Mal sehen, ob es bei Ankündigungen bleibt.

Über den Schwund bei Bitcoin

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