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60.000 Dollar rücken näher Bitcoin fällt unter 65.000 Dollar: Zölle treiben Abverkauf

Bitcoin fällt unter 65.000 Dollar: Zölle treiben Abverkauf
Grafik: ChatGPT

Der Kryptomarkt reagiert nervös auf neue handelspolitische Unsicherheiten, geopolitische Spannungen und schwächere US-Futures. Bitcoin fällt erneut unter 65.000 Dollar, nachdem Donald Trump am Wochenende trotz eines Supreme-Court-Urteils globale Zölle von 15 Prozent angekündigt hat. Auch Ethereum gerät deutlich unter Druck. Nun rücken zentrale Unterstützungszonen in den Fokus der Anleger.

Bitcoin rutscht unter 65.000 Dollar

Bitcoin ist im frühen asiatischen Handel am Montag deutlich gefallen und rutschte zeitweise unter die Marke von 65.000 US-Dollar. Auslöser waren laut einem Bloomberg-Bericht neue Unsicherheiten rund um die US-Zollpolitik, die die Risikobereitschaft an den Märkten spürbar dämpften.

Die älteste und nach Marktkapitalisierung größte Kryptowährung verlor zwischenzeitlich bis zu 4,8 Prozent und fiel auf rund 64.300 US-Dollar – den niedrigsten Stand seit dem 6. Februar. Andere Kryptowährungen traf es noch härter: Ethereum, die zweitgrößte Kryptowährung, büßte etwa 5,2 Prozent ein.

Kryptomarkt: Bitcoin und Ethereum belastet von US-Zöllen: 60.000 Dollar im Fokus
Bitcoin erneut unter Druck aufgrund neuer US-Zölle

Hintergrund der jüngsten Verluste sind Aussagen von US-Regierungsvertretern vom Sonntag. Demnach bleiben bereits ausgehandelte Handelsabkommen mit Partnerländern weiterhin gültig – trotz eines Urteils des Obersten Gerichtshofs, das Präsident Donald Trump die Nutzung von Notstandsbefugnissen zur Verhängung von Zöllen untersagte.

Zusätzliche Verunsicherung brachte ein Social-Media-Beitrag Trumps vom Samstag. Darin kündigte er an, den erst einen Tag zuvor verkündeten globalen Strafzoll von 10 Prozent auf 15 Prozent anheben zu wollen. Diese Ankündigung verstärkte die wirtschaftliche Unsicherheit weiter. In der Folge gaben sowohl der US-Dollar als auch US-Aktienfutures im frühen asiatischen Handel nach.

Makro-Risiken belasten Krypto

„Der Kryptomarkt bleibt fragil, wobei Marktteilnehmer auf Unterstützung bei 60.000 US-Dollar setzen“, erklärte Caroline Mauron, Mitgründerin von Orbit Markets. Makroökonomische Unsicherheiten belasteten derzeit das Marktumfeld – von geopolitischen Spannungen im Zusammenhang mit dem Iran bis hin zu abrupten Richtungswechseln in der US-Zollpolitik. Dies könne einen erneuten Test der 60.000-Dollar-Marke auslösen.

Auch Rachael Lucas, Analystin bei BTC Markets, betonte die technische Relevanz der aktuellen Kurszone. Die Schwelle von 65.000 US-Dollar stelle eine zentrale Unterstützung für Bitcoin dar. Sollte diese Marke nachhaltig unterschritten werden, rücke die Zone um 60.000 US-Dollar verstärkt in den Fokus der Marktteilnehmer. Auch ein Rückgang bis zur viel beachteten 200-Wochen-Linie im Bereich von rund 58.500 Dollar erscheint durchaus möglich.

Auf der Oberseite bleibt hingegen die Marke von 70.000 US-Dollar entscheidend. Erst wenn es den Bullen gelingt, dieses Niveau nachhaltig zurückzuerobern, dürfte sich das kurzfristige Chartbild spürbar aufhellen und das Sentiment wieder zugunsten steigender Kurse drehen. Ein erster potenzieller Anlaufpunkt läge dann im Bereich von 75.000 Dollar.

Der Kryptomarkt steht damit erneut an einem technisch wie makroökonomisch sensiblen Punkt. Zwischen Zollunsicherheit, geopolitischen Risiken und charttechnischen Schlüsselmarken dürfte die Volatilität hoch bleiben.

FMW/Bloomberg



Stefan Jäger
Über den RedakteurStefan Jäger
Stefan Jäger berichtet als Finanzjournalist über das aktuelle Geschehen an den Aktien- und Edelmetallmärkten. Mit fundierter Fundamentalanalyse und präziser Technischer Analyse beleuchtet er zudem Chancen und Risiken verschiedenster Assets.
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1 Kommentar

  1. Dr. Sebastian Schaarschmidt

    Angesichts der Tatsache …das der erste ,jemals gehandelte Bitcoin… an den Graumärkten …mit 2 Eurocent datiert…sind doch 65 000 US-Dollar gar nicht so schlecht…

    Ich möchte nur nicht… das die Notenbanken wieder die kryptographischen Währungen retten müssen…von wegen Altersvorsorge oder to big to fail… wie’s in der Finanzkrise mit den Banken und Versicherungen geschehen ist….

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