Folgen Sie uns

Bitcoin

Bitcoin-Future in den Handel gestartet: Kurs 2300 Dollar höher als Bitcoin, Börsen-Webseite zusammengebrochen, schon zwei Handelsunterbrechungen

Nach dem Handelsstart im Bitcoin-Future (Kürzel XTB) geht es so turbulent zu, wie man es erwarten konnte. Nur eben auf eine andere Art und Weise, wie es viele Zweifler erwartet hatten. Denn im Future kann man ja genau so auf…

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Nach dem Handelsstart im Bitcoin-Future (Kürzel XTB) geht es so turbulent zu, wie man es erwarten konnte. Nur eben auf eine andere Art und Weise, wie es viele Zweifler erwartet hatten. Denn im Future kann man ja genau so auf fallende Kurse setzen, wie auf steigende. Viele Beobachter hatten mit einem heftigen Short-Angriff gerechnet. Der mag vielleicht noch kommen, aber zumindest ist er über Nacht ausgeblieben. Heute Nacht um 2 Uhr deutscher Zeit (17 Uhr Chicago-Zeit) startete der Handel des Bitcoin-Future an der Chicagoer Optionsbörse „CBOE“. Pünktlich zum Start brach die Webseite der Börse zusammen, wohl weil alle Welt dort die ersten Kurse mitverfolgen wollte. Die Handelssysteme der CBOE haben aber natürlich nichts mit der Webseite zu tun.

Und wie alle anderen wichtigen US-Börsen hat auch die CBOE Regeln, um zu starke plötzliche Preisschwankungen zu stoppen. Diese „Circuit Breaker“ (Handelsunterbrechungen) werden aktiviert, wenn ein Future mehr als 10% rasant ansteigt oder fällt (2 Minuten Handelspause), und auch wenn die Bewegung 20% erreicht (5 Minuten Pause). Genau dass passierte heute Nacht schon zwei Mal. Aber eben nicht, weil der Markt zusammenbrach, sondern weil er stieg.

Mehr zu Kryptowährungen unter https://finanzmarktwelt.de/kryptowaehrungen/

Der erste Kurs im Bitcoin-Future lag bei 15.000 Dollar, und liegt jetzt bei 18.580 Dollar. Der Basispreis wird mit 16.250 Dollar angegeben. Die Plattform Coinbase zeigt aktuell einen Bitcoin-Kurs von 16.878 Dollar. Da kann man sehen, wie groß die Preisunterschiede bei einem völlig dezentral gehandelten Basispreis sein können! Damit gibt es derzeit zwischen dem Bitcoin-Future (Laufzeit bis 17. Januar) und dem Bitcoin eine Preisdifferenz von 2330 Dollar. Die Laufzeiten 14. Februar und 14. März notieren mit 19.09 Dollar und 18.840 Dollar.

Die CBOE glaubt anscheinend mit dem Kontrakt gute Geschäfte machen zu können. Man will die Börsianer offensichtlich dazu bringen hier aktiv zu sein. Warum sonst verkündet man aktuell in seiner kurzen offiziellen Pressemitteilung, dass man im Monat Dezember für alle Transaktionen im Bitcoin-Future die Börsengebühren erlässt. Auch erwähnt man, welche Dimensionen der Bitcoin inzwischen angenommen habe. Die Marktkapitalisierung des Bitcoin habe in den letzten fünf Jahren von weniger als 1 Milliarde Dollar auf 262 Milliarden Dollar zugenommen, mit einem mtäglichen Umsatzvolumen beispielsweise am 8. Dezember von mehr als 21 Milliarden Dollar. Der Wert aller Krypto-Tokens liegt laut CBOE bei 423,7 Milliarden Dollar.

Hier geht es zu den Kontraktspezifikationen des Bitcoin-Future an der CBOE.

Und hier hat die CBOE eine Faktenübersicht zum Kontrakt bereitgestellt.

Spreads von 50 Dollar in einem Future-Kontrakt machen doch niemanden was aus, bei solchen Preisbewegungen?

5 Kommentare

5 Comments

  1. Avatar

    Trigo

    11. Dezember 2017 10:40 at 10:40

    Wer jetzt noch von einer Währung spricht ist nicht ganz bei Verstand.

    • Avatar

      baeuerin

      11. Dezember 2017 10:54 at 10:54

      Richtig…und damit geht der Hype 2018 ins Gold ueber,da der BIT-coin abstuerzen wird!!

  2. Avatar

    baeuerin

    11. Dezember 2017 11:38 at 11:38

  3. Avatar

    baeuerin

    11. Dezember 2017 12:10 at 12:10

    In Bezug auf mögliche Kursziele für Gold sagt Keiser, dass der Preis zumindest das Schuldenwachstum der letzten Jahren widerspiegeln sollte. Die Verbindung zwischen den steigenden Schulden und dem Goldpreis sei vor etwa sieben Jahren gekappt worden. Nach Ansicht von Keiser müsste Gold mindestens 4.000-5.000 $ je Unze kosten, wenn der Preis nicht länger manipuliert würde.
    http://www.goldseiten.de/artikel/357274–Max-Keiser~-Bitcoin-koennte-Gold-von-den-Preismanipulationen-befreien.html

  4. Avatar

    Feldmaen

    11. Dezember 2017 12:41 at 12:41

    Evolution of banker outlook on #bitcoin:
    2013: „Bitcoin is a joke.“
    2014: „Bitcoin is dead.“
    2015: „Blockchains not Bitcoin.“
    2016: „Bitcoin will fail“
    2017: „Bitcoin is fraud“
    2018: „BITCOIN IS GOING TO CRASH THE GLOBAL ECONOMY“

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Allgemein

Marc Friedrich mit 5 Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Marc Friedrich

Der Bestsellerautor Marc Friedrich spricht in seinem aktuellen Video „Der größte Vermögenstransfer der Geschichte“ über viele aktuelle Kapitalmarktthemen. Vor allem geht es um die große Anfeuerung von bestimmten Assetklassen, verursacht durch die immer größeren Gelddruck-Orgien der Notenbanken.

Marc Friedrich mit 5 Investment-Ideen

Im späteren Verlauf des Videos spricht Marc Friedrich seine fünf Top-Investment-Ideen für die nächste Dekade an. Auffällig dabei ist, dass die Kategorien Aktien und Immobilien nicht dazu gehören. Eben diese Assetklassen haben die letzten Jahre massiv von der Geldschwemme der Notenbanken profitiert. Marc Friedrich präferiert Gold, Silber, Bitcoin, Minenaktien und Diamanten. Gut, es sind doch Aktien vertreten, aber nicht als Gesamtkategorie, sondern nur weil es um Firmen geht, die Rohstoffe aus dem Boden holen.

Knappe Güter bevorzugen

Marc Friedrich spricht auch ganz konkret an, warum diese Ideen nach seiner Meinung die besten Investment-Ideen der nächsten Jahre sein sollen. Sie würden andere Assetklassen in der nächsten Dekade des „Vermögenstransfers“ outperformen. Sie seien (und das ist ein wichtiger Aspekt) begrenzt durch die Natur (Edelmetalle) oder durch die Mathematik (Bitcoin). Tja, und in der Tat, andere Assets wie das Fiat-Geld auf Bankkonten kann beliebig stark vermehrt werden. Je mehr Geld, desto stärker der Verwässerungseffekt, und desto stärker womöglich in Zukunft der Vertrauensverlust der Bürger in das Finanzsystem? Und alles was in seiner Menge limitiert ist, wird immer begehrter?

weiterlesen

Aktien

Dax-Vola, Bitcoin als neuer Sicherer Hafen, Ideen zu Apple und Visa

Redaktion

Veröffentlicht

am

Von

Eine mögliche höhere Volatilität im Dax um die 13.000 Punkte wird im folgenden Video besprochen. Ebenso bespricht Manuel Koch mit einem Experten die Aussicht, dass sich der Bitcoin als zusätzlicher Sicherer Hafen neben Gold etablieren könnte. Notwendig sei ein grundsätzliches Vertrauen der Anleger in die Technik des Produkts, so der Experte. Auch werden im Video Empfehlungen der trading-house Börsenakademie zu den Aktien von Apple und Visa besprochen und im Detail erläutert.

weiterlesen

Bitcoin

Bitcoin: Kommt der echte Konkurrent aus China?

Avatar

Veröffentlicht

am

Symbolbild für den Bitcoin, der nur elektronisch existiert

Es gibt tausende verschiedene Kryptowährungen, doch keine kann es bis heute mit Bitcoin aufnehmen. 65 Prozent der gesamten Marktkapitalisierung von mehr als 5.500 Kryptowährungen entfällt auf Bitcoin. Doch in China, wo ohnehin schon ein enormer Marktanteil auf digitales Bezahlen mittels Handy-Apps entfällt, entsteht jetzt eine Kryptowährung, die es mit Bitcoin aufnehmen könnte, ohne mit Bitcoin viele Gemeinsamkeiten zu haben.

Bitcoin und Co. sind bei Chinas Machthabern verpönt, da sie schwer zu kontrollierende Kapitalflüsse darstellen. Da es keinen freien Kapitalverkehr zwischen China und der Welt gibt und auch im Inland am besten alle Zahlungsflüsse kontrolliert werden sollen, standen Kryptowährungen lange auf der Abschussliste. Mining-Farmen galten sogar als im Land unerwünschte Branchen, Farmen wurden ab Januar 2018 geschlossen und Bitcoin selbst wurde ab Dezember 2013 schrittweise verboten. Ab September 2017 ist der Betrieb von Tradingplattformen für Kryptowährungen untersagt.

Inzwischen hat sich die Meinung etwas geändert. Bestehende Kryptowährungen sind noch immer verpönt. Doch die Staatsführung hat erkannt, dass Kryptowährungen wie Bitcoin perfekt nachvollziehbare und bis in alle Ewigkeit gespeicherte Zahlungsmittelflüsse abbilden, wenn bekannt ist, wem welche Wallet gehört. Staatlich kontrollierte Kryptowährungen wären somit das perfekte Überwachungsinstrument.

Chinas Bitcoin-Alternative heißt DCEP

Daher hat sich die Stimmung in der Führung inzwischen merklich gewandelt. Im November 2019 fand sogar ein Blockchain-Gipfel in China statt. Ziel ist die Erforschung und Entwicklung einer eigenen, chinesischen Alternative zu Bitcoin. Inzwischen begann bereits ein Pilotprogramm in vier Städten mit einer digitalisierten Version der staatlichen Währung Renmbini, genannte DCEP. Für die chinesischen Bürger entfallen dabei alle Vorteile, die klassische Kryptowährungen bieten, ohne dass die staatliche Kryptowährung dafür im Tausch neue Vorteile gegenüber zum Beispiel Bitcoin böte. Eine digitalisierte Form der staatlichen Währung können die Menschen schließlich bereits mit zum Beispiel Alipay oder WeChat nutzen.

Um die neue staatliche Währung unter die Menschen zu bringen, bedient sich die Regierung daher eines Tricks: Staatliche Leistungen werden in der neuen Kryptowährung ausgezahlt, was die Menschen dazu zwingt, diese neue Währung auch einzusetzen. Damit hat die Regierung auch die Möglichkeit, die neue Kryptowährung im Rekordtempo zu einem global unerreichten Marktanteil zu verhelfen. In letzter Konsequenz könnten z.B. Steuerzahlungen als Kryptowährung gefordert werden, was dann jeden chinesischen Steuerzahler zwänge, die Währung nicht nur einzusetzen, sondern auch einzunehmen.

In China ist die Bevölkerung bereit für digitale Zahlungsabwicklung

Schon ohne staatlichen Zwang werden 16% des chinesischen Bruttoinlandsprodukts mit Alipay und Co. abgewickelt, also privaten Handy-Apps. Mit staatlichem Zwang ließe sich der Anteil des digitalen Renminbi sicherlich auf noch deutlich größere Anteile heben. Damit bestünde für China dann auch die Möglichkeit, internationale Transaktionen ohne die Nutzung westlich dominierter Systeme wie Swift oder den Umweg über den US-Dollar abzuwickeln. Schon heute können chinesische Touristen in Westeuropa mit chinesischen Apps bezahlen. Künftig könnten zum Beispiel auch vom Westen sanktionierte Staaten wie der Iran auf die chinesische Bitcoin-Alternative umschwenken.

Ziel des digitalen Renminbis ist, dass er ohne Bankkonto auskommt. Die Wallet ist in diesem Fall das Konto. Noch immer gibt es in China 225 Millionen Menschen ohne Bankkonto. Gleichzeitig gibt es aber mehr Mobilfunkverträge als Einwohner. Die chinesische Bitcoin-Alternative wäre insofern ein Entwicklungsprogramm, das hunderten Millionen Menschen erstmals Zugang zu einem kontoähnlichen Produkt böte.

DCEP hat wenig Gemeinsamkeiten mit Bitcoin und Co.

Mit den von Krypto-Fans propagierten Vorteilen einer Kryptowährung hat DCEP natürlich fast nichts mehr gemeinsam. DCEP ist vollständig staatlich kontrolliert, die Geldmenge ist prinzipiell unbegrenzt und es gibt keine Blockchain. Insofern hat DCEP mehr mit Handy-Payment-Apps gemeinsam als mit Bitcoin und Co.

Sollte sich DCEP jedoch durchsetzen, stünde die Frage im Raum, wozu es die technisch deutlich aufwendigeren Kryptowährungen überhaupt noch braucht. Zweifelsohne verbrauchen die meisten Kryptowährungen Unmengen an Strom, um die kryptographischen Berechnungen durchführen zu können, die für den Betrieb der Blockchains erforderlich sind. Am Ende könnte also eine digitale Währung, die mit Kryptowährungen kaum etwas gemeinsam hat, den Stern der Kryptowährungen zum Sinken bringen.

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um Ihnen das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn Sie diese Website ohne Änderung Ihrer Cookie-Einstellungen verwenden oder auf "Akzeptieren" klicken, erklären Sie sich damit einverstanden.

Schließen