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Bitcoin

Bitcoin: Höher, weiter, schneller? Anmerkungen zu einem Glaubens-Phänomen

Über die religiöse Motivation der Bitcoin-Gläubigen!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Von Markus Fugmann

So manch ein Vermögensverwalter wird sich von seinen Kunden die Frage gefallen lassen müssen, warum man denn nicht auch bei Bitcoins investiert sei angesichts dieser großartigen Rally. Und für diejenigen Vermögensverwalter, die darauf keine überzeugende Antwort wissen, könnte folgender Chartvergleich zwischen Silber im Jahr 1980 und dem aktuellen Kursverlauf von Bitcoin hilfreich sein:

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Im Jahr 1980 stieg der Kurs von Silber von unter 20 Dollar auf 100 Dollar in kurzer Zeit, nur um dann rasch wieder in Richtung 20 Dollar zu fallen. Es kann bei Bitcoin anders kommen, aber ähnliche Charts haben die Tendenz, sich ähnlich weiter zu entwickeln!

Einer der zentralen Treiber neben der Tatsache, dass Future-Börsen schon sehr bald Bitcoin-Futures anbieten werden, ist die Furcht vieler, den rasenden Zug zu verpassen. Im Amerikanischen gibt es dafür die Kurzform „FOMO“, fear of missing out – also die Furcht, die ganz große Rally zu verpassen.

Klar ist: die Welt hat ein massives Bedürfnis gehabt nach so etwas wie Kryptowährungen. Die Welt lebt faktisch über ihre Verhältnisse und gönnt sich diesen Lebenswandel durch immer höhere Schulden, die irgendwann beglichen werden müssen – oder die Notenbanken kaufen irgendwann diese Schulden auf und nullen sie dann?

So oder so: normalweise müssten eigentlich in einer immer höher verschuldeten Welt die Inflation anziehen und die Notenbanken dann die Zinsen anheben – was sie aber nicht tun, weil sie unsere Wohlstandsillusion aufrecht erhalten wollen. Und wir wollen das ja im Grunde auch, wenn wir uns mal ehrlich machen! Wir wollen und brauchen diese Illusion, weil wir sonst bescheidener werden müssten – und das ist in einer kapitalistischen Welt, die nach dem Motto „höher, schneller, weiter“ funktioniert, für die meisten von uns nicht einmal vorstellbar!

Also entstand nach dem massiven, scheinbar unendlichen Eingreifen der Notenbanken das Bedürfnis nach Endlichkeit, nach einem Wertgegenstand, der per Definition begrenzt und nicht wie Papiergeld beliebig vermehrbar ist. So wie bei Bitcoins, von denen es maximal 21 Millionen geben kann. Das Problem dabei ist nur, dass es eben unbegrenzt viele Kryptowährungen geben kann, was diese Kryptowährungen als Gesamtheit beliebig vermehrbar und damit dem Papiergeld ähnlich macht!

Dabei ist die Argumentation der Bitcoin-Fans ähnlich wie einst in den 1990er-Jahren, als man sich sagte: derzeit konsumieren Menschen in den entwickelten Ländern pro Tag so und so viel vom Produkt X, nun stelle man sich vor, wenn die „Restwelt“ pro Tag nur einen Bruchteil davon konsumieren würde? Also wird es massive Steigerungen des Konsums geben, nicht wahr? Nur hat es in der Realität diese massiven Steigerungen eben leider nicht gegeben!

Bitcoin, und das ist eines der zentralen Probleme, hat keinen inneren Wert. Bei Gold könnte man sagen, dass etwa die Menschheit schon immer Schmuck geschätzt hat, sodass eben Gold immer einen gewissen Wert haben wird. Oder die Aktie eines Unternehmens: wenn man weiß, wieviel ein Unternehmen verdient bei seinen Kosten, kann man von einem echten Wert sprechen, an dem der Aktieninhaber direkt beteiligt ist. Aber was ist ein Bitcoin wert? 10.000 Euro, oder 100.000, oder fast null? Der Wert der Bitcoins basiert nur auf dem Glauben der Bitcoin-Fans. Verlieren sie diesen Glauben aus irgendwelchen Gründen, ist der Wert Null. Ähnlich wie beim Papiergeld.

Mithin ist also der Glaube an Bitcoin eine Abstraktion. Eine Abstraktion wie etwa der Begriff „Gott“, der gewissermaßen nur dadurch existiert, dass Menschen an ihn glauben. Was aber ist der Unterschied zwischen Gott und Antibiotika? Antibiotika helfen auch denjenigen, die nicht an sie glauben!

Ziemlich sicher eine Zukunft hat die den Bitcoins zugrunde liegende Blockchain-Technologie. Aber wer Bitcoins besitzt, besitzt eben keinen Anteil an der Blockchain-Technolgie. Wer Bitcoins besitzt, muß darauf vertrauen, dass der Glaube an ihre Werthaltigkeit nicht verschwindet. Historisch gesehen aber neigen Glaubenssysteme stets zum Verschwinden, weil die Gesellschaften sich verändern und damit die Basis des Glaubenssystems einstürzt.

Und so könnte der oben angesprochene Vermögensverwalter sagen: bei Antibiotika weiß ich, dass sie helfen, ohne dass ich daran glauben muß. Wer (langfristig) an Bitcoins glaubt, dem muß jedoch wahrscheinlich Gott helfen..


Christus als Erschaffer des Universums
Werk eines unbekannten Künstlers aus dem 13.Jahrhundert

28 Kommentare

28 Comments

  1. Avatar

    TobiasG

    5. Dezember 2017 12:16 at 12:16

    Guter Kommentar…..

  2. Avatar

    Feldmaen

    5. Dezember 2017 12:37 at 12:37

    Hallo Herr Fugmann, da steht sehr viel Wahres in ihrem Kommentar. Das ganze Bitcoin und Kryptosystem beruht nur auf Vertrauen in die Wertsteigerung, welches bis jetzt wunderbar bedient wurde. Es beruht auch darauf, wie sie schon sagten, dass die Notenbanken durch ihr Handeln das Vertrauen in FIAT Währungen schwächen. Ich würde sogar noch weiter gehen. Sie wissen doch selber wie sehr die weltweite Schuldenbombe tickt und sind damit nicht alleine. Immer mehr Menschen wird bewusst, dass das derzeitige Geld und Finanzsystem zum Scheitern verurteilt ist. Können sie sagen dass es in zehn oder zwanzig Jahren noch den Euro, den Dollar oder den Yen geben wird? Wer hat eine höhere Überlebenswahrscheinlichkeit, Bitcoin oder Dollar? Diese Frage stellen sich derzeit verdammt viele. Es ist also nicht nur eine Glaubensfrage, sondern auch die Angst vor dem Zusammenbruch des derzeitigen Geldsystems die viele Menschen in Bitcoins und andere Kryptowährungen treibt. Und wenn sie mich fragen, ich diversifiziere gerade in alle möglichen Richtungen, Hauptsachen kein FIAT Geld. Aktion, Gold, Kryptos etc. Allerdings gefällt mir die Party bei Anleihen und Aktien weniger als die Party bei den Kryptowährungen. Und ich denke dass wird die Wallstreet mit ihren Hedgefonds bald auch so sehen. Irgendwo muss das Geld hin bevor es gar nichts mehr wert ist.

    On a long enough timeline….

    Ich frage sie, was wird länger überleben? Kryptowährungen oder das derzeitige FIAT-Geld? Denken sie an die Aussagen der Notenbanken über die Einführung von eigenen Kryptowährungen. Ich werde das Gefühl nicht los, dass ich die nächste Währungsreform noch erleben werde und sie vielleicht auch…..

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      5. Dezember 2017 13:48 at 13:48

      @Feldmaen, sehr gut möglich!

    • Avatar

      gerd

      5. Dezember 2017 15:24 at 15:24

      „Wer hat eine höhere Überlebenswahrscheinlichkeit, Bitcoin oder Dollar?“
      Wer hat eine höhere Überlebenswahrscheinlichkeit, Nordkorea oder die USA?

      Aber es geht gar nicht ums Überleben, denn ganz auf Null sinken wird der Bitcoin nie wieder. Trotzdem handelt es sich um ein Kartenhaus, welches auf ein anderes auf Sand gebautes Haus (Notenbankgeld) noch oben drauf gesetzt wurde. Und falls die genannten Währungen wirklich mal „weg“ sein sollten, knickt das Kartenhaus Bitcoin erst recht ein. Weil man nichts mehr damit anfangen kann, geschweige denn ein Wirtschaftsleben aufrechterhalten.

      Sie haben mich ja schon mal als einen großen Kryptokritiker bezeichnet, Feldmaen. Stimmt, das bin ich, indem ich versuche völlig wertfrei die Fakten darzulegen. Und die sind nun mal grausam und vernichtend schlecht. Und zum x-ten Male, es ist für mich unentschuldbar, wie seriöse Quellen solche Kryptos den Zusatz „Währung“ verleihen können. Und wieso wird der Unbedarfte in den Glauben versetzt, der Bitcoin wäre eine Münze zum Nachhausetragen? Wieso sehe überall Fotos von etwas, was es in der Art nicht gibt?
      Das eine sind die Fakten. Was aber nicht heißt, dass ich bei der perversen Schneeballschlacht nicht auch schon mitgespielt hätte.
      Zum Beispiel in der letzten Woche oder auch heute schon wieder.

      • Avatar

        Feldmaen

        5. Dezember 2017 15:35 at 15:35

        Gerd, der Bitcoin kann auch ohne Notenbankgeld überleben. So lange das Netzwerk besteht kommt es immer nur darauf an, wogegen er gehandelt wird. Und da ist es egal ob es Notenbankgeld, Kartoffeln, Gold oder Socken sind. Sie müssen mal den Sprung weg vom Schneeballsystem schaffen. Und das sage ich nicht als Bitcoin Jünger, eher als Skeptiker.

        • Avatar

          Gerd

          5. Dezember 2017 15:50 at 15:50

          Sie Wollen nicht verstehen, dass man ein funktionierendes Wirtschaftsleben für 7 Milliarden Menschen nicht mit 21 Millionen Stück Bitcoins bewerkstelligen kann. Da brauche ich nicht weiter zu informieren, denn das ist ja nur e i n Argument.

          • Avatar

            Gerd

            5. Dezember 2017 16:33 at 16:33

            Da fallen mir gerade noch XRP Riple ein.
            Für eine wie auch immer geartete ansatzweise Ersatzwährung wären die ja noch eher brauchbar. Die sind von der Menge nicht derart knapp limitiert, da könnte man rein theoretisch schon mal jedem Menschen einen Bruchteil eines solchen zukommen lassen.

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            Feldmaen

            5. Dezember 2017 20:38 at 20:38

            Gerd, das muss ich nicht zu verstehen wollen, das weiß ich und ich habe auch nie etwas anderes behauptet. Der Bitcoin ist für ein Wirtschaftsleben überhaupt nicht geeignet, völlig klar. Ich habe hier schon des Öfteren meine Meinung dazu kund getan und sehe als offizielle anerkannte Währung immer nur das an, was von den Notenbanken ausgegeben wird. Alles andere würde in Anarchie enden und dafür ist der Mensch nicht geschaffen. Was ich allerdings überhaupt nicht nachvollziehen kann ist der von Kritikern dargestellt Bezug zum Kapitalismus oder Finanzkasino. Ich denke ich kann behaupten das Sentiment einigermaßen zu kennen. Wissen sie wer hauptsächlich in Kryptowährungen investiert ist (noch)? Da gibt es die Gierigen, Kriminelle, Investoren etc wie überall auch. Aber grundsätzlich sind bis jetzt Nerds und ganz viele Kids gewesen. Millennials gehören auch dazu. Schauen sie sich die Videos auf YouTube an. Das ist die kommende Generation und ich sagen ihnen, die fahren voll auf Kryptos ab. Und in Krisengebieten gelten Kryptowährungen schon als sichere Häfen, das ist kein Hirngespinst meinerseits, das ist Realität!

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            Gerd

            5. Dezember 2017 20:50 at 20:50

            Feldmaen, Sie machen mich fast etwas unruhig, wenn ich mir vorstelle, dass womöglich nahe Verwandte oder Nachkommenschaften von mir sich darin engagiert haben könnten.
            Was natürlich nicht auszuschließen ist.

          • Avatar

            Feldmaen

            5. Dezember 2017 21:53 at 21:53

            Ne Gerd, das ist nicht auszuschließen ;-)

          • Avatar

            Gerd

            5. Dezember 2017 22:09 at 22:09

            Nicht wahr. Ist schon schlimm genug, wenn der „Alte“ auf die reizvollen Verführungen des Börsenwesens reingefallen ist.
            Und die Jüngeren werden in ein paar Jahren womöglich sagen, im Vergleich mit dem, was ich gemacht hätte, wären Kryptos ja geradezu harmlos gewesen.

      • Avatar

        Gerd

        5. Dezember 2017 16:57 at 16:57

        „Was aber nicht heißt, dass ich bei der perversen Schneeballschlacht nicht auch schon mitgespielt hätte“

        Um es zu präzisieren: „Natürlich“ war und bin ich niemals long sondern immer auf der Short-Seite. Obwohl das eigentlich unlogisch ist, denn die Gewinnchance als Krypto-Bär beträgt maximal rund 10000 Punkte nach unten, hingegen das Verlustrisiko nach oben, wenns denn sein soll, auch gerne 90000 Punkte.

        • Avatar

          Wolfgang M.

          5. Dezember 2017 18:01 at 18:01

          Die Wertentwicklung des Bitcoin ist das eine Skurrile, aber das andere, mir völlig Schleierhafte, ist die Überlegung, dass diese „Kryptowährung“ im Falle eines Währungszusammenbruchs einen Schutz vor Enteignung bieten soll. Wenn die Notenbanken die Kontrolle verlieren sollten, wird erst mal Not in vielen wirtschaftlichen Bereichen herrschen. Wie soll da die Blockchain-Technologie, bei der eine Transaktion 15000 mal soviel Energie verbraucht wie eine Visaüberweisung, wo jede Aktion auf Abertausenden Rechner verifiziert werden muss, funktionieren? Da werden die Staaten bestimmt keine Reserverkraftwerke für diesen Zahlungsverkehr vorhalten, vom Internet ganz zu schweigen. Es mag ja künftig andere Kryptowährungen geben, die einen größeren Zahlungsverkehr ermöglichen. Aber die Bitcoin – Blockchain-Technologie mit ihrer aberwitzigen Energiebilanz kann ich mir im echten Krisenfall nicht als „Wert-Rettungsanker“ vorstellen.

          • Avatar

            Feldmaen

            5. Dezember 2017 18:22 at 18:22

            Schauen Sie mal nach Venezuela oder Afrika…

          • Avatar

            Gerd

            5. Dezember 2017 19:09 at 19:09

            Wolfgang, das von Ihnen Genannte ist wahrlich ein weiterer Ausschlussgrund.

            Die Leute, die sich heut in BitCoins engagieren sollten den „Mut“ haben zuzugeben, dass sie das einzig und allein aus dem „niederen Beweggrund“ der Spekulation machen. Alle anderen Rechtfertigungsversuche sind Heucheleien.

            Bei den „Goldjüngern“ sehe ich das übrigens anders. Ich nehme an, dass die Masse derjenigen, welche Goldmünzen oder kleine Barren im Schließfach aufbewahren, das nur deshalb machen, weil sie in der Tat einen „Wert-Rettungsanker“ darin sehen.

        • Avatar

          Gerd

          5. Dezember 2017 19:03 at 19:03

          Feldmaen, evtl meinen Sie ja noch was ganz anderes. Aber ich las in Bezug auf Venezuela vor zwei Tagen, dort würde in Erwägung gezogen eine eigene Krypto-Währung zu kreieren. Den Petro. Diese Krypto-Währung sollte ihre Deckung in den riesigen Ölreserven des Landes haben.
          Da kommen wir an den Definitonsbegriff „Währung“ schon verdammt nah ran. Eine Voraussetzung: sie muss durch dahinter stehende Werte gedeckt sein.

          • Avatar

            Feldmaen

            5. Dezember 2017 20:21 at 20:21

            Ich rede davon das die Bevölkerung in Venezuela und Simbabwe teilweise auf den Bitcoin als Bezahlmittel ausgewichen ist.

            https://www.btc-echo.de/bitcoin-gegen-die-inflation/

          • Avatar

            Gerd

            5. Dezember 2017 21:14 at 21:14

            Danke, für die Klarstellung. Und dennoch bitte ich Sie, mal dem Gedanken nachzugehen, wie die Masse an Venezuelanern oder die Gesamtheit der Bürger aus Simbabwe heute wohl vorgehen müssten, um ihre fast wertlosen heimatlichen Devisen in Bitcoins getauscht zu bekommen. Und ob sie sich danach besser stehen.
            Jeder kann im Lotto gewinnen, aber eben nicht alle.

            (Aber gemäß dem Artikel „verwendet ein Großteil der Simbabwer, die während der Hyperinflation ihr Erspartes verloren haben bzw. deren Erspartes ihren Wert verloren hatte, sogar die Kryptobörse um Geld zur Seite zu legen“. Wie geht das denn? Erst verliere ich alles und den Rest davon, respektive den wertlos gewordenen Rest leg ich an in einen Krypto, der viele, viele US-Dollar erfordert? Sollte ich da nicht ganz unspekulativ mit dem letzten bisschen Verbliebenen nur in US-Dollar tauschen und den beiseite legen, statt auf ROT oder SCHWARZ zu setzten?)

  3. Avatar

    Martin

    5. Dezember 2017 13:46 at 13:46

    Die Krypto“währungen“ befinden sich in einer Blase. Warum behaupte ich das? Ganz einfach, es gibt für einen Investor nur einen Grund darin zu investieren, um am durch Gier und Hoffnung ständig steigenden Kursen zu partizipieren. Der Kursanstieg bei den Kryptos speist sich ausnahmslos durch die Gier und dieses Spiel wird so lange gespielt, bis der Kursanstieg erschöpft ist, dann werden die ganz großen Halter ihre Positionen auf den Markt werfen und der Kurs wird dann wie eine Gauß’sche Glockenkurve abflachen.

    Ein anderes Motiv sehe ich leider nicht. Kryptos sind weder Wertaufbewahrungsmittel, noch sind es Rohstoffe, noch sind es Firmenanteile, noch sind es Renteansprüche, noch sind es verzinste Wertpapiere, noch sind es wirklich Währungen. Kryptos sind letztlich nichts, es sind reine Illusionen, eine Chimere. Und mal ganz ehrlich, die Geschäfte, die diese „Währungen“ akzeptieren, machen das doch nicht weil es so viel leichter wäre damit zu bezahlen oder fortschrittlicher, nein einfach weil sie günstig an diese Kryptos rankommen möchten und dann die Kursgewinne einstreichen wollen. Ich würde es als Unternehmen wahrscheinlich auch so machen.

    Und mal ganz ehrlich, bilden Kryptos nicht die Spitze der kapitalistischen Perversion. Noch nie war es in der Menschheitsgeschichte so „einfach“ mit einen geringen Kapitaleinsatz quasi über Nacht so unverschmämt reich zu werden.

    • Avatar

      Columbo

      5. Dezember 2017 14:25 at 14:25

      @Martin
      Ich nehme mal an, die meisten hier im Forum sind nicht über Nacht unverschämt reich geworden. Warum nicht, wenn es „so einfach“ ist? Weil es auch die andere Richtung gibt. Die, die in die falsche Richtung gefahren sind, leben jetzt auf der Straße und schreiben hier nicht mehr.

      • Avatar

        PK

        5. Dezember 2017 15:14 at 15:14

        die falsche Richtung für die Massen wird bald kommen.
        Ich bin sicher, daß z.B. am Neuen Markt mehr Leute arm als reich geworden sind. Bei Bitcoin wird es genauso sein. Ganz wenige Gewinner werden 90% Verlierer gegenüber stehen.
        Ich freu mich auf den Handel mit den Futures. Am Anfang dürfte das sehr interessant werden, bis sich die Algos drauf eingeschossen haben.

        • Avatar

          Feldmaen

          5. Dezember 2017 15:29 at 15:29

          Man glaubt nicht was Leute teilweise für ein Risiko eingehen. Ich könnte mit einer 90% Korrektur leben, das Risiko habe ich für mich persönlich einkalkuliert. Aber da gibt es Leute die sich für Kryptowährungen verschulden oder sogar ihr Haus dafür verpfänden! Ich gelte hier vielleicht als Bitcoin Befürworter, bin es aber nicht. Es wird vermutlich ähnlich wie am Neuen Markt ablaufen, aber es könnte auch eine „ones in a Lifefetime“ Story werden…

          • Avatar

            Emm wie Meikel

            5. Dezember 2017 16:59 at 16:59

            Die Preise, die für Bitcoins bezahlt werden, sind einfach nur irre. Und es scheint sich immer wieder ein noch größerer Dummkopf zu finden, der noch mehr Fiatmoney dafür hinblättert. Nicht falsch verstehen, ich hatte auch welche, jedoch zum Einstiegspreis von um die 300$ und ich bin schon seit einer ganzen Weile nicht mehr drin.

            Ich meine, es spricht zwar nichts gegen derartige Spekulationen, sofern man das Geld hierfür wirklich übrig hat und mal eben locker einen TOTALverlust wegstecken kann. Jedoch sollte der Einstieg niemals(!) mitten in einer Maniephase erfolgen. Das ist so ziemlich das Dümmste, was man tun kann.

            Sicher, mit etwas Glück kann es vorübergehend gut gehen. Doch den letzten beissen die Hunde. Das ist wie die Reise nach Jerusalem und keiner weiß, wann die Musik aufhört. Wer vor lauter Geldgeilheit sogar sein Häusschen darauf verwettet und reichlich Kredit aufnimmt, wird eben kräftig bluten müssen, sofern er nicht rechtzeitig den Absprung schafft. Und den schaffen nur die Allerwenigsten!

    • Avatar

      gerd

      5. Dezember 2017 15:32 at 15:32

      „Und mal ganz ehrlich, bilden Kryptos nicht die Spitze der kapitalistischen Perversion“
      Nein, die Spitze ist, indem demnächst auf diese Perversion auch noch Futures gehandelt werden können. Und wahrscheinlich nicht mal das, erst wenn auf die Spitze der Perversionsspitze auch noch Optionen gehandelt werden können, dürften wir uns der absoluten Spitze nähern. Aber wahrscheinlich wird man dann noch einen Volatilitätsindex für Kryptos einführen und darauf auch noch wieder Optionen handeln können.

      • Avatar

        baeuerin

        5. Dezember 2017 20:43 at 20:43

        @Gerd,
        Die Harzer schreien ja schon nach dem Bitcoin,lol…
        Das waere pervers……vorallem,wenn er crasht,lol

  4. Avatar

    Bigdogg

    5. Dezember 2017 15:05 at 15:05

    Silber von 20 auf 100 USD?? Wo haben sie das denn gesehen? High war 49,45 USD und das ausgehend von 8 USD.

  5. Avatar

    Daniel

    5. Dezember 2017 16:05 at 16:05

    Die Welt braucht Bitcoin, weil man damit sein Reichtum sichern kann, ohne dass man enteignet wird vom verschuldeten Staat. Oh sch*** ein Bitcoin-Verbot errinnert an das Goldverbot. Sind wir schon wieder soweit?

  6. Avatar

    Feldmaen

    6. Dezember 2017 06:11 at 06:11

    @Fugmann, das ist jetzt kein Scherz: Am 24.12 wird Bitcoin God geforkt! ;-)

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Aktien

Indiz für die jüngste Zocker-Orgie in US-Aktien und Bitcoin – man schaue auf die Such-Trends

Claudio Kummerfeld

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Bunte Kurstafel

Markus Fugmann hatte die letzten Tage darüber berichtet, so auch heute früh (siehe hier). Vor allem über einen gigantischen großen Zocker-Blog auf Reddit (siehe hier) formiert sich quasi täglich neu eine gigantische Crowd aus gierigen Jung-Zockern, um sich auf einzelne US-Aktien zu stürzen. Besonders interessant waren die letzten Tage kräftige Kursanstiege Aktien wie „Gamestop“, bei denen es hohe Short-Volumina gab. Profi-Spekulanten wie Hedgefonds hatten große Wetten auf fallende Kurse aufgebaut. Steigt der Aktienkurs nun aber kräftig, kann der Verlust dieser Profis ins Unendliche steigen.

Und die Banken und Broker, die solchen Hedgefonds oft Kredite für ihre Spekulationen gewähren, könnten kalte Füße kriegen und mehr Sicherheiten verlangen – oder die Short-Positionen zwangsweise schließen, wodurch der Aufwärtssog der Aktien noch mehr verstärkt wird. Auf genau diese Bewegung hofften die Zocker wohl bei Gamestop und anderen Aktien. Man schaue in der folgenden Grafik, wie die Beliebtheit für den Google-Suchbegriff „Short Squeeze“ in den USA in den letzten fünf Jahren aussah. Erst in den letzten Tagen explodierte die Beliebtheit dieses Suchbegriffs extrem. Mit Short Squeeze bezeichnen Börsianer einen stark steigenden Aktienkurs, der durch das Schließen von Short-Positionen verursacht wird. Der Wert 100 in der Grafik steht für die höchste Beliebtheit des jeweiligen Suchbegriffs.

Im folgenden Chart sehen wie in den Google Trends für die letzten fünf Jahre die weltweite Beliebtheit des Suchbegriffs „Bitcoin“. Man sieht, dass bei der ersten großen Hausse Ende 2017 die maximale Beliebtheit von 100 Punkten erreicht wurde, und Anfang diesen Jahres nur ein Wert von 69 – jetzt nur noch 42 Punkte. Die Gier der Internet-Gemeinde nach dem Thema war damals also wohl noch größer als heute. Offenbar scheint sich ganz aktuell die „Meute“ auf die kleinen US-Aktien zu stürzen – weil die wohl von einer Meute Klein-Zocker leichter kräftig im Kurs zu bewegen sind?

Chart zeigt Beliebtheit der Suche nach Bitcoin

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Bitcoin

Bitcoin als das trojanische Pferd zur Bargeldabschaffung? Blick auf das große Bild

Claudio Kummerfeld

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Bitcoin Symbolfoto

Ist der Bitcoin zusammen mit den anderen Kryptowährungen das große „trojanische Pferd“ für die Abschaffung von Bargeld? Dirk Müller zeigte in einem Video aus letzter Woche (siehe hier) erneut ganz klar, dass er nichts vom Bitcoin hält. Eine pure Zockerei sei diese wichtigste aller Kryptowährungen – sie könne weiter kräftig steigen, oder auch ins Bodenlose fallen. Alexander Weipprecht vom Krypto Magazin hat im folgenden aktuellen Video mehrere von Dirk Müllers Kritikpunkten angesprochen, und ihm dabei teilweise Recht gegeben.

Steckt hinter dem Bitcoin eine Art von Verschwörung um den Bürger noch gläserner und überwachbarer zu machen? Haben die Reichen und Mächtigen einen großen Plan mit dem Bitcoin? Wie ich meine, geht Alexander Weipprecht sehr gut und im Detail auf diese Themen ein. Superreiche und große Vermögensverwalter würden nach Jahren des Zuschauens nun die Chancen im Bitcoin nutzen, indem sie zunehmend Bitcoins aufkaufen. Der Bitcoin biete Wohlhabenden die mobil sein wollen, eine hervorragende Chance Vermögen weltweit in Sekundenschnelle zu verschieben. Auch ein gutes Beispiel sei der Iran, der laut Alexander Weipprecht versuche sich vom US-Dollar zu lösen, in dem man Öl gegen Kryptowährungen tausche. Sehen Sie hier seinen interessanten Beitrag.

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Bitcoin: Verdoppelung JETZT?

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Steht die Verdoppelung unmittelbar bevor? Viele schwören ja auf die Bitcoins und rechnen ganz fest mit einem schnellen und deutlichen Anstieg. Doch nach der jüngsten Pause stellen sich manche nun die Frage, ob es jetzt schon wirklich Zeit dafür ist. Dieser Beitrag gilt einmal der charttechnischen Betrachtung, aber kann man das tatsächlich hier anwenden? Schauen wir uns das doch einfach mal an.

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