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Bitcoin: Höher, weiter, schneller? Anmerkungen zu einem Glaubens-Phänomen

Über die religiöse Motivation der Bitcoin-Gläubigen!

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Von Markus Fugmann

So manch ein Vermögensverwalter wird sich von seinen Kunden die Frage gefallen lassen müssen, warum man denn nicht auch bei Bitcoins investiert sei angesichts dieser großartigen Rally. Und für diejenigen Vermögensverwalter, die darauf keine überzeugende Antwort wissen, könnte folgender Chartvergleich zwischen Silber im Jahr 1980 und dem aktuellen Kursverlauf von Bitcoin hilfreich sein:

Im Jahr 1980 stieg der Kurs von Silber von unter 20 Dollar auf 100 Dollar in kurzer Zeit, nur um dann rasch wieder in Richtung 20 Dollar zu fallen. Es kann bei Bitcoin anders kommen, aber ähnliche Charts haben die Tendenz, sich ähnlich weiter zu entwickeln!

Einer der zentralen Treiber neben der Tatsache, dass Future-Börsen schon sehr bald Bitcoin-Futures anbieten werden, ist die Furcht vieler, den rasenden Zug zu verpassen. Im Amerikanischen gibt es dafür die Kurzform „FOMO“, fear of missing out – also die Furcht, die ganz große Rally zu verpassen.

Klar ist: die Welt hat ein massives Bedürfnis gehabt nach so etwas wie Kryptowährungen. Die Welt lebt faktisch über ihre Verhältnisse und gönnt sich diesen Lebenswandel durch immer höhere Schulden, die irgendwann beglichen werden müssen – oder die Notenbanken kaufen irgendwann diese Schulden auf und nullen sie dann?

So oder so: normalweise müssten eigentlich in einer immer höher verschuldeten Welt die Inflation anziehen und die Notenbanken dann die Zinsen anheben – was sie aber nicht tun, weil sie unsere Wohlstandsillusion aufrecht erhalten wollen. Und wir wollen das ja im Grunde auch, wenn wir uns mal ehrlich machen! Wir wollen und brauchen diese Illusion, weil wir sonst bescheidener werden müssten – und das ist in einer kapitalistischen Welt, die nach dem Motto „höher, schneller, weiter“ funktioniert, für die meisten von uns nicht einmal vorstellbar!

Also entstand nach dem massiven, scheinbar unendlichen Eingreifen der Notenbanken das Bedürfnis nach Endlichkeit, nach einem Wertgegenstand, der per Definition begrenzt und nicht wie Papiergeld beliebig vermehrbar ist. So wie bei Bitcoins, von denen es maximal 21 Millionen geben kann. Das Problem dabei ist nur, dass es eben unbegrenzt viele Kryptowährungen geben kann, was diese Kryptowährungen als Gesamtheit beliebig vermehrbar und damit dem Papiergeld ähnlich macht!

Dabei ist die Argumentation der Bitcoin-Fans ähnlich wie einst in den 1990er-Jahren, als man sich sagte: derzeit konsumieren Menschen in den entwickelten Ländern pro Tag so und so viel vom Produkt X, nun stelle man sich vor, wenn die „Restwelt“ pro Tag nur einen Bruchteil davon konsumieren würde? Also wird es massive Steigerungen des Konsums geben, nicht wahr? Nur hat es in der Realität diese massiven Steigerungen eben leider nicht gegeben!

Bitcoin, und das ist eines der zentralen Probleme, hat keinen inneren Wert. Bei Gold könnte man sagen, dass etwa die Menschheit schon immer Schmuck geschätzt hat, sodass eben Gold immer einen gewissen Wert haben wird. Oder die Aktie eines Unternehmens: wenn man weiß, wieviel ein Unternehmen verdient bei seinen Kosten, kann man von einem echten Wert sprechen, an dem der Aktieninhaber direkt beteiligt ist. Aber was ist ein Bitcoin wert? 10.000 Euro, oder 100.000, oder fast null? Der Wert der Bitcoins basiert nur auf dem Glauben der Bitcoin-Fans. Verlieren sie diesen Glauben aus irgendwelchen Gründen, ist der Wert Null. Ähnlich wie beim Papiergeld.

Mithin ist also der Glaube an Bitcoin eine Abstraktion. Eine Abstraktion wie etwa der Begriff „Gott“, der gewissermaßen nur dadurch existiert, dass Menschen an ihn glauben. Was aber ist der Unterschied zwischen Gott und Antibiotika? Antibiotika helfen auch denjenigen, die nicht an sie glauben!

Ziemlich sicher eine Zukunft hat die den Bitcoins zugrunde liegende Blockchain-Technologie. Aber wer Bitcoins besitzt, besitzt eben keinen Anteil an der Blockchain-Technolgie. Wer Bitcoins besitzt, muß darauf vertrauen, dass der Glaube an ihre Werthaltigkeit nicht verschwindet. Historisch gesehen aber neigen Glaubenssysteme stets zum Verschwinden, weil die Gesellschaften sich verändern und damit die Basis des Glaubenssystems einstürzt.

Und so könnte der oben angesprochene Vermögensverwalter sagen: bei Antibiotika weiß ich, dass sie helfen, ohne dass ich daran glauben muß. Wer (langfristig) an Bitcoins glaubt, dem muß jedoch wahrscheinlich Gott helfen..


Christus als Erschaffer des Universums
Werk eines unbekannten Künstlers aus dem 13.Jahrhundert

28 Kommentare

28 Comments

  1. Avatar

    TobiasG

    5. Dezember 2017 12:16 at 12:16

    Guter Kommentar…..

  2. Avatar

    Feldmaen

    5. Dezember 2017 12:37 at 12:37

    Hallo Herr Fugmann, da steht sehr viel Wahres in ihrem Kommentar. Das ganze Bitcoin und Kryptosystem beruht nur auf Vertrauen in die Wertsteigerung, welches bis jetzt wunderbar bedient wurde. Es beruht auch darauf, wie sie schon sagten, dass die Notenbanken durch ihr Handeln das Vertrauen in FIAT Währungen schwächen. Ich würde sogar noch weiter gehen. Sie wissen doch selber wie sehr die weltweite Schuldenbombe tickt und sind damit nicht alleine. Immer mehr Menschen wird bewusst, dass das derzeitige Geld und Finanzsystem zum Scheitern verurteilt ist. Können sie sagen dass es in zehn oder zwanzig Jahren noch den Euro, den Dollar oder den Yen geben wird? Wer hat eine höhere Überlebenswahrscheinlichkeit, Bitcoin oder Dollar? Diese Frage stellen sich derzeit verdammt viele. Es ist also nicht nur eine Glaubensfrage, sondern auch die Angst vor dem Zusammenbruch des derzeitigen Geldsystems die viele Menschen in Bitcoins und andere Kryptowährungen treibt. Und wenn sie mich fragen, ich diversifiziere gerade in alle möglichen Richtungen, Hauptsachen kein FIAT Geld. Aktion, Gold, Kryptos etc. Allerdings gefällt mir die Party bei Anleihen und Aktien weniger als die Party bei den Kryptowährungen. Und ich denke dass wird die Wallstreet mit ihren Hedgefonds bald auch so sehen. Irgendwo muss das Geld hin bevor es gar nichts mehr wert ist.

    On a long enough timeline….

    Ich frage sie, was wird länger überleben? Kryptowährungen oder das derzeitige FIAT-Geld? Denken sie an die Aussagen der Notenbanken über die Einführung von eigenen Kryptowährungen. Ich werde das Gefühl nicht los, dass ich die nächste Währungsreform noch erleben werde und sie vielleicht auch…..

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      5. Dezember 2017 13:48 at 13:48

      @Feldmaen, sehr gut möglich!

    • Avatar

      gerd

      5. Dezember 2017 15:24 at 15:24

      „Wer hat eine höhere Überlebenswahrscheinlichkeit, Bitcoin oder Dollar?“
      Wer hat eine höhere Überlebenswahrscheinlichkeit, Nordkorea oder die USA?

      Aber es geht gar nicht ums Überleben, denn ganz auf Null sinken wird der Bitcoin nie wieder. Trotzdem handelt es sich um ein Kartenhaus, welches auf ein anderes auf Sand gebautes Haus (Notenbankgeld) noch oben drauf gesetzt wurde. Und falls die genannten Währungen wirklich mal „weg“ sein sollten, knickt das Kartenhaus Bitcoin erst recht ein. Weil man nichts mehr damit anfangen kann, geschweige denn ein Wirtschaftsleben aufrechterhalten.

      Sie haben mich ja schon mal als einen großen Kryptokritiker bezeichnet, Feldmaen. Stimmt, das bin ich, indem ich versuche völlig wertfrei die Fakten darzulegen. Und die sind nun mal grausam und vernichtend schlecht. Und zum x-ten Male, es ist für mich unentschuldbar, wie seriöse Quellen solche Kryptos den Zusatz „Währung“ verleihen können. Und wieso wird der Unbedarfte in den Glauben versetzt, der Bitcoin wäre eine Münze zum Nachhausetragen? Wieso sehe überall Fotos von etwas, was es in der Art nicht gibt?
      Das eine sind die Fakten. Was aber nicht heißt, dass ich bei der perversen Schneeballschlacht nicht auch schon mitgespielt hätte.
      Zum Beispiel in der letzten Woche oder auch heute schon wieder.

      • Avatar

        Feldmaen

        5. Dezember 2017 15:35 at 15:35

        Gerd, der Bitcoin kann auch ohne Notenbankgeld überleben. So lange das Netzwerk besteht kommt es immer nur darauf an, wogegen er gehandelt wird. Und da ist es egal ob es Notenbankgeld, Kartoffeln, Gold oder Socken sind. Sie müssen mal den Sprung weg vom Schneeballsystem schaffen. Und das sage ich nicht als Bitcoin Jünger, eher als Skeptiker.

        • Avatar

          Gerd

          5. Dezember 2017 15:50 at 15:50

          Sie Wollen nicht verstehen, dass man ein funktionierendes Wirtschaftsleben für 7 Milliarden Menschen nicht mit 21 Millionen Stück Bitcoins bewerkstelligen kann. Da brauche ich nicht weiter zu informieren, denn das ist ja nur e i n Argument.

          • Avatar

            Gerd

            5. Dezember 2017 16:33 at 16:33

            Da fallen mir gerade noch XRP Riple ein.
            Für eine wie auch immer geartete ansatzweise Ersatzwährung wären die ja noch eher brauchbar. Die sind von der Menge nicht derart knapp limitiert, da könnte man rein theoretisch schon mal jedem Menschen einen Bruchteil eines solchen zukommen lassen.

          • Avatar

            Feldmaen

            5. Dezember 2017 20:38 at 20:38

            Gerd, das muss ich nicht zu verstehen wollen, das weiß ich und ich habe auch nie etwas anderes behauptet. Der Bitcoin ist für ein Wirtschaftsleben überhaupt nicht geeignet, völlig klar. Ich habe hier schon des Öfteren meine Meinung dazu kund getan und sehe als offizielle anerkannte Währung immer nur das an, was von den Notenbanken ausgegeben wird. Alles andere würde in Anarchie enden und dafür ist der Mensch nicht geschaffen. Was ich allerdings überhaupt nicht nachvollziehen kann ist der von Kritikern dargestellt Bezug zum Kapitalismus oder Finanzkasino. Ich denke ich kann behaupten das Sentiment einigermaßen zu kennen. Wissen sie wer hauptsächlich in Kryptowährungen investiert ist (noch)? Da gibt es die Gierigen, Kriminelle, Investoren etc wie überall auch. Aber grundsätzlich sind bis jetzt Nerds und ganz viele Kids gewesen. Millennials gehören auch dazu. Schauen sie sich die Videos auf YouTube an. Das ist die kommende Generation und ich sagen ihnen, die fahren voll auf Kryptos ab. Und in Krisengebieten gelten Kryptowährungen schon als sichere Häfen, das ist kein Hirngespinst meinerseits, das ist Realität!

          • Avatar

            Gerd

            5. Dezember 2017 20:50 at 20:50

            Feldmaen, Sie machen mich fast etwas unruhig, wenn ich mir vorstelle, dass womöglich nahe Verwandte oder Nachkommenschaften von mir sich darin engagiert haben könnten.
            Was natürlich nicht auszuschließen ist.

          • Avatar

            Feldmaen

            5. Dezember 2017 21:53 at 21:53

            Ne Gerd, das ist nicht auszuschließen ;-)

          • Avatar

            Gerd

            5. Dezember 2017 22:09 at 22:09

            Nicht wahr. Ist schon schlimm genug, wenn der „Alte“ auf die reizvollen Verführungen des Börsenwesens reingefallen ist.
            Und die Jüngeren werden in ein paar Jahren womöglich sagen, im Vergleich mit dem, was ich gemacht hätte, wären Kryptos ja geradezu harmlos gewesen.

      • Avatar

        Gerd

        5. Dezember 2017 16:57 at 16:57

        „Was aber nicht heißt, dass ich bei der perversen Schneeballschlacht nicht auch schon mitgespielt hätte“

        Um es zu präzisieren: „Natürlich“ war und bin ich niemals long sondern immer auf der Short-Seite. Obwohl das eigentlich unlogisch ist, denn die Gewinnchance als Krypto-Bär beträgt maximal rund 10000 Punkte nach unten, hingegen das Verlustrisiko nach oben, wenns denn sein soll, auch gerne 90000 Punkte.

        • Avatar

          Wolfgang M.

          5. Dezember 2017 18:01 at 18:01

          Die Wertentwicklung des Bitcoin ist das eine Skurrile, aber das andere, mir völlig Schleierhafte, ist die Überlegung, dass diese „Kryptowährung“ im Falle eines Währungszusammenbruchs einen Schutz vor Enteignung bieten soll. Wenn die Notenbanken die Kontrolle verlieren sollten, wird erst mal Not in vielen wirtschaftlichen Bereichen herrschen. Wie soll da die Blockchain-Technologie, bei der eine Transaktion 15000 mal soviel Energie verbraucht wie eine Visaüberweisung, wo jede Aktion auf Abertausenden Rechner verifiziert werden muss, funktionieren? Da werden die Staaten bestimmt keine Reserverkraftwerke für diesen Zahlungsverkehr vorhalten, vom Internet ganz zu schweigen. Es mag ja künftig andere Kryptowährungen geben, die einen größeren Zahlungsverkehr ermöglichen. Aber die Bitcoin – Blockchain-Technologie mit ihrer aberwitzigen Energiebilanz kann ich mir im echten Krisenfall nicht als „Wert-Rettungsanker“ vorstellen.

          • Avatar

            Feldmaen

            5. Dezember 2017 18:22 at 18:22

            Schauen Sie mal nach Venezuela oder Afrika…

          • Avatar

            Gerd

            5. Dezember 2017 19:09 at 19:09

            Wolfgang, das von Ihnen Genannte ist wahrlich ein weiterer Ausschlussgrund.

            Die Leute, die sich heut in BitCoins engagieren sollten den „Mut“ haben zuzugeben, dass sie das einzig und allein aus dem „niederen Beweggrund“ der Spekulation machen. Alle anderen Rechtfertigungsversuche sind Heucheleien.

            Bei den „Goldjüngern“ sehe ich das übrigens anders. Ich nehme an, dass die Masse derjenigen, welche Goldmünzen oder kleine Barren im Schließfach aufbewahren, das nur deshalb machen, weil sie in der Tat einen „Wert-Rettungsanker“ darin sehen.

        • Avatar

          Gerd

          5. Dezember 2017 19:03 at 19:03

          Feldmaen, evtl meinen Sie ja noch was ganz anderes. Aber ich las in Bezug auf Venezuela vor zwei Tagen, dort würde in Erwägung gezogen eine eigene Krypto-Währung zu kreieren. Den Petro. Diese Krypto-Währung sollte ihre Deckung in den riesigen Ölreserven des Landes haben.
          Da kommen wir an den Definitonsbegriff „Währung“ schon verdammt nah ran. Eine Voraussetzung: sie muss durch dahinter stehende Werte gedeckt sein.

          • Avatar

            Feldmaen

            5. Dezember 2017 20:21 at 20:21

            Ich rede davon das die Bevölkerung in Venezuela und Simbabwe teilweise auf den Bitcoin als Bezahlmittel ausgewichen ist.

            https://www.btc-echo.de/bitcoin-gegen-die-inflation/

          • Avatar

            Gerd

            5. Dezember 2017 21:14 at 21:14

            Danke, für die Klarstellung. Und dennoch bitte ich Sie, mal dem Gedanken nachzugehen, wie die Masse an Venezuelanern oder die Gesamtheit der Bürger aus Simbabwe heute wohl vorgehen müssten, um ihre fast wertlosen heimatlichen Devisen in Bitcoins getauscht zu bekommen. Und ob sie sich danach besser stehen.
            Jeder kann im Lotto gewinnen, aber eben nicht alle.

            (Aber gemäß dem Artikel „verwendet ein Großteil der Simbabwer, die während der Hyperinflation ihr Erspartes verloren haben bzw. deren Erspartes ihren Wert verloren hatte, sogar die Kryptobörse um Geld zur Seite zu legen“. Wie geht das denn? Erst verliere ich alles und den Rest davon, respektive den wertlos gewordenen Rest leg ich an in einen Krypto, der viele, viele US-Dollar erfordert? Sollte ich da nicht ganz unspekulativ mit dem letzten bisschen Verbliebenen nur in US-Dollar tauschen und den beiseite legen, statt auf ROT oder SCHWARZ zu setzten?)

  3. Avatar

    Martin

    5. Dezember 2017 13:46 at 13:46

    Die Krypto“währungen“ befinden sich in einer Blase. Warum behaupte ich das? Ganz einfach, es gibt für einen Investor nur einen Grund darin zu investieren, um am durch Gier und Hoffnung ständig steigenden Kursen zu partizipieren. Der Kursanstieg bei den Kryptos speist sich ausnahmslos durch die Gier und dieses Spiel wird so lange gespielt, bis der Kursanstieg erschöpft ist, dann werden die ganz großen Halter ihre Positionen auf den Markt werfen und der Kurs wird dann wie eine Gauß’sche Glockenkurve abflachen.

    Ein anderes Motiv sehe ich leider nicht. Kryptos sind weder Wertaufbewahrungsmittel, noch sind es Rohstoffe, noch sind es Firmenanteile, noch sind es Renteansprüche, noch sind es verzinste Wertpapiere, noch sind es wirklich Währungen. Kryptos sind letztlich nichts, es sind reine Illusionen, eine Chimere. Und mal ganz ehrlich, die Geschäfte, die diese „Währungen“ akzeptieren, machen das doch nicht weil es so viel leichter wäre damit zu bezahlen oder fortschrittlicher, nein einfach weil sie günstig an diese Kryptos rankommen möchten und dann die Kursgewinne einstreichen wollen. Ich würde es als Unternehmen wahrscheinlich auch so machen.

    Und mal ganz ehrlich, bilden Kryptos nicht die Spitze der kapitalistischen Perversion. Noch nie war es in der Menschheitsgeschichte so „einfach“ mit einen geringen Kapitaleinsatz quasi über Nacht so unverschmämt reich zu werden.

    • Avatar

      Columbo

      5. Dezember 2017 14:25 at 14:25

      @Martin
      Ich nehme mal an, die meisten hier im Forum sind nicht über Nacht unverschämt reich geworden. Warum nicht, wenn es „so einfach“ ist? Weil es auch die andere Richtung gibt. Die, die in die falsche Richtung gefahren sind, leben jetzt auf der Straße und schreiben hier nicht mehr.

      • Avatar

        PK

        5. Dezember 2017 15:14 at 15:14

        die falsche Richtung für die Massen wird bald kommen.
        Ich bin sicher, daß z.B. am Neuen Markt mehr Leute arm als reich geworden sind. Bei Bitcoin wird es genauso sein. Ganz wenige Gewinner werden 90% Verlierer gegenüber stehen.
        Ich freu mich auf den Handel mit den Futures. Am Anfang dürfte das sehr interessant werden, bis sich die Algos drauf eingeschossen haben.

        • Avatar

          Feldmaen

          5. Dezember 2017 15:29 at 15:29

          Man glaubt nicht was Leute teilweise für ein Risiko eingehen. Ich könnte mit einer 90% Korrektur leben, das Risiko habe ich für mich persönlich einkalkuliert. Aber da gibt es Leute die sich für Kryptowährungen verschulden oder sogar ihr Haus dafür verpfänden! Ich gelte hier vielleicht als Bitcoin Befürworter, bin es aber nicht. Es wird vermutlich ähnlich wie am Neuen Markt ablaufen, aber es könnte auch eine „ones in a Lifefetime“ Story werden…

          • Avatar

            Emm wie Meikel

            5. Dezember 2017 16:59 at 16:59

            Die Preise, die für Bitcoins bezahlt werden, sind einfach nur irre. Und es scheint sich immer wieder ein noch größerer Dummkopf zu finden, der noch mehr Fiatmoney dafür hinblättert. Nicht falsch verstehen, ich hatte auch welche, jedoch zum Einstiegspreis von um die 300$ und ich bin schon seit einer ganzen Weile nicht mehr drin.

            Ich meine, es spricht zwar nichts gegen derartige Spekulationen, sofern man das Geld hierfür wirklich übrig hat und mal eben locker einen TOTALverlust wegstecken kann. Jedoch sollte der Einstieg niemals(!) mitten in einer Maniephase erfolgen. Das ist so ziemlich das Dümmste, was man tun kann.

            Sicher, mit etwas Glück kann es vorübergehend gut gehen. Doch den letzten beissen die Hunde. Das ist wie die Reise nach Jerusalem und keiner weiß, wann die Musik aufhört. Wer vor lauter Geldgeilheit sogar sein Häusschen darauf verwettet und reichlich Kredit aufnimmt, wird eben kräftig bluten müssen, sofern er nicht rechtzeitig den Absprung schafft. Und den schaffen nur die Allerwenigsten!

    • Avatar

      gerd

      5. Dezember 2017 15:32 at 15:32

      „Und mal ganz ehrlich, bilden Kryptos nicht die Spitze der kapitalistischen Perversion“
      Nein, die Spitze ist, indem demnächst auf diese Perversion auch noch Futures gehandelt werden können. Und wahrscheinlich nicht mal das, erst wenn auf die Spitze der Perversionsspitze auch noch Optionen gehandelt werden können, dürften wir uns der absoluten Spitze nähern. Aber wahrscheinlich wird man dann noch einen Volatilitätsindex für Kryptos einführen und darauf auch noch wieder Optionen handeln können.

      • Avatar

        baeuerin

        5. Dezember 2017 20:43 at 20:43

        @Gerd,
        Die Harzer schreien ja schon nach dem Bitcoin,lol…
        Das waere pervers……vorallem,wenn er crasht,lol

  4. Avatar

    Bigdogg

    5. Dezember 2017 15:05 at 15:05

    Silber von 20 auf 100 USD?? Wo haben sie das denn gesehen? High war 49,45 USD und das ausgehend von 8 USD.

  5. Avatar

    Daniel

    5. Dezember 2017 16:05 at 16:05

    Die Welt braucht Bitcoin, weil man damit sein Reichtum sichern kann, ohne dass man enteignet wird vom verschuldeten Staat. Oh sch*** ein Bitcoin-Verbot errinnert an das Goldverbot. Sind wir schon wieder soweit?

  6. Avatar

    Feldmaen

    6. Dezember 2017 06:11 at 06:11

    @Fugmann, das ist jetzt kein Scherz: Am 24.12 wird Bitcoin God geforkt! ;-)

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Bitcoin: Kommt der echte Konkurrent aus China?

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Symbolbild für den Bitcoin, der nur elektronisch existiert

Es gibt tausende verschiedene Kryptowährungen, doch keine kann es bis heute mit Bitcoin aufnehmen. 65 Prozent der gesamten Marktkapitalisierung von mehr als 5.500 Kryptowährungen entfällt auf Bitcoin. Doch in China, wo ohnehin schon ein enormer Marktanteil auf digitales Bezahlen mittels Handy-Apps entfällt, entsteht jetzt eine Kryptowährung, die es mit Bitcoin aufnehmen könnte, ohne mit Bitcoin viele Gemeinsamkeiten zu haben.

Bitcoin und Co. sind bei Chinas Machthabern verpönt, da sie schwer zu kontrollierende Kapitalflüsse darstellen. Da es keinen freien Kapitalverkehr zwischen China und der Welt gibt und auch im Inland am besten alle Zahlungsflüsse kontrolliert werden sollen, standen Kryptowährungen lange auf der Abschussliste. Mining-Farmen galten sogar als im Land unerwünschte Branchen, Farmen wurden ab Januar 2018 geschlossen und Bitcoin selbst wurde ab Dezember 2013 schrittweise verboten. Ab September 2017 ist der Betrieb von Tradingplattformen für Kryptowährungen untersagt.

Inzwischen hat sich die Meinung etwas geändert. Bestehende Kryptowährungen sind noch immer verpönt. Doch die Staatsführung hat erkannt, dass Kryptowährungen wie Bitcoin perfekt nachvollziehbare und bis in alle Ewigkeit gespeicherte Zahlungsmittelflüsse abbilden, wenn bekannt ist, wem welche Wallet gehört. Staatlich kontrollierte Kryptowährungen wären somit das perfekte Überwachungsinstrument.

Chinas Bitcoin-Alternative heißt DCEP

Daher hat sich die Stimmung in der Führung inzwischen merklich gewandelt. Im November 2019 fand sogar ein Blockchain-Gipfel in China statt. Ziel ist die Erforschung und Entwicklung einer eigenen, chinesischen Alternative zu Bitcoin. Inzwischen begann bereits ein Pilotprogramm in vier Städten mit einer digitalisierten Version der staatlichen Währung Renmbini, genannte DCEP. Für die chinesischen Bürger entfallen dabei alle Vorteile, die klassische Kryptowährungen bieten, ohne dass die staatliche Kryptowährung dafür im Tausch neue Vorteile gegenüber zum Beispiel Bitcoin böte. Eine digitalisierte Form der staatlichen Währung können die Menschen schließlich bereits mit zum Beispiel Alipay oder WeChat nutzen.

Um die neue staatliche Währung unter die Menschen zu bringen, bedient sich die Regierung daher eines Tricks: Staatliche Leistungen werden in der neuen Kryptowährung ausgezahlt, was die Menschen dazu zwingt, diese neue Währung auch einzusetzen. Damit hat die Regierung auch die Möglichkeit, die neue Kryptowährung im Rekordtempo zu einem global unerreichten Marktanteil zu verhelfen. In letzter Konsequenz könnten z.B. Steuerzahlungen als Kryptowährung gefordert werden, was dann jeden chinesischen Steuerzahler zwänge, die Währung nicht nur einzusetzen, sondern auch einzunehmen.

In China ist die Bevölkerung bereit für digitale Zahlungsabwicklung

Schon ohne staatlichen Zwang werden 16% des chinesischen Bruttoinlandsprodukts mit Alipay und Co. abgewickelt, also privaten Handy-Apps. Mit staatlichem Zwang ließe sich der Anteil des digitalen Renminbi sicherlich auf noch deutlich größere Anteile heben. Damit bestünde für China dann auch die Möglichkeit, internationale Transaktionen ohne die Nutzung westlich dominierter Systeme wie Swift oder den Umweg über den US-Dollar abzuwickeln. Schon heute können chinesische Touristen in Westeuropa mit chinesischen Apps bezahlen. Künftig könnten zum Beispiel auch vom Westen sanktionierte Staaten wie der Iran auf die chinesische Bitcoin-Alternative umschwenken.

Ziel des digitalen Renminbis ist, dass er ohne Bankkonto auskommt. Die Wallet ist in diesem Fall das Konto. Noch immer gibt es in China 225 Millionen Menschen ohne Bankkonto. Gleichzeitig gibt es aber mehr Mobilfunkverträge als Einwohner. Die chinesische Bitcoin-Alternative wäre insofern ein Entwicklungsprogramm, das hunderten Millionen Menschen erstmals Zugang zu einem kontoähnlichen Produkt böte.

DCEP hat wenig Gemeinsamkeiten mit Bitcoin und Co.

Mit den von Krypto-Fans propagierten Vorteilen einer Kryptowährung hat DCEP natürlich fast nichts mehr gemeinsam. DCEP ist vollständig staatlich kontrolliert, die Geldmenge ist prinzipiell unbegrenzt und es gibt keine Blockchain. Insofern hat DCEP mehr mit Handy-Payment-Apps gemeinsam als mit Bitcoin und Co.

Sollte sich DCEP jedoch durchsetzen, stünde die Frage im Raum, wozu es die technisch deutlich aufwendigeren Kryptowährungen überhaupt noch braucht. Zweifelsohne verbrauchen die meisten Kryptowährungen Unmengen an Strom, um die kryptographischen Berechnungen durchführen zu können, die für den Betrieb der Blockchains erforderlich sind. Am Ende könnte also eine digitale Währung, die mit Kryptowährungen kaum etwas gemeinsam hat, den Stern der Kryptowährungen zum Sinken bringen.

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Bitcoin

Bitcoin: Der Tag nach dem Halving – steht die große Kursrally an?

Claudio Kummerfeld

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Reines Smybolbild eines Bitcoin als Münze

Gestern Abend gab es ein Ereignis für den Bitcoin, das es zuletzt 2016 gab. Das Halving. Im Bitcoin-Netzwerk wurden insgesamt 630.000 sogenannte Blöcke generiert. Es gibt die sogenannten Miner. Dies sind ganz normale Menschen wie Du und Ich, die mit ihrem Computer oder zusammengeschalteten Computern durch reine Rechenleistung neue Bitcoin-Datenblöcke erzeugen. Dafür werden diese Miner belohnt, in dem ihnen neue Bitcoins (BTC) zugeteilt werden. Sozusagen eine Entlohnung für geleistete Arbeit. Die Gesamtanzahl des Bitcoin ist mathematisch auf 21 Millionen Stück festgelegt.

Belohnung der Bitcoin-Miner wird halbiert

Damit diese Menge nicht all zu schnell erreicht wird, gibt es das Halving. Das Halving beschreibt die Halbierung der Belohnungsmenge für die Miner. Wurden sie anfangs noch mit 50 Bitcoins belohnt, waren es zuletzt 12,5. Seite heute Nacht sind es nur noch 6,25 Bitcoins. Es wird also weniger attraktiv für die Miner die weltweit bekannteste Kryptowährung zu erzeugen, was die Vermehrung bis zur Maximalmenge verlangsamen sollte? Die Halbierung der „Belohnung“ ist fest im Bitcoin-Code verankert. Sie geschieht immer dann, wenn wieder 210.000 neue Blöcke erzeugt wurden.

Dieses Szenario der möglichen geringeren Aktivität der Neu-Schürfung dieser Kryptowährung könnte den Bitcoin für Spekulanten und Anleger auf der Suche nach Alternativen für ihre persönliche Geldanlage attraktiver machen (Bitcoin kaufen mit Coincierge). Denn begrenzte Güter wie Gold und auch der mathematisch begrenzte BTC sind attraktiv. Alles was in seiner Menge begrenzt ist wie zum Beispiel Sportwagen, die in limitierter Menge hergestellt werden, können deutlich im Preis steigen. Und zwar immer dann, wenn es viele Nachfrager nach diesem bestimmten Anlagegut gibt. Je mehr Nachfrager bei nicht oder nur langsam wachsender Angebotsmenge, desto höher der Preis.

Stark steigender Kurs?

Und was hat der Bitcoin von gestern auf heute gemacht? Der Kurs notierte gestern (ganz grob gesagt) um die Niveaus von 8.700 Dollar herum, und heute auch (aktuell 8.724 Dollar). Im Chart sehen wir den Kursverlauf des Bitcoin in US-Dollar seit dem Jahr 2012. Auch das Krypto-Branchenportal BTC-Echo titelt heute „Nach dem Halving – Warten auf die Explosion“. Ganz kurzfristig in den ersten Stunden nach dem Halving bleibt die Kursexplosion aus. Aber das Szenario, dass durch die hier beschriebenen Änderungen diese bekannteste aller Kryptowährungen attraktiver wird, könnte den Kurs immer noch beflügeln. Erst in Tagen, oder Wochen, oder Monaten? Man sollte diesen Markt im Blick behalten.

Bitcoin Kurs seit 2012

Lesen Sie beim Klick an dieser Stelle einen Artikel von Dirk Schuhmanns vom 29. Januar, warum das Halving kein Problem für Bitcoin-Besitzer werden wird!

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