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Bitcoin: Ist es das neue Gold? Ein Vergleich – Vorteile und Nachteile

Redaktion

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am

Gold und Bitcoin waren im letzten Jahr überall in den Nachrichten (vor allem Bitcoin) – aber es fehlt bislang ein Vergleich zwischen den beiden, vor allem wenn es um die Entscheidung geht, wie man mit ihnen handelt und/oder in sie investiert.

Gold dominiert seit Hunderten von Jahren den Bereich der sicheren Anlagen, während Bitcoin erst vor etwas mehr als einem Jahrzehnt auf den Markt kam und erst in den letzten Jahren breite Anerkennung gefunden hat.

Bitcoin und Gold – der Vergleich

1. Transparenz, Sicherheit, Legalität

Das etablierte System für den Handel, das Wiegen und die Nachverfolgung von Gold ist problemlos. Es ist sehr schwer, es zu stehlen, gefälschtes Gold weiterzugeben oder das Metall anderweitig zu korrumpieren. Bitcoin ist dank seines verschlüsselten, dezentralen Systems und seiner komplizierten Algorithmen ebenfalls schwer zu korrumpieren, aber die Infrastruktur, um seine Sicherheit zu gewährleisten, ist noch nicht vorhanden. Das Mt. Gox-Desaster ist ein gutes Beispiel dafür, warum Bitcoin-Händler vorsichtig sein müssen. Bei diesem disruptiven Ereignis ging eine beliebte Börse offline – und Bitcoins im Wert von etwa $460 Millionen der Nutzer gingen verloren. Viele Jahre später werden die rechtlichen Auswirkungen der Mt. Gox-Situation immer noch geklärt.

2. Seltenheit

Sowohl Gold als auch Bitcoin sind seltene Ressourcen. Die Halbierung der Mining-Belohnung von Bitcoin stellt sicher, dass alle 21 Millionen Bitcoin bis zum Jahr 2140 aus dem Verkehr gezogen werden. Während wir wissen, dass es nur 21 Millionen Bitcoin gibt, ist es unbekannt, wann das gesamte Gold der Welt aus der Erde abgebaut sein wird. Es gibt auch Spekulationen, dass Gold aus Asteroiden abgebaut werden kann, und es gibt sogar einige Unternehmen, die dies in der Zukunft tun wollen.

3. Grundlegender Wert

Gold wurde in der Vergangenheit in vielen Bereichen verwendet, von Luxusartikeln wie Schmuck bis hin zu speziellen Anwendungen in der Zahnmedizin, Elektronik und mehr. Zusätzlich zur Einführung eines neuen Fokus auf die Blockchain-Technologie, hat Bitcoin selbst auch einen enormen Basiswert. Milliarden von Menschen auf der ganzen Welt haben keinen Zugang zu einer Bankinfrastruktur und traditionellen Finanzmitteln wie Krediten. Mit Bitcoin können diese Menschen Werte rund um den Globus für fast keine Gebühren versenden. Das wahre Potential als Bankmittel für diejenigen, die keinen Zugang zu traditionellen Banken haben, muss vielleicht erst noch voll entwickelt werden.

4. Liquidität

Sowohl Gold als auch Bitcoin haben sehr liquide Märkte, auf denen Fiatgeld gegen sie getauscht werden kann.

5. Volatilität

Eine große Sorge für Investoren, die Bitcoin als sicheren Hafen ansehen, ist seine Volatilität. Man muss sich nur die Preisentwicklung von Bitcoin in den letzten zwei Jahren ansehen, um das zu erkennen. An seinem höchsten Punkt, etwa zu Beginn des Jahres 2018, erreichte Bitcoin einen Preis von etwa $20.000 pro Coin. Etwa ein Jahr später bewegte sich der Preis um die 4.000 $.

Neben der allgemeinen Volatilität hat sich die Kryptowährung in der Vergangenheit als abhängig von Marktlaunen und Nachrichten erwiesen. Insbesondere als der Kryptowährungsboom gegen Ende 2017 eine Reihe von digitalen Währungen zu Rekordpreisen hochtrieb, konnten Nachrichten aus dem Bereich der digitalen Währungen Investoren zu schnellen Entscheidungen veranlassen, die den Preis von Bitcoin schnell nach oben oder unten schickten.

Diese Volatilität ist aus den oben genannten Gründen bei Gold eher nicht der Fall, was es vielleicht zu einem sichereren Vermögenswert macht.

In folgendem Video vergleicht David Jones, chief market strategist von capital.com, Vor- und Nachteile der beiden Assets:

 

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Ein Vergleich zwischen Bitcoin und Gold

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. Avatar

    Kritisch on fire

    6. Januar 2021 13:10 at 13:10

    Hallo zusammen!
    Bei Krypto-Währungen muss man schon dazu neigen sehr viel zu glauben, wie z.Bsp:
    – Lassen es sich Regierungen, Zentralbanken, Banken allgemein gefallen ihr Machtpotential, Geschäftsmodell sukzessive einzubüßen?
    – Erheblicher Energieaufwand für Blockchain-Technologie wird seitens der Regierenden in Zeiten von Energieknappheit weiterhin akzeptiert.
    – Ein Blackout verursacht durch Sonnensturm wird niemals eintreten.
    Als Zeitzeuge der Nachkriegsjahre und überzeugter Agnostiker habe ich mit dem Glauben wenig am Hut und die Erfahrungen gemacht, dass weder Geld noch Kryto hilft um zu überleben wenn es richtig dick kommt. Aber, und das ist die gute Nachricht, hast du ein (lastenfreies) Dach übern Kopf, bestmögliche Eigenversorgung und last but not least Gold im Sparstrumpf sieht die Sache schon ein wenig anders aus. Frei nach der Plattitüde:“Auf das Beste hoffen und das Schlimmste vorbereitet sein“
    LG

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Bitcoin

Bitcoin: Verdoppelung JETZT?

Rüdiger Born

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Steht die Verdoppelung unmittelbar bevor? Viele schwören ja auf die Bitcoins und rechnen ganz fest mit einem schnellen und deutlichen Anstieg. Doch nach der jüngsten Pause stellen sich manche nun die Frage, ob es jetzt schon wirklich Zeit dafür ist. Dieser Beitrag gilt einmal der charttechnischen Betrachtung, aber kann man das tatsächlich hier anwenden? Schauen wir uns das doch einfach mal an.

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Allgemein

Dirk Müller über das Börsenjahr 2021: „Mit Gas und Bremse durch den Markt“

Claudio Kummerfeld

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Bulle und Bär - Dirk Müller will mit Gas und Bremse durchs Jahr kommen

Dirk Müller hat in einem aktuellen Interview über das Börsenjahr 2021 gesprochen, aber auch über die Corona-Restriktionen und den Bitcoin. Beim Thema Corona ist er der Meinung, dass die Beschränkungen nach einer flächendeckenden Impfung und rückläufigen Infektionszahlen nicht verschwinden würden. In welcher Form genau es weitergehe, könne er auch nicht sagen, aber gewisse Arten von Einschränkungen im Alltag würden dauerhaft bestehen bleiben. Dirk Müller erwähnt in dem Zusammenhang die auch bei der Grippe ständigen Mutationen und jährlich neuen Impfungen, um sich dagegen zu schützen. Corona käme dauerhaft als neues Risiko hinzu.

Dirk Müller über das die Aktienmärkte in 2021

Immer weiter steigende Börsenkurse sind laut Dirk Müller auch im Börsenjahr 2021 möglich, auch dank der Notenbanken. Aber, so seine Worte, alle Welt glaube es gehe an der Börse jetzt nur noch nach oben. Man frage sich nur noch, wie kräftig die Kursgewinne im Jahr 2021 ausfallen werden. Aber ein großer Börsencrash sei jederzeit möglich. Was dafür exakt der Auslöser sei, könne man vorher nie sagen. Ein Problem für die Aktienmärkte sei aktuell das Ansteigen der Anleiherenditen in den USA (aktuell 1,09 Prozent). Diese würden laut Dirk Müller unabhängig von der Politik der Notenbanken anziehen, weil die Inflationserwartungen in den USA zunehmen. Es stehe für 2021 eine Sektorenrotation bevor. Das Anlegergeld verlasse die Tech-Aktien. US-Banken würden interessanter werden, aber auch Branchen wie der Flüssiggas-Sektor. Er gehe mit Gas und Bremse durch das kommende Börsenjahr. Man solle für weiter steigende Kurse offen sein, aber mit Absicherung.

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Und was ist mit dem Bitcoin? Wochenlang war der Kurs ja kräftig gestiegen, dann wieder deutlich gefallen (hier unsere aktuellste Berichterstattung). Dirk Müller bleibt bei seiner bisherigen Meinung. Der Bitcoin sei eine eindeutige Zockerei, dahinter stehe kein echter Wert. Er könnte kräftig verlieren, aber auch unendlich weiter steigen.

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Bitcoin und der milliardenschwere Schwund durch Verluste

Bitcoin bietet scheinbar einen Schutz vor Inflation beim FIAT-Money. Aber was passiert, wenn man den Zugang zu seinem Konto verliert?

Wolfgang Müller

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Die Kryptowährung Bitcoin bietet scheinbar einen Schutz vor Inflation beim FIAT-Money. Deshalb kam deren Preis auch so ins Steigen (zuletzt jedoch eine Korrektur), angesichts der Schuldenorgien, die weltweit infolge Covid-19 zelebriert werden. Die limitierte Anzahl an zu schürfenden Coins (21 Millionen) gibt dafür die Grundlage. Ein Argument für Stabilität – aber was passiert, wenn man den Zugang zu seinem Konto verliert? Die Zahl der verfügbaren Coins ist anscheinend schon erheblich geschrumpft. Es kündigt sich auch weiteres Ungemach an.

Bitcoin: Ein vermisster Laptop und eine Müllhalde

In vielen Medien war das Malheur des Wallisers James Howells schon verbreitet worden: Der Mann hatte im Jahr 2013 eine Festplatte mit 7500 Bitcoins weggeworfen, im Glauben ein Backup erstellt zu haben. Damals war dieser zwar auch schon 15 bis 30 Dollar wert, kein Vergleich mit dem jetzigen Kurswert, wo der Inhalt aktuell mit über 200 Millionen Euro beziffert wird – ein Tageswert, vor ein paar Tagen wären dies über 25 Prozent mehr gewesen. Der Laptop soll sich auf einer Müllhalde seines Heimatortes Newport befinden, die eine Suchaktion aus Umwelt- und Kostengründen bisher untersagt hatte. Jetzt bietet der Mann der Gemeindeverwaltung ungefähr 70 Millionen Euro Finderlohn an, die an die Bürger ausgezahlt werden sollen, falls man die Festplatte findet. Ein riskantes Unterfangen, denn es ist bestimmt nicht gewährleistet, dass die Festplatte nach acht Jahren noch funktionsfähig ist, deshalb lehnte die Gemeinde den Antrag bisher ab.

Wallet Recovery Services hilt – nur selten

Auch wenn er seine intakte Festplatte fände, bräuchte er noch sein Passwort. Es gibt ein Unternehmen, welches sich auf die Wiederherstellung von Passwörtern, mit Genehmigung der Kunden, spezialisiert hat – Wallet Recovery Services. Laut Wall Street Journal verlangt die Firma 20 Prozent des gefundenen Wertes, die Erfolgsquote soll bei 30 Prozent liegen.

Wobei wir bei einer anderen Schlagzeile wären.

Ein deutscher Programmierer, in den USA lebend, sucht verzweifelt nach seinem verlorenen Passwort. Bereits achtmal hat er einen Fehlversuch gestartet, Zugang zu seinem Vermögen in Bitcoin zu bekommen, durch Raten, bisher vergeblich und es bleiben ihm nur noch zwei Versuche übrig. Die dort „lagernden“ 7002 Bitcoins wären derzeit über 200 Millionen Dollar wert. Er hatte diese anscheinend im Jahre 2011 für eine Videodokumentation über die Digitalwährung erhalten, zu einer Zeit, wo diese nur wenige Euro an Wert besaß. Das „Verschlampen“ des Zettels mit dem Passwort könnte sich damit zu einem schwerwiegenden Fauxpas darstellen, denn bei der Kryptowährung gibt es eben nicht die Funktion wie bei normalen Accounts mit dem Button „Passwort vergessen“.

Viele Bitcoins sind bereits verschwunden

Es gibt inzwischen zahlreiche Besitzer von Bitcoin, die ihr Passwort nicht mehr kennen, vor allem die aus den ersten Jahren. Was man als „Selbst-schuld-Versehen“ so einfach abtun könnte, hat aber anscheinend schon größere Auswirkungen. Nach Ermittlungen der Firma Cainanalysis gelten von den bisher 19 Millionen geschürften Bitcoin bereits rund 20 Prozent als verloren. Ein Wert von zuletzt 140 Milliarden Dollar oder über 115 Milliarden Euro. Dass es sich beim Verlegen von Passwörtern in irgendwelchen Verstecken um keine Einzelfälle handelt, zeigt nach Angabe der Zeitung auch die Zahl der Aufträge an die Firma Wallet Recovery Services zur Wiederherstellung von Passwörtern. 70 Anfragen pro Tag und darunter nicht wenige, die vor Jahren auf die digitale Währung gesetzt haben. 21 Millionen soll die maximale Anzahl an Bitcoins einmal betragen. Nicht wenn man die gerade geschilderten Vorkommnisse berücksichtigt.

Fazit

Bitcoin schützt das Vermögen vor Inflation, allerdings nicht das eigene Kapital, wenn man sein Passwort verloren hat. Ich maße mir hier nicht an, ein Urteil über die Werthaltigkeit eines Bitcoin-Kapitalstocks fällen zu können. Zu komplex ist das Für und Wider der Kryptowährung. Da sind zum einen die ständig kursierenden Meldungen über die Aufteilung des Bestandes von Bitcoin: 95 Prozent in Händen von zwei Prozent „Walen“. Zum anderen die im Raume stehenden Andeutungen zur Regulierung der Digitalwährung. Hat nicht erst die neue US-Finanzministerin Janet Yellen verkündet, dass man diese forcieren müsste, weil der Bitcoin zur anonymen Finanzierung des Terrorismus verwendet würde, im Darknet bei der Geldwäsche von Drogen, Waffenhandel u.s.w.? Mal sehen, ob es bei Ankündigungen bleibt.

Über den Schwund bei Bitcoin

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