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Bitcoin mit immer mehr Unterstützung durch die „seriöse“ Finanzwelt

Der Bitcoin-Kurs schafft es schon die ganze Woche sich bei über 8000 Dollar zu halten. Aktuell liegt der Kurs sogar über 8100 Dollar. Die Nachricht, dass die CME Bitcoin-Futures einführt, ist inzwischen als der große Durchbruch im Kurs verarbeitet. Laut CME erwarte man für die zweite...

FMW-Redaktion

Der Bitcoin-Kurs schafft es schon die ganze Woche sich bei über 8000 Dollar zu halten. Aktuell liegt der Kurs sogar über 8100 Dollar. Die Nachricht, dass die CME Bitcoin-Futures einführt, ist inzwischen als der große Durchbruch im Kurs verarbeitet. Laut CME erwarte man für die zweite Dezember-Woche den Handelsstart. Auch die Optionsbörse CBOE in Chicago will Bitcoins in den Handel aufnehmen lassen. Aber da ist noch mehr.

Jamie Dimon, der Chef der größten Bank der Welt JP Morgan, hatte vor nicht all zu langer Zeit Bitcoins als großen Betrug bezeichnet. Laut WSJ überlegt JP Morgan aber aktuell, ob man seinen Kunden nach dem Start der Bitcoin-Futures an der CME diesen Handel genau so anbiete wie alle anderen Futures an der CME auch.

Was in Deutschland vielleicht nicht so viel Beachtung findet, aber auch weiteren Auftrieb gibt: Der französische Vermögensverwalter TOBAM hat bekanntgegeben den ersten in Europa zugelassenen Investmentfonds mit Bitcoins an den Markt zu bringen. Der Fonds richte sich an institutionelle und „qualifizierte“ Investoren, also vermögende Privatkunden. Zum ersten Mal hätten qualifizierte Kunden die Möglichkeit größere Positionen in Kryptowährungen auf einem komfortablen Weg aufzubauen, in einem sicheren Vehikel. Man werde einen transparenten und strengen Investmentprozess anwenden für seinen „TOBAM Bitcoin Fund“. Er beinhalte auch die Verwaltung von Aufspaltungen bei Bitcoins, wie auch die Reduzierung von Verlust- und Diebstahlrisiken.

Solche Nachrichten wie von CME, JPM oder TOBAM bringen dem Bitcoin weiteres Renommee! Auf der anderen Seite kommt aktuell eine eher weniger beachtete Stimme vom Chef von Interactive Brokers, der den Bitcoin-Handel an der CME kritisch sieht. Die Börse müsse ihr Clearing-System beim Bitcon-Handel von dem mit allen anderen Futures trennen, damit mögliche Verluste nicht auf das gesamte Finanzsystem überspringen könnten. Es gäbe sogar Gefahren für die Realwirtschaft.

Schon mehrmals erwähnt, aber heute erneut aufgewärmt gibt es den Hinweis von zwei Bundesbankern (Carl-Ludwig Thiele und Martin Diehl) in einer Publikation des ifo-Instituts. Bitcoins seinen keine Währung, sondern nur etwas zum Spekulieren. Zitat:

Die gegenwärtigen virtuellen Währungen, wie z.B. Bitcoin, sind gemessen an den realen Währungen zumindest in Ländern mit einer stabilitätsorientierten Geldpolitik bislang quantitativ unbedeutend und eher als Spekulationsobjekte anzusehen. Bitcoin erfülle bislang keine der drei Geldfunktionen im ökonomisch relevanten Maße, weil es nicht über eine Nische hinausreiche und extrem wertinstabil sei. Zudem dürften in einer dynamischen Welt starre Algorithmen für die Entwicklung der Geldmenge zu einer suboptimalen Geldmenge führen. Deshalb bestehe die Notwendigkeit einer aktiven Geldpolitik durch eine unabhängige und stabilitätsorientierte Notenbank.

Mehr zu Kryptowährungen unter https://finanzmarktwelt.de/kryptowaehrungen/


Der Bitcoin-Kurs seit dem 5. November.



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5 Kommentare

  1. EU und EZB werden einen „Draghi-Coin“ erschaffen, traditionsgemäß natürlich ohne Obergrenze?.

  2. Ob der CME Future-Handel von Bitcoin wirklich ein „Ritterschlag“ für Bitcoin ist, bleibt abzuwarten.
    Die „seriöse Finanzwelt“ bekommt damit nämlich auch eine sehr wirksame Handhabe, mit großen Leerverkäufen den Wert des Bitcoin nach unten zu drücken. Für die Edelmetalle wird dies ja schon seit geraumer Zeit erfolgreich praktiziert. Gelingt es, dem Höhenflug des Bitcoin auf diesem Weg ein Ende zu setzen, wird der hauptsächlich von Spekulanten nach oben getriebenen Währung der Hype genommen – und viele, sehr viele Spieler verlieren ihre Einsätze! Was übrig bleiben würde, wäre ein fernes Wetterleuchten einer großartigen Idee, die einst auszog, Dollar und Konsorten das Fürchten zu lehren.

  3. Sehr geehrte FMW-Redaktion.Ihnen traue ich am ehesten zu,analog Reinhold Messner den Yeti,schon einmal die „seriöse Finanzwelt“gesehen zu haben!Dass es Sie geben soll, wird unausrottbar immer mal wieder behauptet.Der Reinhold meint,dass der Yeti, eigentlich ein tibetanischer Braunbär wäre.Für die,wie auch immer bezeichnete Finanzwelt,kommt irgendein Bär,ja schon sehr lange nicht mehr in Frage!Es müsste daher ein extrem gutmütiger Bulle,quasi ein Ochse sein,wenn er denn „seriös“sein will.Wollen und können Sie mir bitte weiterhelfen?

    1. @Wolfgang, wie schicken Ihnen Herrn Cutkovic oder alternativ Herrn Risse zur Beantwortung Ihrer Frage, was auf Ihre ungeteilte Begeisterung stoßen dürfte :)

  4. Treffer mitschiffs Herr Fugmann!

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