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Bitcoin

Bitcoin nun doch kein „Betrug“? JP Morgan-Chef bedauert Aussagen über Kryptowährung

Jamie Dimon bedauert, Bitcoins als „Betrug“ bezeichnet zu haben – weil er schlau genug ist zu erkennen, dass Kryptowährungen bzw. die dahinter stehenden Technologien eine Gelddruckmaschine sind für die Banken!

Redaktion

Veröffentlicht

am

FMW-Redaktion

Als Jamie Dimon, einer der mächtigsten Männer der Wall Street – vielleicht als Chef der Systemrelevantesten Bank der USA JP Morgan sogar der Mächtigste überhaupt – im September sagte, dass Bitcoins „Betrug“ seien, kam die Kryptowährung kurzzeitig unter Druck, um danach dann geradezu unaufhörlich weiter zu steigen:


(ab September ging es bis Mitte Dezember unaufhörlich nach oebn mit dem Bitcoin-Kurs; Chart durch anklicken vergrößern)

Man kann das als beispielhaft dafür sehen, dass das alte Establishment ziemlich machtlos ist gegenüber dem Aufstieg der Kryptowährungen – hätte der JP Morgan-Chef etwa eine Aktie eines Unternehmens als „unseriös“ bezeichnet oder einen Index als überbewertet, dann hätte es sicher heftige und nachhaltige Abverkäufe gegeben bei diesen Werten!

Jamie Dimon hatte damals sogar gedroht, jeden Mitarbeiter zu entlassen, der Bitcoins handele – nur wenig später später dann trat seine Bank dann selbst als Bitcoin-Käufer in Erscheinung. Im Oktober dann wiederum antwortete Jamie Dimon auf eine Frage eines Moderators, ob man nicht doch Bitcoins kaufen solle:

„Wenn Sie dumm genug sind, es zu kaufen,dann werden Sie eines Tages einen hohen Preis dafür entrichten müssen“ („If you’re stupid enough to buy it, you’ll pay the price for it one day“).


Jamie Dimon
Foto: World Economic Forum / Wikipedia (CC BY-SA 2.0)

Nun hat Jamie Dimon in einem Fox-Interview seine Aussagen in zentralen Punkten revidiert – er bedauere seine Bemerkungen von damals („I regret making them“), allerdings sei er nach wie vor nicht an der Materie interessiert („I’m not interested that much in the subject at all.“).

Aber gleichwohl sieht er doch einiges an Zukunftspotential in Kryptowährungen:

„The blockchain is real. You can have cryptodollars in yen and stuff like that. ICOs … you got to look at every one individually. The bitcoin was always to me what the governments are going to feel about bitcoin when it gets really big. And I just have a different opinion than other people.“

Naja – nichts ändert sich so schnell wie die Lage! Dimon hat erkannt, dass Kryptowährungen bzw. die dahinter stehenden Technologien eine Gelddruckmaschine sind für die Banken – also kommt er nicht mehr umhin, ihr Potential zu erkennen, wenngleich er sich mit seinen Aussagen gewissermaßen als jemand vom „alten Schlag“ entlarvt, der die Zukunft nur noch eingeschränkt wahr nimmt:

3 Kommentare

3 Comments

  1. Avatar

    frank

    9. Januar 2018 22:57 at 22:57

    inwiefern ist das eine Gelddruckmaschine für Banken?

    • Markus Fugmann

      Markus Fugmann

      9. Januar 2018 23:07 at 23:07

      @frank, weil die Banken mehr und mehr mitverdienen am Handel der Kryptowährungen – und perspektivisch eigene Kryptowährungen entwickeln werden..

      • Avatar

        baeuerin

        9. Januar 2018 23:09 at 23:09

        Wenn sie jetzt auch schon von Waehrungen sprechen,dann dauerts nicht mehr lange….

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