Der Kryptomarkt gerät erneut ins Wanken: Bitcoin rauscht zu Wochenbeginn unter die Marke von 86.000 Dollar und löst eine neue Welle der Verunsicherung aus. Während Händler weitere Turbulenzen erwarten, gießt Großinvestor Strategy zusätzlich Öl ins Feuer – mit der Andeutung, im Ernstfall sogar Bitcoin-Bestände abzustoßen. In einem Umfeld aus schwachen ETF-Zuflüssen und bröckelndem Vertrauen geraten Kryptowährungen erneut unter Druck.
Bitcoin fällt unter 86.000 Dollar
Kryptowährungen haben am Montag deutlich an Wert verloren und damit einer breit angelegten Verkaufswelle neuen Schwung verliehen, die zuvor abgeflaut schien.
Wie Bloomberg berichtet fiel Bitcoin in den frühen Handelsstunden in Asien um bis zu 6% auf zeitweise 85.701 Dollar, nachdem es am Sonntagabend noch bei rund 91.500 USD notiert hatte. Ether brach sogar mehr als 6% ein – und rutschte damit unter die Marke von 2.900 Dollar. Die meisten anderen Token folgten diesem Muster. Solana verlor mehr als 7%.
Der Kryptomarkt steht damit erneut auf wackligem Fundament. Eine wochenlange Abwärtsbewegung hatte begonnen, als Anfang Oktober gehebelte Wetten im Wert von rund 19 Milliarden Dollar ausgelöscht wurden – nur wenige Tage, nachdem Bitcoin mit 126.251 Dollar ein Allzeithoch erreicht hatte.
Kryptomarkt weiter angespannt
Im November büßte die ursprüngliche Kryptowährung 16,7% ihres Werts ein, konnte sich aber in der vergangenen Woche von einem Tief bei rund 80.500 USD wieder erholen und die Marke von 90.000 Dollar zurückerobern. Nach dem jüngsten Ausverkauf am Montag rechnen Händler nun mit weiteren Kursrückgängen.
“Es ist ein risikoscheuer Start in den Dezember”, sagte Sean McNulty, Leiter des Derivatehandels im asiatisch-pazifischen Raum bei FalconX. “Die größte Sorge sind die mageren Zuflüsse in Bitcoin-ETFs und das Ausbleiben von Käufern, die bei Kursrückgängen zugreifen. Wir erwarten, dass der strukturelle Gegenwind in diesem Monat anhält. Wir sehen 80.000 Dollar bei Bitcoin als nächste wichtige Unterstützungsmarke.”
Der Chef des Bitcoin-Großinvestors Strategy hatte am Freitag in einem Podcast erklärt, man könnte Bitcoin-Bestände verkaufen, falls das Verhältnis von Unternehmenswert zu Bitcoin-Bestand (mNAV) negativ werde. “Wir können Bitcoin verkaufen, und wir würden Bitcoin verkaufen, wenn wir unsere Dividendenzahlungen unter einem mNAV von 1 finanzieren müssten”, sagte Phong Le. Dies käme jedoch nur als letztes Mittel in Betracht. Strategy verfügt über Bitcoin-Bestände im Wert von 56 Milliarden Dollar. Laut Angaben auf der Website ist der mNAV auf 1,19 gesunken.
Die Beurteilung der Fähigkeit des Stablecoins USDT von Tether, seine Bindung an den Dollar zu halten, ist von S&P Global Ratings vergangene Woche auf die niedrigste Stufe herabgesetzt worden. Die Ratingagentur warnte, ein Rückgang des Bitcoin-Werts könne dazu führen, dass der Stablecoin nicht mehr vollständig durch Sicherheiten gedeckt ist.
Analysten der Agentur vergaben dem Token am Mittwoch ein Stabilitätsrating von “schwach”, nachdem es zuvor als “eingeschränkt” eingestuft worden war. S&P erklärte, die Bewertung “spiegelt den gestiegenen Anteil hochriskanter Vermögenswerte in den USDT-Reserven im vergangenen Jahr wider” – darunter Bitcoin, Gold, besicherte Kredite und Unternehmensanleihen – sowie eine begrenzte Transparenz.
FMW/Bloomberg
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Da bin ich aber mal gespannt.
Schau dir „💥WARUM DER NÄCHSTE BITCOIN-CRASH HEFTIG WIRD💥-Peter Schiff analysiert“ auf YouTube an
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Viele Grüße aus Andalusien Helmut