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Risk-On nach Waffenruhe Bitcoin schießt hoch: Kryptomarkt bullish nach US-Iran-Deal

Bitcoin steigt nach USA-Iran-Waffenruhe
Grafik: ChatGPT

Bitcoin steigt auf ein Drei-Wochen-Hoch, nachdem sich die USA und der Iran auf einen Waffenstillstand geeinigt haben. Die Einigung auf eine zweiwöchige Feuerpause zwischen den beiden Ländern löste eine spürbare Risk-On-Stimmung an den Märkten aus. Neben Kryptowährungen legten auch Edelmetalle und Aktienmärkte deutlich zu. Im Fokus stehen dabei die geopolitische Entspannungssignale sowie die Öffnung der Straße von Hormus. Die Entwicklung könnte kurzfristig positive Impulse für Bitcoin und andere Risikoanlagen liefern.

Bitcoin: Kurssprung nach US-Iran-Deal

Wie Bloomberg berichtet, kletterte Bitcoin auf ein Drei-Wochen-Hoch, nachdem die USA und Iran einer vorläufigen Waffenruhe zugestimmt haben, was eine Rally bei Risikoanlagen auslöste.

Die größte Kryptowährung stieg um bis zu 4,9 % auf 72.738 US-Dollar und erreichte damit den höchsten Stand seit dem 18. März, bevor die Gewinne teilweise wieder abgegeben wurden und Bitcoin am Mittwochmorgen in London bei 71.764 US-Dollar gehandelt wurde. Auch kleinere Token verzeichneten deutliche Zugewinne, wobei Ether um bis zu 7,4 % auf 2.273 US-Dollar anstieg.

„Bitcoin ist heute Morgen aufgrund der temporären Waffenruhe und der Erleichterung darüber gestiegen, dass eine weitere Eskalation vorerst abgewendet wurde“, sagte Caroline Mauron, Mitgründerin von Orbit Markets. „Die Kryptomärkte werden sich heute wahrscheinlich an Aktien und Rohstoffen orientieren.“

Kryptowährungen im Aufwind: Bitcoin steigt nach USA-Iran-Waffenruhe
Bitcoin steigt nach Waffenstillstand zwischen USA und Iran auf Drei-Wochen-Hoch

Ölpreisrückgang und Marktreaktionen

Rohölpreise gaben nach, während Aktienmärkte zulegten, nachdem Präsident Donald Trump zugestimmt hatte, die Bombardierung Irans für zwei Wochen auszusetzen. Dies schürt Hoffnungen auf eine Wiederöffnung der strategisch wichtigen Straße von Hormus. Seit Beginn des Konflikts Ende Februar hatten die Märkte stark geschwankt, da Befürchtungen bestanden, dass eine erhebliche Störung der Ölversorgung die Inflation anheizen und das Wirtschaftswachstum belasten könnte.

„Ich erwarte weiterhin volatile Märkte, bis wir eine nachhaltige Lösung sehen“, sagte Ivan Lim, Senior-Derivatehändler bei FalconX. „Insgesamt ist die Stimmung aktuell jedoch positiv.“

Bitcoin zeigte sich in den vergangenen Wochen vergleichsweise robust, wobei Anzeichen darauf hindeuten, dass der Verkaufsdruck institutioneller Investoren nachlässt.

Institutionelle Nachfrage stabilisiert Bitcoin

In den USA gelistete Spot-Bitcoin-ETFs verzeichneten am Montag Nettozuflüsse in Höhe von 471,3 Millionen US-Dollar und bauten damit auf 22,3 Millionen US-Dollar in der Vorwoche auf – eine deutliche Kehrtwende im Vergleich zu nahezu 300 Millionen US-Dollar an Abflüssen in der Woche zuvor. Im März summierten sich die Nettozuflüsse in diese ETFs auf etwa 1,3 Milliarden US-Dollar, was eine Stabilisierung nach vier aufeinanderfolgenden Monaten mit Nettoabflüssen seit November 2025 darstellt. Große Akteure – die sogenannten Wale – nutzten zuletzt jedoch die Erholungen um Positionen abzubauen.

Bitcoin liegt dennoch mehr als 40 % unter seinem Rekordhoch von über 126.000 US-Dollar, das im Oktober erreicht wurde.

„Die Möglichkeit eines neuen Bullenmarktes hängt davon ab, ob sich aus der temporären Waffenruhe ein Kriegsende entwickelt und wie sich die Öl- und Gasversorgung in den kommenden Monaten erholt, da dies ein entscheidenden Einfluss auf die Inflation hat“, sagte Jeff Mei, Chief Operating Officer bei BTSE. Sollte die Inflation ausreichend sinken und die US-Notenbank Fed ihre Zinssenkungen wieder aufnehmen, „könnte es zu einer Rally bei Bitcoin und anderen Kryptowährungen kommen“, so Mei.

FMW/Bloomberg



Stefan Jäger
Über den RedakteurStefan Jäger
Stefan Jäger berichtet als Finanzjournalist über das aktuelle Geschehen an den Aktien- und Edelmetallmärkten. Mit fundierter Fundamentalanalyse und präziser Technischer Analyse beleuchtet er zudem Chancen und Risiken verschiedenster Assets.
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