Bitcoin

Kryptowährungen unter Druck Bitcoin stürzt auf 75.000 Dollar: Krypto-Crash setzt sich fort

Bitcoin-Schild auf dem Plan B Forum in San Salvador. Foto: Bloomberg

Bitcoin erlebt aktuell einen massiven Kurssturz: Die größte Kryptowährung der Welt fiel am Samstag deutlich unter die Marke von 80.000 US-Dollar und erreichte damit den niedrigsten Stand seit April 2025. Der anhaltende Krypto-Crash, geringe Liquidität und fehlendes Kaufinteresse verstärken die Unsicherheit am Kryptomarkt. Auch Ethereum und Solana geraten stark unter Druck – Anleger stellen zunehmend die Rolle von Bitcoin als digitales Gold und Absicherung infrage.


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Bitcoin fällt auf April-Tief

Bitcoin verlor am Samstag stark an Wert und rutschte unter die psychologisch wichtige Grenze von 80.000 Dollar. Damit erreichte die Kryptowährung den tiefsten Stand seit April 2025 – Teil eines breiteren Rückgangs bei digitalen Assets.

Der Kurssturz erfolgte in einem Umfeld mit dünner Liquidität und kaum Kaufinteresse. Dadurch vertiefte sich der Abwärtstrend, der inzwischen rund 40 % Verlust gegenüber dem Rekordhochim


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Bitcoin fiel zeitweise um bis zu 10 % auf 75.709,88 Dollar während der New Yorker Nachmittagsstunden. Andere Coins verzeichneten noch stärkere Verluste: Ether büßte bis zu 17 % ein, während Solana zeitweise ebenfalls über 17 % abrutschte. Am Sonntag konnte sich der BTC-Kurs nur leicht erholen und stieg auf 78.517 Dollar.

Bitcoin belastet Kryptomarkt: Kryptowährungen fallen, während Gold steigt und Dollar schwächelt
Bitcoin fällt auf den niedrigsten Stand seit April

Der Ausverkauf entzog dem gesamten Kryptomarkt in nur 24 Stunden rund 111 Milliarden Dollar an Gesamtwert, wie Daten von CoinGecko zeigen. Gleichzeitig wurden laut Coinglass etwa 1,6 Milliarden Dollar an Long- und Short-Positionen liquidiert. Ein Großteil dieser Liquidationen fand in den letzten Stunden statt – vor allem rund um Bitcoin und Ethereum.

Edelmetalle statt Kryptowährungen

Der Rückgang erinnert an die Kursniveaus nach dem sogenannten „Liberation Day“-Schock und setzt eine Phase makroökonomischer Enttäuschung fort. Bitcoin reagiert seit Wochen kaum noch auf Entwicklungen, die früher als unterstützend gegolten hätten.

Im Januar schwächte sich der US-Dollar ab, da Investoren zunehmend skeptisch gegenüber politischen Risiken einer möglichen Trump-Regierung wurden. Doch die Dollar-Schwäche im Zuge des Debasement Trades brachte kaum positive Stimmung in den Kryptomarkt.

Auch während der Rallye von Gold auf neue Rekordhöhen blieb eine Reaktion von Bitcoin aus. Selbst nach der starken Korrektur bei Gold und Silber am Freitag konnten Kryptowährungen keine nennenswerten Kapitalzuflüsse anziehen.

Zusätzlich belastet die Verzögerung neuer US-Regulierungen zur Marktstruktur im Kryptosektor die Risikobereitschaft der Anleger.

Louis Navellier von Navellier & Associates erklärte dazu: Silber und Gold seien inzwischen das bevorzugte Instrument für Investoren, die sich Sorgen um Fiat-Währungen machen. Bitcoin hat indessen seinen Status als“digitales Gold“ eingebüßt.

Fehlende Impulse und geopolitische Risiken

Das fehlende Kaufinteresse wirft neue Fragen über Bitcoins Bedeutung in Anlageportfolios auf. Lange galt Bitcoin als Momentum-Investment und zugleich als Absicherung gegen Geldentwertung. Doch aktuell scheint die Kryptowährung beide Rollen nicht erfüllen zu können: Spot-ETF-Abflüsse halten an, geopolitische Risiken lösen keine Nachfrage aus, und klassische Safe-Haven-Ströme konzentrieren sich weiterhin auf Edelmetalle.

Zusätzlich könnte die Bitcoin-Entwicklung durch die steigenden Spannungen zwischen Israel und Iran beeinflusst werden. Irans Armeechef erneuerte Warnungen, Teheran könne Israel angreifen, während Donald Trump mögliche US-Militärschläge gegen den Iran ins Spiel bringt.

Needham-Analyst John Todaro sagte, das aktuelle Marktumfeld zeige „extremes Desinteresse“ von Privatanlegern. Er erwartet, dass die Handelsvolumina möglicherweise noch „ein oder zwei Quartale“ niedrig bleiben werden – und dass die laufende Korrektur wahrscheinlich noch nicht abgeschlossen ist.

FMW/Bloomberg



Über den RedakteurStefan Jäger
Stefan Jäger berichtet als Finanzjournalist über das aktuelle Geschehen an den Aktien- und Edelmetallmärkten. Mit fundierter Fundamentalanalyse und präziser Technischer Analyse beleuchtet er zudem Chancen und Risiken verschiedenster Assets.
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5 Kommentare

  1. Ich vermute nach wie vor eine indirekte Kopplung zur Comex, betreffend Nachschussforderungen.

  2. Hatte nicht irgendso ein komischer Typ noch vor Kurzem gesagt, Bitcoin könne auf 75K fallen? Wer war das noch? Hat so wenge Haare und spricht bayrisch…

    1. @Bitcoinista, keine Ahnung, wer hier gemeint sein könnte :)

  3. Bitcoin- Versteher

    Fugmann versteht Bitcoin nicht und als Permabulle ist seine 75000 Prognose zu optimistisch, also es geht noch tiefer.

    1. :) genau, das trifft den Pukt!

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