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Bitcoin

Bitoin hat die Tulpen-Manie überholt und ist jetzt die größte Blase aller Zeiten!

Es ist endlich geschafft! Bislang hielt die Tulpen-Blase in den Niederlanden zwischen 1619 und 1637 den Rekord aller Rekorde – nun hat Bitcoin den neuen Rekord geschafft mit einer Preissteigerung von Faktor 64 in den letzten drei Jahren..

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Es ist endlich geschafft! Bislang hielt die Tulpen-Blase in den Niederlanden zwischen 1619 und 1637 den Rekord aller Rekorde. Am 08.November veröffentlichte convoyinvestments einen Blasen-Vergleich: damals lag Bitcoin hinter den Tulpen noch an zweiter Stelle, der Preis damals lag im Bereich von 8000 Dollar:

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Nun aber hat sich der Preis mehr als verdoppelt, und der ehemalige Analyst bei Bridgewater, Howard Wang, hat aus diesem Anlaß seine Analyse auf den neuesten Stand gebracht. Und siehe da: nun hat Bitcoin die Tulpen-Blase überholt!

Bitcoin ist nun in 2017 um mehr als das 17-fache gestiegen, in den letzten drei Jahren um den Faktor 64 – während es die Tulpenblase zwischen den Jahren 1619 und 1622 nur knapp über den Faktor 60 geschafft hatte. Einschränkend muß man jedoch sagen, dass es keine annähernd vollständigen Daten über die Tulpen-Preise der damaligen Zeit gibt. Der Grund: es gab nicht wie heute etwa standardisierte und damit vergleichbare Märkte für Tulpen. Diese konnten an den „Terminbörsen der Kollegs, bei Auktionen, auf Spotmärkten beim Züchter und durch notariell beglaubigte Terminkontrakte verkauft bzw. erworben werden“. Schon im Jahr 1623 kostete eine Tulpenzwiebel der Sorte Semper Augustus 1200 Gulden, wobei der durchschnittliche Jahresverdienst damals bei 150 Gulden lag.


Preisliste für Tulpen aus dem Jahr 1637

Am 05.Februar 1637 begann dann ein massiver Preisverfall. Der Grund: man konnte Optionen auf Tulpen erwerben, und als die Preise in die Höhe schossen, konnten sich Halter dieser Optionen den Kauf einer Tulpenzwiebel aus Liquiditätsmangel nicht mehr leisten – und damit stürzte das System ein, das darauf basierte, dass die Halter solcher Options-Verträge auch in der Lage waren, die realen Tulpen wirklich zu erwerben. Es folgte eine Bankrott-Welle, weil sich viele Spekulanten verpflichtet hatten, zu einem definierten Zeitpunkt die Tulpen zu dem dann gültigen Marktpreis abzunehmen!


Von JayHenry – File:Tulip price index1.svg, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=12152764

Zurück in die Gegenwart: die Brüder Cameron und Tyler Winklevoss, einst Weggefährten von Mark Zuckerberg, hatten im Jahr 2013 Bitcoins für elf Millionen Dollar gekauft – sie dürften nun Milliardäre sein! Sie bezeichneten heute in einem Fernsehinterview Bitcoin als „Gold 2.0“ – aber vielleicht sollte man eher sagen „Tulpen 2.0“!


Bild aus einem Tulpenbuch aus dem Jahr 1612 des Tulpen-Züchters Emanuel Sweerts

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    frank

    12. Dezember 2017 18:32 at 18:32

    Der Faktor 64 ist doch stark untertrieben. Bitcoins kosteten einmal nur ein paar Cents pro Stück. Wenn man jetzt einfach mal 1 USD pro Bitcoin ausgeht, hätte sich der Preis bis heute um den Faktor 17.000 erhöht. Wenn man 100 USD in Bitcoin angelegt hätte, wären diese heute 1,7 Mio USD Wert. Alleine daran erkennt man was für eine Megabubble hier entstanden ist und immer noch weiter wächst.

    Der Hinweis mit den Optionen und dem platzen der Tulpenblase ist aber interessant. Könnte es hier auch bei Bitcoins ein Liquiditätsproblem geben? was meint ihr?

  2. Avatar

    n

    20. April 2018 20:46 at 20:46

    Schauen wir in ein paar jahren rückblickend drauf, dann werden wir draus gelernt haben :)

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„Ponzi schemes can work out great for early adopters. But that doesn’t make bitcoin, in any shape or form, a good investment or even a store of value, especially for those late to the game.“

Weil es als Zahlungsmittel praktisch komplett unbedeutend sei, habe Bitcoin eben im Gegensatz zum Fiat-Geld keinerlei Funktion als Währung:

„Because bitcoin provides neither “safety of principal” nor “an adequate return” it therefore can only be considered speculative. Furthermore, because bitcoin is not used as a medium of exchange nor provides any store of value, I can’t view it as a currency alternative either.“

Bitcoin – alle Fragen bleiben offen

Die durch den Kursanstieg immer euphorischeren Fans der Kryptowährung reagierte naturgemäß erbost – „Bitcoiners are crying foul“, wie es in einem Erwiderungs-Artikel hieß. So stimme der Vorwurf von Felder nicht, wonach Bitcoins durch forks wie Bitcoin Cash oder Bitcoin Gold doch vermehrbar sei:

„Bitcoin believers rely entirely on the idea that bitcoin is limited in supply making it far more attractive than fiat currencies that are being printed like mad by central bankers around the world. However, bitcoin has already hard forked several times, multiplying the number and type of bitcoins in circulation“.

Fakt ist: Das stimmt natürlich, allerdings sind diese Forks eben doch eine Art von Inflation durch die Schaffung stets neuer Kryptowährungen. Bitcoins gibt es nur in begrenzter Menge, aber es gibt potentiell unendlich viele Kryptowährungen.

Fakt ist jedoch ist auch, dass Bitcoin als Zahlungsmittel derzeit praktisch (noch?) keine Rolle spielt. Mithin steht die Frage, ob es sich hier wirklich um eine Währung handeln kann, noch aus. Das sagt Robert Vitye in einem Interview mit Florian Homm – bei Gold sei das dagegen seit vielen Tausend Jahren der Fall, es habe sich als Wertspeicher durchgesetzt. Gleichwohl seien dezentrale Geld-Systeme grundsätzlich gut, aber die „Feuertaufe“ bei Bitcoin stehe eben noch aus, sagt – aus unserer Sicht zurecht – Robert Vitye:

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