Am 10. Oktober zerlegte ein Krypto-Absturz unzählige Krypto-Konten, die gehebelt gezockt hatten. Seitdem fehlt offenkundig Kaufkraft am Markt! Seit mehreren Wochen läuft der Krypto-Crash auf Hochtouren, Bitcoin verlor 30 % an Wert. Nun sehen wir: ETF-Anleger verlassen die weltweit größte Kryptowährung in einem enormen Umfang. Nur am gestrigen Dienstag verzeichnete der größte ETF einen Abfluss von 523 Millionen Dollar, ein gigantisches Ausmaß!
Bitcoin-Einbruch führt zu Rekordabflüssen aus BlackRock-ETF
Investoren haben mehr als eine halbe Milliarde Dollar aus dem iShares Bitcoin Trust von BlackRock abgezogen. Dies ist der größte Abfluss an einem einzigen Tag seit Auflegung des Fonds und der jüngste Schlag für einen Markt für digitale Vermögenswerte, der ohnehin schon unter mangelndem Vertrauen leidet, so Bloomberg News. Weiter wird berichtet: BlackRock verzeichnete am Dienstag Abflüsse in Höhe von 523 Millionen US-Dollar aus dem börsengehandelten Fonds, was laut Daten von Bloomberg den fünften Tag in Folge mit Netto-Rücknahmen bedeutet.
Bitcoin ist seit seinem Rekordhoch im Oktober um fast 30 % gefallen und stürzte auf den niedrigsten Stand seit April. Der Bitcoin und der breitere Kryptomarkt haben sich noch nicht von dem Einbruch am 10. Oktober erholt, bei dem rund 19 Milliarden US-Dollar an gehebelten Wetten vernichtet wurden.
Am Dienstag fiel Bitcoin unter einen wichtigen Preis, was bedeutete, dass die Anleger der 12 US-Bitcoin-ETF sich mit kollektiven Verlusten konfrontiert sahen. Diese Fonds haben im November bisher Abflüsse von mehr als 3 Milliarden US-Dollar verzeichnet, wobei allein aus dem IBIT von BlackRock fast 2 Milliarden US-Dollar abgezogen wurden. BlackRock reagierte nicht sofort auf eine Anfrage nach einer Stellungnahme.
IBIT, der größte Spot-Bitcoin-ETF, hat sich seit seiner Auflegung im Januar 2024 bei Anlegern als großer Erfolg erwiesen. Er hat mehr als 72 Milliarden Dollar an Vermögenswerten angehäuft, mit Zuflüssen von fast 26 Milliarden Dollar in diesem Jahr. Die anhaltenden Abflüsse aus dem Fonds in den letzten Wochen werden als bärisches Signal gewertet.
Analysten ohne Optimismus
„Die Abflüsse aus dem ETF in Verbindung mit Verkäufen langjähriger Inhaber haben die Marktliquidität verringert, die kurzfristigen Bitcoin-Preise nach unten gedrückt und das schwache Marktvertrauen deutlich gemacht“, sagte Dilin Wu, Research-Stratege bei Pepperstone.
Sean Dawson, Forschungsleiter bei Derive.xyz, einer Krypto-Optionsplattform, sagte, dass eine beträchtliche Anzahl von Händlern eine Absicherung gegen einen Rückgang des Bitcoin-Kurses auf 80.000 US-Dollar bis zum 26. Dezember kauft. „Angesichts der anhaltenden Sorgen um die Widerstandsfähigkeit des US-Arbeitsmarktes und der Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung im Dezember, die kaum noch über einer 50:50-Chance liegt, gibt es im makroökonomischen Umfeld kaum Gründe für Händler, bis zum Jahresende optimistisch zu bleiben“, fügte er hinzu.
FMW/Bloomberg
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inzwischen sollte auch dem größten fan klar sein, dass crypto/btc und deren investvehikel für die konservativen anleger, alles andere als ein krisenhedge sind, sondern ausschleißlich ein zock-parkplatz für überschußliquidität.
da fühle ich aktuell mit (physischem) gold wesentlich wohler.