Am ersten Tag der Präsidentschaft von Trump steigen die Kurse an der Wall Street – aber die großen Investoren haben zuletzt Geld aus US-Aktien abgezogen und in Europa investiert. Geht die Wall Street davon aus, dass Trump mit den Zöllen nur blufft – und kauft daher die deutlich billigeren europäischen Aktien? Auffallend ist auch, dass die Marktbreite immer besser wird in den USA – erstmals steigen an sechs Handelstagen mehr als zwei Drittel der US-Aktien. Nun will Trump 500 Milliarden Dollar in Datencenter investieren – also bleibt es bei dem bisherigen Muster bei KI: viel Invest, bisher minimaler Ertrag (das ist das Gegenteil dessen, womit die US-Tech-Konzerne groß wurden: wenig Invest, maximaler Ertrag!). Gestern der Nasdaq schwächer als die anderen Indizes – wird 2025 das Jahr für europäische Aktien, trotz der wirtshaftlichen Misere vor allem in Deutschland?
Hinweise aus Video:
1. Trump droht mit 10%-Zöllen gegen China, nimmt auch EU ins Visier
2. Europäer pumpen massiv Gelder in Aktien-ETF – Schwerpunkt USA
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Ist es das alte Spiel?
Europaer investierten massiv in Amerika als der Euro über und bei 1,10 stand. Jetzt haben sie zwar Gewinne, die sind aber geschmälert durch die Abwertung des Euro. Die Amerikaner puschen ihren Aktienmarkt verbal nutzen aber den starken Dollar um günstig im Ausland zu kaufen.
Ausländische Anleihekäufer stärken den Dollar, US Fonds nurzen den günstigen Euro.
Schulden gegen Aktien – was ist wertvoller?
Die Blase in den USA o
ist so groß, jetzt pumpen die Amis halt dem Dax auf. Dann kann es zumindest Global crashen und man überall einen Bailout auf Kosten der Gesellschaft fordern.
„Globalcrash“, das ewige Warten auf Godot🙄.
Godot?
Ich dachte der heißt Trump.
Ein gottgesandter Präsident der Amerika wieder Groß macht und dabei den Rest der Welt knebelt.
Es geht hauptsächlich darum, Industrien zu behalten oder ins Land zu holen.
Weil viel Kapital nach USA fließt, steigt der Dollar. Ein Betrieb, der dorthin auswandert, wird für seine Euro zur Zeit weniger Dollar bekommen. Und wenn man von dort seine Waren in der alten Heimat verkauft sind die eingenommenen Euro wenige Dollar wert. Auswandern ist also nicht so einfach, man müsste schon auch in den USA erfolgreich sein, um wirklich mithalten zu können. Zusätzlich senkt die EZB ihre Leitzinsen, so dass sich Betriebe in der EU günstiger finanzieren können als wenn sie auswandern und dort hohe Kreditzinsen vorfinden.
Ein weiterer Auswanderungsgrund wären die Energiekosten und CO2-Zertifikate. Damit will die EU ihre eigene Klimabilanz verbessern und für sparsameren Energieverbrauch sorgen. Wegen Klimaschädlichkeit, aber auch weil die meisten Rohstoffe importiert werden müssen und das Geld dafür der innereuropäischen Volkswirtschaft fehlt. (Dem Trump sind wir ja schon zu sparsam bei Öl und Gas.) Wenn nun energieintensive Betriebe auswandern und sich damit der Besteuerung von Energie entziehen, ihre Produkte aber weiter in der EU verkaufen, dann wäre das Ziel der Energieeinsparung in der EU verfehlt, weil dann die Energie nicht eingespart wird, sondern nur woanders verbraucht wird. Ferner schadet der Import der Waren zusätzlich dem Volksvermögen. Deshalb muss diese unfaire Praxis gegenüber inländischen, steuerzahlenden Betrieben mit Zöllen ausgeglichen werden. Damit auch importierte Waren einer ähnlichen Besteuerung unterliegen wie im Inland hergestellte Güter. Nur dann ist man wettbewebsfähig. Nur dann können wir ernsthaft Klimaschutz betreiben, wenn wir nicht nur selber Energie einsparen, sondern auch weniger einkaufen, das woanders mit viel Energieverschwendung produziert wurde, Sonst wären wir immer noch Hauptverursacher des Klimawandels und China könnte sagen, ihr seid schuld, weil wir die Kohlekraftwerke nur für eure Waren brauchen. Ferner geht es darum, ob man sich an internationale Verträge hält, wie das Klimaabkommen von Paris, unterzeichnet von der damaligen Regierung. Oder ob man Verträge bricht. Damit Vertragsbrüchige die Vertragstreuen nicht wirtschaftlich ausbeuten, muss man sich mit Strafzöllen vor deren Produkten schützen, die so hergestellt wurden, dass sie auch unsere Luft verschmutzen. Warum sollte man dafür denselben Preis zahlen, wie für sauber hergestellte Waren im Inland?
Wirtschaftsstrategie und Anlagestrategie denkt natürlich anders und sucht immer nach unfairen Wettbewerbsvorteilen, um diese auszunutzen. Am Besten mittels Vernichtung aller Konkurrenten zur Erlangung eines Monopols. Dafür braucht es unfaire Märkte. Natürlich ist man gegen jede Gerechtigkeit oder Regulierung, wenn man nur den eigenen Vorteil verfolgt. Innerhalb der Staaten gibt es ja so viel Bürokratie, dass man sich da kaum mehr unfaire Vorteile verschaffen kann. Aber international ist wenig geregelt, und was geregelt ist, an das braucht man sich nicht mehr zu halten, sobald man einen Vorteil hat. Mit fairem Handel und ehrlichen Geschäften ist ja nur wenig zu verdienen.
@ferdl, sorry aber es ist immernoch nicht angekommen.
^Nur dann können wir ernsthaft Klimaschutz betreiben, wenn wir nicht nur selber Energie einsparen, sondern auch weniger einkaufen, das woanders mit viel Energieverschwendung produziert wurde, Sonst wären wir immer noch Hauptverursacher des Klimawandels und China könnte sagen, ihr seid schuld, weil wir die Kohlekraftwerke nur für eure Waren brauchen^
Das ist logisch falsch. Sie ist international handelbar,es wird überhaupt nix eingespart ,es wird dann für andere Kaeufer nur billiger. 81 % Prozent der Primaerenergie ist Fossil .
https://www.bpb.de/kurz-knapp/zahlen-und-fakten/globalisierung/52741/primaerenergie-versorgung/
Das Verhaeltnis der möglichen Potenziale sind schlicht zu gering.
Wenn Deutsche Klimaschutz betreiben wollen und dem Bürger das suggerieren heißt das im Klartext,Deutsche
müssen in USA ,INDIEN und CHINA Gesetze erlassen die den dortigen Verbrauch deutlich,bzw. mindestens halbieren müssten,um auch die Primrenergie signifikant zu treffen.
Wer das glaubt ,daß das im Handlungspielraum der hiesigen heuchelnden und schwaetzenden Politiker liegt ,der glaubt auch an den Osterhase und den Weihnachtsmann von Coca Cola.
Aber hey , sagt der Kaiser zum Ideologen ,halt du sie dumm ,ich halt sie arm.
@klempner. Es stimmt schon, dass für weltweite fossile Energieeinsparungen auch deren Rohstoffgewinnung gedrosselt werden müsste, weil sonst nur der Preis sinkt und das am Markt zu weltweit mehr Absatz und gleichbleibendem Verbrauch führt. Die Ölförderung kann Deutschland kaum beeinflussen. Das müssten Andere tun, nicht weil wir das wollen, sondern weil sie es selber wollen. Ganz ohne Folgen sind deutsche Energieeinsparungen nicht. Denn wenn der Preis fällt, dann drosselt die OPEC ihre Ölförderung. Wenn Gaspipelines stillgelegt werden, dann kann das Gas nicht so bald woanders hin. Und manche Kohlegruben oder Bohrlöcher rentieren sich mit niedrigerem Preis gar nicht mehr und werden stillgelegt. So war es ja schon bei deutscher Steinkohle.
Aber mir ging es nicht darum, von Deutschland aus das Klima zu retten. Das geht gar nicht. Es geht darum, die deutsche Schuld an den zu erwartenden weltweiten Klimaschäden zu reduzieren. Denn das wird teuer, wenn die Geschädigten anfangen, nach Schuldigen zu suchen. So ist der eigene Verzicht auf fossile Brennstoffe gewiss nicht genug, um die bisherige Schuld zu kompensieren. Weil dann alle anderen für sich dasselbe Recht erkennen ebenso viel zu verbrennen wie wir verbrannt haben. Dieses Recht können wir ihnen nicht nehmen und wir können sie nicht zwingen, vernünftiger zu sein als wir selber waren.
Deshalb müsste Deutschland, um sich als Verursacher freizukaufen, auf der Welt so viel Kohle einkaufen, um zumindest die Kohlegrube Garzweiler wieder damit zu befüllen. Das würde die Kohle weltweit verteuern statt verbilligen und zu weniger Verbrauch führen. Das Geld dafür wäre gut angelegt, weil der Rohstoff ja umso seltener und wertvoller wird, je mehr die Anderen davon verbrennen. So kann man ohne Einmischung in andere Staaten auch deren Verbrauch verteuern und drosseln. Aber es wäre teuer, wieder unschuldig werden zu wollen, indem man genug Kohle vor der Verbrennung rettet. Es würde sich wahrscheinlich in Zukunft auszahlen, wenn man aus der Kohle etwas Besseres herstellen kann als sie nur zu verbrennen. Finanzieren könnte man das durch Anteilsscheine über 1 Tonne Kohle, zinslos als schwarzes Gold eingelagert in Garzweiler bis es sinnvolle Verwendung findet.
Weil wir wohl nicht so viel Geld übrig haben, um Garzweiler wieder aufzufüllen, schlage ich vor, das Verhalten anderer Länder mit unseren Einkäufen dort zu beeinflussen. Die größten Klimaschäden entstehen dort, wo man uns etwas verkaufen will. Wenn wir das nicht mehr kaufen, sondern klimafreundlich hergestellte Produkte bevorzugen oder vergünstigen, würden auch solche Länder aus ökonomischen Gründen Interesse an Klimaschutz finden können. Also ein weiterer Weg, andere zu beeinflussen ohne sich einzumischen. Und weil Trump die Zölle wieder salonfähig gemacht hat, wäre das ja die richtige Antwort darauf.