BMW baut massiv Stellen ab. Die gesamte deutsche Autoindustrie befindet sich im Rückzug! Produktion wird immer mehr ins Ausland verlagert oder im Inland einfach reduziert. Der „kalte“ Kahlschlag in der deutschen Autoindustrie läuft auf Hochtouren. Massenentlassungen sind nicht an der Tagesordnung, da man Stellen über Abfindungen, Vorrruhestandsregelungen etc „elegant“ abbaut. Die frei werdenden Posten werden nicht neu besetzt, und so schrupft die Mitarbeiterzahl der Autobauer ohne das ganz große Drama.
Erst vorgestern sah man dazu eine Meldung bei Porsche, und heute ist BMW an der Reihe. Der Münchner Autobauer bietet in Deutschland freiwillige Abfindungsangebote an, da man versucht, schlanker zu werden, um besser mit Konkurrenten aus China mithalten zu können. Nach Angaben von mit der Angelegenheit vertrauten Personen rechnet BMW damit, dass der Großteil der rund 8.000 Stellen, die weltweit abgebaut werden sollen, auf Deutschland entfallen wird, so Bloomberg News. (in Deutschland waren es Ende letzten Jahres 87.436 Mitarbeiter)
Das Angebot richte sich an Mitarbeiter in den Bereichen Forschung, Entwicklung, Planung und anderen Unternehmensfunktionen. Mitarbeiter in der Produktion seien davon ausgeschlossen, sagten die Personen, die anonym bleiben wollten, da die Pläne noch nicht öffentlich sind. BMW beabsichtige zudem, im Rahmen der umfassenden Einsparungen in den kommenden Monaten seine Führungsriege zu straffen, sagten sie.
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Vorstandsvorsitzender Milan Nedeljkovic und die Betriebsratsvorsitzenden werden das freiwillige Abfindungsprogramm voraussichtlich heute bei einer belegschaftsweiten Versammlung in Deutschland bekannt geben, fügten die Informanten hinzu. Das Programm beginne im Oktober und laufe bis 2027, sagten sie. Ein Sprecher von BMW bestätigte, dass das Unternehmen mit dem Betriebsrat eine Einigung über ein Restrukturierungsprogramm in Deutschland erzielt habe, lehnte jedoch weitere Kommentare ab.
Nedeljkovic strebt Kosteneinsparungen an, nachdem BMW im vergangenen Monat eine deutliche Gewinnwarnung herausgegeben hatte, die das Unternehmen auf Kurs bringt, der am wenigsten profitable große europäische Automobilhersteller zu werden. Der Hersteller erwartet, dass das Programm die Rentabilität im Jahr 2028 steigern wird, sagten die Informanten.
Der im Mai angetretene Vorstandsvorsitzende sieht sich mit einer Vielzahl von Herausforderungen konfrontiert, vor allem mit dem starken Nachfragerückgang in China, dem größten Einzelmarkt von BMW. Die Kombination aus zunehmendem Wettbewerb durch lokale Hersteller, angeführt von BYD – insbesondere bei Elektrofahrzeugen – und einer Immobilienkrise belastet dort alle Autohersteller.
FMW/Bloomberg
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In Deutschland die Produktion herunter zu fahren ist eigentlich eine positive Nachricht, denn es zeigt, dass ein Unternehmen seine Kosten an die niedrigeren Umsätze anpasst. Nur so kann der Gewinn wieder steigen und damit auch der Aktienkurs. Zumindest hoffen ich dass wir die Tiefstkurse bei den Autoherstellern gesehen haben.