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Boeing-Aktie: „The Big Short“?

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Symbolbild für Boeing Flugzeug im Landeanflug

Sie kennen den Film „The Big Short“ nicht? Wir machen hier sicher keine Werbung dafür bestimmte DVDs zu kaufen, aber er ist einer der zwei sehr guten Filme über die Finanzkrise 2008. Warum das Thema Finanzkrise in Sachen Film und Fernsehen fast gar nicht vorkommt, ist sowieso eine gute Frage. Dieser Film thematisiert die Wette mehrerer querdenkender Hedgefondsmanager auf einen Kollaps am US-Immobilienmarkt für das Jahr 2007. Damit lagen sie goldrichtig und verdienten Milliarden. Auch wenn die exakte Parallele natürlich nicht vorhanden ist, so ist der Filmtitel „The Big Short“ ideal geeignet für die Frage: Ist die Boeing-Aktie ein Kandidat auf eine große Short-Wette? Denn man könnte glatt denken, dass die Börsianer das, was da gerade bei Boeing geschieht, immer noch viel zu optimistisch einschätzen.

Probleme für Boeing ohne Ende?

Ich formuliere die Sache mit der möglichen Short-Wette bewusst als Frage, denn letztlich muss das jeder Anleger mit sich selbst ausmachen. Wir haben schließlich genau so wenig eine Glaskugel wie Sie zuhause. Und auch die „cleversten“ Experten an der Wall Street wissen letztlich nicht, wie sich die Boeing-Aktie entwickeln wird. Aber als Szenario ist es interessant, sich mal darüber Gedanken zu machen, ob Boeing so richtig heftig abstürzen könnte. Der Grund ist natürlich das Debakel um den ehemaligen Verkaufsschlager Nummer 1 von Boeing, die 737 Max-Reihe. Nach zwei Abstürzen mit vielen Toten ist nicht nur die Flugerlaubnis entzogen. Auch die Produktion wurde vor einem Monat eingestellt, weil mehr als 400 produzierte Flugzeuge dank Flugverbot nicht ausgeliefert werden konnten. Die Halde vor dem Hauptwerk in Everett nördlich von Seattle ist gigantisch, und nimmt sogar die Autoparkplätze der Mitarbeiter in Anspruch.

Man darf nicht vergessen: Boeing wird womöglich nicht so einfach den Bach runtergehen, wie man es auf den ersten Blick vermuten könnte. Denn neben Lockheed Martin ist Boeing mit der größte Rüstungskonzern in den USA. Und die Militärsparte kann für einige Zeit sicherlich die Zivilflugzeug-Sparte von Boeing mit durchfüttern. Aber wie lange? Hannes Zipfel hatte sich gestern ausführlich mit den derzeitigen Problemen rund um die 737 Max beschäftigt. Lesen Sie seinen sehr informativen Artikel beim Klick an dieser Stelle. Kurz gesagt: Die Pannen enden nicht, es treten immer neue Probleme auf. Wie soll Boeing da in Kürze eine neue Flugerlaubnis erhalten? Erst vorgestern sprach Boeing offiziell davon, dass man aufgrund von Gesprächen mit Aufsichtsbehörden davon ausgehe, dass die 737 Max wohl ab Mitte 2020 wieder fliegen dürfe. Aktuell erwähnt man laut Berichten, dass kurz vorher (also Frühjahr?) auch die Produktion wieder starten könnte.

Auf deutlich fallende Kurse wetten?

Am 29. Januar wird Boeing seine Quartalszahlen melden. Bei den letzten Zahlen vor drei Monaten (für das 3. Quartal 2019) meldete Boeing einen Umsatzrückgang von 25 Milliarden Dollar im Vorjahr auf nur noch 20 Milliarden Dollar – dank des 737 Max-Debakels. Der Gewinn sank von 3,58 auf 1,45 Dollar. Und was wird nächste Woche passieren? Werden die Daten die Erwartungen der Analysten erneut unterbieten, wie schon vor drei Monaten? Und wird die 737 Max wirklich ab Sommer wieder fliegen dürfen? Wer solche Punkte negativ einschätzt, könnte zum Schluss kommen, dass Boeing vor einer größeren Krise steht, und dass es lohnenswert sein könnte auf einen größeren Absturz in der Aktie zu setzen. Wie gesagt, das ist nur ein Szenario, und es muss nicht so kommen!

Im folgenden Chart sieht man seit 2016 die Boeing-Aktie in rot-grün gegen den Dow 30 in blau. Obwohl die Abstürze schon gut ein Jahr zurückliegen, hat sich die Aktie erst ab Oktober 2019 von der Gesamtmarktentwicklung abgekoppelt, auf jetzt 309 Dollar vom Hoch bei 446 Dollar im Februar 2019. Ist noch viel mehr Abwärtspotenzial vorhanden, The Big Short sozusagen? 2014 stand die Aktie noch bei 132 Dollar. Ab 2017 legte sie ihren furiosen Anstieg hin. Ist daher jetzt noch großes Abwärtspotenzial vorhanden, wenn man den Chart und die aktuelle Lage des Unternehmens zusammen betrachtet? Entscheiden Sie selbst. Nächste Woche zu den Quartalszahlen gibt es eine weitere Antwort auf die Frage, wie sehr die 737-Krise bis Ende letzten Jahres auf die Finanzdaten des Unternehmens durchgeschlagen ist.

Boeing-Aktie vs Dow seit 2016

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    sabine

    23. Januar 2020 16:46 at 16:46

    Ich glaub, daß die Fakten weniger wichtig sind, wie bei Tesla ja auch.

    Einerseits ist die Akte Tesla ganz anders, aber auch da sind Fakten absolut egal. Und das scheint mir bei Boeing auch zu kommen, denn sie ist too big für den DowJones, als das man sie fallen lassen dürfte. Das hätte ganz andere Ausmaße, einfach nur wegen der Dow-Gewichtung. Da wird man also Tweeten müssen, …

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      Claudia

      23. Januar 2020 21:08 at 21:08

      @Sabine, da wird wer tweeten müssen? … Doch hoffentlich nicht Ihr bisheriger Superheld, der Sie bisher so peinlich oft zum Schwitzen gebracht hat?

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        sabine

        24. Januar 2020 11:59 at 11:59

        Ich weiß ja nicht, was dieses dauernde Angequassel dauernd soll. Ich habs glaub ich schon gesagt, normalerweise kehr ich nicht zu meinen Kommentaren zurück, um irgendwelche Spottverse oder Gehässiges lesen zu dürfen. Nur wenn ich mal zufällig was suche.
        Da ich kein Ideologe bin, weder grün-, noch braun- oder rotsozialistisch, ist die Wahrheit überall. Das können sich Leute, die nur in schwarz-weiß denken können, gar nicht vorstellen. Wir leben alle unter dem gleichen Himmel, haben aber nicht den gleichen Horizont. (Adenauer)
        Schönen Tag noch. (Einen erneute Anrede können Sie sich sparen. Ich arbeite Vollzeit in der Industrie.)

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    Hesterberg

    23. Januar 2020 17:31 at 17:31

    Apple kann man shorten, Boeing und Tesla muss man jetzt shorten, wenn man richtig Geld verdienen will. Wer jetzt nicht zugreift, ist selbst schuld. Aber für Angsthasen ist Shortgehen grundsätzlich nichts. Und für Leute, die nicht in Lage oder willens sind, auch mal ordentlich Margin nachzuschießen ist Shortgehen ebenfalls nichts. Wer short geht, muss auch cool bleiben können.

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      Michael

      23. Januar 2020 19:10 at 19:10

      @Hesterberg, Und für Leute, die nicht in Lage oder willens sind, auch mal ordentlich Margin nachzuschießen ist Shortgehen ebenfalls nichts. Das ist ja eine fast schon sensationelle fundamentale Erkenntnis, die allerdings grundsätzlich gilt, auch für Leute, die „Longgehen“ oder zwischenzeitlich „Fremdgehen“ ;)

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        Hesterberg

        23. Januar 2020 23:00 at 23:00

        @Michael
        Das ist nicht ganz richtig, denn Shortgehen ist viel gefährlicher als Longgehen. Longpositionen lassen sich viel beruhigter aussitzen und man kann mit ihnen auch nur maximal 100% seines Einsatzes verlieren. Bei einer ungehebelten Position, versteht sich. Noch gefährlicher kann allerdings Fremdgehen werden, wenn die Ehefrau Zugang zum Gewehrschrank hat.

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    Beobachter

    23. Januar 2020 19:44 at 19:44

    @ Hesterberg, eigentlich kann man den ganzen aufgeblasenen Ami-Scheiss shorten.Ich bin erstaunt wie im so verhöhnten kommunistischen China die Aktienmärkte noch funktionieren.Da haben doch die wichtigen Indices die 07 er Hochs nie mehr erreicht u.liegen heute ca. 40% darunter.
    Also China hat die USA schon abgelöst als Weltmacht, das Amiland würde bei einer Börsenkorrektur von mehr als 25 % in Schutt u.Asche zerfallen.
    Die Chance, dass der nächste Aufwärtsschub in China/ Asien passiert ist sehr gross. Ein grosser Dickfisch-Boss hat das auch erwähnt.
    Meine Vermutung: China hilft beim Aufblasen der USMärkte, dann reicht ein Flügelschlag eines Schmetterlings um Donalds Meistetwerk wegzublasen.

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    Beff Jezos

    24. Januar 2020 07:19 at 07:19

    @ Michael, Fremdgehen kann auch sehr teuer werden wenn man sehr reich ist, das Handy gehackt wird,
    u.die aufgedeckten Frauengeschichten zu einer Scheidung führen.
    Ich bin erstaunt wie die naiven Anwender an die Sicherheit der Systeme von E- Banking u.s.w. glauben.
    Wurden doch auch schon öfter Konten der sicheren Wunderwährung Bitcoin abgeräumt.

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Automobil-Aktien: Kurse für erste, vorsichtige Käufe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

Dass die kapitalintensive, wettbewerbsstarke Autoindustrie in der kommenden Krise hart getroffen werden würde, war wohl fast allen klar. Als teure Konsumprodukte sind Autos das erste, auf dessen Kauf Unternehmen und Verbraucher in einer Krise verzichten. Die Überkapazitäten in der Branche tun ihr Übriges, um die Margen erodieren zu lassen. Die Frage ist, ob Auto-Aktien nach 45% Kursverlust seit Januar nun bereits eine Kaufgelegenheit darstellen oder nicht. Wie so oft in diesen Tagen mache ich diese Entscheidung am Chart fest.

Der Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts Index hat inzwischen das Hoch des Jahres 2007 deutlich hinter sich gelassen. 2007 markierte den Gipfelpunkt der vorvorherigen Boomphase. Anschließend stürzte der Kurs von rund 440 auf fast nur noch 140 Punkte. Heute bewegt sich der Index bei 294 Punkten – also mittig zwischen dem damaligen Hoch und Tief. Auf diesem Niveau sind die Aktien zwar noch keine echten Schnäppchen, aber relativ zum Gesamtmarkt gesehen immerhin schon realistischer bepreist.

Bereinigt sich der Markt, gibt es nach der Krise einen größeren Boom

Viel hängt sicherlich davon ab, wie Regierungen in der Krise reagieren. Wahrscheinlich ist, dass sie ihre nationalen Automobilhersteller auf Teufel komm raus versuchen werden zu retten. Damit würden die Überkapazitäten und der starke Wettbewerb zwischen kaum rentablen Herstellern nach der Krise weitergehen und die Margen auch künftig unter Druck setzen. Lassen es Regierungen hingegen zu, dass nicht überlebensfähige Autohersteller auch Pleite gehen können, so wie es Schweden mit Saab tat, dann könnte in der Krise eine Marktbereinigung stattfinden. Mit abgebauten Überkapazitäten und weniger Konkurrenz wäre das Geschäftsumfeld für die überlebenden Hersteller nach der Krise deutlich profitabler. Kandidaten für eine Pleite finden sich in China zuhauf. Mit Tesla haben wir aber auch einen US-Hersteller, der chronisch…..

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Mit Börsianer-Grüßen,
Thomas Kallwaß
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Tesla: Autoabsatz viel besser als erwartet, Aktie vorbörslich +15 Prozent

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Tesla Innenansicht

Tesla ist immer wieder für Überraschungen gut, so auch in der aktuellen Coronakrise. Wo die ganze Autobranche derzeit ächzt, da liefert Tesla heute Nacht Zahlen, die den Markt glücklich machen. Man hat im 1. Quartal 103.000 Autos produziert. Wichtig ist aber der Autoabsatz. Da waren es 88.400 verkaufte Autos. Die Erwartungen lagen laut Berichten bei knapp unter 80.000 Stück. Auch erwähnt man in seiner Mitteilung, dass die neue Fertigung in Shanghai „darüber hinaus trotz erheblicher Rückschläge“ weiterhin ein Rekord-Produktionsniveau erreicht habe. Die Tesla-Aktie notiert heute vorbörslich bei 525 Dollar. Das ist ein Plus von 70 Dollar oder 15,5 Prozent gegenüber gestern Abend!

Tesla-Aktie in den letzten 12 Monaten

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Luckin Coffee: Wachstumstraum war doch nur Betrug!

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Kaffee Beispielfoto - Luckin Coffee hat Probleme

Die chinesische Café-Kette Luckin Coffee war der Star unter den Startups der vergangenen Jahre. Mit immensem Umsatzwachstum expandierte die Kette in zwei Jahren von neun auf 4.500 Filialen in China. Gestern kam heraus: das Wachstum basierte auf erfundenen Umsätzen.

Die Geschäftszahlen waren zu gut, um wahr zu sein

Ich gebe zu, auch ich hätte kritischer sein müssen, als ich erstmals über Luckin Coffee berichtete. Die Daten waren zu schön, um wahr zu sein. Das chinesische Unternehmen gab an, bei 540% Umsatzwachstum nur eine Kostensteigerung von 194% gehabt zu haben. Dass das ungewöhnlich für ein schnell wachsendes Startup ist, fiel mir zwar auf, ich sah es damals aber nicht als Betrugsindikator an. Doch wer einen Teil seiner Umsätze erfindet, kann natürlich deutlich bessere Geschäftszahlen präsentieren als die Konkurrenz. In Krisen werden viele Betrügereien am Kapitalmarkt aufgedeckt. In Boomzeiten fällt es Unternehmen wie Luckin Coffee nicht schwer, Kapital zu beschaffen, ohne dass Anleger viele Fragen stellen. Wenn jedoch in der Krise kein Kapital mehr vorhanden ist und auch kurzfristig keines mehr beschafft werden kann, fliegt der Schwindel auf. So war es schon mit Enron und Worldcom nach dem Platzen der New Economy Blase.

In der Krise dürfte Luckin Coffee kein Kapital mehr bekommen

Der Chief Operating Officer und andere Mitarbeiter des Unternehmens haben nach Unternehmensangaben Umsätze in Höhe von rund 2,2 Milliarden Yuan (290 Millionen Euro) seit Anfang 2019 erfunden. Ob diese Angabe dieses Mal stimmt, bleibt abzuwarten. Denkbar ist, dass schon vorher die Zahlen manipuliert wurden. Für Luckin Coffee wird der Skandal zum doppelten Problem. Erstens ist nun das Anlegervertrauen zerstört, was künftige in der Krise nötige Kapitalaufnahmen immens erschweren wird. Und zweitens gibt es nun für die vergangenen 15 Monate keine vertrauenswürdigen Geschäftszahlen mehr, auf deren Basis überhaupt ein Börsenprospekt für die Kapitalaufnahme erstellt werden könnte.

Das Unternehmen wäre also auf einige kapitalkräftige Einzelanleger beschränkt, die sich des Risikos bewusst seiend aber nur auf Kredite zu absurd hohen Zinsen einlassen werden.Vorerst dürfte das Unternehmen durchkapitalisiert sein, konnte es doch auf Basis der gefälschten Unternehmenszahlen noch im Januar rund 700 Millionen Euro mit Aktienverkäufen und Wandelanleihen einnehmen. Die Teilnehmer an dieser Kapitalaufnahme werden begeistert sein, sank doch der Aktienkurs gestern um 75%.

Personelle Verquickungen reißen auch Car mit in den Abgrund

Der Skandal um Luckin Coffee riss gleichzeitig ein anderes Unternehmen mit in den Abgrund. Die Aktien des Autovermieters Car fielen ebenfalls um mehr als 50%. Beide Unternehmen haben einige delikate personelle Verquickungen. Der Car-Gründer und Großaktionär Charles Zhengyao Lu ist gleichzeitig wichtiger Kapitalgeber bei Luckin Coffee und dessen Chairman. Luckin Coffee wurde von ehemaligen Mitarbeiter Lus gegründet. Nebenbei ist Lu auch noch Chairman, also eine Art Aufsichtsratsvorsitzender, bei Car. Die Gründerin von Luckin Coffee war jahrelang Vorstandsvorsitzende von Ucar, einem Ridesharing-Dienst, gegründet von Lu. Wenn Lu als Chairman die Betrügereien bei Luckin Coffee nicht auffielen, wer garantiert, dass sie ihm bei Car aufgefallen wären?

Auslandsinvestoren haben oft keinen Durchblick bei chinesischen Unternehmen

Die Probleme bei Luckin Coffee werfen ein Schlaglicht auf den chinesischen Aktienmarkt. Dessen Aktien sind in Europa und den USA sehr beliebt, versprechen sie doch oft enorme Wachstumsraten. Doch damit einher gehen auch etliche Probleme. So haben die europäischen und US-amerikanischen Aktionäre in der Regel kaum einen Einblick in den chinesischen Markt und können nicht abschätzen, ob die blumigen Versprechen der Unternehmen und ihres Managements realistisch sind. Dazu kommt, dass in der Regel gar keine Aktien der chinesischen Unternehmen verkauft werden. Bestes Beispiel ist für mich Alibaba. Wer „Aktien“ von Alibaba kauft, kauft tatsächlich nur einen Anteil an einem Firmenmantel auf den Cayman Island, der Alibaba die Abführung von Gewinnen versprach.

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