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„Boeing hat fliegende Krücken konstruiert“ – wenn Geldgier über Sicherheit geht..

Warum die Abstürze der beiden Boeing737Max kein Zufall sind – sondern die logische Konsequenz aus jahrelangem Pfusch, weil Geld wichtiger als Sicherheit war!

Redaktion

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Die Hinweise verdichten sich immer mehr, dass bei Boeing nicht erst seit dem 737Max-Modell, sondern seit Jahren etwas schief läuft! So hat kürzlich die „Seattle Times“ gezeigt, dass die Probleme bei Boeing intern bekannt bekannt waren, man aber vorzog, die Sache zu verschweigen (siehe hierzu den Artikel „Boeing möglicherweise vor MEGA-Katastrophe – Insiderbericht aus Seattle“).

Wo aber liegt das Problem? Dazu hat der ehemalige Lufthansakapitän Peter Haisenko, der über 30 Jahre Erfahrung im weltweiten Einsatz als Copilot und Kapitän auf den Mustern B727, DC 8, B747, B737, DC 10 und A 340 verfügt (dank an @Quintus für diesen Hinweis) einen luziden Artikel geschrieben. Haisenko zeigt detalliert auf, was seit Jahrzenten schiefläuft bei Boeing:

„Am Beispiel der Boeing 737 und besonders der neuesten Entwicklungsstufe MAX 8/9 wird sichtbar, wie fatal es sich auswirkt, wenn nicht mehr Ingenieure die Entscheidungen treffen, sondern Kaufleute. Kein Ingenieur bei Verstand hätte die 737 MAX so gebaut, wenn er nicht von profitgierigen Managern dazu gezwungen worden wäre. Die beinahe 400 Toten bei zwei Abstürzen gehen auf das Konto von Boeings Konzernvorstand, ebenso wie die jetzt drohende Pleite des ganzen Konzerns.“

Harter Tobak? Haisenko liefert die Begründung:

„Die B 737 von Boeing war von Anfang an eine Krücke (..). Bug- und Hauptfahrwerk waren von Anfang an nicht für den jetzt größeren Rumpf konzipiert. So berichteten mir unsere Flugingenieure, dass ihnen während ihres Studiums der Luftfahrttechnik ebenfalls bereits in den 1960-er Jahren das Bugfahrwerk der 737 als Negativbeispiel dafür präsentiert wurde, wie man es nicht machen sollte. Dennoch wurde die B 737-100 ein Erfolgsmodell, was aber vor allem an mangelnden Konkurrenzmodellen lag. In den 1970-er Jahren wurde die B 737 zum ersten Mal modernisiert mit dem Modell B 737-200. Die leistungsstärkeren Motoren JT-8 waren im Umfang noch klein und passten unter den niedrigen Flügel. Die zeitgemäßen Anforderungen an Schlechtwettertauglichkeit beantwortete Boeing mit einem Autopilotkonstrukt, das von Anfang an eine Krücke war, dennoch bis heute in allen B 737-Modellen verbaut wird.“

Und Haisenko weiter:

„Mitte der 1980-er Jahre stellte Boeing das Modell 737-300 vor. Es hatte ein “Glascockpit” wie der Airbus A 310 (also mit Bildschirmen anstatt eines “Uhrenladens”) und zeitgemäße Triebwerke mit einem großen Frontrotor. Bereits hier hätte Boeing eine Neukonstruktion vornehmen müssen, denn die Motoren passten nicht mehr unter den niedrigen Flügel. Um die Kosten für eine Neukonstruktion zu sparen und vor allem die aufwendigen Zulassungen dafür, kam die nächste Krücke. Der Motor wurde etwas höher und weiter vor gesetzt und der Einlass des Triebwerks wurde unten abgeflacht, damit er nicht zu dicht über dem Boden ist und so jeden Stein vom Boden aufsaugt, was den Motor zerstört hätte. In den weiteren Jahren hat Boeing die 737 immer weiter “aufgebohrt” mit den Modellen bis -800. An der grundsätzlichen Konstruktion aus den 1960-er Jahren mit ihren Defiziten hat Boeing nichts geändert. Es ist einfach kostengünstig für die Herstellung, bereits zertifizierte Baueinheiten weiter zu verbauen.“

Klar wird hier, dass Wirtschaftlichkeit seit Jahrzehnten für Boeing wichtiger war als aerodynamisch sinnvolle Flugzeuge zu bauen! Dazu Haisenko weiter:

„Mit den hohen Ölpreisen ist die Nachfrage nach spritsparenden Modellen gestiegen. Airbus hat mit dem A 320-neo und dessen besonders effizienten Motoren wieder Maßstäbe gesetzt. Boeing war im Zugzwang. Die Super-Motoren der A 320 passten aber einfach nicht mehr unter den Flügel der alten B 737. Doch anstatt jetzt endlich ein komplett neues Modell zu konstruieren, haben die Kaufleute bei Boeing entschieden, jenseits aller aerodynamischer Regeln die ultimative Krücke zu basteln. Die für die 737 zu großen Motoren wurden noch weiter nach vorne und oben verlegt. Bei den ersten Testflügen stellte sich heraus, dass sich die Physik nicht so einfach überlisten lässt. Der Luftstrom des Motors führte jetzt direkt unter dem Flügel vorbei, was mehrere negative Effekte haben muss. Einmal wird dadurch der Auftrieb negativ beeinflusst, doch die größten Probleme zeigten sich im extremen Langsamflug, also kurz vor dem Strömungsabriss, der zum Absturz führen kann.

In dieser Situation legt sich bei der 737 MAX der Luftstrom des Motors unter den gesamten unteren äußeren Flügel, was das Flugzeug in einen unkontrollierbaren Zustand bringt. Anstatt jetzt endlich eine Neukonstruktion vorzunehmen, haben sich die Manager bei Boeing für die schlimmste Krücke entschieden: Sie haben ein System verbauen lassen, das in diesem Grenzbereich die vollständige Kontrolle über das Flugzeug übernimmt. Wenn ein Sensor, und nur ein Sensor, diesen Grenzbereich erkennt, veranlasst der angehängte Computer das Flugzeug dazu, die Trimmung des Höhenleitwerks ganz auf “Nase nach unten” zu fahren. Das wäre grundsätzlich nicht falsch, schießt aber übers Ziel hinaus. Als fatal hat sich jetzt zweimal erwiesen, dass dieses tödliche System kein Kontrollsystem hat, was als solches in der Luftfahrt nicht vorkommen dürfte. Das bedeutet, wenn dieser einzige Sensor eine Fehlermeldung gibt, haben die Piloten kaum noch eine Chance, ihr Flugzeug davor zu bewahren, ungespitzt in den Boden zu fliegen. Das Loch im Boden Äthiopiens spricht hierzu eine klare Sprache.“

Es handelt sich also eben nicht, wie Boeing selbst behauptet, um ein Problem, das mit einem Software-Update gelöst werden könnte! Aber es kommt noch dicker, denn faktisch ist die gesamte Elekronik im Cockpit eine Fehlkonstruktion:

„Nun sollte man dazu wissen, dass die Trimmung des Höhenleitwerks bei allen kleineren Boeing-Modellen schon immer eine störanfällige Krücke ist. Es ist eine Motor-Spindel-Einheit, die dazu neigt, bei einem Relaisfehler “davonzulaufen” oder auszuspringen und sich zu verklemmen. Aus diesem Grund gab es auf B 727 einen prominent platzierten Notschalter, mit dem man den Trimmmotor stromlos machen, also abschalten konnte. Das wurde im Simulator geübt. Die neueren 737-Modelle haben diese Notabschaltungsvorrichtung nicht mehr. Die Piloten können also selbst dann, wenn sie den Fehler erkannt haben, den Trimmmotor nicht mit einem Handgriff abschalten und das Flugzeug retten. Sie müssten die gesamte Stromschiene abschalten, an der der Trimmmotor hängt. Damit würden sie aber weitere elementare Systeme außer Betrieb nehmen und es ist ein Vorgang, der nicht im Bruchteil einer Sekunde durchführbar ist. Gibt also der einzige Sensor für den Anstellwinkel ein falsches Signal an den wiederum einzigen Computer, dann ist dieses Flugzeug nicht mehr zu retten, zumindest, wenn es in niedriger Höhe fliegt.“

Und jetzt kommt Entscheidendes – der Boeing-Vorstand mußte von den Problemen wissen, tat aber nichts:

„Die B 737 MAX ist eine Fehlkonstruktion von Anfang an. Jeder, der etwas von Aerodynamik versteht, erkennt das sofort, wenn er nur das Flugzeug betrachtet. Sie bildet die Spitze einer Reihe von Krückenkonstruktionen, die sich durch die gesamte Historie der B 737-Entwicklung ziehen. Dafür sind nicht Ingenieure verantwortlich, sondern die Manager, die die Ingenieure zwingen, wider besseres Wissen Krücken zu bauen. Dass dies tatsächlich wider besseres Wissen geschieht, wird dadurch belegt, dass es eine E-mail vom Sommer 2018 gibt, also vor dem ersten Absturz, in der Boeing-Mitarbeiter bereits dokumentieren, welche Auswirkungen dieser Konstruktionsfehler haben kann. Der Vorstand von Boeing hat nicht reagiert und so billigend in Kauf genommen, dass genau das passiert, was jetzt innerhalb weniger Monate zweimal passiert ist – mit fast 400 Toten.“

Für Boeing ist die Lage mehr als nur eine vorübergehende Krise, sie ist eine Bedrohung der Existenz:

„Die Katastrophen mit der B 737 MAX bringen die gesamte Luftfahrtbranche in arge Bedrängnis. Auch im Chartersommer 2019 in Europa wird es Engpässe geben. Für Boeing selbst aber kann es das Ende bedeuten. Immerhin sind bereits einige hundert Exemplare der 737 MAX ausgeliefert und die müssen aller Wahrscheinlichkeit nach verschrottet werden, denn eine einfache Nachrüstung mit Software kann das Grundproblem der Fehlkonstruktion nicht lösen. Einfach die Produktion der alten Modelle der 737 wieder aufzunehmen, ist auch keine Lösung. So einfach geht das nämlich nicht und wer wollte noch ein Flugzeug haben, das neben der A 320 neo nicht bestehen kann?“

Aber der Markt hat immer Recht, oder? Seit Anfang 2017 bis zum Hoch vor wenigen Wochen hat sich die Boeing-Aktie praktisch verdreifacht:

 

By User:Acefitt – Own work, CC BY-SA 4.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=69781313

16 Kommentare

16 Comments

  1. Avatar

    Moritz

    20. März 2019 11:23 at 11:23

    DAS ist noch um Welten schlimmer als der Abgassakandal…

  2. Avatar

    Leerverkäufer

    20. März 2019 11:54 at 11:54

    An Leerverkaufskritiker: Wenn einer der Vielen Informierten mit Leerverkäufen die Firma früher attackiert hätte, hätten vielleicht einige Hundert Toten verhindert werden könnten.
    Noch einmal, am falschen Ort sparen u.Aktien hochtreiben ist viel schlimmer.

  3. Avatar

    Faktist

    20. März 2019 14:01 at 14:01

    Kann sein dass ich mich wiederhole (so zum 100000 mal), aber wen wundert es den? USA ist die Lügnersupermacht im ganzen Universum! So wie die Amis lügen, lügt keiner, besser gesagt dafür muss ein anderes Wort erfunden werden! Weil das Wort Lügner ist viel zu harmlos als Beschreibung der Amis! Klar sind nicht 100% der Amis Lügner… lediglich 99% sind es. Wer sich schon mal des öfteren mit den Menschen unterhalten hat, muss feststellen, dass die komplett oberflächlich sind und mehr als sinnlosses Smalltalk nicht beherschen. Alles was darüber hinaus geht, sind Gespräche voll mit Lügen! Seit 2016 sitzt nun auch noch der grösste Lügner im WH! Bei ihm wird aber die Lügnerei so offen, dass auch der letzte dumme im Ausland versteht dass er lügt bei jedem Wort was aus seiner Birne entweicht.

    Naja… lange rede kurzer Sinn. Boeing, CocaCola, Monsanto, 3M, J&J, Exxon, Pfizer sind die Prominentesten Mörder der USA und im Hintergrund ist noch eine ganze Armada von Lügnern und Betrügern im Schafspelz!

    • Avatar

      Hesterberg

      20. März 2019 16:14 at 16:14

      @Faktist
      Das Schlimme ist, dass es im Grunde tatsächlich stimmt, was Sie schreiben. 9-11 und andere unzählige Nachweise entlarven aber nicht nur die Verlogenheit, sondern auch eine Skrupellosigkeit, die sich ein normaler Mensch gar nicht vorstellen kann. Allerdings gibt es in den USA nun doch etwas mehr als 1% ehrliche und rechtschaffene Menschen.

  4. Avatar

    GN

    20. März 2019 14:23 at 14:23

    …aha, ich sehe, die FMW-Redaktion ist auch auf anderen guten Seiten unterwegs, wie „Anderwelt-Online“ von Peter Haisenko oder UNCUT-NEWS.CH….

    Hier der Artikel in Gänze:

    https://www.anderweltonline.com/wissenschaft-und-technik/luftfahrt-2019/b-737-max-endlich-muss-der-schrott-aus-seattle-am-boden-bleiben/

    Liebe Grüße

    GN

    • Avatar

      leftutti

      20. März 2019 15:28 at 15:28

      @GN, die Seite Anderewelt Online ist nicht wirklich gut, sondern vielmehr eine extrem dubiose, teilweise rechtsradikale und Verschwörungstheorien sowie Reichsbürgertum nicht abgeneigte Seite.
      https://www.anderweltonline.com/politik/politik-2015/kann-die-kanzlerakte-ignoriert-werden-ja-sie-kann-und-sie-muss/
      https://wiki.sonnenstaatland.com/wiki/Kanzlerakte#cite_note-17

      Peter Haisenko hat bereits für RT Deutsch, dem für Holocaustleugnungen berüchtigten Blog „Honigmann“ und für die Homepage der Thule-Gesellschaft Artikel verfasst und dem verschwörungsideologischen und für antisemitische Agitation bekannten Youtubekanal KenFM ein Interview gegeben. Er selbst hat mit England, die Deutschen, die Juden und das 20. Jahrhundert – Die perfiden Strategien des British Empire ein dezidiert geschichtsrevisionistisches Buch verfasst, das Großbritannien für die beiden Weltkriege und die Shoa maßgeblich verantwortlich macht.

      Als ehemaligem Piloten ist ihm mit diesem Artikel über die Boeing 737 Max mal ein guter, weil auch unpolitischer Artikel gelungen. Auch ein blindes Huhn findet mal ein Korn.
      Ansonsten glaube ich eher weniger, dass die FMW auf dieser Seite unterwegs ist.

      • Avatar

        sabine

        20. März 2019 15:52 at 15:52

        „Vielen Dank für Ihren rettenden/richtigstellenden Kommentar der Richtigstellung. Jetzt geht nichts mehr schief, wenn jemand wirklich diese Seite aufrufen sollte.“ Ironie aus.
        . By the way:
        Es ist immer so: Die Wahrheit ist überall und immer richtig, egal wer sie findet.
        – So hatte der Nationalsozialist Hitler mit der Aufdeckung der russischen Katyn-Verbrechen recht, obwohl er nicht besser als Stalin war.
        – Man sollte keine Angst haben, die Wahrheit überall zu finden und auch nicht sofort ängstlich und schnell Mauern aufbauen, so wie Ihre Wortmeldung: „Der da hinten, der Samariter, die Achse der Bösen, die haben aber sonst immer unrecht, gell? Nicht vergessen. Danke.“

        • Avatar

          sabine

          20. März 2019 15:53 at 15:53

          Ich möchte damit nur sagen, warum jeder (auch fmw) Artikel bringen dürfen, die auf irgendwelchen kleinen Webseiten sind, die politisch nicht korrekt sind.

        • Avatar

          leftutti

          20. März 2019 18:47 at 18:47

          @sabine, kann man so sehen, wenn man verblendeter Rechtsradikaler, Reichsbürger oder Verwörungstheoretiker mit XXL-Scheuklappen ist ;)

          Dann ist die Wahrheit eben, dass es keinen Holocaust gab, und wenn, dann tragen die Engländer die Schuld daran. Die haben ja schließlich auch die beiden Weltkriege angezettelt…
          Haben nicht Sie mir kürzlich vorgeworfen, ich würde aus Schwarz Weiß machen?

          Der Samariter ist übrigens ein Guter und ein Barmherziger und gehört nicht zur Achse des Bösen, wie beispielsweise der Pharisäer. Aber was weiß ich denn schon, schließlich haben Sie die Quelle der absoluten Wahrheit gefunden und auch gleich mit der Schöpfkelle oder dem Trichter konsumiert, gell?

          Ansonsten habe ich ja geschrieben, dass dieser Artikel von Peter Haisenko mal ausnahmsweise ein guter (abgesehen vom sprachlichen und orthografischen Aspekt) ist, weil sachlich und mit dem Wissen und der Erfahrung eines Ex-Piloten verfasst. Und deshalb zum Glück nicht durch seine obskuren sozio-politischen Ansichten vergiftet und versifft. Solange dies der Fall ist, hat wohl niemand Probleme damit, warum jeder (auch fmw) Artikel bringen dürfen, deren grundsätzliche Quellen im Internet politisch tatsächlich falsch und völlig daneben sind.

          Und war übrigens nicht ich es, der am 18. März 2019 um 23:00 als Kommentator zum Artikel
          https://finanzmarktwelt.de/boeing-vor-mega-katastrophe-120522/
          sachlich und offenbar die Wahrheit 2 Tage früher erkennend oder erahnend an Boeing, technisches Versagen, Schlamperei, Schluderei aus wirtschaftlichen Interessen erinnert hat? Und waren es nicht gleichzeitig Sie, die sich in wirren, uralten und zusammenhanglosen Zitaten ergangen hat, um die sensationelle und für jedermann verständliche These Alles läuft nach Plan… zu untermauern?

          In diesem Artikel sind Sie übrigens noch immer 7 Antworten auf einfache Fragen schuldig…

  5. Avatar

    Patrick Vandercar

    20. März 2019 16:15 at 16:15

    Jetzt werden wir erleben wie die USA mit allen Mitteln versuchen wird den Konzern Boeing zu retten.
    Nicht wie in Deutschland wo gerade Die Autokonzerne zerstört werden und sich Deutschland nicht schützend davor stellt. Ich hoffe die EU vergibt mal Milliardenstrafen an Boeing wie es die USA mit europäischen Konzernen die ganze Zeit macht.

  6. Avatar

    Quintus

    20. März 2019 16:24 at 16:24

    Nun, es berichten auch noch andere seriösere Seiten über diesen Flugzeugtyp:
    Einen Tag vor Katastrophe – Pilot rettet Boeing 737 Max 8 vor Absturz

    http://www.manager-magazin.de/unternehmen/artikel/boeing-737-max-8-pilot-rettet-ungluecksmaschine-einen-tag-vor-absturz-a-1258738.html

    Langsam erinnert mich das ganze an einen Horrorfilm…gruselig…gruselig

  7. Avatar

    mamit

    20. März 2019 21:15 at 21:15

    Nur mal so ein Gedanke. Ein Dollar von Boing ist 6 Punkte im Dow. Die Aktie hat sich in den letzten Jahren verdreifacht. Würde jetzt Boing einen auf die Glocke bekommen und noch 200 Dollar im Kurs fallen…. würde das alleine ca. 1200 Punkte im Dow bedeuten. Im Minus.
    Und nur durch Boing. Nur ein Gedanke….

    • Avatar

      Michael

      20. März 2019 22:50 at 22:50

      Nicht ganz so linear, aber Boeing als Schwergewicht im DOW müsste dem DOW-Index ganz schön auf die Glocke prügeln. Aber regulierende und ausgleichende Maßnahmen dürften dieser logisch-konsequenten Folgerung dämpfend entgegen wirken.

  8. Avatar

    Kurt

    21. März 2019 07:09 at 07:09

    Die MAX hatte ein vollkommen anderes Fahrwerk. Das meistverkaufte Flugzeug grundsätzlich nun zur absoluten Krücke zu erklären ist Mumpitz.

    • Avatar

      sabine

      22. März 2019 10:03 at 10:03

      Hallo Kurt, es ist für uns Laien hilfreich, mehrere Meinungen zu hören. Gleicht das „andere Fahrwerk“ die Fehlstellung bzw. falsche Größe der Turbinen ausreichend aus? Oder ist es wie die Software nur ein Notnagel? (Ehrliche sachliche Frage!)

  9. Avatar

    Hesterberg

    22. März 2019 11:49 at 11:49

    Ich weiß nicht, was an den Gerüchten um Boeing dran ist, aber das muss ich ja auch nicht wissen. Es reicht, wenn ich als Anleger weiß, dass es für den US-amerikanischen Flugzeugbauer in einem Desaster enden wird, wenn er die Gerüchte nicht zweifelsfrei entkräften kann. Solange das nicht der Fall ist, werden wohl die meisten Airlines keine der betreffenden Maschinen mehr in den Himmel steigen lassen geschweige denn kaufen und es wird zu Auftragsstornierungen kommen. Ich bin bei Boeing klar short!

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Finanznews

Aktienmärkte: Der Glaube stirbt zuletzt – aber er stirbt! Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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am

Die Aktienmärkte heute wieder einmal mit einem starken Start – aber dann bröckelten die Gewinne wieder ab. Nach wie vor dreht sich alles um den Stimulus in den USA – nach erneut optimistischen Aussagen waren es dann Aussagen von Goldman Sachs, die die Euphorie bremsten. Dann wieder optimistische Aussagen von Nacy Pelosi – es ist derzeit ein Hin- und Her für die Aktienmärkte ohne klare Richtung, je nach Nachrichtenlage. Dennoch: eine Einigung wird vor der Wahl extrem schwierig, aber der Glaube stirbt bekanntlich zuletzt. Der Fokus richtet sich nun auf die morgige Debatte zwischen Trump und Biden. Der Dax dagegen bleibt weiter auffallend schwach..

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Indizes

Dax: Die Korrektur dürfte sich ausweiten – Schwergewichte schwächeln

Redaktion

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Der Dax handelt inzwischen deutlich unter der 13.000er-Marke – auch heute wieder ist der deutsche Leitindex unter Druck. Auffallend sei, so die Commerz-Bänkerin Petra von Kerssenbrock, dass die ehemals schwachen deutschen Auto-Werte stärker geworden seien, während das Schwergewicht SAP (wie der Tech-Sektor als vermeintlicher Coorna-Gewinner insgesamt) unter Druck stehe. Daher erwartet von Kerssenbrock sowohl zeitlich als auch „räumlich“ eine Ausdehnung der Konsolodierung beim Dax.

Und wie sieht es bei den US-Indizes aus? Dazu ein Blick auf den S&P 500 und den Technologie-Index Nasdaq:

Der Dax ist derzeit schwächer als die US-Indizes

Foto: Deutsche Börse AG

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Aktien

Aktienmärkte: Buy and Hold – nach wie vor im Vorteil?

Das Thema ist so alt wie die Aktienmärkte selbst: sollten man Aktien kaufen und liegen lassen – oder viel aktiver kaufen oder verkaufen? Ein Blick in die Geschichte

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Das Thema ist so alt wie die Aktienmärkte selbst: Man wählt einen Korb aussichtsreicher Aktien aus und handelt diese aktiv, indem man sie bei Unterschreiten von Limits verkauft, um bei den immer wieder auftretenden Korrekturen nicht dabei zu sein. Das Problem ist, dass zwar die Zahl der Korrekturen der Aktienmärkte zugenommen hat – aber eben auch die raschen, gegenläufigen Bewegungen, was ein grundsätzliches Problem darstellt. Man ist vielleicht rechtzeitig ausgestiegen, aber nicht mehr rechtzeitig zurückgekehrt. Der Corona-Crash lässt grüßen. Hierzu ein paar Fakten.

Aktienmärkte: Der langfristige Anlagestil

Buy and hold, als Strategie, dies wurde jahrzehntelang von Warren Buffett zelebriert, der seine Aktien im Schnitt 11 Jahre gehalten hat. Und vom unvergessenen André Kostolany – zumindest gilt dieses Adjektiv für die etwas ältere Anlegergeneration, schließlich ist der aus Ungarn stammende Spekulant bereits im Jahre 1993 verstorben. Aktien kaufen, Schlaftabletten nehmen und dann reich werden, über diesen Spruch schmunzelt man noch heute.

Aber kann man im Zeitalter des fast gebührenfreien Daytradings und der ständig verfügbaren Information da noch mit den Märkten mithalten? Spontan könnte man mit einem „niemals“ antworten, aber ganz so einfach gestaltet sich die Sache nicht.

Der immerwährende Versuch des Markttimings

Es gibt heutzutage keine Wirtschafts- und Börsenpublikation, in der nicht die langen Zeitreihen (Charts) von Aktien und Indizes abgebildet sind. Mit den tiefen Einbrüchen und den ständig unterbrochenen Aufwärtstrends der Aktienmärkte. Da muss es doch möglich sein, ein paar Zusatzprozente zu ergattern. Tatsächlich wird dies auch ständig versucht: lag die Haltedauer von Aktien vor 30 Jahren noch bei circa zwei Jahren, so hat sich dies in der heutigen Welt der Onlinebroker im Schnitt mindestens geviertelt. Dies gilt weltweit.

Klar, dass damit die Ausschläge (Volatilität) der Aktienmärkte zugenommen haben.

Statistiken zeigen, dass von den 20 größten Verlusttagen seit dem Beginn des Wirtschaftswunders in Deutschland allein zehn seit der Jahrtausendwende stattgefunden haben. Der größte Einbruch der Aktienmärkte war merkwürdigerweise nicht der schwarze Montag, am 19. Oktober 1987, mit dem Kursmassaker an der Wall Street. Der 9,39 Prozent-Tagesverlust rangieren nur an vierter Stelle, Nummer eins ist der 16. Oktober 1989 mit minus 12,81 Prozent, gefolgt von einem aktuellen Coronacrash-Tag, dem 12. März 2020, mit minus 12,24 Prozent.

Dass diese Kurskapriolen aber auch ihr Gegenstück haben, beweist die Auflistung der besten 20 Dax-Tage seit über 60 Jahren, von denen allein zwölf seit der Dotcom-Blase geschehen sind. Fünf Tage mit Kursavancen von über 10 Prozent plus, der letzte war am 24. März mit plus 10,98 Prozent. Die Wende bei der Coronakrise, wer nur den ersten Wendetag verpasste, hat bereits einen Teil der Erholung der Aktienmärkte verpasst. Betrachtet man einen längeren Zeitraum, so wird auf dramatische Art und Weise klar, was gewisse Abstinenzen vom Markt für Performanceeinbrüche verursachen können.

Lutz Neumann, Leiter der Vermögensverwaltung der Sutor Bank in Hamburg, hat die Dax-Historie im Hinblick auf die Bedeutung des Investitionszeitraums untersucht. Erste Feststellung: In sechs von zehn Fällen an großen Kurseinbrüchen gibt es bereits innerhalb der nächsten zwei Wochen die besten Tage für die Aktienmärkte. Eine Erklärung dafür ist stets sicher auch die rasche Absicherung von Anlegern, die – von der Intensität des Abschwungs geschockt – ihr Depot mit Putspekulationen absichern. Oftmalige Folge: Eine kleine Eindeckungsrally.

Die Auswertung der Dax-Historie ergab ein ernüchterndes Bild für Timingversuche: Die durchschnittliche Rendite seit der Gründung vor 33 Jahren beträgt gute sieben Prozent, gleichbedeutend mit einer Verdoppelung des Index, jeweils in weniger als 10 Jahren. Wer die besten zehn Tage versäumte, reduzierte seine Performance auf 4,32 Prozent, bei 20 Tagen auf 2,21 Prozent und ab 30 Tagen hätte er sich bereits ein renditeloses Indexdepot einfangen.
Jetzt könnte man einwenden, dass man nicht in den Index zu investieren brauche, bei Einzelaktien könnte man doch viele Krücken außen vor lassen.

Auch hier hat ein Fondsmanager, Sven Lehmann, vom Vermögensverwalter HQ Trust, nachgerechnet. Und zwar gleich beim derzeit sehr beliebten MSCI World:

Innerhalb von 30 Jahren schlugen ein Drittel der 1200 Aktien in ihrer Performance den Index, zwei Drittel blieben hinter der Benchmark zurück. Allerdings benötigten einige dieser Siegeraktien oft viele Jahre, um sich von zwischenzeitlichen Einbrüchen zu erholen. Das Paradebeispiel ist für mich die Kursentwicklung von Amazon, dem Highflyer der Aktienmärkte schlechthin: Im Jahr 1997 mit einem Tief von 1,32 Euro bis zum Jahr 2000 auf sagenhafte 85,50 Euro gestiegen, um dann in der Dotcom-Krise um über 90 Prozent auf 6,40 Euro abzustürzen. Was dann folgte war das Kursspektakel schlechthin, ein Anstieg auf 2979 Euro in der Spitze oder eine Performance von über 43.000 Prozent. Allerdings wiederum mit mehr als einer Kurshalbierung während der Finanzkrise.

Es ist nicht nur schwer, die richtigen Aktien herauszufiltern, auch diese entsprechend lange zu halten, ist eine weitere Hürde für unser von Gier und Angst geflutetes Gehirnarreal.

Viele kleine Korrekturen seit der Finanzkrise

Aktienmärkte und das Timing-Problem

War nicht so einfach, seit der Finanzkrise mit Short-Spekulationen auf ide Aktienmärkte Geld zu verdienen. Nicht einmal in der Coronakrise, bei dem schnellen Einbruch und der sehr schnellen Gegenreaktion. Gerade im April während des Lockdowns kamen die ganz schlimmen Prophezeiungen.

Fazit

Es klingt immer wieder verlockend, wenn die Vertreter der aktiven Fondsbranche behaupten, dass man in Krisenzeiten nur die richtigen Aktien im Depot haben müsse, um diese Phasen zu überstehen. Nur gibt es dabei ein großes Problem: Auf diese Weisheit sind schon Tausende andere Anleger auch gestoßen, dementsprechend teuer sind diese Titel zumeist und natürlich gibt es auch die Schwierigkeit genau diese Titel zu identifizieren. Warum liegen die großen Indizes (MSCI World, S&P 500) in ihrer Performance auf längere Sicht weit vor den Produkten der Finanzindustrie?

Weil diese neben den zahlreichen Underperformern auch immer die Gewinner der jeweiligen Periode im Depot haben. Und was das Timing betrifft, also das rechtzeitige Aus- und Wiedereinsteigen iin die Aktienmärkte, darüber gibt es schon seit Jahrzehnten viele Untersuchungen – besonders aussagekräftig die des legendären Fondsmanagers von Fidelity, David Lynch: „Anleger haben mit der Vorbereitung auf oder dem Antizipieren von Marktkorrekturen viel mehr Geld verloren als in den Marktkorrekturen selbst.”

Dieses klappt nicht, weil man in schöner Regelmäßigkeit die Tage auslässt, in denen es völlig überraschend und ganz dramatisch nach oben geht.

Istv buy and hold die richtige Strategie für die Aktienmärkte?

 

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