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Boeing-Quartalszahlen: Katastrophal! Aktie vorbörslich noch nicht dick im Minus

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Die Boeing-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 15,75 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 24,26/erwartet 19). Der Verlust (!) liegt bei 5,82 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal +3,33/erwartet -6,69 laut FactSet). Egal ob GAAP oder Non GAAP-Zahlen (um Sonderfaktoren bereinigt), die Zahlen sehen düster aus (Grafik).

Die Aktie notiert vorbörslich mit „nur“ -0,5%. Was ist da los? Der Dow-Future bewegte sich vorhin schon abwärts wegen Boeing. Da Boeing das Schwergewicht im Dow Jones ist, wird Boeing heute zum Handelsstart eines der Haupttehmen sein! Wird Boeing wie Conti in Deutschland gestern völlig wider Erwarten gut laufen? Nach dem Motto „Thema damit abgehakt, es geht wieder aufwärts?“ Oder sieht der Markt die Zahlen als das, was sie sind? Nämlich richtig schlecht.

Natürlich überschatten die Abschreibungen und Umsatzprobleme wegen den beiden 737-Abstürzen alles bei Boeing! Aber diese aktuellen Zahlen sind wirklich mies. Und was sagt Boeing aktuell zum Ausblick für das Gesamtjahr? Man hält sich kurz mit nur einem Satz. Da die Rückkehr der 737-Flotte in den regulären Betrieb noch unklar sei, werde man einen Ausblick zu einem späteren Zeitpunkt präsentieren.

Boeing-Quartalszahlen Details

Boeing 737-Präsentation - heute Boeing-Quartalszahlen
Boeing 737 MAX Roll-out im December 2015 mit der ersten 737 MAX 8. Foto: Aka The Beav CC BY 2.0

Boeing auszugsweise im Wortlaut zu den aktuellen Zahlen:

The Boeing Company [NYSE: BA] reported second-quarter revenue of $15.8 billion, GAAP loss per share of ($5.21) and core loss per share (non-GAAP)* of ($5.82), reflecting the previously announced 737 MAX charge (which reduced revenue by $5.6 billion and earnings by $8.74 per share) as well as lower 737 deliveries partially offset by higher defense and services volume (Table 1). Boeing recorded operating cash flow of ($0.6) billion and paid $1.2 billion of dividends. The previously issued 2019 financial guidance does not reflect 737 MAX impacts. Due to the uncertainty of the timing and conditions surrounding return to service of the 737 MAX fleet, new guidance will be issued at a future date. Boeing is working very closely with the FAA on the process they have laid out to certify the 737 MAX software update and safely return the MAX to service. Disciplined development and testing is underway and we will submit the final software package to the FAA once we have satisfied all of their certification requirements. Regulatory authorities will determine the process for certifying the MAX software and training updates as well as the timing for lifting the grounding order.

“This is a defining moment for Boeing and we remain focused on our enduring values of safety, quality, and integrity in all that we do, as we work to safely return the 737 MAX to service,” said Boeing Chairman, President and Chief Executive Officer Dennis Muilenburg. “During these challenging times, teams across our enterprise continue to perform at a high level while delivering on commitments and capturing new opportunities driven by strong, long-term fundamentals.”

5 Kommentare

5 Comments

  1. Hesterberg

    24. Juli 2019 14:06 at 14:06

    Da fehlen mir wirklich die Worte. Das Desaster für Boing war vorhersehbar und kann noch viel größere Dimensionen erhalten. Und die Märkte reagieren nicht darauf. Bei einer solchen Nachrichtenlage würde es andere Werte regelrecht zerfleddern. Ich verstehe es nicht.

    • Bundessuperminister für Optimismus uns Schönfärberei

      24. Juli 2019 23:05 at 23:05

      @Hesterberg, da fehlen nicht nur Ihnen die Worte! Der DAX legt einen Senkrechtstart ob der wirklich glorreichen Zahlen und Aussichten in den Sektoren Automotive und Banken hin. In USA „glänzen“ die Schwergewichte Boeing und Caterpillar, was die Märkte dennoch wenig kratzt. Über den digital-sozialen Monopolisten schwebt das Damoklesschwert der Zerschlagung durch das US-Justizministerium, egal, wen juckts? Die Erwartungen sind mal wieder derart lächerlich tiefgestapelt, dass sie kaum zu unterbieten waren. Wenn doch, es hätte auch noch schlimmer kommen können.

      Volkswirtschaften einzelner Länder fallen über Nacht vom großen Aufschwung in die Rezession, warum also nicht auch umgekehrt? Vielleicht wird schon im Herbst der größte Wirtschaftsboom in der globalen Geschichte der Menschheit verkündet. Analysten und deren Erwartungen sind dahingehend ebenso flexibel wie die Inflationsdefinitionen der italienisch-europäischen Zentralbank. Vertrauen ist alles. In God we trust! Und Götter sind heutzutage Blondies mit seltsamen Frisuren…

  2. Shong09

    24. Juli 2019 14:58 at 14:58

    Der MArkt wartet darauf, dass ich erst noch short einsteige 😉
    Vlt haben die Amis Angst davor, dass ein fallender Börsenkurs von Boeing ein Eingeständnis der Schuld zu werten ist. So wie ein hoher DJ ein Indikator für den besten Präsidenten, oder eine gut laufende Wirtschaft

  3. mamit

    24. Juli 2019 18:23 at 18:23

    Es ist eine Fehlkonstruktion. Punkt. Habe ich schon vor Monaten prophezeit.
    Würde es nur an einer Software- bzw. Steuerung liegen, wäre das Problem schon lange beseitigt. Diese Geschichte könnte Boeing fast in den Ruin treiben.
    Die haben da richtige Probleme an der Hacke.

    Gruß

  4. Beobachter

    24. Juli 2019 20:17 at 20:17

    Bei Boeing auf fundamentale Daten zu schauen ist reine Zeitverschwendung. Die US Flugzeugfabrik wird vom Staat oder der Armee immer genügend unterstützt, dass sie nie zusammenbricht.Haben denn nicht genau die Amis ,die Airbus Subventionen vorwerfen ,bei einem der Kriege die US Fallzeugfabrik mit überteuerten Transporten für die Armee so richtig gesundgestossen.

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Morgan Stanley-Quartalszahlen: Erwartungen übertroffen

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Morgan Stanley hat soeben seine Quartalszahlen veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 10,03 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 9,87/erwartet 9,70).

Der Gewinn liegt bei 1,27 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,17/erwartet 1,11).

Der Umsatz im Bereich Institutional Securities steigt von 4,93 auf 5,02 Milliarden Dollar.

Die Aktie notiert vorbörslich mit 4,2%.

Hier der CEO-Kommentar im Wortlaut:

James P. Gorman, Chairman and Chief Executive Officer, said, “We delivered strong quarterly earnings despite the typical summer slowdown and volatile markets. Firmwide revenues were over $10 billion for the third consecutive quarter, and we produced an ROE within our target range. Our consistent performance shows the stability of our business model. We remain committed to controlling our expenses and are well positioned to pursue our growth initiatives.”

Morgan Stanley Quartalszahlen Grafik

Morgan Stanley Zentrale in New York
Morgan Stanley Zentrale in New York. Foto: Icc1977 CC BY-SA 4.0

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Netflix-Quartalszahlen: Erwartungen getroffen, toller Gewinn

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Die Netflix-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 5,24 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 3,99/letztes Quartal 4,92/für heute erwartet 5,25). Der Gewinn liegt bei 1,47 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 0,89/letztes Quartal 0,60/für heute erwartet 1,05).

Die Nutzerzahl ist im dritten Quartal um 6,77 Millionen gewachsen. Die Erwartungen lagen bei 7 Mio durch Netflix selbst – der Markt lag im Schnitt bei 6,7 Mio Erwartung.

Wie man aktuell verkündet, erwartet man 7,6 Millionen neue Nutzer im laufenden 4. Quartal.

Free Cash Flow -551 Millionen Dollar (Vorquartal -594). Operative Marge 18,7% nach 14,3% im Vorquartal.

Kurz-Fazit: Die Zahl neuer Abonnenten trifft die Markterwartungen. Der Gewinn übertrifft die Erwartungen deutlich. Ab Januar, wenn Disney und Apple ihre Konkurrenzangebote auf den Markt bringen, wird Netflix womöglich sehr hart zu kämpfen haben.

Die Netflix-Aktie reagiert nachbörslich mit +7%.

Netflix-Quartalszahlen im Detail

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Netflix-Quartalszahlen Vorschau – die letzte Stille vor dem Streaming-Krieg

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Netflix-Quartalszahlen voraus - Beispiel für TV-Konsum am Fernseher

Heute Abend ab 22 Uhr werden die Netflix-Quartalszahlen vermeldet. CNBC sieht es so: Ab Anfang 2020 werde die Ruhe vorbei sein, wo Netflix quasi als DER große Anbieter den Markt beherrscht. Und ja, ab Anfang 2020 kommen Apple und Disney mit ihren Streamingdiensten auf den Markt mit massivem Engagement, Budgets, eigenen Produktionen etc. Netflix wird massiv bedrängt werden, und hat daher schon längst die Produktion eigener Inhalte ausgeweitet. Das kostet natürlich Geld.

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Markus Koch hat heute in seinem täglichen Marktvideo zur Eröffnung an der Wall Street angemerkt, dass alle Welt schlechte Netflix-Quartalszahlen erwartet. Es könne natürlich ein Vorteil sein, dass die tatsächlichen Zahlen dann von Markt positiv aufgenommen werden, selbst wenn die Erwartungen nur eingehalten werden. Bei Netflix achten die Börsianer immer als Erstes auf die Zahl neuer Abonnenten, und nicht auf die Finanzkennzahlen. Denn setzt sich das enorme Abo-Wachstum nicht immer weiter fort, bricht die tolle Netflix-Story für die Börsianer ein. Die Abo-Zahlen dürften ab dem 1. Quartal (Daten dann Ende April) mehr als ohnehin schon hochinteressant werden, wenn Disney und Apple massiv dabei sein werden Netflix das Geschäft streitig zu machen.

Aber zurück zu den Erwartungen für die Netflix-Quartalszahlen heute Abend. Da erwartet Netflix für das abgelaufene Quartal, dass 7 Millionen neue Nutzer hinzukommen. Die Analystengemeinde rechnet im Schnitt mit +6,7 Mio. Im 2. Quartal waren es nur 2,7 Millionen neue Nutzer bei 5 Mio in der Erwartung. Gibt es heute erneut eine Enttäuschung? Immerhin hat die Netflix-Aktie in den letzten drei Monaten gut 22% an Wert verloren. Ab Anfang 2020 wird es wie gesagt richtig spannend. Es ist nicht übertrieben davon zu sprechen, dass dann in den USA der Streaming-Krieg beginnt. Große Konzerne mit viel Cash und Content bekämpfen dann aktiv Netflix. Es ist kaum vorstellbar, dass alle Player am Markt dauerhaft durchhalten und Gewinne erwirtschaften können, falls man letztlich versuchen sollte die Kunden über niedrige Abo-Preise zu locken.

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