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Boeing möglicherweise vor MEGA-Katastrophe – Insiderbericht aus Seattle

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Wenn der folgende Insiderbericht eines Journalisten aus Seattle korrekt ist, könnte Boeing ein wirklich sehr ernstes Problem haben. Vielleicht sogar existenzbedrohend? Das vermögen wir nicht zu beurteilen. Aber es könnte in einer MEGA-Katastrophe für Boeing enden, was da aktuell bekannt wird.

Aber spulen wir zurück zum Anfang. Die beiden Abstürze der Boeing 737 Max-Maschinen weisen offenbar das selbe Fehlermuster auf. Sollte dieses Software-Problem bei Boeing und bei der Aufsichtsbehörde FAA bisher nicht aufgefallen sein, dann würde das Unternehmen den Hinterbliebenen Entschädigungen zahlen, müsste vielleicht ein paar Entschädigungen zahlen an Fluggesellschaften, und man müsste hier und da eventuell Lieferverzögerungen und Stornierungen verkraften. Aber insgesamt wäre das Thema beherrschbar, denn hier ginge es ja um einen Fehler, von dem vorher keiner wusste.

Aber was, wenn sich nachweisen ließe, dass Boeing ganz genau wusste, dass es ein echtes Sicherheitsproblem mit der neuen Flugsteuerungssoftware der 737 Max-Modelle gibt? Dies legt nämlich ein aktueller Artikel eines Journalisten der Seattle Times nahe (hier nachzulesen). Der Journalist ist auch räumlich ganz nahe dran an der Produktionslinie dieses Modells südlich der Innenstadt von Seattle. Er sprach nach eigenen Aussagen mit diversen Ingenieuren bei Boeing, die mit genau diesem Flugzeugmodell befasst sind, und auch mit Experten der FAA.

Zeitdruck für Boeing war das Hauptproblem?

Und sein Artikel schlägt gerade ein wie eine Bombe. Man sei im Zeitplan für die Auslieferung der 737 Max mehrere Monate hinter Airbus´ Konkurrenzmodell A320Neo hinterher gehangen. Daher habe kräftig Zeitdruck bestanden. So habe es massiven Druck auf die Prüfer der FAA gegeben. Eine vollständige Analyse der FAA habe wohl nicht wirklich stattgefunden. Außerdem habe man der FAA offenbar nicht alle Fakten präsentiert, so kann man die Inhalte des Artikels in Sachen FAA zusammenfassen. Aber noch schwerwiegender als mögliche Defizite in der Aufsicht sollen die internen Vorgänge beim Hersteller selbst sein.

So hätte man intern bei Boeing offenbar genau über die Probleme der Steuerungssoftware bescheid gewusst, die nun mutmaßlich die beiden Abstürze verursacht hatten. Dass diese Steuerungssoftware existierte, habe man den Airlines einfach komplett verschwiegen, und erst nach dem ersten Flugzeugabsturz dazu eine Info herausgegeben. Auch gaben die Ingenieure des Herstellers gegenüber dem Reporter an, dass die Höhenruder der 737 Max offenbar viel stärker vom Computer bewegt werden dürfen, als es der FAA offiziell durch Boeing mitgeteilt wurde. So könnten die Höhenruder so stark vom Computer gelenkt werden, dass das Flugzeug nicht mehr beherrschbar sei.

Die Auswirkung des automatischen Flugkontrollsystems habe man gegenüber der FAA offenbar arg verharmlost, damit die Zertifizierung schneller durchgeführt werden könne, so darf man es wohl sinngemäß zusammenfassen. Auch habe diese Steuerungssoftware bei der 737 Max ihre Daten nur von einem einzigen Sensor am Flugzeug bezogen, was aus Sicherheitsgründen völlig unüblich sei. Und so kann man den Bericht der Seattle Times fortsetzen. Offenbar, wenn die Infos stimmen sollten, hat Boeing alles getan um mit seiner 737 Max nicht noch mehr in Zeitverzug zu geraten gegenüber dem Airbus A320Neo. Und dabei habe man offenbar diese Software als unproblematisch dargestellt, obwohl man wusste, dass dem nicht so ist.

Was nun auf Boeing zukommen könnte

Sollten sich diese Vorwürfe gerichtsfest erhärten, dann stünden Boeing wohl gigantische Schadenersatzzahlungen an die Hinterbliebenen bevor. Aber das wäre noch das „kleinste“ Problem. Auch wenn man jetzt ein Software-Updaten in die Flieger aufspielt, so könnten Fluggesellschaften Schadenersatz für ausgefallene Flüge verlangen und bereits erteilte Aufträge massenhaft stornieren und zu Airbus umleiten. Und man bedenke, dass es für die 737 Max gut 5000 Vorbestellungen gibt! Das könnte in einem finanziellen Debakel für die Amerikaner enden, vom Imageschaden mal ganz abgesehen!

Sollte die Aktie von Boeing weiter kräftig fallen, wird das explizit auch ein Problem für den Dow Jones-Index. Die Aktie des Flugzeugbauers hat hier die höchste Gewichtung. Ein Kursrutsch könnte den Index weiter kräftig fallen lassen, und ihn somit deutlich schlechter performen lassen als Nasdaq 100 oder den S&P500, die beide mit viel mehr enthaltenen Werten breiter aufgestellt sind.

Boeing Renton
Das Boeing-Werk Renton südlich von Seattle. Foto: Jelson25 CC BY-SA 3.0

37 Kommentare

37 Comments

  1. Avatar

    Michael

    18. März 2019 09:57 at 09:57

    Manipulierte bzw. fehlerhafte Software, die aus wirtschaftlichen Gründen der Gewinn- und Kursmaximierung eingesetzt wird, woran erinnert mich das jetzt nur?

    Und wie kann es eigentlich sein, dass ein Unternehmen Druck auf eine Aufsichtsbehörde ausüben kann und darf? Sollte es eigentlich nicht umgekehrt sein? Vor allem bei Hard- und Software, die über Leben und Tod vieler Menschen entscheidend sein können.

    Naja, Hauptsache die Aktienkurse stimmen und das nächste ATH wird angesteuert, notfalls über viel zu steil angestellte Höhenruder…

    • Avatar

      Jochen

      18. März 2019 10:11 at 10:11

      Entscheidend sind die fetten Boni-Zahlungen an die Manager, die eben vom Aktienkurs abhängen. Leben und Tod von Menschen interessiert in diesen Kreisen niemanden.

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    frank

    18. März 2019 10:05 at 10:05

    Bullshit! Die USA wird nicht ihre Flugzeugindustrie aufs Spiel setzen und den stärksten Konkurrenten Boeing zu Airbus opfern. Es wird Klagen und Entschädigungen geben, aber sicher nicht in Milliardenhöhe.

    • Avatar

      leftutti

      18. März 2019 10:39 at 10:39

      Und wer soll Stornierungen von Fluggesellschaften, vor allem aus dem Ausland verhindern? Trump mit seinen üblichen kindischen Drohungen?

      • Avatar

        frank

        18. März 2019 10:48 at 10:48

        ja genau das.

        • Avatar

          leftutti

          18. März 2019 11:03 at 11:03

          Aber nur, wenn ihn Mueller nicht vorher wegen zahlreicher Verbrechen wegsperren lässt ;)

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      Joe Blegi

      18. März 2019 15:46 at 15:46

      und wieso nicht in Milliardenhöhe?
      Unsere Freunde machen doch das immer wieder, neuerdings sogar die Franzosen.

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    Columbo

    18. März 2019 10:31 at 10:31

    Ob eventuell mitwissende Manager in Europa dann auch für Jahre weggesperrt werden?

    • Avatar

      leftutti

      18. März 2019 10:42 at 10:42

      Manager werden nicht weggesperrt, die erhalten schlimmstenfalls eine Geldstrafe in Höhe von 20% einer Bonuszahlung und einen besser bezahlten Job in einem anderen Konzern. Oder sie wechseln in den Vorstand.

      • Avatar

        Columbo

        18. März 2019 10:54 at 10:54

        @levtutti
        Was ist dann mit VW Manager Oliver Schmidt? Der sitzt meines Wissens und wurde von VW fallengelassen.

        • Avatar

          leftutti

          18. März 2019 11:36 at 11:36

          @Columbo, ich glaube, dass ich Sie missverstanden habe. Ist Ihr Kommentar ironisch-zynisch zu verstehen in dem Sinne, dass die Amis einen VW-Manager eingeknastet haben und ob die Europäer das im Gegenzug auch mit Boeing-Managern machen?

          In dem Fall korrigiere ich mich gerne:

          Europäische Manager werden in Europa nicht weggesperrt, die erhalten schlimmstenfalls eine Geldstrafe in Höhe von 20% einer Bonuszahlung und einen besser bezahlten Job in einem anderen Konzern. Oder sie wechseln in den Vorstand.

          Amerikanische Manager werden in Europa nicht weggesperrt, die schickt man schlimmstenfalls nach Amerika zurück.

          Europäische Manager werden in Amerika rigoros weggesperrt, wie sie es auch verdient haben.

          • Avatar

            Columbo

            18. März 2019 12:40 at 12:40

            @leftutti
            Richtig, ich habe es ironisch gemeint. Manager, deren Verfehlungen so Kleinigkeiten, wie Flugzeugabstürze verursachen, bekommen in Europa, wie Sie sagen, neue gut bezahlte Jobs. Ich würde vorschlagen bei Unternehmen, die beispielsweise Gleitschirme oder Flugdrachen herstellen. Da sind dann ausnahmslos die Piloten schuld.

          • Avatar

            leftutti

            18. März 2019 13:00 at 13:00

            @Columbo, Ich würde vorschlagen bei Unternehmen, die beispielsweise Gleitschirme oder Flugdrachen herstellen. Gute Idee, ich würde vorschlagen, als Tester bei neu entwickelten Materialien und Konstruktionen zur Einsparung von Kosten und Gewinnmaximierung ;)

      • Avatar

        Rolf Blank

        11. April 2019 15:43 at 15:43

        Die wechseln in den Aufsichtsrat

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    Beobachter

    18. März 2019 10:51 at 10:51

    @ Michael. guter Artikel, es braucht also keinen chinesischen Technologieklau um die US Sicherheit zu gefährden., das irrwitzige Bonussystem der USA fördert geradezu die Selbszerstörung von Firmen u.schlussendlich des Staates.
    @ Frank, bitte die Folgen nicht unterschätzen. Wenn die Produktehaftung nicht nur scheinheilig gegen Konkurrenten u.Auslandfirmen angewendet wird, könnte es schwieriger werden als Viele denken, nur schon weil eben nach dem ersten Fall falsch reagiert wurde.
    Meines Wissens wurde die grosse Firestone wegen tödlichen Unfällen ( Reifenpatzern) zugrunde gerichtet.

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    md

    18. März 2019 11:12 at 11:12

    im zeitraffer heisst das 2001 die pleite des energiekonzerns enron. 2008 die pleite von dem bankenriesen lehman. 2019 die gigantische pleite von boeing ??
    was würde den an den aktienmärkren passieren falls boeing tatsächlich pleite gehen würde ?

  6. Pingback: Nachrichten und Meldungen vom 19. März 2019: Heute gibt es gibt viel zu tun bzw. zu lesen! | das-bewegt-die-welt.de

  7. Avatar

    Angsthase

    18. März 2019 12:43 at 12:43

    Alles läuft nach Plan….

    • Avatar

      Columbo

      18. März 2019 14:23 at 14:23

      @Angsthase,
      Ihre Aussage klingt sehr nach diesen Verschwörungstheorie-Paranoia-Gold und Silber-Blogs. Dort liest man ständig, daß „alles nach Plan läuft“.
      Glauben Sie das wirklich? Glauben Sie allen Ernstes, daß irgendjemand einen Plan hat?

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    sabine

    18. März 2019 17:34 at 17:34

    a) Wenn das nach Verschwörungstheorie klingt, kann man es ja beruhigt in die Buh-Ecke stellen und zur Tagesordnung übergehen. Mittlerweile gibt es ja schon Bücher/Ratgeber, wie man mit Rechten und Verschwörungstheoretikern umzugehen habe. Immer im Kumpel-Ton, „Wir, die Achse der Guten“-Ton.

    b) Es gibt aber auch andere Töne, z.B. Franklin D. Roosevelt: „In der Politik geschieht nichts zufällig. Wenn etwas geschieht, kann man sicher sein, dass es auch auf dieser Weise geplant war.“
    https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/EU-Studie-Deutliche-Zeichen-von-Misstrauen-gegenueber-Muslimen/In-der-Politik-geschieht-nichts-zufaellig/posting-30572685/show/
    Rockefeller zu Verschwörungen: „Wir sind den großen Zeitungsverlagen wie The Washington Post, The New York Times, Times Magazine und anderen guten Medien und deren Verlagschefs, die an unseren Treffen teilgenommen haben, sehr dankbar, dass sie ihr Versprechen, die Beschlüsse und Absichten in den letzten 40 Jahren geheim zu halten, auch eingehalten haben.“
    https://www.heise.de/forum/Telepolis/Kommentare/Leitartikler-und-Machteliten/Re-Dank-an-die-Medien/posting-25408085/show/

    c) Natürlich ist der Boing-Fehler nicht vorprogrammiert. Aber man sucht einen schwarzen Schwan und zieht dann die Fäden, oder nicht. Der Anlaß ist egal.
    Z.B. bei Lehman: „Denn damit habe wirklich keiner gerechnet, dass die Lehman Bank fallen gelassen wird, nachdem ja so viele andere Banken vorher schon gerettet worden waren.“ https://www.hr-inforadio.de/programm/themen/journalist-zu-lehman-pleite-damit-haette-ich-nicht-gerechnet,lehman-brothers-104.html
    Warum aber dann Lehman? Weil sie machen, was ihnen nützt. Und das war da halt so. Genauso wie das Dieseltheater. Das nützt, also bauscht man es auf… Denn Umweltschutz geht anders. Ein Auto „verbraucht“ Umwelt bei der Herstellung, und dann später nochmal bei der Nutzung, Verhältnis etwa 80 : 20. Die ungenützt zu entsorgen ist also umweltschädlich!

    • Avatar

      leftutti

      18. März 2019 21:23 at 21:23

      @sabine, bitte klären Sie mich auf, denn ich bin ein dummer, linksliberal-kunterbunter Regenbogen-Mainstream-Michel, der inzwischen gar nichts mehr begreift, wenn man es ihm nicht mit Logik, Vernunft, gesunden Menschenverstand und Fakten aufzeigt.

      Beginnen wir von vorne: Irgendwer bei Boeing und der Flugaufsichtsbehörde könnte geschludert haben, ggf. wurde fehlerhafte Software installiert, alles aus wirtschaftlichen Gründen (Kostenminimierung, Aktienkurse). Als Folge davon haben fast 350 Menschen ihr Leben verloren.

      Diese Tragödie und dieses ggf. kriminelle Verhalten kommentiert hier jemand voller Fingerspitzen- und Mitgefühl für die Opfer mit dem Satz Alles läuft nach Plan…
      Das sagt mir, speziell in diesem Zusammenhang, rein gar nichts, ich gebe es ganz offen zu, ich bin zu dumm, diese Aussage zu verstehen.

      Deshalb meine Bitte, klären Sie mich auf:
      Wer hat diese fahrlässige, wenn nicht sogar vorsätzliche Tötung hunderter Menschen geplant?
      Wie genau lautet der Plan?
      Welche Ziele verfolgt der Plan?

      Bevor ich keine überzeugenden Antworten auf diese Fragen kenne, muss auch ich von paranoiden Verschwörungstheorien ausgehen. Bitte keinen antiken Zitate, sondern konkrete Antworten liefern!
      Ich glaube ja herauszulesen, dass es um um irgendwelche geplanten Dinge bei Politik und Medien gehen könnte. Man zieht die Fäden, der Anlaß ist egal … Weil sie machen, was ihnen nützt. Und das war da halt so.

      Deshalb meine Bitte, klären Sie mich auch hier auf:
      Wer ist <b<"man"?
      Wer ist <b<"sie", die da machen, was ihnen nützt?
      Wem nützt das <b<"Dieseltheater" aus welchen Gründen. Wer bauscht es deshalb auf? (Sind es vielleicht die bösen und allmächtigen Grünen, die in den letzten 40 Jahren mal kurz von 1998 bis 2005 als kleiner Koalitionspartner mit regieren durften)?

      Und bitte vergessen Sie nicht, auch die letzte Frage zu beantworten:
      Es geht natürlich noch immer um den Artikel, um um Boeing, technisches Versagen, Schlamperei, Schluderei aus wirtschaftlichen Interessen.
      Welcher vernüftig und normal denkende Mensch soll aus dem sensationellen Kommentar Alles läuft nach Plan… auf Roosevelt, Rockefeller, Lehman oder das sog. Dieseltheater schließen?

      P.S: Je nach Gesamtfahrleistung entstehen 15 bis 20 Prozent der CO2-Emissionen bei der Produktion eines Pkw. Also genau umgekehrt, wie Sie behaupten!!!

      P.P.S: Ich freue mich schon sehr auf Ihre Antworten auf der Ebene von Logik, Vernunft, gesundem Menschenverstand und Fakten…

      • Avatar

        Ynnok

        20. März 2019 18:49 at 18:49

        „denn ich bin ein dummer, linksliberal-kunterbunter Regenbogen-Mainstream-Michel, der inzwischen gar nichts mehr begreift, wenn man es ihm nicht mit Logik, Vernunft, gesunden Menschenverstand und Fakten aufzeigt.“

        Das ist ein Widerspruch in sich.
        Einem linksliberal-kunterbunter Regenbogen-Mainstream-Michel darf man nicht mit Logik und Vernunft kommen.
        Der folgt ideologischen Zielen und die heiligen die Mittel.

        • Avatar

          leftutti

          20. März 2019 19:50 at 19:50

          @Ynnok, zäumen wir das Pferd von hinten auf, somit darf ich Sie auch Konny nennen ;)
          Also, lieber Konny, wir kommen der Sache langsam näher, der allumfassenden Frage, die ich schon so oft mit der verzweifelten Bitte um Antworten bzw. einer Definition gestellt habe:
          Wer oder was ist der deutsche Michel, was genau definiert und kennzeichnet ihn?

          1.) Zumindest wissen wir nun, dass er Logik und Vernunft ablehnt oder
          2.) diese Fähigkeiten gar nicht besitzt.
          3.) Dass bei ihm nicht der Zweck, sondern die Ziele die Mittel heiligen.
          4.) Dass er somit zielgerichtet denkt oder handelt, was jedoch logische Fähigkeiten erfordert, die er doch laut Punkt 1.) oder 2.) gar nicht besitzt.
          5.) Dies ist somit ein Widerspruch in sich.

          Nicht sehr hilfreich…

          Aber machen wir mit mit einfacheren und kontextbezogenen Fragen weiter, vielleicht haben Sie eine Antwort auf meine dummen Fragen, die mir bisher kein Allwissender, die absolute Wahrheit Kennender, bisher beantworten will oder kann:

          Wer hat diese fahrlässige, wenn nicht sogar vorsätzliche Tötung hunderter Menschen geplant?
          Wie genau lautet der Plan?
          Welche Ziele verfolgt der Plan?
          Wer ist „man“?
          Wer sind „sie“, die da machen, was ihnen nützt?
          Wem nützt das „Dieseltheater“ aus welchen Gründen. Wer bauscht es deshalb auf? (Sind es vielleicht mal wieder die bösen und allmächtigen Grünen, die in den letzten 40 Jahren kurz von 1998 bis 2005 als kleiner Koalitionspartner mit regieren durften)?
          Welcher vernünftig und normal denkende Mensch soll aus dem sensationellen Kommentar Alles läuft nach Plan… auf Roosevelt, Rockefeller, Lehman oder das sog. Dieseltheater schließen?

          In gespannter Erwartung auf Erwiderungen jeglicher Art würde ich mich langsam dennoch auf jeden ansatzweisen Versuch einer Antwort auf meine eigentlich recht einfachen Fragen überaus freuen!

    • Avatar

      leftutti

      18. März 2019 23:00 at 23:00

      @sabine, bitte klären Sie mich auf, denn ich bin ein dummer, linksliberal-kunterbunter Regenbogen-Mainstream-Michel, der inzwischen gar nichts mehr begreift, wenn man es ihm nicht mit Logik, Vernunft, gesunden Menschenverstand und Fakten aufzeigt.

      Beginnen wir von vorne: Irgendwer bei Boeing und der Flugaufsichtsbehörde könnte geschludert haben, ggf. wurde fehlerhafte Software installiert, alles aus wirtschaftlichen Gründen (Kostenminimierung, Aktienkurse). Als Folge davon haben fast 350 Menschen ihr Leben verloren.

      Diese Tragödie und dieses ggf. kriminelle Verhalten kommentiert hier jemand voller Fingerspitzen- und Mitgefühl für die Opfer mit dem Satz Alles läuft nach Plan…
      Das sagt mir, speziell in diesem Zusammenhang, rein gar nichts, ich gebe es ganz offen zu, ich bin zu dumm, diese Aussage zu verstehen.

      Deshalb meine Bitte, klären Sie mich auf:
      Wer hat diese fahrlässige, wenn nicht sogar vorsätzliche Tötung hunderter Menschen geplant?
      Wie genau lautet der Plan?
      Welche Ziele verfolgt der Plan?

      Bevor ich keine überzeugenden Antworten auf diese Fragen kenne, muss auch ich von paranoiden Verschwörungstheorien ausgehen. Bitte keinen antiken Zitate, sondern konkrete Antworten liefern!
      Ich glaube ja herauszulesen, dass es um um irgendwelche geplanten Dinge bei Politik und Medien gehen könnte. Man zieht die Fäden, der Anlaß ist egal … Weil sie machen, was ihnen nützt. Und das war da halt so.

      Deshalb meine Bitte, klären Sie mich auch hier auf:
      Wer ist „man“?
      Wer sind „sie“, die da machen, was ihnen nützt?
      Wem nützt das „Dieseltheater“ aus welchen Gründen. Wer bauscht es deshalb auf? (Sind es vielleicht mal wieder die bösen und allmächtigen Grünen, die in den letzten 40 Jahren kurz von 1998 bis 2005 als kleiner Koalitionspartner mit regieren durften)?

      Und bitte vergessen Sie nicht, auch die letzte Frage zu beantworten:
      Es geht natürlich an dieser Stelle noch immer um den Artikel, um um Boeing, technisches Versagen, Schlamperei, Schluderei aus wirtschaftlichen Interessen.
      Welcher vernünftig und normal denkende Mensch soll aus dem sensationellen Kommentar Alles läuft nach Plan… auf Roosevelt, Rockefeller, Lehman oder das sog. Dieseltheater schließen?

      P.S: Je nach Gesamtfahrleistung entstehen 15 bis 20 Prozent der CO2-Emissionen bei der Produktion eines Pkw. Also genau umgekehrt, wie Sie behaupten!!!

      P.P.S: Ich freue mich schon sehr auf Ihre Antworten auf der Ebene von Logik, Vernunft, gesundem Menschenverstand und Fakten…

  9. Avatar

    MartinP

    18. März 2019 21:26 at 21:26

    „diversen Ingenieuren „: Diversity ist genau das Problem!
    Da gab es Frauenförderung, Förderung von inkompetenten, aber hauptsache ausländischen Indern mit H1B-Visa etc.

    Man sieht, wohin das führt: Einstürzende Brücke in Italien, kollodierendes Kroegsschiff in Norwegen, und nun eben das.

  10. Avatar

    sabine

    19. März 2019 13:04 at 13:04

    Zitat Letufti: „bitte klären Sie mich auf, denn ich bin ein dummer, linksliberal-kunterbunter Regenbogen-Mainstream-Michel, der inzwischen gar nichts mehr begreift.“
    – Entschuldigen Sie bitte, ich hab keine Zeit, Ihre Texte zu lesen. Sie sind auch nicht so megainteressant. Bleiben Sie besser, wo Sie sind. Jeder ist zu etwas gut, auch Gollum.
    – Auch sind Sie mir zu aggressiv, Sie diskutieren keine Zitate, sondern greifen sofort persönlich an. In allen Ihren Beiträgen. Es sind ja schon richtige Hasskommentare darunter.
    – Sie wollen aus Schwarz weiß machen. Durch extrem viele Worte und Beiträge.
    (Vielleicht ist der Beitrag doppelt. Wir haben Internetprobleme.)

    • Avatar

      leftutti

      19. März 2019 13:39 at 13:39

      Liebe Sabine, erst einmal sorry für den doppelten Beitrag, ich habe Markus Fugmann bereits nach dem Absenden gebeten, einen zu löschen, doch vermutlich kam meine Mail nicht an o. ä.

      Also, wenn Sie keine Zeit haben, meine Texte zu lesen, woher wissen Sie dann, dass diese aggressiv sind? Das stimmt nämlich gar nicht, der Text ist, wie andere Texte von mir auch, sachlich, höflich und klar verständlich geschrieben.

      Wenn etwas aggressiv und persönlich angreifend ist, dann Aussagen wie Bleiben Sie besser, wo Sie sind. Jeder ist zu etwas gut, auch Gollum … Sie diskutieren keine Zitate, sondern greifen sofort persönlich an. In allen Ihren Beiträgen. Es sind ja schon richtige Hasskommentare darunter.

      Wenn Sie nach Feierabend mal Zeit haben, dürfen Sie mir gerne einen sog. Hasskommentar raussuchen. Ich bin mir aber sicher, Sie werden keinen finden. Zur Definition von Hass gehört beispielsweise auch: Der Hass, das Gegenteil der Liebe, verabscheut nicht nur einen Menschen, sondern möchte ihm auch schaden. Ein starkes Stück, dass Sie mir da vorwerfen! Und allemal sehr persönlich angreifend.

      • Avatar

        Columbo

        19. März 2019 17:05 at 17:05

        @leftutti
        auch bei @sabine „läuft alles nach Plan“. Da kann unsereiner gar nichts machen?.

  11. Avatar

    leftutti

    19. März 2019 18:13 at 18:13

    @Columbo, ich mag Sie, denn Sie sind auch ein böser Gutmensch ;)
    Scheint so, da können wir so höflich und so oft fragen, wie wir wollen, die Pläne will sie uns einfach nicht verraten. Uns bleibt nichts anderes übrig, als zwischen den Zeilen zu lesen, was meistens aussagekräftiger und verständlicher ist, als die wirren Zeilen selbst.

    Sie scheint ein Herz für Rechte und Verschwörungstheoretiker zu haben.
    Wer höflich und sachlich schreibt, antwortet oder nachfragt, benutzt den Achse-des-Guten-Ton der politisch korrekten sog. Gutmenschen.
    Der höfliche und sachliche Gutmensch beweist jedoch durch seine entsprechende Schreibweise, dass er im wahren Kern aggressiv, persönlich attackierend und hasserfüllt ist.

    Der Nicht-Gutmensch darf hingegen beleidigen und verleumden, wie es ihm beliebt. Er stellt hohle Phrasen in den Raum, immer in der Gewissheit, dass die zugrunde liegende Wahrheit (und die Löffel dazu) mit ihm sein mögen. Er muss nicht auf sachliche und begründete Fragen mit Argumenten antworten, denn er kennt unser wahres, hasserfülltes Wesen und hat uns in bester Hobbit-Manier mit Hilfe des grauen, später weißen Zauberers als Gollum oder Troll entlarvt.
    Demnächst könnten wir zu Orks, den dunklen Reitern der Nazgûl oder gar zum dunklen Herrscher Sauron befördert werden, wenn wir unsere hasserfüllten Kommentare nicht beenden.

    • Avatar

      Columbo

      19. März 2019 20:49 at 20:49

      Mein lieber@Sauron (ex@leftutti), laßt uns unser finsteres Mordor tapfer verteidigen und sehen wir zu, daß wir unseren Ring nicht noch einmal wegen so eines Hobbits verlieren.

  12. Avatar

    mamit

    19. März 2019 19:24 at 19:24

    Hallo,
    ich bleibe bei meiner Meinung. Die 737 Max ist eine Fehlkonstruktion. Da wird auch eine neue Software nicht viel bringen. Meiner Meinung nach wird es die Boingaktie auch noch wesentlich mehr nach unten ziehen. Die Banker müssen es ersteinmal verstehen. was Boing da gebastelt hat ist das gleiche, wie in einem Porsche von 1970 einen heutigen Motor mit 500 PS einzubauen und nur ein Stabilitätsprogramm/Steuerung zu installieren, welches nicht funktioniert. Ist halt ein altes Auto mit altem Fahrwerk usw.

  13. Avatar

    Inscheniör

    19. März 2019 21:40 at 21:40

    @mamit, einverstanden, ein Flugzeug mit solch drastischen Änderungen hätte für die Freigabe wie ein neuer Typ getestet werden müssen. Gemäss Zeitungsbericht wurde die Zulassung vom zuständigen Amt im Schnellverfahren durchgewunken. Auf widerspenstige Ingenieure wurde Druck gemacht.Ich bin auch der Meinung,dass diese Kuh noch nicht vom Eis ist. Wo sind da die sonst Sammelklag-wütigen Anwälte?
    Oder waren einfach die falschen Opfer in den Flugzeugen?

  14. Avatar

    Michael

    19. März 2019 22:46 at 22:46

    @mamit, es wäre für alle hier sehr hilfreich, wenn Sie einen Link zu Ihrer Meinung setzen würden, damit alle auch wissen, wovon Sie sprechen.
    Ich denke mal, Sie beziehen sich auf folgenden Kommentar bzw. Artikel, deshalb erlaube ich mir, diesen zu verlinken:
    https://finanzmarktwelt.de/aktuell-britische-luftaufishc-bannt-alle-boeing-737max-8s-aus-dem-luftraum-119981/

    Was Sie da zu dem amerikanischen Wunderwerk an Technologie schreiben, und auch, was @JoergHH ergänzt, ist und bleibt für mich überaus bemerkenswert. Ich bin gespannt, ob überhaupt einmal erste Gegendarstellungen veröffentlicht werden, welche sachlichen, wissenschaftlichen Rückenwind und Auftrieb für die 737 Max generieren können.
    Bis dahin unterstütze ich Ihre Ansicht, dass die 737 Max ist eine Fehlkonstruktion ist.

    Obwohl natürlich die üblichen Ami- und Trump-Fans in dem verlinkten Artikel beginnen, die Sache zu verharmlosen, bevor sie überhaupt ansatzweise analysiert wurde:
    https://finanzmarktwelt.de/aktuell-britische-luftaufishc-bannt-alle-boeing-737max-8s-aus-dem-luftraum-119981/
    Erst einmal beginnt alles wie immer mit einem unfassbaren, sensationellen und völlig überwältigendem Kommentar eines verblendeten Trolles: Und die Teutonen machen mit. Ein Schelm wer schlechtes denkt.
    Aha, die Teutonen machen mit, wenn die Amis Mist bauen, bei was auch immer…

    Überaus bemerkenswert wieder einmal der Kommentar unserer lieben Sabine, die sofort Trump in Schutz nimmt, obwohl niemand auch nur im Ansatz dieses Individuum wegen irgendwelcher Dinge beschuldigt oder überhaupt thematisiert hat: Ach, lustig. Trump ist schuld an dem Konstruktionsfehler bei Boeing?

    Und drei Zeilen weiter unten in ihrem Kommentar sind wir wieder beim ihr unangenehmen Dieseltheater, das sie so gar nicht thematisieren will. Ohne ein Wort zum eigentlichen Thema zu äußern, lesen wir plötzlich die ganze Wahrheit, soweit uns Trump helfe. Dann ist das Dieseltheater ein Fehler Obamas und Clintons. Denn die haben VW zum Sparen annimiert.

    Wie sie selbst schreibt, hat sie derzeit keine Zeit, Kommentare zu lesen und zu beantworten. Sollte sie mal Urlaub oder Muße zum Feierabend haben, würden wir uns alle freuen, Antworten auf hunderte gestellte Fragen zu erhasten.

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    mamit

    20. März 2019 05:09 at 05:09

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    Quintus

    20. März 2019 07:03 at 07:03

    Guten Morgen
    Wer sich noch eine genauere Betrachtung der 737 Max aus dem Blickwinkel des ehemaligem Lufthansakapitäns Peter Haisenko(Nach dem Abitur Ausbildung an der Lufthansa-Flugschule zum Verkehrspilot. Die folgenden 30 Jahre im weltweiten Einsatz als Copilot und Kapitän auf den Mustern B727, DC 8, B747, B737, DC 10 und A 340) zu Gemüte führen möchte:

    https://www.anderweltonline.com/wissenschaft-und-technik/luftfahrt-2019/b-737-max-endlich-muss-der-schrott-aus-seattle-am-boden-bleiben/

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    JoergHH

    20. März 2019 07:31 at 07:31

    Habe den Artikel von Haisenko auch gelesen, der interessanteste Abschnitt ist für mich:
    „Der Luftstrom des Motors führte jetzt direkt unter dem Flügel vorbei, was mehrere negative Effekte haben muss. Einmal wird dadurch der Auftrieb negativ beeinflusst, doch die größten Probleme zeigten sich im extremen Langsamflug, also kurz vor dem Strömungsabriss, der zum Absturz führen kann.
    In dieser Situation legt sich bei der 737 MAX der Luftstrom des Motors unter den gesamten unteren äußeren Flügel, was das Flugzeug in einen unkontrollierbaren Zustand bringt.“

    Wenn das stimmt, dann wird ein Software Update nicht ausreichen.

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    Klaus Leim

    21. März 2019 11:56 at 11:56

    Jetzt kommt hoffentlich die Revanche, für die horrenden Strafzahlungen gegen die deutsche Autoindustrie. Altes chinesisches Sprichwort sagt: Wer anderen ein Grube gräbt, fällt selbst hinein. Boeing wird wohl Gläubigerschutz beantragen müssen.

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Aktien

Automobil-Aktien: Kurse für erste, vorsichtige Käufe! – Werbung

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Lieber Börsianer,

Dass die kapitalintensive, wettbewerbsstarke Autoindustrie in der kommenden Krise hart getroffen werden würde, war wohl fast allen klar. Als teure Konsumprodukte sind Autos das erste, auf dessen Kauf Unternehmen und Verbraucher in einer Krise verzichten. Die Überkapazitäten in der Branche tun ihr Übriges, um die Margen erodieren zu lassen. Die Frage ist, ob Auto-Aktien nach 45% Kursverlust seit Januar nun bereits eine Kaufgelegenheit darstellen oder nicht. Wie so oft in diesen Tagen mache ich diese Entscheidung am Chart fest.

Der Stoxx Europe 600 Automobiles & Parts Index hat inzwischen das Hoch des Jahres 2007 deutlich hinter sich gelassen. 2007 markierte den Gipfelpunkt der vorvorherigen Boomphase. Anschließend stürzte der Kurs von rund 440 auf fast nur noch 140 Punkte. Heute bewegt sich der Index bei 294 Punkten – also mittig zwischen dem damaligen Hoch und Tief. Auf diesem Niveau sind die Aktien zwar noch keine echten Schnäppchen, aber relativ zum Gesamtmarkt gesehen immerhin schon realistischer bepreist.

Bereinigt sich der Markt, gibt es nach der Krise einen größeren Boom

Viel hängt sicherlich davon ab, wie Regierungen in der Krise reagieren. Wahrscheinlich ist, dass sie ihre nationalen Automobilhersteller auf Teufel komm raus versuchen werden zu retten. Damit würden die Überkapazitäten und der starke Wettbewerb zwischen kaum rentablen Herstellern nach der Krise weitergehen und die Margen auch künftig unter Druck setzen. Lassen es Regierungen hingegen zu, dass nicht überlebensfähige Autohersteller auch Pleite gehen können, so wie es Schweden mit Saab tat, dann könnte in der Krise eine Marktbereinigung stattfinden. Mit abgebauten Überkapazitäten und weniger Konkurrenz wäre das Geschäftsumfeld für die überlebenden Hersteller nach der Krise deutlich profitabler. Kandidaten für eine Pleite finden sich in China zuhauf. Mit Tesla haben wir aber auch einen US-Hersteller, der chronisch…..

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Mit Börsianer-Grüßen,
Thomas Kallwaß
Chefanalyst Profit Alarm

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Aktien

Tesla: Autoabsatz viel besser als erwartet, Aktie vorbörslich +15 Prozent

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Tesla Innenansicht

Tesla ist immer wieder für Überraschungen gut, so auch in der aktuellen Coronakrise. Wo die ganze Autobranche derzeit ächzt, da liefert Tesla heute Nacht Zahlen, die den Markt glücklich machen. Man hat im 1. Quartal 103.000 Autos produziert. Wichtig ist aber der Autoabsatz. Da waren es 88.400 verkaufte Autos. Die Erwartungen lagen laut Berichten bei knapp unter 80.000 Stück. Auch erwähnt man in seiner Mitteilung, dass die neue Fertigung in Shanghai „darüber hinaus trotz erheblicher Rückschläge“ weiterhin ein Rekord-Produktionsniveau erreicht habe. Die Tesla-Aktie notiert heute vorbörslich bei 525 Dollar. Das ist ein Plus von 70 Dollar oder 15,5 Prozent gegenüber gestern Abend!

Tesla-Aktie in den letzten 12 Monaten

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Aktien

Luckin Coffee: Wachstumstraum war doch nur Betrug!

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Kaffee Beispielfoto - Luckin Coffee hat Probleme

Die chinesische Café-Kette Luckin Coffee war der Star unter den Startups der vergangenen Jahre. Mit immensem Umsatzwachstum expandierte die Kette in zwei Jahren von neun auf 4.500 Filialen in China. Gestern kam heraus: das Wachstum basierte auf erfundenen Umsätzen.

Die Geschäftszahlen waren zu gut, um wahr zu sein

Ich gebe zu, auch ich hätte kritischer sein müssen, als ich erstmals über Luckin Coffee berichtete. Die Daten waren zu schön, um wahr zu sein. Das chinesische Unternehmen gab an, bei 540% Umsatzwachstum nur eine Kostensteigerung von 194% gehabt zu haben. Dass das ungewöhnlich für ein schnell wachsendes Startup ist, fiel mir zwar auf, ich sah es damals aber nicht als Betrugsindikator an. Doch wer einen Teil seiner Umsätze erfindet, kann natürlich deutlich bessere Geschäftszahlen präsentieren als die Konkurrenz. In Krisen werden viele Betrügereien am Kapitalmarkt aufgedeckt. In Boomzeiten fällt es Unternehmen wie Luckin Coffee nicht schwer, Kapital zu beschaffen, ohne dass Anleger viele Fragen stellen. Wenn jedoch in der Krise kein Kapital mehr vorhanden ist und auch kurzfristig keines mehr beschafft werden kann, fliegt der Schwindel auf. So war es schon mit Enron und Worldcom nach dem Platzen der New Economy Blase.

In der Krise dürfte Luckin Coffee kein Kapital mehr bekommen

Der Chief Operating Officer und andere Mitarbeiter des Unternehmens haben nach Unternehmensangaben Umsätze in Höhe von rund 2,2 Milliarden Yuan (290 Millionen Euro) seit Anfang 2019 erfunden. Ob diese Angabe dieses Mal stimmt, bleibt abzuwarten. Denkbar ist, dass schon vorher die Zahlen manipuliert wurden. Für Luckin Coffee wird der Skandal zum doppelten Problem. Erstens ist nun das Anlegervertrauen zerstört, was künftige in der Krise nötige Kapitalaufnahmen immens erschweren wird. Und zweitens gibt es nun für die vergangenen 15 Monate keine vertrauenswürdigen Geschäftszahlen mehr, auf deren Basis überhaupt ein Börsenprospekt für die Kapitalaufnahme erstellt werden könnte.

Das Unternehmen wäre also auf einige kapitalkräftige Einzelanleger beschränkt, die sich des Risikos bewusst seiend aber nur auf Kredite zu absurd hohen Zinsen einlassen werden.Vorerst dürfte das Unternehmen durchkapitalisiert sein, konnte es doch auf Basis der gefälschten Unternehmenszahlen noch im Januar rund 700 Millionen Euro mit Aktienverkäufen und Wandelanleihen einnehmen. Die Teilnehmer an dieser Kapitalaufnahme werden begeistert sein, sank doch der Aktienkurs gestern um 75%.

Personelle Verquickungen reißen auch Car mit in den Abgrund

Der Skandal um Luckin Coffee riss gleichzeitig ein anderes Unternehmen mit in den Abgrund. Die Aktien des Autovermieters Car fielen ebenfalls um mehr als 50%. Beide Unternehmen haben einige delikate personelle Verquickungen. Der Car-Gründer und Großaktionär Charles Zhengyao Lu ist gleichzeitig wichtiger Kapitalgeber bei Luckin Coffee und dessen Chairman. Luckin Coffee wurde von ehemaligen Mitarbeiter Lus gegründet. Nebenbei ist Lu auch noch Chairman, also eine Art Aufsichtsratsvorsitzender, bei Car. Die Gründerin von Luckin Coffee war jahrelang Vorstandsvorsitzende von Ucar, einem Ridesharing-Dienst, gegründet von Lu. Wenn Lu als Chairman die Betrügereien bei Luckin Coffee nicht auffielen, wer garantiert, dass sie ihm bei Car aufgefallen wären?

Auslandsinvestoren haben oft keinen Durchblick bei chinesischen Unternehmen

Die Probleme bei Luckin Coffee werfen ein Schlaglicht auf den chinesischen Aktienmarkt. Dessen Aktien sind in Europa und den USA sehr beliebt, versprechen sie doch oft enorme Wachstumsraten. Doch damit einher gehen auch etliche Probleme. So haben die europäischen und US-amerikanischen Aktionäre in der Regel kaum einen Einblick in den chinesischen Markt und können nicht abschätzen, ob die blumigen Versprechen der Unternehmen und ihres Managements realistisch sind. Dazu kommt, dass in der Regel gar keine Aktien der chinesischen Unternehmen verkauft werden. Bestes Beispiel ist für mich Alibaba. Wer „Aktien“ von Alibaba kauft, kauft tatsächlich nur einen Anteil an einem Firmenmantel auf den Cayman Island, der Alibaba die Abführung von Gewinnen versprach.

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