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BÖRSE AKTUELL – Der Wochenausblick für Dax, Dow, Gold und Öl

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Die Coronakrise hat die Wirtschaft stark im Griff – aber die Börse spielt ihr eigenes Spiel: Die Aktienmärkte ziehen weiter an! Der Dax nähert sich der 11.000-Punkte-Marke, der Dow Jones sprintet Richtung 25.000 Punkten – die V-Formation bleibt bestehen. Im Gold und Öl ist das Chartbild hingegen etwas eingetrübt, aber nicht weniger spannend!

Was ist denn überhaupt mit der „V-Formation“ gemeint? Das ist eigentlich das Worst-Case-Szenario an der Börse. Bei einer derartigen Chartformation kommt es zu einem starken Kurseinbruch und einer direkten Erholung. Aber warum ist dies ein so schlimmes Szenario für Börsianer? Angst und Gier – die Haupttriebfedern der Börse, spielen dabei eine sehr große Rolle.

Zuerst werden Aktien panisch verkauft, nur um später festzustellen, dass man einen Fehler gemacht und zu den Tiefstkursen verkauft hat. Bevor man realisiert, dass sich die Kurse von dem deutlich überverkauften Niveau wieder erholt haben, ist es bereits zu spät. Nach der Erleichterung, die sich durch den Verkauf einstellt, folgt der große Ärger. Denn oft kratzen entgangene Kursgewinne mehr am Ego als ein realisierter Gewinn.
Nach der Panik auf dem Weg nach unten, folgt an der Börse die Panik auf dem Weg nach oben. Je höher die Aktienkurse wieder steigen, desto ängstlicher wird der Börsianer, etwas zu verpassen.

Der Einstieg erfolgt dann wieder im Bereich des nächsten Verlaufshochs.

Haben Sie sich in dem Text wiedergefunden? Falls ja, sollten Sie sich keine Sorgen machen. Sie sind damit nicht alleine. Aber desto wichtiger ist es, sich mit kühlem Kopf weiterzubilden!

Nun aber zu den Märkten. Hier lege ich wieder ein besonderes Augenmerk auf die Charttechnik. Denn anhand dieser, werden die Emotionen der Marktteilnehmer an der Börse deutlich sichtbar.

Börse Aktuell Teil 1: Der Dax

Der Dax Futures nähert sich einem sehr markanten Widerstandsniveau im Bereich um 11.000 Punkte. Dort befindet sich ein Widerstandscluster aus: 1. einem markanten Gap, 2. Den kurzfristigen Corona-Verlaufshochs und 3. dem 50% Retracement des Corona-Crashs.
Im Bereich des Widerstandes erwarte ich einen Kursrücksetzer. Dieser muss nicht zum „Crash Teil 2“ führen, aber der kurzfristige Unterstützungsbereich um 10.200 Punkte könnte durchaus wieder angelaufen werden.

Der Dax im Aufwind nach dem Corona-Crash der Börse

Teil 2: Dow Jones

Die Börsen der USA – wie vor allem der Nasdaq –  laufen dem Dax wieder einmal voraus. Das gilt vor allem für den Nasdaq, aber eben auch für den Dow Jones: Die amerikanischen Blue Chips haben die Hälfte der vorherigen Abwärtsbewegung bereits wieder zurückerobert. Aber zwischen 25.000 und 25.700 Punkten wartet die nächste charttechnische Hürde. Dort befinden sich Verlaufstiefs aus dem letzten Jahr, die bereits im Corona-Crash für eine kurzfristige Gegenbewegung gesorgt haben. Dort ist ebenfalls ein Rücksetzer vorstellbar. Dieser könnte den Dow Jones zurück bis 22.500 Punkte führen.

 

Börse aktuell Teil 3: Gold

Dass auch weit in der Vergangenheit liegende Widerstände an der Börse wichtig sind und noch zu einer aktuellen Reaktion im Markt führen können, zeigt sich im Gold Futures. Hier wurde im Bereich 1.780 – 1.800 USD eine markante Hürde aus den Jahren 2011 und 2012 angelaufen. Verkäufer sind auf den Plan getreten und haben das Edelmetall um knapp 100 USD nach unten geschickt.
Auf dem aktuellen Niveau, zwischen 1.675 und 1.700 USD könnten sich die Käufer allerdings bereits wieder zurückmelden. Eine Stabilisierung an dieser Unterstützung dürfte zu einem weiteren Test des letzten Hochs führen.

Gold kam an der Börse zuletzt unter Druck

Teil 4: Öl – ist das Tief erreicht?

Das schwarze Gold ist unter die kurzfristige Unterstützung zwischen 20,00 und 21,00 USD gefallen. Hier könnte es zu den folgenden zwei Szenarien kommen.
1. Ein deutlicher Kursrutsch bis zur nächst größeren Unterstützung zwischen 10,00 und 12,00 USD. Dieser Kursrutsch dürfte besonders die Ölförderer außerhalb von Wüstenregionen in große Bedrängnis bringen. Denn bei diesen Explorern dürften die Förderkosten geschätzt im Bereich um 20,00 USD liegen.
2. Eine schnelle Erholung über 20,00 USD. In diesem Fall sehen wir wahrscheinlich einen Fehlausbruch nach unten. Dann sind kurzfristige Short-Positionen unter Wasser und müssen wieder eingedeckt werden. Ein Fehlausbruch zieht häufig eine schnelle Gegenbewegung nach sich. Sehen wir in der nächsten Woche wieder Kurse über 20,00 USD, besteht eine gute Chance auf einen Anstieg bis 28,00 USD.

Die Börse bleibt spannend und eröffnet uns laufend neue Möglichkeiten. Folgen Sie mir auch auf YouTube und bleiben Sie informiert. In der nächsten Woche erfahren Sie hier auf Finanzmarktwelt, wie es weiter geht!

Ihr Mario Steinrücken

 

 

Mario Steinrücken ist Daytrader. Er hat sich auf das Orderflow  Trading im E-Mini S&P 500 Futures (ES),  Nasdaq 100 Futures (NQ) und  Dow Jones Futures (YM) spezialisiert. Seine professionelle Trader Laufbahn startete er 2004 im Aktienhandel der  Börse Stuttgart. Später arbeitete er zusammen mit Dirk Müller an der  Frankfurer Börse im Aktienhandel. Er besitzt die  Xetra- und Eurex Lizenz und war ebenso als Futures  Trader bei der Wertpapiereigenhandelsgesellschaft „Gass Capital Markets“ in Frankfurt tätig.
Seine Begeisterung für Trading versucht er seinen Followern mit Tipps und Tricks auch auf seinem eigenen  YouTube Kanal näher zu bringen. „Die Börsenschule“ ist sein neuestes Projekt, bei dem Sie das Trading aus erster Hand lernen.

 

Wie dürfte die nächst Woche an der Börse aussehen?

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Goldpreis: Gestern Bitcoin-Absturz, heute Gold! Marktgeflüster (Video)

Gestern stürzte Bitcoin ab, heute fällt der Goldpreis mit einer schnellen Bewegung unter die Unterstützung bei 1800 Dollar. Was ist da los?

Markus Fugmann

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Gestern stürzte Bitcoin ab, heute fällt der Goldpreis mit einer schnellen Bewegung unter die Unterstützung bei 1800 Dollar (und das im buchstäblich selben Moment, als auch der VIX deutlich fiel). Was ist da los? Wiederholt sich das Geschehen aus dem März, als ein heftiger Abverkauf von Bitcoin das Vorspiel für den Absturz der Aktienmärkte im März-Crash war? Auffallend ist die Schwäche im Goldpreis und gestern die Schwäche bei Bitcoin) vor allem deshalb, weil der Dollar alles andere als Stärke zeigt – normalerweise unterstützt ein schwacher Dollar das gelbe Edelmetall. Die heute in den USA verkürzt handelnden US-Aktienmärkte nun immer mehr im „Gier-Modus“ – wie lange geht das noch?

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Rüdiger Born: Die aktuelle Lage am verkürzten US-Handelstag

Rüdiger Born

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Nikkei 225: Das Comeback des japanischen Leitindex

Hatte es der Großinvestor Warren Buffett geahnt, oder war er sogar ein kleiner Auslöser dafür: Nämlich die Stärke des japanischen Nikkei 225 – trotz explodierender Schulden

Wolfgang Müller

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Hatte es der Großinvestor Warren Buffett geahnt, oder war er sogar ein kleiner Auslöser dafür: Nämlich die Stärke des japanischen Sammelindex Nikkei 225, inmitten der Corona-Krise und bei explodierenden Staatsschulden. Dieser bemüht sich nach Kräften, endlich das Trauma des Immobilien-Crashs von 1989 zu neutralisieren, der Index kletterte jüngst auf ein fast 30-Jahreshoch.

Der japanische Index – auf dem Weg zu alten Höhen?

Immer wieder wird von Aktienpessimisten Japan als Negativbeispiel angeführt. Der unheimliche Aktien-Boom in den 1980-er-Jahren, verbunden mit der Immobilienblase (Hans-Werner Sinn: Für Tokyo hätte man ganz Kanada kaufen können!) führte zu abstrusen Börsenbewertungen:

 

Die Mutter aller Index-Fahnenstangencharts (bis zur Corona-Krise):

Die Aktienmärkte - hier der Nikkei

Der Höchststand des Nikkei 225 vom 29. Dezember 1989 lag auf Schlusskursbasis bei 38.913 Punkten, dann erfolgte ein Absturz ohnegleichen mit vielen erratischen Schwankungen und einem Tief am Ende der Finanzkrise von 7054 Punkten.

Aber wer hat im Jahr 1989 all sein Geld in den Nikkei 225 investiert und nicht vorher und danach? Im Übrigen hätte ein monatlicher Sparplan auf den Index über viele Jahre eine gewaltige Rendite gebracht, durch den Cost-Average-Effekt, nur muss der Index irgendwann einmal kräftig anziehen, dann schießt der Wert mit all den billig erworbenen Anteilen kräftig in die Höhe. So wie es beim Nikkei 225 schon seit geraumer Zeit aufwärts geht.

Ein Vergleich der Marktperformance:

Seit dem Corona-Tief:

S&P 500: plus 60 Prozent
Dax: plus 52 Prozent
Nikkei: plus 50 Prozent

Seit dem Tief in der Finanzkrise 2009:

S&P 500: plus 436 Prozent
Dax: plus 362 Prozent
Nikkei: plus 364 Prozent
Jetzt ist der Index noch weiter gestiegen und erreichte gestern 26.537 Punkte.

Wobei hier wieder einmal festzustellen ist, dass bei unserem Dax als Performanceindex die ausgeschütteten Dividenden mit eingerechnet wurden, anders als bei den international üblichen Kursindizes. Was im Jahresvergleich nicht viel ausmacht, verzerrt das Bild bei einem 11-Jahreszeitraum durch den Zinseszinseffekt doch sehr deutlich.

Was also fast nach einem Gleichlauf aussieht, wird im 3-Monatsvergleich nach dem Einstieg von Warren Buffett deutlicher, Japan fiel im Oktober nicht mehr so stark und erholte sich stärker.

S&P 500: plus 4 Prozent
Dax: plus 1 Prozent
Nikkei: plus 13 Prozent

Die Entwicklung der Wirtschaft

Dass die Börse in Japan so stark gestiegen ist, liegt zum einen natürlich an der Bank of Japan, die bereits 53 Prozent der japanischen Staatsanleihen in ihren Büchern hält und immer wieder ETFs auf den Aktienmarkt erwirbt.

Der Nikkei 225 mit seinen über 12 Billionen Euro Marktkapitalisierung hat natürlich noch andere Investoren.

Aber vonseiten der Wirtschaft gibt es auch einige Signale der Hoffnung.

Doch zunächst zum Einstieg von Warren Buffett. Seine Gesellschaft Berkshire Hathaway kaufte im Herbst etwas mehr als fünf Prozent der Aktien der fünf großen japanischen Handelshäuser, die jahrzehntelang Japans Außenhandel bestimmt haben. Für uns relativ unbekannte Namen wie Itochu, Marubeni, Mitsubishi, Mitsui und Sumitomo. Und seine Gesellschaft sei bereit, den Einsatz auf bis zu 9,9 Prozent zu erhöhen.

Japan ist verglichen mit den USA erheblich preiswerter. Das Kurs-Buchwert-Verhältnis (KBV) des Dow Jones liegt bei 2,9, jenes des Nikkei 225 hingegen nur mit bei 1,1.

Japans Wirtschaft erholt sich derzeit von einer Rezession, die schon im vierten Quartal 2019 begonnen hatte. Japans Konsumenten erhöhten ihre Ausgaben im Sommer um 4,7 Prozent. Das Bruttoinlandsprodukt stieg im dritten Quartal auf Jahresbasis um 21,4 Prozent, 2,5 Prozent stärker als von Analysten erwartet wurde.

Hinzu kommt, dass die XXVII. Olympischen Sommerspiele in Tokyo doch vom 23. Juli bis zum 8. August 2021 stattfinden sollen, wie IOC-Präsident Dr. Thomas Bach bei seinem letzen Besuch in Japan angekündigt hat.

Ein Schub durch das Freihandelsabkommen RCEP

Das vor knapp zwei Wochen abgeschlossene Freihandelsabkommen RCEP, abgekürzt für Regional Comprehensive Economic Partnership, zwischen 15 Ländern Ostasiens und Ozeaniens, gab der Börse einen weiteren Kick. Japan erhält dadurch erstmals bevorzugten Zugang zu China und Südkorea. Die Annäherung der drei Länder gilt als historischer Vorgang. Das Abkommen wird als Wegbereiter für ein künftiges asiatisches Wirtschaftswachstum gesehen, auch zu einer Zeit, in der sich die Region ohnehin aufgrund der Eindämmung der Pandemie konjunkturell besser als der Rest der Welt entwickelt.

Fazit

Was kann man aus der diesjährigen Entwicklung des Nikkei für Lehren ziehen? Staatsschulden, selbst in astronomischer Höhe (über 250 % zum Bruttoinlandsprodukt), führen nicht zwangsläufig zum Einbruch. Nämlich dann, wenn die Bürger an die Stabilität der eigenen Währung glauben und genügend Sparvermögen bilden und natürlich von der Funktionsfähigkeit der eigenen Notenbank überzeugt sind, die viele der Staatssschulden in ihren Büchern hält. Das Vertrauen in das Geld ist Grundvoraussetzung für die Schuldentragfähigkeit.

Dann sollte die eigene Währung eine gewisse Stabilität aufweisen, damit die Exportwirtschaft nicht unter die Räder gerät, aber auch ausländische Produkte für die Bürger erschwinglich bleiben. Ganz besonders wichtig ist natürlich die Stabilität des Geldes im Hinblick auf die Inflation. In Japan lag die Teuerungsrate über 20 Jahre gerade mal bei 0,5 Prozent per annum. Aber aus dieser Argumentation könnte man auch schlussfolgern, dass es dann krachen wird, wenn auch nur einer der drei Faktor nicht mehr gegeben ist, insbesondere wenn die Inflation zu galoppieren beginnt. Inflation, das Thema der nächsten Jahre nach der epochalen Geldschwemme des Corona-Jahres 2020?

 

Der Nikkei in Japan mit zuletzt starker Entwicklung

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