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BÖRSE AKTUELL – DER Wochenausblick für Dax, Gold- & Ölpreis

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Von Woche zu Woche wurde die Luft an der Börse immer dünner. Brandherde gab es mehr als genug um die Bullen-Träume platzen lassen zu können. Während viele am vergangenen Donnerstag den Feiertag genossen haben, kam es zum ersten Kursrutsch an der Börse. Ist das nun der Startschuss zum Börsencrash 2.0 gewesen? Oder haben wir jetzt schon wieder interessante Einstiegskurse erreicht? Schauen wir was die Charts dazu sagen.

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Börse aktuell Teil 1: Dax – die Bären übernehmen die Kontrolle

An der Börse verläuft ein Trend immer in Wellenbewegungen. So hat sich auch der im März gestartete Aufwärtstrend entwickelt. Dynamischen Aufwärtsbewegungen folgte eine Korrekturphase, in der sich die Kurse leicht fallend gezeigt haben. Deshalb muss sich aktuell jeder aktive Börsianer die Frage stellen, ob der Aufwärtstrend intakt und sich weiter fortsetzen wird. Wie weit darf denn der Dax nun überhaupt fallen, dass wir noch von einem intakten Aufwärtstrend sprechen können? Und wie endet überhaupt ein Trend? Es gibt im Grunde zwei Möglichkeiten, wie ein Trend an der Börse enden kann. Ist ein Markt zu schnell zu weit gelaufen, endet dieser Trend oft durch eine Erschöpfungssituation. Die zweite Möglichkeit ist das Einsetzen eines Seitwärtstrends, welcher dann gegen die vorherige Trendrichtung gebrochen wird.

Bei den Aktienindices können wir durchaus von „zu schnell, zu weit“ sprechen. Dennoch muss es jetzt nicht zu einem Crash kommen, wie wir ihn Anfang des Jahres gesehen haben. Neben Aufwärts- und Abwärtstrend gibt es an der Börse auch noch den Seitwärtstrend. Solange sich der Dax über der markanten Unterstützung zwischen 11.250 und 11.400 Punkten aufhält, ist in den nächsten Wochen und Monaten mit einer Seitwärtsbewegung zu rechnen.

Kursverlauf im Dax

S&P 500 – Hopp oder Top

Der S&P 500 hat am Freitag eine sehr wichtige Unterstützung erreicht. Im Mai ist der amerikanische Leitindex innerhalb einer Seitwärtsbewegung verlaufen. Dabei haben markante Verlaufsochs zwischen 2.960 und 2.984 Punkten einen Widerstand gebildet. Nachdem dieser überschritten wurde, ist aus dem Widerstand eine charttechnische Unterstützung geworden. Genau dieses Niveau wurde am Freitag erreicht und als Unterstützung bestätigt. Solange diese Unterstützung hält, bleibt der Aufwärtstrend intakt. Bricht die Unterstützung, können wir den Trend endgültig als abgehakt betrachten.

Muss es mit dem Bruch der „Make or Break“ Unterstützung ein großer Kursrutsch folgen? Auch wenn viele Marktteilnehmer die Fortsetzung des Börsencrash erwarten, muss dieser nicht kommen. Wahrscheinlich wird genau diese Erwartungshaltung dafür sorgen, dass es eben nicht zu einem Crash kommen wird. Denn die Börse geht meist den Weg des größten Schmerzes und nicht den Weg, den alle erwarten. Aus diesem Grund sollten wir für die nächsten Monate eine volatile Seitwärtsbewegung in Betracht ziehen.

S&P 500 Chart

Börse aktuell Teil 3: Goldpreis – „the trend is you friend“

Was ist die Börse noch gleich? Ah, genau – ein Marktplatz an dem sich Käufer und Verkäufer treffen um einen Preis für ein bestimmtes Gut zu verhandeln. Die Preise an der Börse bewegen sich zu ungefähr 80 Prozent innerhalb einer Seitwärtsbewegung. Dies sind Preisbereiche, die für Käufer und Verkäufer als fair und angemessen betrachtet werden. Ist eine der beiden Parteien der Meinung, dass der Preisbereich nicht mehr angemessen ist, wird eine Seite aggressiver und treibt den Preis. Dann spricht man von einem Trend. Ein Trend ist eigentlich nur dafür da, um einen neuen Gleichgewichtspreis zu finden. Haben sich die Käufer und Verkäufer dann wieder auf einen fairen Preisbereich geeinigt, bewegt sich die Börse wieder seitwärts. Im Goldpreis sehen wir weiterhin Einigkeit zwischen Käufern und Verkäufern. Ich bin sehr gespannt, wann entweder die Bullen oder die Bären aggressiv werden.

Kursverlauf im Goldpreis

Teil 4: Der Trend im Ölpreis scheint erschöpft

Auch der Aufwärtstrend im Ölpreis ist weiterhin intakt. Doch auch hier scheint der Trend erschöpft und neigt zum Ende. Zwischen 39,00 und 42,50 USD befinden sich verschiedene charttechnische Widerstände. Solange der Kurs über 34,00 USD notiert, bleibt das Chartbild aber weiterhin positiv. Aufgrund der Widerstände erwarte ich, dass sich Käufer und Verkäufer in den nächsten Wochen auf einen Gleichgewichtspreis einigen. Dieser könnte sich zwischen 31,00 und 39,00 USD bewegen.

Chart mit Indikatoren für Ölpreis

Mario Steinrücken ist Daytrader. Er hat sich auf das Orderflow Trading im E-Mini S&P 500 Futures (ES), Nasdaq 100 Futures (NQ) und Dow Jones Futures (YM) spezialisiert. Seine professionelle Trader Laufbahn startete er 2004 im Aktienhandel der Börse Stuttgart. Später arbeitete er zusammen mit Dirk Müller an der Frankfurter Börse im Aktienhandel. Er besitzt die Xetra- und Eurex Lizenz und war ebenso als Futures Trader bei der Wertpapiereigenhandelsgesellschaft „Gass Capital Markets“ in Frankfurt tätig. Seine Begeisterung für Trading versucht er seinen Followern mit Tipps und Tricks auch auf seinem eigenen YouTube Kanal näher zu bringen.

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Devisen

Warum sich der Goldpreis vor dem Wochenende gestärkt zeigt

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold

Der Goldpreis zeigt sich auch heute gestärkt. Wir hatten es gestern bereits angesprochen. Der diese Woche gelaufene Aufwärtstrend im Gold scheint noch nicht nachhaltig zu sein, weil in den letzten Tagen die Anlegergelder weiterhin aus Gold-ETF abflossen. Von daher sollte man dem Aufwärtstrend bei Gold noch nicht blind vertrauen. Aber es ist ein ordentlicher Anstieg.

Der Goldpreis stürzte in den letzten Wochen fast 200 Dollar in den Keller, weil die Kapitalmärkte deutlich mehr Hoffnung auf die Corona-Imfpungen hatten, und daher bereit waren in riskantere Geldanlagen zu investieren. Gold war weniger interessant. Seit dieser Woche ist aber (wir erwähnten es gestern) die wichtige negative Korrelation zwischen Gold und US-Dollar wieder angesprungen. Der Dollar fiel immer weiter, und der Goldpreis stieg. Auch heute sehen wir eine weitere Dollar-Abwertung, und Gold (Montag noch bei 1.764 Dollar) konnte sich bis vorhin noch robust bei 1.840 Dollar behaupten (aktuell 1.836 Dollar).

Den Vergleichschart von gestern zwischen Gold und US-Dollar setzten wir hiermit aktualisiert fort. Die Trends sind weiterhin intakt – zumindest in diesem Augenblick. Wir sehen den gegenläufigen Verlauf seit Anfang der Woche. Auch wenn der Goldpreis ganz aktuell ein paar Dollar fällt, so ist die gegenläufige Bewegung im Gesamtbild der Woche erkennbar. Der US-Dollar befindet sich aktuell am tiefsten Punkt seit Frühjahr 2018. Diese Talfahrt hatten wir heute in einem separaten Artikel besprochen (mehr dazu hier).

Chart zeigt Goldpreis gegen US-Dollar seit Anfang der Woche

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Goldpreis steigt! Schwacher US-Dollar vs ETF-Abflüsse

Claudio Kummerfeld

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Der Goldpreis steigt weiter an. Langsam kann man im Verlauf dieser Woche tatsächlich von einer Stärke bei Gold sprechen. Nach fast 200 Dollar Absturz in den letzten Wochen erleben wir nun vom Tiefpunkt am Montag bei bei 1.764 Dollar einen durchgehenden Anstieg auf aktuell 1.837 Dollar. Wie ist die aktuelle Lage?

Immer weiter fallender US-Dollar stärkt diese Woche den Goldpreis

Nun, seit Anfang der Woche laufen die Aktienmärkte seitwärts, oder man könnte auch sagen sie sind unentschlossen. Aber wirklich aktiv helfen tut dem Goldpreis derzeit der immer weiter fallende US-Dollar. Die letzten Monate waren Gold und Dollar die perfekte Negativ-Korrelation. Dann einige Tage überhaupt nicht mehr. Aber jetzt ist sie wieder da. Der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen die wichtigsten Hauptwährungen) fällt immer weiter, so auch heute! Im Chart sehen wir seit letztem Freitag in blau den Verlauf im Dollar-Index gegen den steigenden Goldpreis in rot-grün. Eine eindeutige negative Korrelation.

Chart zeigt seit Freitag steigenden Goldpreis gegen fallenden US-Dollar

Es wird dieser Tage immer wahrscheinlicher, dass unter Joe Biden und vielleicht auch schon in den Wochen vorher seiner Amtseinführung am 20. Januar 2021 neue Stimuluspakete in den USA verabschiedet werden. Mehr Staatsverschuldung, mehr Gelddrucken – das schwächt den US-Dollar, und stärkt derzeit den Goldpreis.

ETF

Wir hatten diese Woche schon zwei Mal in Berichten auf die Richtung der Geldflüsse bei Gold-ETF (Begriffserklärung hier) hingewiesen. Seit einiger Zeit fließen Anlegergelder in großem Umfang aus ETF ab, die auf Gold basieren. Auch gestern gingen die Mittelabflüsse weiter, laut Commerzbank im Umfang von fast 9 Tonnen. Man sollte den diese Woche stattfindenden Anstieg im Goldpreis inzwischen nicht mehr als eine rein technische Reaktion auf einen überverkauften Markt betrachten, sondern als echte Aufwärtsbewegung. Aber die Geldflüsse der Anleger laufen zumindest Stand gestern noch raus aus den Gold-ETF, während der Goldpreis weiter steigt. So ganz klar bullisch wirkt das noch nicht.

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Gold/Silber

Silberpreis: Ist das eine „Bärenfalle“ oder eine „Verkaufswelle“?

Jörg Bernhard

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Aus charttechnischer Sicht steigt beim Silberpreis die Spannung. Bergauf ging es in den vergangenen Handelstagen aber auch mit dessen Volatilität, die in der Finanzwelt vor allem als Risiko-Barometer dient.

Silberpreis: Marke von 22 Dollar im Auge behalten

Noch zum Wochenstart herrschte an den Silbermärkten eine besonders starke Verunsicherung. Die Impfstoff-Euphorie hat unter den Investoren zu einem verstärkten Appetit auf Aktien geführt und somit bei den altbewährten „sicheren Häfen“ Gold und Silber – insbesondere im ETF-Sektor – erhebliche Abflüsse generiert. Zugleich trübte sich die charttechnische Lage beim Silberpreis mit dem Verletzen der im Bereich von 23 Dollar angesiedelten Unterstützung markant ein. Diese erwies sich im Juli, September und Oktober als solider Boden. Weil der Kursrutsch darunter lediglich von temporärer Natur war, kann man das Verkaufssignal mittlerweile als „Bärenfalle“ betrachten. Um keinen chartindizierten Verkaufsdruck auszulösen, sollte sich das Edelmetall in den kommenden Wochen möglichst über 22 Dollar halten.

Trotz der jüngsten Kursschwäche kann man den Silberpreis als relativ widerstandsfähig bezeichnen. Nach Rückschlägen tauchen regelmäßig „Schnäppchenjäger“ auf und verhindern Schlimmeres. Wie bei Gold und beim Bitcoin verspüren in diesem Jahr vor allem institutionelle Investoren einen starken Appetit. Dies bringt der weltgrößte Silber-ETF SPDR iShares Silver Trust besonders gut zum Ausdruck. Seit dem Jahresultimo kletterte nämlich die Anzahl institutioneller Anteilseigner in den ersten neun Monaten von 481 auf 630 und legte damit um über 30 Prozent zu. Besonders interessant: Die Zahl der von dieser Investorengruppe gehaltenen Anteilsscheine hat sich im selben Zeitraum von 76,6 Millionen auf über 156 Millionen Anteile glattweg verdoppelt.

Der Blick auf die größten Anteilseigner spricht ebenfalls für sich, schließlich befanden sich unter den Top-Ten (Stand: Ende September) so klangvolle Namen wie zum Beispiel Morgan Stanley, Bank of America, UBS, Wells Fargo und Royal Bank of Canada. Deren Investitionssummen reichten von 118 Millionen bis 244 Millionen Dollar.

Fazit: In der Finanzszene werden institutionelle Investoren häufig als „smart money“ also „schlaues Geld“ bezeichnet. Schlaue Privatanleger sollten deren Geldflüsse genau beobachten. Ihre verstärkten Käufe von Bitcoins, Gold und Silber sowie diverse andere Faktoren sprechen daher für die Anlageklassen Edelmetalle und Kryptowährungen – zumindest als Depotbeimischung.

Mehr zur aktuellen Lage beim Silberpreis sehen Sie in einem Video von David Jones, chief market startegist bei capital.com, hier..

 

Der Silberpreis ist derzeit volatil - Bärenfalle oder doch Verkaufswelle?

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