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BÖRSE AKTUELL – DER Wochenausblick für Dax, Gold- & Ölpreis

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In der vergangenen Woche gab es ein Thema an der Börse, was mich sehr traurig stimmt. Die Katastrophe um Wirecard hat der in Deutschland ohnehin kaum vorhandenen Aktienkultur einen Dämpfer versetzt. Anhand der Wirecard-Problematik zeigt sich die Schwierigkeit der fundamentalen Aktienanalyse. Wenn die Spezialisten von KPMG das Zahlenwerk nicht durchblicken, wie sollen wir „Normalanleger“ es schaffen. An dieser Stelle bin ich froh, mich auf einen charttechnischen Ansatz zu konzentrieren.

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Börse aktuell Teil 1: Dax – die Seitwärtsbewegung nimmt erste Formen an

In der letzten Woche hatte ich die Möglichkeit einer Seitwärtsbewegung angesprochen. Der Dax ist zuletzt zu schnell zu weit gestiegen. Danach setzt häufig eher eine korrektive Seitwärtsbewegung ein. Außerdem waren weiterhin zu viele Marktteilnehmer auf deutlich fallende Kurse fixiert. Auch jetzt scheint die Börse wieder den Weg des größten Schmerzes zu gehen. All jene Investoren die im Corona-Crash nicht gekauft haben, warten weiterhin auf „günstige“ Einstiegskurs. Aus diesem Grund ist die Wahrscheinlichkeit auf deutlich fallende Kurse aktuell noch gering. Der Dax hat zum Anfang der letzten Woche etwas Schwäche gezeigt. Diese wurde dann aber direkt genutzt, um kurzfristige Long-Positionen aufzubauen. Das ist ein typisches Bild nach einer V-Formation. Denn bei diesem Börsen-Phänomen, bilden sich häufig leichte Korrekturen auf hohem Niveau. Aber wahrscheinlich wird auch den Käufern zunehmend die Luft ausbleiben. Ich spekuliere auf eine Ausdehnung der Seitwärtsbewegung.

Kursverlauf im Dax als Chart dargestellt

S&P 500 – Showdown zum Wochenschluss

Der S&P 500 ist an einem Verlaufstief in die Börsenwoche gestartet. Zum Anfang der Woche haben sich dann aber direkt die Käufer zu Wort gemeldet und den Markt sehr eindrucksvoll nach oben getrieben. Der dynamische Anstieg in Richtung 3.100 Punkte war ein Zeichen für die übergeordnete Seitwärtsbewegung. Seit Mittwoch hat sich der amerikanische Leitindex nur noch seitwärts geschoben. Zum Wochenschluss haben allerdings die Verkäufer an der Börse das Ruder übernommen. Dabei wurde die kurzfristige Unterstützung zwischen 3062 und 3072 Punkten unterschritten. Aus diesem Grund erwarte ich für die nächste Woche einen schwächeren Start. Ein Test der übergeordneten Unterstützung zwischen 2.960 und 2.984 Punkten wird wahrscheinlich.

Chart des S&P 500 als dem wichtigsten Aktienindex an der Börse

Börse aktuell Teil 3: Goldpreis –die Bullen sind los

Zum Wochenschluss haben die Käufer das Ruder wieder übernommen. Der Goldpreis schloss im Bereich des Juni-Hochs und damit an einem untergeordneten Widerstand. Kann in der nächsten Woche die Hürde zwischen 1.756 und 1.760 USD überwunden werden? Die Chancen stehen zumindest nicht schlecht. Die seit April anhaltende Seitwärtsbewegung ist als „fortgeschritten“ zu betrachten. Und fortgeschrittene Trends neigen an der Börse dazu, gebrochen zu werden. Damit wird ein Ausbruch immer wahrscheinlicher. Auf längere Sicht betrachtet, scheinen die Käufer in den letzten drei Monaten Kraft gesammelt zu haben. Nach einem möglichen Ausbruch über den Bollwerk-Widerstand zwischen 1.780 und 1.800 USD erwarte ich eine zügige Bewegung bis 1.900 und 2.000 USD. Kurzfristig orientierte Swingtrader sollten sich auf eine Ausbruchsbewegung einstellen und sich bereits im Vorfeld einen Schlachtplan zurechtlegen.

Teil 4: Der Trend im Ölpreis scheint erschöpft

Der Ölpreis konnte in der vergangenen Woche wieder zulegen. Am Freitag wurde das bisherige Juni-Hoch knapp überschritten. Der Widerstand zwischen 39,90 bis 40,50 USD hat allerdings Verkäufer auf den Plan gerufen. Der Ölpreis hat sich gewohnt volatil gezeigt. So ist es zu einem schnellen 2-Dollar-Preisrutsch gekommen. Wie bereits in der letzten Woche bleibe ich dabei, dass ein Anstieg über 42,50 USD unwahrscheinlich ist. Der Aufwärtstrend seit dem Null-Dollar-Desaster ist intakt, verliert aber etwas an Schwung. Als Swingtrader würde ich aktuell eher versuchen, an den Widerständen kleinere Rücksetzer zu handeln. Den großen Kurseinbruch sehe ich aber auch nicht. An der Börse bzw. im Trading müssen wir mit Unsicherheit leben und diese als gegeben akzeptieren. Deshalb ist es wichtig, mit einem Plan an die Märkte heranzutreten.

Ölpreis Chart

Mario Steinrücken ist Daytrader. Er hat sich auf das Orderflow Trading im E-Mini S&P 500 Futures (ES), Nasdaq 100 Futures (NQ) und Dow Jones Futures (YM) spezialisiert. Seine professionelle Trader Laufbahn startete er 2004 im Aktienhandel der Börse Stuttgart. Später arbeitete er zusammen mit Dirk Müller an der Frankfurter Börse im Aktienhandel. Er besitzt die Xetra- und Eurex Lizenz und war ebenso als Futures Trader bei der Wertpapiereigenhandelsgesellschaft „Gass Capital Markets“ in Frankfurt tätig. Seine Begeisterung für Trading versucht er seinen Followern mit Tipps und Tricks auch auf seinem eigenen YouTube Kanal näher zu bringen.

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Goldpreis: Wacklige Nummer bei 1.850 Dollar

Claudio Kummerfeld

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Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis war am Freitag von 1.863 auf 1.837 Dollar gefallen, konnte sich dann aber Abends wieder erholen. Bis jetzt kann Gold Niveaus um die. 1.850 Dollar halten. Der zehn Tage zurückreichende Chart zeigt, dass es aktuell keine klare Trendrichtung gibt (wir sprachen schon letzte Woche über die schwierige Lage vor allem dank der Biden-Wahl). Der US-Dollar als negative Korrelation zu Gold hatte die ganze letzte Woche eine fallende Tendenz, und wirkt so, als wolle er heute weiter fallen. Aber da gibt es noch andere Faktoren für den Goldpreis. Hier drucken wir zwei ganz aktuelle Analystenkommentare von heute ab.

Verschiedene Faktoren ziehen derzeit am Goldpreis

Ipek Ozkardeskaya, Senior Analyst at Swissquote Bank, meint aktuell zu Gold, dass die Bären einen starken Abwärtsdruck auf den gleitenden 200-Tage-Durchschnitt bei der Marke von 1.846 Dollar ausüben, da die Risikobereitschaft trotz aller negativen Stimmungen aufgrund des Virus solide bleibe, und die 10-jährige US-Rendite sich nahe der 1,10 %-Marke halte.

Naeem Aslam, Chief Market Analyst bei Avatrade sagt aktuell über Gold, dass das Edelmetall Metall wieder einmal darum kämpfe im positiven Bereich zu bleiben. Händler würden hoffen, dass Joe Bidens neues Konjunkturpaket grünes Licht von den Gesetzgebern bekomme, und dies könne den Goldpreis stützen. Gold gelte als Absicherung gegen Inflation, und das ist hier das wichtigste Spiel. Mit Sicherheit werde Gold in dieser Woche eine viel höhere Volatilität erleben. Und das Ereignis, das den Goldpreis am meisten beeinflussen dürfte, werde die US-BIP-Zahl (am Donnerstag um 14:30 Uhr) sein.

Man sehe keine große Aufwärtsbewegung für den Goldpreis, da Pfizer sein Problem mit der Lieferung von Coronavirus-Impfstoffen gelöst habe. Dies bedeute, dass man weniger Herausforderungen bei der Erreichung der Hauptziele sehen könnte. Da immer mehr Menschen die Impfung erhalten, werde der Weg zur wirtschaftlichen Erholung laut Naeem Aslam wahrscheinlich sanfter werden, und das sollte die Investoren zu risikoreicheren Anlagen drängen, was für den Goldpreis nicht sehr positiv sei.

Was die technischen Preisniveaus betrifft, so hätten die Warnlampen wieder zu blinken begonnen, da der Goldpreis unter den 50-Tage-SMA auf dem täglichen Zeitrahmen laut Naeem Aslam gebrochen sei. Dies sei die letzte Hoffnung für die Bullen gewesen, da der Goldpreis bereits unter dem 100- und 200-Tage-SMA auf dem täglichen Zeitrahmen handelte. Es sei wahrscheinlich, dass sich der Goldpreis in Richtung der frühen 1.800er-Marke bewegt, wenn der Preis nicht über den 50-Tage-SMA auf dem Tageszeitrahmen steigt.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf seit zehn Tagen

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Goldpreis-Verlauf unter Joe Biden – das ist keine einfache Thematik

Claudio Kummerfeld

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Gold mit US-Dollar und Adler

Wenn ein Unternehmen seine Quartalszahlen deutlich besser als erwartet veröffentlicht, dann ist die Lage einfach und klar. Der Aktienkurs sollte steigen. Und im Goldpreis? Da wird die Lage mit Sicht auf mehrere Wochen und Monate etwas schwieriger. Joe Biden ist jetzt neuer US-Präsident. Und nun steht das gewaltige 1,9 Billionen Dollar schwere Stimulus-Paket an. Wird es verabschiedet werden, und was sind die Auswirkungen auf den Goldpreis?

Carsten Fritsch von der Commerzbank wies am Mittwoch in einem Kommentar darauf hin, dass die Verabschiedung dieses gigantischen Konjunkturpakets die erste große Aufgabe von Joe Biden sein werde. Zwar würden die Demokraten nach dem Sieg bei den Senats-Stichwahlen in Georgia über eine knappe Mehrheit in beiden Kongresskammern verfügen. Einfach werde der Genehmigungsprozess dennoch nicht. Von daher bleibe abzuwarten, wie lange es dauert, bis das Paket unterschriftsreif auf dem Schreibtisch des neuen Präsidenten liegt. Gold dürfte laut Carsten Fritsch von dieser Unsicherheit profitieren. Nach Inkrafttreten dürfte die Wirtschaft in den USA dank des massiven Impulses spürbar anziehen, was den US-Dollar aufwerten lassen und den Goldpreis damit belasten könnte.

Goldpreis im größeren Bild mit guten Aussichten?

Das ist das kurzfristige Szenario für die Aussicht auf Tage und Wochen. Und danach, wenn man auf das große Gesamtbild blickt? Gold ist doch der Fluchthafen, wenn die angeblich große Inflationswelle kommt? Ja, dieses Szenario sollte im größeren Bild nie vergessen werden. Die Notenbanken drucken immer mehr Geld, die Staaten verschulden sich immer mehr. Nicht eine Hyperinflation, sondern „nur“ ein deutlich spürbares Anziehen der Inflation könnte den Goldpreis wieder anfachen als Fluchthafen. Die Fed hat Ende letzten Jahres schon klar gemacht, dass sie zur Stützung der Konjunktur eine möglicherweise anziehende Inflation erst einmal nicht bremsen würde mit höheren Zinsen. Dies wäre womöglich die Chance für Gold-Trader auf höhere Kurse zu setzen.

Blickt man ganz aktuell auf den Goldpreis, dann hat er diese Woche zulegen können. Unter 1.830 Dollar am Montag gestartet, ging es bis gestern rauf auf das Hoch bei 1.874 Dollar. Aktuell kann man sich mit 1.862 Dollar auf erhöhtem Niveau halten. Im Chart sehen wir seit Montag den steigenden Goldpreis gegen den fallenden US-Dollar (Dollar-Index blau). Gestern hatten wir schon den nicht einfach zu erklärenden Goldpreis-Anstieg in dieser Woche besprochen. Derzeit ist die Lage nicht ganz so klar wie üblich. Die Biden-Wahl bringt viel in Bewegung.

Chart zeigt Goldpreis-Anstieg seit Montag gegen fallenden US-Dollar

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Silberpreis: Geht es jetzt bald deutlich nach oben?

Markus Fugmann

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Der Silberpreis hatte einen holprigen Start in die Woche – aber er hat es geschafft, wieder ins Positive zu drehen. Wohin wird sich das Edelmetall in den kommenden Wochen bewegen?

Der Silberpreis war im Januar 2021 ziemlich instabil. Das gilt insbesondere nach dem deutlichen Pullback, den wir seit Wochenbeginn gesehen haben. Fast unmittelbar danach prallte Silber jedoch vom Unterstützungsniveau bei 24 $ wieder nach oben.

Silberpreis: Der Widerstand bei 26 Dollar

Trotz der deutlichen Erholung beim Silberpreis vom Unterstützungsniveau von 24 Dollar: nun liegt ein starker Widerstand um die $26-Marke vor uns. Sollte es dem Silber jedoch gelingen, diese Marke zu überwinden, könnten im Januar sogar Gewinne bis zur 28 $-Marke möglich sein.

Bricht jedoch das Unterstützungsniveau von 24 $,  dann dürfte der Silberpreis bis auf 22,90 $ zurückfallen. Übergeordnet geht David Jones, chief market strategist bei capital.com, davon aus, dass Silber weiter steigen wird. Aber das größte Risiko wäre eine Erholung beim US-Dollar:

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Wohin geht der Silberpreis?

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