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BÖRSE AKTUELL – DER Wochenausblick für Dax, Gold- & Ölpreis

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Vorschau auf die Börse nächste Woche

An der Börse ging es in der vergangenen Handelswoche hoch her. Das Silber ist um 20% gestiegen und auch der Goldpreis hat endlich an Fahrt aufgenommen. Auch die Aktienmärkte haben eine spannende Woche hinter und wahrscheinlich auch noch spannende Wochen vor sich. Bekanntlich ist die Börse keine Einbahnstraße, auch wenn das nach dem Corona-Tief teilweise nicht mehr so scheint.

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Börse aktuell Teil 1: Dax in „Gefahr“ oder neue Chance für die Bullen

Wir gehen analytisch vor und kommen zu dem Schluss, dass der Dax 1.000 Punkte fallen könnte. Aber natürlich immer der Reihe nach. Seit dem Corona-Tief bei 7.969 Punkten im Dax (Futures) ist die Börse um 5.300 Punkte gestiegen. Nach einer derart starken Aufwärtsbewegung steigt die Wahrscheinlichkeit einer größeren Korrektur. Je länger ein Trend läuft, desto höher die Wahrscheinlichkeit auf einen Trendbruch. Gibt es eine Übertreibung in die eine oder andere Richtung, fallen die Korrekturen entsprechend größer aus. Dieses Muster ist in jedem Markt zu erkennen.

Jetzt setzen die Wortspiele ein. „Dax in Gefahr“ oder „Dax vor 1.000-Punkte-Korrektur“ sind natürlich im ersten Schritt Blickfänger. Eine Abwärtsbewegung um 1.000 Punkte wird aber tatsächlich auch bei einigen Marktteilnehmern Unbehagen auslösen. Dies wird vor allem dann der Fall sein, wenn man gerade erst auf den fahrenden Zug aufgesprungen ist. Deshalb kann man durchaus auch von „Gefahr“ sprechen. Es liegt wie immer im Auge des Betrachters.

Rein aus charttechnischer Sicht kann es in den nächsten Wochen zu einer Abwärtsbewegung bis 11.500 – 11.600 Punkte kommen. Das wäre eine ganz normale Reaktion auf den bisherigen Verlauf an der Börse.

Dax Chart als wichtigster Markt für die deutsche Börse

Teil 2: S&P 500 – der Triple-Widerstand zeigt Wirkung

Der amerikanische Leitindex ist zuletzt an ein breites Widerstandsniveau herangelaufen. Da auch die US-Börse zuletzt weit gestiegen ist, wird auch hier eine Korrektur immer wahrscheinlicher. Muss es deshalb zu einer deutlichen Abwärtsbewegung kommen? Nein, natürlich nicht. An der Börse kann eine überkaufte Situation über zwei Wege abgebaut werden. Die erste Möglichkeit ist über den Faktor Preis. Das wäre dann eine entsprechende Abwärtsbewegung. Die zweite Möglichkeit ist eine Abkühlung über den Faktor Zeit. Auch dabei gibt es natürlich immer wieder fallende Kurse. Insgesamt wird in diesem Fall aber eher eine Seitwärtsbewegung auf relativ hohem Niveau erfolgen. Im S&P 500 liegen die markantesten Unterstützungen im Bereich 3.100 – 3.125 und zwischen 2.900 und 3.000 Punkten. Dies sind Preisbereiche die sich aktive Swingtrader merken sollten.

S&P 500 Chart

Börse aktuell Teil 3: Goldpreis – …dann fliegt Sie los und völlig losgelöst

Nachdem die Goldpreis Rakete zuletzt noch nicht so recht zünden wollte, hat das Edelmetall in der letzten Woche ordentlich Schub bekommen. Ich möchte jetzt auch kein Spielverderber sein, aber aus technischer Sicht steht der Goldpreis vor einer markanten Hürde. Das Allzeithoch aus dem Jahr 2011 steht vor der Tür. Damals hat sich eine Doppelspitze gebildet, die als Widerstand zwischen 1.900 und 1.925 Punkten zu sehen ist. Im weiteren Verlauf wartet noch die psychologische Hürde – die 2.000-Dollar Marke.

Der Trend im Goldpreis ist intakt und die Widerstände können natürlich auch einfach überwunden werden. An der Börse ist es aber so, dass wir an diesen markanten Punkten immer wieder Reaktionen sehen. Aus diesem Grund müssen wir uns vom aktuellen Niveau aus, wieder auf zumindest leicht fallende Kurse einstellen. An derart markanten Punkten wie einem Allzeithoch, kann es auch zu größeren Reaktionen kommen. Aus diesem Grund bin ich für den Moment NEUTRAL eingestellt.

Chartverlauf im Gold

Der Ölpreis und die Ratlosigkeit

In den letzten Wochen ist meine Meinung zum Ölpreis von Bearish im Bereich 39,00 bis 42,50 USD auf Bullish um geschwenkt. Ich habe einen Ausbruch über den Widerstand im Bereich um 41,00 USD erwartet. Denn auf diesem Niveau sind die Käufer zuletzt immer gescheitert, hatten aber den kurzfristig aufkommenden Verkaufsdruck immer wieder aufgefangen. In der letzten Börsenwoche ist es dann zu meinem erwarteten dynamischen Ausbruch gekommen. Der Ölpreis ist wie eine Rakete bis auf 42,50 USD gestiegen. Meine Freude hielt nicht sonderlich lange an. Der Rakete fehlte der Nachbrenner… Die Käufer konnten sich nicht nachhaltig durchsetzen. Der Ölpreis scheint momentan zwischen 38,50 und 42,50 USD gefangen zu sein.

Aber was ist die Konsequenz aus dieser Erkenntnis? An der Börse muss man flexibel sein und die Zeichen vom Markt deuten und auch entsprechend danach handeln. Meine Idee ist für eine kurze Zeit aufgegangen. Ich habe aber mit einem größeren Anstieg gerechnet. Dieser scheint auszubleiben und ich ziehe die Konsequenzen. Meine Long-Gedanken sind über Bord und Positionen sind aufgelöst. Jetzt gilt es geduldig auf die nächste Chance zu warten. Das wirklich schöne an der Börse ist – Sie hat auch nächste Woche wieder geöffnet und neue Chancen wird es immer wieder geben.

Kursverlauf im Chart für den Ölpreis

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen ein schönes Wochenende und einen guten Start in die nächste Börsenwoche! In den nächsten zwei Wochen genieße ich die Zeit mit meiner Familie und melde mich am 15.08. mit der nächsten „Börse AKTUELL“ wieder.

Ihr Mario Steinrücken

Mario Steinrücken ist Daytrader. Er hat sich auf das Orderflow Trading im E-Mini S&P 500 Futures (ES), Nasdaq 100 Futures (NQ) und Dow Jones Futures (YM) spezialisiert. Seine professionelle Trader Laufbahn startete er 2004 im Aktienhandel der Börse Stuttgart. Später arbeitete er zusammen mit Dirk Müller an der Frankfurter Börse im Aktienhandel. Er besitzt die Xetra- und Eurex Lizenz und war ebenso als Futures Trader bei der Wertpapiereigenhandelsgesellschaft „Gass Capital Markets“ in Frankfurt tätig. Seine Begeisterung für Trading versucht er seinen Followern mit Tipps und Tricks auch auf seinem eigenen YouTube Kanal näher zu bringen.

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Goldpreis-Verlauf unter Joe Biden – das ist keine einfache Thematik

Claudio Kummerfeld

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Gold mit US-Dollar und Adler

Wenn ein Unternehmen seine Quartalszahlen deutlich besser als erwartet veröffentlicht, dann ist die Lage einfach und klar. Der Aktienkurs sollte steigen. Und im Goldpreis? Da wird die Lage mit Sicht auf mehrere Wochen und Monate etwas schwieriger. Joe Biden ist jetzt neuer US-Präsident. Und nun steht das gewaltige 1,9 Billionen Dollar schwere Stimulus-Paket an. Wird es verabschiedet werden, und was sind die Auswirkungen auf den Goldpreis?

Carsten Fritsch von der Commerzbank wies am Mittwoch in einem Kommentar darauf hin, dass die Verabschiedung dieses gigantischen Konjunkturpakets die erste große Aufgabe von Joe Biden sein werde. Zwar würden die Demokraten nach dem Sieg bei den Senats-Stichwahlen in Georgia über eine knappe Mehrheit in beiden Kongresskammern verfügen. Einfach werde der Genehmigungsprozess dennoch nicht. Von daher bleibe abzuwarten, wie lange es dauert, bis das Paket unterschriftsreif auf dem Schreibtisch des neuen Präsidenten liegt. Gold dürfte laut Carsten Fritsch von dieser Unsicherheit profitieren. Nach Inkrafttreten dürfte die Wirtschaft in den USA dank des massiven Impulses spürbar anziehen, was den US-Dollar aufwerten lassen und den Goldpreis damit belasten könnte.

Goldpreis im größeren Bild mit guten Aussichten?

Das ist das kurzfristige Szenario für die Aussicht auf Tage und Wochen. Und danach, wenn man auf das große Gesamtbild blickt? Gold ist doch der Fluchthafen, wenn die angeblich große Inflationswelle kommt? Ja, dieses Szenario sollte im größeren Bild nie vergessen werden. Die Notenbanken drucken immer mehr Geld, die Staaten verschulden sich immer mehr. Nicht eine Hyperinflation, sondern „nur“ ein deutlich spürbares Anziehen der Inflation könnte den Goldpreis wieder anfachen als Fluchthafen. Die Fed hat Ende letzten Jahres schon klar gemacht, dass sie zur Stützung der Konjunktur eine möglicherweise anziehende Inflation erst einmal nicht bremsen würde mit höheren Zinsen. Dies wäre womöglich die Chance für Gold-Trader auf höhere Kurse zu setzen.

Blickt man ganz aktuell auf den Goldpreis, dann hat er diese Woche zulegen können. Unter 1.830 Dollar am Montag gestartet, ging es bis gestern rauf auf das Hoch bei 1.874 Dollar. Aktuell kann man sich mit 1.862 Dollar auf erhöhtem Niveau halten. Im Chart sehen wir seit Montag den steigenden Goldpreis gegen den fallenden US-Dollar (Dollar-Index blau). Gestern hatten wir schon den nicht einfach zu erklärenden Goldpreis-Anstieg in dieser Woche besprochen. Derzeit ist die Lage nicht ganz so klar wie üblich. Die Biden-Wahl bringt viel in Bewegung.

Chart zeigt Goldpreis-Anstieg seit Montag gegen fallenden US-Dollar

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Silberpreis: Geht es jetzt bald deutlich nach oben?

Markus Fugmann

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Der Silberpreis hatte einen holprigen Start in die Woche – aber er hat es geschafft, wieder ins Positive zu drehen. Wohin wird sich das Edelmetall in den kommenden Wochen bewegen?

Der Silberpreis war im Januar 2021 ziemlich instabil. Das gilt insbesondere nach dem deutlichen Pullback, den wir seit Wochenbeginn gesehen haben. Fast unmittelbar danach prallte Silber jedoch vom Unterstützungsniveau bei 24 $ wieder nach oben.

Silberpreis: Der Widerstand bei 26 Dollar

Trotz der deutlichen Erholung beim Silberpreis vom Unterstützungsniveau von 24 Dollar: nun liegt ein starker Widerstand um die $26-Marke vor uns. Sollte es dem Silber jedoch gelingen, diese Marke zu überwinden, könnten im Januar sogar Gewinne bis zur 28 $-Marke möglich sein.

Bricht jedoch das Unterstützungsniveau von 24 $,  dann dürfte der Silberpreis bis auf 22,90 $ zurückfallen. Übergeordnet geht David Jones, chief market strategist bei capital.com, davon aus, dass Silber weiter steigen wird. Aber das größte Risiko wäre eine Erholung beim US-Dollar:

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Wohin geht der Silberpreis?

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Goldpreis steigt weiter an – keine einfache Spurensuche nach den Gründen

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Barren Gold

Der Goldpreis steigt weiter an. Gestern Vormittag besprachen wir die gute Laune der Gold-Anleger bei einem Preisniveau von 1.855 Dollar. Jetzt 24 Stunden später notiert Gold bei aktuell 1.872 Dollar. Die Spurensuche für die Gründe ist nicht ganz so einfach.

Schwierige Spurensuche für steigenden Goldpreis

Sogar die Experten der Commerzbank, die in Sachen Edelmetallen ziemlich fit sind, tun sich aktuell schwer. So sagen sie in einem ganz frischen Kommentar, dass die Preise für Edelmetalle gestern Nachmittag urplötzlich und ohne einen erkennbaren Grund nach oben sprangen. Der Preisanstieg auch im Goldpreis sei ohne Zutun des US-Dollar erfolgt, der sogar leicht aufwertete. Möglicherweise habe die Erwartung massiver fiskalischer Stimulierungsmaßnahmen am Tag der Amtseinführung von US-Präsident Biden eine Rolle gespielt, wodurch die Inflationsrisiken steigen und die Staatsverschuldung nochmals deutlich anschwillt. Aber auch charttechnische Faktoren könnten laut CoBa eine Rolle gespielt haben, nachdem der Goldpreis die wichtige 200-Tage-Linie überwunden hat. Dadurch könnten spekulative Finanzanleger weitere Käufe getätigt haben.

Man könnte auch abgesehen von diesen Faktoren sagen (so meine Meinung): Vielleicht setzt derzeit ein neuer Aufwärtsschub im Goldpreis ein, weil die Anleger grundsätzlich wieder stärker in Kauflaune für Gold sind? Die gesamte Gemengelage aus Inflationsangst und globalen Unsicherheiten lässt Gold wieder attraktiver erscheinen in 2021, und die Menschen kaufen mehr Gold? Ganz kurzfristig schaut der aktive Trader heute auf die EZB-Entscheidung um 13:45 Uhr und die folgende PK um 14:30 Uhr. Große Entscheidungen werden nicht erwartet, aber man weiß ja nie. Und um 14:30 Uhr werden die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe in den USA veröffentlicht. Auch sie können vor allem den Devisenmarkt bewegen, und somit auch den Goldpreis.

Chart zeigt Goldpreis-Verlauf seit dem 11. Januar
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