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BÖRSE AKTUELL – DER Wochenausblick für Dax, Goldpreis, Ölpreis

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Die Börse hat uns auch in der vergangenen Woche wieder Demut gelehrt. Die Märkte werden mit Geld überschwemmt und da nützen auch alle Alarmglocken nichts. Die Notenbanken überbieten sich mit Hilfsprogrammen und Bilanzausweitungen. An den Sinn der „Pandemic Emergency Purchase Programs“ glauben mittlerweile wahrscheinlich nur noch die Notenbänker selbst. „Never fight the FED & EZB“ und aus diesem Grund liebe ich die Charttechnik.

Börse aktuell Teil 1: Dax – die Luft wird richtig dünn!

Der Dax hat in der letzten Woche mehr als 1.000 Punkte zugelegt (US-Daten pushen). Die Käufer haben zwei markante Widerstände förmlich überrannt. Die Geschwindigkeit der Aufwärtsbewegung hat in der letzten Woche deutlich zugelegt. Ist das jetzt ein Grund an der Börse einzusteigen? NEIN – IST ES NICHT! Wer jetzt nicht an Bord ist, der sollte unbedingt die Finger von der Börse lassen. Positionen werden in einer Korrektur und nicht am Hoch aufgebaut. Die Alarmglocken müssen bei einem Börsianer immer dann angehen, wenn sich ein Markt zu schnell in eine Richtung bewegt. Genauer gesagt, wenn ein bestehender Trend nochmals an Geschwindigkeit zulegt. Das ist sehr oft ein guter Indikator, dass die breite Masse die heiße Kartoffel in den Händen hält. Das ist der Zeitpunkt, wo sich die besonnenen Marktteilnehmer von der Börse zurückziehen.

Börse - Dax Chart

Teil 2: S&P 500 – irrationale Märkte bleiben oft für längere Zeit irrational

Auch der S&P 500 hatte zuletzt sein Sprungbrett auf neue Hochs genutzt. Noch in meinem Artikel „Börse Aktuell“ am 23.05. war ich deutlich bullisch gestimmt. Läuft ein Trend zu lang, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, dass er bricht. Aus diesem Grund werde ich jetzt auch bei meinen kurzfristigen Trades auf steigende Kurse immer vorsichtiger. Die aktuelle Marktphase ist mit dem fallenden Messer zu vergleichen, nur dass die scharfe Klinge rasend schnell nach oben geschleudert wird. Ich gehe deshalb dazu über, mich zurückzuziehen und abzuwarten. Die nächsten Widerstände stehen relativ eng gestaffelt nach oben. Diese dürften die weitere Aufwärtsbewegung abbremsen.

Chart des S&P 500

Börse aktuell Teil 3: Goldpreis – kurzer Schreckmoment

Zum Wochenschluss gab es im Goldpreis einen Schreckmoment. Das Edelmetall ist am Freitag deutlich unter Druck geraten (hier der Grund). Bislang hat die „Make or Break“ Unterstützung zwischen 1.670 und 1.690 USD gehalten. Je öfter eine Unterstützung angelaufen wird, desto instabiler wird sie. Wenn sich die Käufer in der nächsten Woche nicht wieder ein Herz fassen, könnte der Damm brechen. In diesem Fall erwarte ich einen zügigen Rücksetzer bis zur Unterstützung im Bereich 1.555 bis 1.580 USD. Dort kann sich der Goldpreis bereits wieder fangen.

Goldpreis Kursverlauf als Chart

Teil 4: Der Ölpreis überwindet wichtige Hürde

In der letzten Woche habe ich davon geschrieben, meinen Öl-Short abzublasen. Die Käufer haben vor dem markanten Widerstand zwischen 35,80 und 36,40 USD Kraft gesammelt und sind in der letzten Woche tatsächlich weiter nach oben gestürmt. Der ehemalige Widerstand ist direkt zur Unterstützung geworden. Das Sprungbrett wurde genutzt und der Ölpreis zur nächsten charttechnischen Hürde katapultiert. An dem Widerstand 39,00 bis 39,70 USD wurde die Börsenwoche beendet. Der Aufwärtstrend bleibt intakt, dürfte aber zwischen 41,00 und 42,50 USD deutlich an Schwung verlieren.

Kursverlauf im Ölpreis

Mario Steinrücken ist Daytrader. Er hat sich auf das Orderflow Trading im E-Mini S&P 500 Futures (ES), Nasdaq 100 Futures (NQ) und Dow Jones Futures (YM) spezialisiert. Seine professionelle Trader Laufbahn startete er 2004 im Aktienhandel der Börse Stuttgart. Später arbeitete er zusammen mit Dirk Müller an der Frankfurter Börse im Aktienhandel. Er besitzt die Xetra- und Eurex Lizenz und war ebenso als Futures Trader bei der Wertpapiereigenhandelsgesellschaft „Gass Capital Markets“ in Frankfurt tätig. Seine Begeisterung für Trading versucht er seinen Followern mit Tipps und Tricks auch auf seinem eigenen YouTube Kanal näher zu bringen.

2 Kommentare

2 Comments

  1. Avatar

    FALLHÖHEN-Beobachter

    7. Juni 2020 13:30 at 13:30

    Danke Herr Steinrücken, dise Analysen sind noch besser als Rehrücken u.gefallen mir gut.Kurz u.bündig u, vor allem Traden u. Anlegen getrennt u.die fundamentale Realität auch berücksichtigt.
    Markus Koch könnte bei Ihnen Nachhilfe nehmen.

  2. Avatar

    Lausi

    7. Juni 2020 21:13 at 21:13

    Wenn ich mir die Aktien-Indizes auf Tagesbasis mit ihren parabolischen Anstiegen ansehe, fühle ich mich doch sehr an eine Fahnenstange erinnert. Wenn dem so ist, dürfte es in Bälde auch wieder rasant runter gehen. Das stabile Genie wird begeistert sein! :-)

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Goldpreis reagiert nicht wie gedacht – was ist da los? Expertenkommentare

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold

Der Goldpreis fungierte diese Woche eindeutig nicht als sicherer Fluchthafen für Anleger, die vor Unsicherheit am Aktienmarkt fliehen wollen aufgrund der sich deutlich verschärfenden Corona-Lage, wodurch die globale Konjunktur in Mitleidenschaft gezogen wird. Gestern berichteten wir schon über den Absturz im Goldpreis zusammen mit dem Absturz an den Aktienmärkten. Ein ähnlicher Verlauf wie schon im März. Aktien, Öl und Goldpreis fielen kräftig, der US-Dollar als weltweit großer vermeintlicher sicherer Hort konnte profitieren. So auch gestern.

Goldpreis weiter unter der Fuchtel des starken US-Dollar

Der Goldpreis fiel von 1.910 Dollar im Tief bis auf 1.869 Dollar. Über Nacht konnten sich Märkte wie Aktien und Gold beruhigen, und das Edelmetall notiert jetzt bei 1.877 Dollar. Aber es kann weiter bergab gehen. Im Chart sehen wir im Vergleich seit Ende letzter Woche in blau den Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Hauptwährungen) gegen den fallenden Goldpreis in rot-grün. Es ist wie schon im Frühjahr erstaunlich, dass Gold als Fluchthafen überhaupt nicht funktioniert. Braucht es an den Aktienmärkten erst wieder eine gewisse Beruhigung, bis die Gold-Bullen voll auf steigende Kurse setzen? Heute um 13:45 Uhr steht die EZB-Zinsentscheidung an, und wichtiger wird dann die PK der EZB ab 14:30 Uhr sein. Aussagen von Christine Lagarde könnten Aktienmärkte, Devisenkurse und auch den Goldpreis in Bewegung bringen.

Expertenkommentare

Daniel Briesemann von der Commerzbank kommentiert ganz aktuell die Entwicklung bei Gold. Die Risikoaversion an den Finanzmärkten nehme dramatisch zu, und Gold befinde sich im Abwärtssog der Finanzmärkte. Der Goldpreis habe gestern nicht von der hohen Risikoaversion der Marktteilnehmer im Zuge der Ankündigung neuer Lockdown-Maßnahmen in verschiedenen europäischen Ländern profitiert, und sei mit in den Abwärtssog der Finanzmärkte geraten. Dabei sei der Goldpreis auch unter die charttechnisch wichtige 100-Tage-Linie gerutscht, was zu Anschlussverkäufen führte. Anzulasten sei der Preisrutsch dem festen US-Dollar, der als sicherer Hafen gefragt war. Dass Gold von dieser Eigenschaft nicht profitiert hat, erstaunt uns, so Daniel Briesemann. Der Preisrückgang sei diesmal nicht als Kaufgelegenheit erachtet worden. Die ETFs verzeichneten mit 7,6 Tonnen sogar die höchsten Abflüsse seit fünf Wochen. Die industriellen Edelmetalle seien wesentlich stärker gefallen als Gold. Silber brach zeitweise um 5,5% auf 23 USD je Feinunze ein. Palladium rutschte im selben Ausmaß ab. Platin hielt sich mit einem Minus von 3% noch halbwegs. Erst im späten Handel haben sich Gold und Co. etwas erholt.

Jasper Lawler von der London Capital Group kommentiert die Lage bei Gold aktuell so, dass der US-Dollar der klare Nutznießer gewesen sei – er habe einen fallenden Goldpreis und fallende Kurse bei wichtigen Devisen verursacht. EUR/USD fiel trotz 1,18 und GBP/USD schloss unter 1,30. Sogar Bitcoin fing etwas Flak ein und zog sich von einem 18-Monats-Hoch zurück, so Jasper Lawler.

Chart zeigt Kursverlauf von Goldpreis gegen US-Dollar

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt spürbar auf 1.878 Dollar

Claudio Kummerfeld

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Jetzt wo immer konkreter wird, dass Deutschland in Kürze die Corona-Restriktionen stark anzieht, verschärfen sich international die Ängste. Die Aktienkurse fallen weiter, und der US-Dollar als zentraler Fluchthafen zieht weiter an (wir berichteten vorhin bereits). Der Dollar steigt, und der Goldpreis rauscht aktuell runter auf 1.878 Dollar. Gold fällt aktuell gemeinsam mit den Aktienmärkten. Dies ist ein Phänomen, das man bereits im März beobachtete – auch damals funktionierte der US-Dollar kurzzeitig als Fluchthafen.

Goldpreis gegen US-Dollar-Verlauf im Chart

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Gold/Silber

Experte Andre Stagge: Trading kurz vor der US-Wahl

Redaktion

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Von

So kurz vor der US-Wahl, worauf sollten Trader achten? Wer wird die Wahl gewinnen, und was bedeutet das für die Börse? Der Experte Andre Stagge (hier mehr zu seiner Person) erklärt im folgenden ganz aktuellen Video seine Meinung und seine Handelsstrategie. Müssen seine Handelsstrategien „Turnaround Tuesday“ und „Ultimo“ in dieser besonderen Woche ausgesetzt oder angepasst werden?

Der Börsenexperte Andre Stagge
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