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BÖRSE AKTUELL – DER Wochenausblick für Dax, S&P 500, Gold- & Ölpreis

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Sentiment ist wichtig für die Börse

Die Börse hatte nun doch noch ein Einsehen mit den gefrusteten Investoren. Der Dax hat endlich den Rückwärtsgang angetreten. War das nun der Startschuss für den „Crash Teil 2.“ Oder müssen wir weiter auf fallende Aktienkurse an der Börse warten? Betrachtet man das Sentiment, also die Stimmung der Marktteilnehmer, wird es wohl noch etwas dauern. Denn gut 50% der Kleinanleger erwarten weiterhin fallende Kurse. Lediglich knapp 24 Prozent sehen die Börse weiter steigen. Die Masse der Kleinanleger liegt mit ihren Annahmen in der Regel falsch.

Börse aktuell Teil 1: Dax – die erste Unterstützung hat gehalten

In der letzten Ausgabe „Börse aktuell“ hatte ich die Zeichen der Schwäche genannt. Das Kursziel bei 10.200 Punkten wurde perfekt angelaufen. Am Freitag wurden allerdings die Bären-Träume wieder gestört. Der Dax hat sich in einer schnellen Bewegung von der Unterstützung gelöst. Damit stehen die Zeichen aktuell auf „Seitwärtsbewegung“ zwischen 10.200 und 11.000 Punkten. Haben Sie sich jemals gefragt, wann ein neuer Trend an der Börse entsteht? Es gibt im Grunde zwei Möglichkeiten. Die erste Möglichkeit ist ein Erschöpfungszustand. Dieser zeigt sich, wenn ein Markt zu schnell und zu weit gelaufen ist. Die zweite Variante ist ein Ausbruch aus einer Seitwärtsbewegung. Je enger die Handelsspanne der vorherigen Seitwärtsbewegung, desto dynamischer fällt die neue Trendbewegung aus.

Dax Chart

Börse aktuell Teil 2: S&P 500 – der Trend wechselt

Der amerikanische S&P 500 hat den Aufwärtstrend verlassen und ist in eine Seitwärtsbewegung übergegangen. Zwischen 2.960 und 2.984 Punkten wartet die obere Begrenzung. Die „Make or Break“ Unterstützung liegt weiterhin bei 2.707 bis 2.736 Punkten. In dieser Spanne dürfte sich der US-Leitindex zumindest in den ersten Tagen der nächsten Woche bewegen. Getreu dem Motto „The trend is your friend“ ist die Unterstützung ein Kaufniveau und der Bereich um das Range-Hoch ein Verkaufsbereich. Wird die aktuelle Seitwärtsbewegung gebrochen, steht ein neuer Trend ins Haus.

S&P 500 Chart - der wichtige Index der Börse

Börse aktuell Teil 3: Goldpreis – er glänzt nun doch wieder

Nach hartem Gerangel haben sich die Bullen nun doch noch durchgesetzt und dem Goldpreis zu neuem Glanz verholfen. Das Edelmetall konnte den Widerstand zwischen 1.727 – 1.737 USD überwinden. Diese ehemalige Hürde wird in der Zukunft zu einer Unterstützung. Allerdings nähert sich der Goldpreis erneut dem sehr markanten Widerstand im Bereich 1.780 – 1.800 USD. Je öfter die Käufer an diesem Widerstand anklopfen, desto instabiler wird er. Der übergeordnete Trend zeigt im Goldpreis weiter nach oben und könnte nun an Fahrt gewinnen. Ob der Ausbruch über die 1.800-Dollar-Marke schon in der nächsten Woche gelingt ist schwer einzuschätzen. Die Möglichkeit besteht zumindest, solange sich der Goldpreis über 1.727 USD hält.

Goldpreis Chart

Börse aktuell Teil 4: Der Ölpreis läuft wie geschmiert

Der Ölpreis hat an den letzten zwei Handelstagen einen ordentlichen Schub erfahren. Im Ölpreis-Chart ist ein interessantes Phänomen zu erkennen, welches an der Börse immer wieder auftritt. Dabei nähert sich ein Markt langsam einem markanten Widerstand an. Die Käufer sind bereit, zu immer höheren Kursen einzusteigen. Dies ist an den leicht höheren Verlaufstiefs (blaue Pfeile) zu erkennen. Dieses Muster ist mit einem Katzensprung auf ein Beutetier zu vergleichen. Die Katze nähert sich langsam an und schnellt auf einmal los. An der Börse sammeln die Käufer Kraft und drücken den Kurs dann zügig über einen Widerstand. Dieser wird anschließend zur Unterstützung und dient als Sprungbrett um den nächsten Widerstand anzulaufen. Beim Ölpreis befinden sich die nächsten Hürden im Bereich 34,00 und 36,00 USD. Dort sehe ich eine gute Chance für einen Short-Trade.

Ölpreis Chart

Mario Steinrücken ist Daytrader. Er hat sich auf das Orderflow Trading im E-Mini S&P 500 Futures (ES), Nasdaq 100 Futures (NQ) und Dow Jones Futures (YM) spezialisiert. Seine professionelle Trader Laufbahn startete er 2004 im Aktienhandel der Börse Stuttgart. Später arbeitete er zusammen mit Dirk Müller an der Frankfurter Börse im Aktienhandel. Er besitzt die Xetra- und Eurex Lizenz und war ebenso als Futures Trader bei der Wertpapiereigenhandelsgesellschaft „Gass Capital Markets“ in Frankfurt tätig. Seine Begeisterung für Trading versucht er seinen Followern mit Tipps und Tricks auch auf seinem eigenen YouTube Kanal näher zu bringen.

8 Kommentare

8 Comments

  1. Avatar

    Marko

    16. Mai 2020 18:09 at 18:09

    „Die Börse hatte nun doch noch ein Einsehen mit den gefrusteten Investoren. Der Dax hat endlich den Rückwärtsgang angetreten. War das nun der Startschuss für den „Crash Teil 2.“ – Da feht ein Fragezeichen ?

    Ja, bearish, „Crash 2,0“ na klar…. – Sehr,sehr schön ! :D

    Beim Brent musste ich über den Future rein… WTI ist sowieso eine Katastrophe – tja, so ist Corona… ;)

    Euch ist schon klar, dass das „Geld auf der Strasse liegt“, frei, nach dem anderen Markus (Frick) … :D ?

    Der Ölpreis sinkt, deshalb muss der Markt fallen, ja klar…

    Deshalb muss Gold steigen, deshalb muss der Anleihemarkt, Stichwort : „Flucht nach Sicherheit“ steigen.

    Aber, was ist, wenn der Anleihemarkt steigt… ? Dies hieße doch automatisch, dass „Top-Schudner“ mit einem AAA-Rating Minus-Zinsen um die 2 – 5 % „einnehmen“ „vom Markt“, während Aktien Null-Dividenden zahlen würden.. ? Dies würde beudeuten, dass AAA-Schullnder die Welt finanzieren müssten ?

    Die sogenannten CCC-Statten wären vollends tot ! Emergering-Markets Fonds würden doch keinen Sinn mehr machen, einfach aus dem Grund , weil man mit dem „Null-Prozent“-Aktienmarkt konkurieren müsste ?

    Bei den Ermerging-Markets wären automatisch interne Renditen um die 15-20 % p.A. 8also Zinszahlungen)aufwärts fällig ? Plus dem Kurs- bzw das Ausfallrisko ?

    Wer würde dann die Emerging-Markets dann noch kaufen ??? wie können sich dann die Emerging-Markets finanzieren zu diesen Zinsen… ?

    – Gar nicht, genau…

    Bisschen komisch, oder ? Was wäre dann mit den Lebensversicherungen los, welche dazu verpflichtet sind, AAA-Anleihen zu kaufen, wie würde dann der „Markt“ der Versicherungen funktionieren ?

  2. Avatar

    Marko

    16. Mai 2020 18:23 at 18:23

    Und genau deshalb macht ein „Crash 2.0“ keinen Sinn.

    Corona ist eine Gefahr , keine Frage.

    Aber dadurch, dass sich der Anleihemarkt, sogar vor Corona, jenseits von Gut und Böse bewegen musste/dürfte in Sachen „Bewertung“ (durch die Amis), wird das wohl nix werden, mit dem „Crash 2.0“ – alles klar… ?

  3. Avatar

    Marko

    16. Mai 2020 18:44 at 18:44

    Und „rechnerisch“ hätte der Dax „Platz“ nach unten, was aber bedeuten würde, dass beim „höchst fair bewerten“ Anleihemarkt Platz nach oben wäre.

    Der Anleihemarkt- / der Rentenmarkt würde sich ins „ab-absurdurum“ führen, weil dann wäre der Anleihemarkt im „Weltall“ schweben würde.

    Das Motto muss dann heißen, der Geldmarkt, bzw der Markt an sich wäre dann TOT !

    Und das wäre letztendlich das Ende, des Marktes.

    Zurück zu den Tauschgeschäften…

  4. Pingback: BÖRSE AKTUELL – DER Wochenausblick für Dax, S&P 500, Gold- & Ölpreis – finanzmarktwelt.de

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    Prognosti

    17. Mai 2020 08:19 at 08:19

    Ich finde den Wochenausblick mit den grossen Trends u.wichtigen Marken sehr gut. Analysen mit täglichen Meinungsänderungen sind eher für Trader gedacht u,verwirren den Normalanleger eher. Gut dass Herr Steinrücken als Trader auch die grossen Linien vorgibt u.sogar neben der Charttechnik auch ein wenig Fundamentales beachtet.
    Wenn der Wochenausblick dann noch durch den Alles- Spezialisten @ Marko ein Fein -Tuning erfährt wird er fast perfekt ! !

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    Realist

    17. Mai 2020 14:27 at 14:27

    Bemerkenswert sind die potenten Käufe mit großen Volumen den letzten beiden Handelstagen um ca. 16Uhr an markanten Unterstützungsbereichen als die Märkte zu kippen drohten.
    In englischsprachigen Foren wird heftig gemutmaßt, wer der solvente Intervent ist.

  7. Avatar

    Prognosti

    17. Mai 2020 19:31 at 19:31

    @ Realist,man könnte auch mutmassen wie lange die Notenbanken wahlkampfbedingt die US-Märkte von der Realität abkoppeln können. Wie schon von @Hesterberg erwähnt, kaufen die Grossen Dicken auf diesem Niveau nicht mehr u.warten auf sehr tiefere Kurse, denn die grösste Rezession seit 300 Jahren wird noch einige V- Erholungsträumer aus dem Tiefschlaf holen.Viele haben den Ausstieg im Januar auf hohem Niveau verpasst, die zweite Chance könnte bald wahrgenommen werden.

    • Avatar

      Realist

      18. Mai 2020 11:39 at 11:39

      @Prognosti
      da bin ich ganz bei Ihnen.

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Goldpreis steigt – Luft nach oben? US-Dollar wieder klar zurückgefallen

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Ein Stapel Barren aus Gold

Der Goldpreis steigt wieder und hat möglicherweise wieder mehr Luft nach oben. Nach dem gestrigen Tief bei 1.933 Dollar notiert Gold aktuell wieder bei 1.954 Dollar. Das Edelmetall schwächelte vor allem seit Mittwoch Abend. Die Aussagen der US-Notenbank Federal Reserve zeigten eine optimistische Sicht auf die Konjunkturerholung in den USA und boten eine Aussicht, in der die Fed erstmal keine weiteren Stützungsaktionen durchführen könnte. Dies half dem US-Dollar beim Ansteigen. Dementsprechend fiel als Gegenpart der Goldpreis von Mittwoch kurz vor Start der Fed-Sitzung um 20 Uhr von 1.962 Dollar bis wie gesagt auf 1.933 am gestrigen Donnerstag. Der folgende Chart zeigt den Kursverlauf im Goldpreis seit Anfang der Woche.

Chart zeigt Verlauf im Goldpreis seit Anfang der Woche

Goldpreis steigt, weil US-Dollar wieder deutlich verloren hat

Der US-Dollar ist wie gesagt nach den Fed-Aussagen spürbar gestiegen. Dies sieht man gut im steilen Anstieg des Dollar-Index (Währungskorb). Startete er seinen Anstieg kurz vor der Fed-Sitzung am Mittwoch Abend bei 93 Indexpunkten und stieg bis auf 93,62 Punkte, so ist er bis heute früh wieder auf 92,92 Punkte zurückgefallen (siehe folgender Chart). Aber der Goldpreis hat sein Niveau von vor der Fed-Sitzung noch nicht wieder erreicht. Alleine schon deshalb könnte man meinen, dass jetzt für Gold mehr Luft nach oben vorhanden sein könnte.

Wichtige US-Konjunkturdaten und der US-Dollar

Gestern um 14:30 Uhr wurden in den USA die wöchentlichen Erstanträge auf Arbeitslosenhilfe veröffentlicht, die dem US-Dollar weitere Verluste bescherten. Denn der Markt nahm deswegen wohl an, dass die Wahrscheinlichkeit für weitere Fed-Maßnahmen steigen könnte. Und heute, das ist wirklich wichtig, stehen um 16 Uhr in den USA die Daten der Universität von Michigan zum US-Verbrauchervertrauen für September an. Sie können den US-Dollar und damit auch den Goldpreis in Bewegung bringen! Also, achten Sie bitte auf diesen Termin, wenn sie bei US-Dollar oder Gold aktiv im Trading tätig sind!

Aktueller Analystemkommentar

Naeem Aslam von Avatrade sagt aktuell, dass die Bewegungen am Rohstoffmarkt derzeit auf der Geschichte des schwächeren US-Dollar basieren. Das gelbe Metall halte immer noch an seinem Preisniveau von 1.950 Dollar fest. Angesichts der Tatsache, dass die Aktienmärkte nirgendwo hingehen, sei es wahrscheinlich, dass Händler beginnen werden, ihre riskanteren Wetten durch den Kauf von Gold abzusichern. Unter diesem Szenario könne man sehen, wie der Goldpreis erneut in die Höhe schießt. Was das Unterstützungsniveau betrifft, so liege die unmittelbare Unterstützung bei fast 1.930 Dollar, und die größere Unterstützung liege knapp über dem psychologischen Niveau von 1.900 Dollar. Der primäre Katalysator für den Goldpreis seien die Daten zum US-Verbrauchervertrauen. Wenn man eine Verbesserung der Zahl des Verbrauchervertrauens sehe, werde dies wahrscheinlich den Dollar-Index in die Höhe treiben, was sich möglicherweise nicht positiv auf den Goldpreis auswirken werde, so Naeem Aslam.

Dieser Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar seit Wochenanfang

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Aktienmärkte und Gold: Der Trend kippt nach unten

Markus Fugmann

Veröffentlicht

am

Sowohl die Aktienmärkte als auch Gold haben gestern mit und nach der Fed-Sitzung deutlich nachgegeben. Was war passiert? Eigentlich hat doch weder das Fed-Statement noch die Aussagen von Jerome Powell auf seiner Pressekonferenz für einen Abverkauf der Aktienmärkte oder auch von Gold Anlaß gegeben. Aber da war dann doch, wie Chris Zwermann bemerkt, doch eine Aussage von Powell, die die Märkte spürbar verunsichert habe: nämlich dass Blasen auch platzen könnten.

Warnte Fed-Chef Powell die Aktienmärkte?

Nun ist diese Aussage sicher keine Neuheit – aber aus dem Munde des Chefs der wichtigsten Notenbank der Welt klingt das dann doch wie eine Warnung! Und in der Tat sind ja vor allem die heiß gelaufenen Tech-Aktien alles andere als günstig – Apple etwa mit einem massiven Kursanstieg seit dem März-Tief, während gleichzeitig Umsatz und Gewinn stagnierten. In den USA nennt man so etwas „multiple expansion“, frei übersetzt: Kursanstiege lediglich aufgrund heißer Luft!

Aber all das gilt ja nicht nur für Apple: blickt man auf das zukünftige KGV (forward price/earnings-ratio) beim amerikanischen Leitindex S&P 500, dann sind wir derzeit nur ganz knapp unter dem Niveau der Dotcom-Blase. Der gestrige Börsengang von Snowflake macht den Überschwang deutlich: eigentlich sollten die Aktien von Snowflake zunächst in einer Spanne zwischen 75 und 85 Dollar auf den Markt kommen, einen Tag vor Börsengang wurden daraus 120 Dollar, zwischenzeitlich stiegen die Papiere dann im Handel nach dem IPO sogar bis knapp unter 300 Dollar (mit einer damit verbundenen Marktkapitalisierung, die mehr als dem 100-fachen Jahresumsatz von Snowflake entspricht!). Es reicht derzeit scheinbar, wenn irgendwo „cloud“ drauf steht – schon flippen die Investoren aus!

Chris Zwermann von Zwermann Financial ist für die weitere Entwicklung der Aktienmärkte aber nun skeptisch. Der Nasdaq könnte demnach schon in der nächsten Woche die 200-Tage-Linie ansteuern – und damit ein Abwärts-Potential von ca. 1500 Punkten (also etwas mehr als -10%) haben. Und auch der DAX dürfte sich seiner Meinung nach südwärts orientieren nach dem morgigen großen Verfall, ebenso wie Euro-Dollar. Zwermann erwartet für die nächsten Wochen Dollar-Stärke – was gleichsam Gift für die Aktienmärkte sei:

Drohen die Aktienmärkte jetzt zu kippen - ebenso wie Gold?

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Goldpreis fällt deutlich – Fed-Aussagen bewegen Kurse – die aktuelle Lage

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Ein Barren Gold

Der Goldpreis tendierte gestern vor der großen Fed-Entscheidung noch recht optimistisch, vor allem weil der US-Dollar wieder schwächelte. Dann übernahm ab 20 Uhr Fed-Chef Jerome Powell das Ruder, und US-Dollar wie auch Gold standen ab dann unter seiner Fuchtel. Schauen wir uns an was er sagte, und wie sich dies auf den Goldpreis ausgewirkt hat.

Fed-Chef bewegt den Goldpreis

Der Goldpreis notierte gestern Abend kurz vor 20 Uhr noch bei 1.961 Dollar, vorher im Hoch noch bei 1.970 Dollar. Nach und nach ging es dann ab 20  Uhr über Nacht bis heute früh runter auf 1.944. Dollar. Dies liegt an der Dollar-Stärke. Denn seit 20 Uhr gestern Abend stieg der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere Währungen) von 93,05 auf 93,60 Indexpunkte ich Hoch (aktuell 93,37). Die Kommentare von Jerome Powell könnten bei großen Institutionellen für Enttäuschung gesorgt haben, weil Powell keine weiteren Ansagen in Richtung neuer Anleihekäufe machte. Dies gab womöglich dem US-Dollar Auftrieb. Dazu kamen noch eher optimistische Aussagen zur US-Konjunktur, die auch eher den US-Dollar stärken, und den „Sicheren Hafen“ Gold schwächen.

So habe sich laut Jerome Powell die Wirtschaftslage verbessert, und der Konsum habe drei Viertel des Verlustes nach der Coronakrise wieder aufgeholt. Die Zinsen in den USA werden sich die nächsten drei Jahre wohl nicht ändern. Diese Aussicht hat den US-Dollar aber nicht beeindruckt. Was sagt uns der folgende Chart, der den Goldpreis-Verlauf der letzten zehn Tage zeigt? Dank der Fed wurde der Anlauf Richtung 2.000 Dollar-Marke mal wieder abgewürgt. Aber das muss auf Sicht von Tagen und Wochen nichts heißen. Der grundsätzliche Drang hin zu Gold bleibt bestehen. Es  hängt weiter auch am US-Dollar, und ob er nicht doch wieder zur Schwäche neigt. Dann hätte der Goldpreis auch relativ schnell wieder die Chance nach oben umzuschwenken.

Kommentare

Naeem Aslam von Avatrade kommentiert zur Fed aktuell, dass es sich nicht leugnen lasse, dass die Erklärung der Fed wenig bis gar keine Überraschung enthielt. Aber der Grund dafür, dass wir eine Stärke des Dollar-Index sehen (FMW: Das drückt den Goldpreis runter), liegt darin, dass er ein Safe-Hafen-Angebot erhält, und zwei Mitglieder des Fed-Ausschusses seien nicht für die aktuelle Geldpolitik gewesen. Dies sei wirklich bedeutsam, weil man das normalerweise nicht sehe, wenn es um den Fed-Ausschuss geht. Das wahrscheinliche Szenario sei, dass sich der Markt bei künftigen Fed-Sitzungen auf dieses Szenario konzentrieren werde. Es werde ein Tauben- und ein Falkenlager geben.

Den aktuellen Video-Kommentar von Markus Fugmann finden Sie beim Klick an dieser Stelle. Er sagt dazu unter anderem (was auch den Goldpreis beeinflusst): Die Aktienmärkte sind im Gefolge der gestrigen Fed-Sitzung und der Pressekonferenz von Jerome Powell unter Druck geraten – und das, obwohl die US-Notenbank extrem dovish war und bis 2023 Nullzinsen garantierte. Warum also die Enttäschung der Märkte – und die plötzliche Dollar-Stärke? Offenkundig hatten die Märkte gehofft, dass die Fed ihr QE noch stärker ausweiten würde, zumal der staatliche Stimulus in den USA bisher ausbleibt.

Auch die folgenden Worte von Milan Cutkovic, Marktanalyst bei AxiTrader, geben Aufschluss darüber, warum der Goldpreis seit gestern Abend zur Schwäche neigt. Zitat: Die Zinsen bleiben mindestens bis 2023 bei null und der wirtschaftliche Einbruch in diesem Jahr dürfte laut Einschätzung der US-Notenbanker mit einem Minus von 3,7 Prozent nicht so stark ausfallen wie noch im Juli prognostiziert. Klingt eigentlich positiv, aber die Börse hatte mehr erwartet. Keine Aufstockung der derzeit laufenden Anleiheläufe und auch keine weiteren kurzfristigen Maßnahmen zur Bereitstellung von Liquidität, um die konjunkturelle Erholung zu unterstützen – entsprechend enttäuscht reagierten die geldpolitisch verwöhnten Anleger an der Wall Street.

Chart zeigt Goldpreis-Kursverlauf der letzten zehn Tage

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