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BÖRSE AKTUELL – DER Wochenausblick für Dax, S&P 500, Gold- & Ölpreis

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Die Käufer lassen einfach nicht locker und beißen sich an der Börse fest. Selbst EZB-Sitzung und kleiner Verfallstag können Dax & Co. nichts anhaben. Die Bilanzsumme der EZB erreicht ein neues Rekordhoch und entspricht mittlerweile 53% des BIP der Eurozone. Die Marktteilnehmer sind zu Recht negativ für die nächsten Monate an der Börse gestimmt. Wahrscheinlich liegt dort der Hase im Pfeffer. Denn der Markt pfeift in der Regel auf das, was die Masse erwartet.

Börse aktuell Teil 1: Dax – die Käufer treiben ihr Spielchen

An den letzten zwei Montagen startete der Dax mit einem Up-Gap, also einem deutlichen Kursanstieg gegenüber dem Freitagsschlusskurs. Danach folgte eine kurze aber markante Schwächephase, nur um sich danach wieder zu erholen. In der letzten Börsenwoche schloss der Dax sogar im Bereich des Wochenhochs. Bislang konnte der markante Widerstand zwischen 12.900 und 13.000 Punkten nicht gebrochen werden.
Sollte der Dax die nächste Börsenwoche erneut mit einem Gap nach oben beginnen, liegt das nächste Kursziel im Bereich um 13.300 Punkte. Zwischen 13.300 und 13.500 Punkten wartet ein breites Gap als Widerstand. Vor allem am unteren Gap-Widerstand erwarte ich eine Reaktion. Dort könnten mögliche Short-Seller aktiv werden. Auf den großen Börsencrash 2.0 würde ich aber weiterhin nicht spekulieren.

Börse aktuell Teil 2: S&P 500 nagt am Widerstand

Man mag es ja kaum glauben, aber der amerikanische Leitindex S&P 500 notiert auf Jahressicht aktuell fast plus minus null. Das Jahr 2019 hat die US Börse bei 3.231 Punkten beschlossen. An dieser psychologischen Hürde ist der Markt im Juni deutlich abgeprallt. Zum Anfang dieser Woche haben es die Käufer dann wieder nicht geschafft, die Marke zu knacken. Seit Mittwoch beißen sich aber auch hier die Käufer fest und nagen an dem Widerstand.
Zeichen der Schwäche sehen anders aus. Deshalb erwarte ich für die nächste Woche einen Anstieg über 3.228 Punkte. Trotzdem muss man natürlich sagen, dass die Luft immer dünner wird. Man darf nicht mehr den großen „Run“ erwarten. Für die nächste Handelswoche sehe ich Potential bis 3.310 Punkte. Dort befindet sich, ähnlich wie beim Dax, ein offenes Gap.

Teil 3: Goldpreis – der Rakete fehlt es an Schub

Wo sind nur die Käufer im (Papier)Gold geblieben? Jetzt haben wir den Widerstand zwischen 1.780 und 1.800 USD überwunden und die erwartete Aufwärtsdynamik bleibt aus. Der Goldpreis hat sich in der letzten Börsenwoche innerhalb einer mageren 30-Punkte-Range bewegt. Das habe ich so nicht erwartet. Aber was nicht ist, kann noch werden. Denn die Verkäufer konnten sich bislang auch noch nicht durchsetzen. Der Goldpreis verharrt auf hohem Niveau.
Das Silber stellt sich schon etwas dynamischer an. Hier besteht schließlich auch ein ordentliches Aufholpotential. Vielleicht sehen wir in der nächsten Woche im Silberpreis einen Sprung über die 20-Dollar-Marke. Trotz aktuell noch positivem Chartbild muss man an der Börse immer wissen, was nicht passieren darf. Für den Goldpreis wäre das ein dynamischer Rutsch unter 1.750 USD. Gold und Silber machen eben doch am meisten Spaß, wenn es real in der Hand liegt und man vom Anblick geblendet wird.

Teil 4: Die Ölpreis-Bullen geben sich nicht geschlagen – Teil 3

Eine Top-Bildung dauert an der Börse meist länger als eine Boden-Bildung. Außerdem ist der erste Test eines Widerstandes oder einer Unterstützung, der Wirkungsvollste. Auf Grund dieser „Börsenweisheiten“ bin ich aktuell nicht auf der Short-Seite aktiv. Vielmehr erwarte ich einen Anstieg über 41,50 USD im Ölpreis. Aber natürlich muss man auch hier wissen, ab welchem Punkt die Wahrscheinlichkeit nicht mehr auf seiner Seite ist. Kurse unter 38,50 – 39,00 USD möchte ich nun nicht mehr sehen. Dann würde meine Idee wohl nicht mehr aufgehen.

Mario Steinrücken im Video zu dem weiteren Ausblick auf das, was in der nächsten Woche kommt:

Hier klicken, um den Inhalt von YouTube anzuzeigen

Mario Steinrücken ist Daytrader. Er hat sich auf das Orderflow Trading im E-Mini S&P 500 Futures (ES), Nasdaq 100 Futures (NQ) und Dow Jones Futures (YM) spezialisiert. Seine professionelle Trader Laufbahn startete er 2004 im Aktienhandel der Börse Stuttgart. Später arbeitete er zusammen mit Dirk Müller an der Frankfurter Börse im Aktienhandel. Er besitzt die Xetra- und Eurex Lizenz und war ebenso als Futures Trader bei der Wertpapiereigenhandelsgesellschaft „Gass Capital Markets“ in Frankfurt tätig. Seine Begeisterung für Trading versucht er seinen Followern mit Tipps und Tricks auch auf seinem eigenen YouTube Kanal näher zu bringen.

Die Börse ist derzeit in einer Art Sommerloch

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Gold/Silber

Goldpreis auf wackligen Beinen – morgen weitere Abwertungsgefahr?

Claudio Kummerfeld

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Ein Barren Gold

Der Goldpreis zeigt sich aktuell weiter stark anfällig. Die gesamte letzte Woche ging es fast schon komatös seitwärts im Gold um das Kursniveau von 1.850 Dollar herum. Dann ab Freitag Mittag ging es auch wegen US-Konjunkturdaten bergab auf 1.828 Dollar bis Freitag Abend. Heute Nacht zum Wochenstart dann folgte der Absacker im Goldpreis auf 1.810 Dollar, von dem sich der Markt bis jetzt wieder etwas erholt hat auf 1.833 Dollar.

Aber die Lage bleibt labil. Vor allem muss man sehen, dass neben den Renditen für US-Staatsanleihen (hier ein Vergleich) seit einigen Tagen der US-Dollar immer weiter an Stärke gewinnt. Seit November 2020 befindet sich der Dollar-Index (Währungskorb des US-Dollar gegen andere wichtige Währungen) im Abwärtstrend. Der Index fiel seit November von 94,29 auf 89,16 Indexpunkte bis zum 6. Januar 2021. Dann trat die Kehrtwende ein, und der Index stieg bis jetzt auf 90,83 Punkte. Daran erkennt man die leichte neue Stärke im US-Dollar. Das ist schlecht für den Goldpreis. Denn alles was in US-Dollar gehandelt wird, schwächelt tendenziell, wenn der Dollar ansteigt – und umgekehrt. Im folgenden Chart sehen wir als blaue Linie seit dem 5. Januar den steigenden US-Dollar gegen den fallenden Goldpreis in rot-grün.

Goldpreis morgen vor weiterem Absturz?

Wird der Goldpreis morgen weiter fallen? Möglich ist das, aber keinesfalls sicher. Der Rohstoffexperte Carsten Fritsch von der Commerzbank erwähnt in seinem ganz frischen Kommentar zu Gold, dass die ehemalige Fed-Chefin und neue US-Finanzministerin Janet Yellen morgen im US-Kongress sprechen wird. Wie im Vorfeld durchgesickert sein soll, werde Janet Yellen eine Rückkehr der Biden-Administration zur Wechselkurspolitik vorheriger Regierungen vor Trump verkünden, nämlich die Wechselkurse wieder allein den Märkten zu überlassen.

Inwieweit dies den Goldpreis beeinflusse, werde laut Carsten Fritsch stark von der Richtung abhängen, die der US-Dollar daraufhin einschlägt. Verbale Interventionen zur Abschwächung des US-Dollar wie unter Donald Trump häufig geschehen, dürften allerdings der Vergangenheit angehören, so seine Meinung. Kann diese neue Passivität also bedeuten, dass die Märkte den US-Dollar positiver sehen, weil die US-Regierung nicht mehr auf eine Abwertung drängt? Ein weiter steigender US-Dollar könnte den Goldpreis daher eventuell weiter schwächen, zumindest auf Sicht der nächsten Tage.

Chart zeigt Vergleich von US-Dollar gegen Goldpreis seit dem 5. Januar

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Anleihen

Goldpreis vs Anleiherenditen: Eindeutiger Langfristvergleich

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Gold-Barren

Der Goldpreis wird von vielen Faktoren beeinflusst. Da wäre zum Beispiel der US-Dollar, und natürlich das allgemeine Risk On/Risk Off-Szenario. Sind die Anleger bereit aufgrund diverser Faktoren mehr Risiko einzugehen, verkaufen sie Gold und kaufen Aktien, und umgekehrt. Je mehr die Notenbanken Geld drucken und je mehr die Staaten sich verschulden, desto wichtiger erscheint vielen Anlegern auf lange Sicht auch Gold als sicherer Fluchthafen vor Inflation, und der Goldpreis steigt.

Aber vor allem werden auch die Anleiherenditen als wichtiger Beeinflussungsfaktor für den Goldpreis herangezogen. Je mehr Rendite man für Staatsanleihen erhält, desto weniger attraktiv ist das zinslose Gold bei Anlegern. Schauen wir daher mal auf den folgenden Chart, ob man langfristig eine echte Verbindung zwischen Gold und Anleiherenditen erkennen kann. Hier sehen wir seit Anfang 2016 in blau den steigenden Goldpreis, der seitdem 69 Prozent zulegen konnte. Die in orange verlaufende Anleiherendite (für zehnjährige US-Staatsanleihen) ist seitdem um 46 Prozent gesunken (langfristig gesunkenes Zinsniveau). Man sieht eine klare negative Korrelation. Je tiefer die Anleiherenditen, desto besser für den Goldpreis. Das jüngste Ansteigen in der Rendite hat dem Goldpreis einige Schwierigkeiten bereitet, und seinen weiteren Anstieg erst einmal ausgebremst.

Chart zeigt Goldpreis gegen Anleiherenditen seit dem Jahr 2016

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Gold/Silber

Rüdiger Born: Charttechnik bei Dow, Nasdaq und Silber

Redaktion

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Ganz so einfach ist die Lage bei Dow Jones, Nasdaq und Silber derzeit nicht. Schauen wir genauer auf die Charts im folgenden Video.

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