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Börse extrem: Die Hoffnungen auf den Impfstoff verändern die Lage!

Die Börse gestern mit einer fulminanten Rally aufgrund der neuen Impfstoff-Hoffnungen. Was aber kommt nach der extremen Rally gestern?

Wolfgang Müller

Veröffentlicht

am

Der gestrige Tagesverlauf war wieder ein Beispiel dafür, wie die Börse blitzartig neue Entwicklungen einpreist. Wer auf die Meldung in den Nachrichten wartet, ist zumeist zu spät dran – manchmal auch glücklicherweise, bei all den Gerüchten. Nicht aber wenn es echte Überraschungen gibt, so wie die Impfstoffmeldung gestern gegen 13:00 Uhr.

Börse und die die Meldung von Pfizer/BioNTech

Bereits in nächster Zeit ein Antrag für die Zulassung eines Impfstoffes, mit einer 90-prozentigen Wirksamkeit – dies schlug an der Börse ein wie eine Bombe. Der klinisch geprüfte Impfstoff BNT162b2 hat in einer Phase-3-Studie offenbar eine gute Schutzwirkung erzielt, man spricht auch schon von 50 Millionen produzierten Impfdosen bis zum Jahresende – und bis dahin sind es nur noch ein paar Wochen. Beim Dax ging es binnen Minuten 500 Punkte nach oben, bis zum späten Nachmittag blieb ein 5 Prozent-Aufschlag.

Könnte dies ein Game Changer sein, der dazu führt, dass die Börse bereits jetzt die Nach-Covid-19-Ära einpreist?

Der Pfizer-Chef Albert Bourla jedenfalls behauptete, es sei der wichtigste medizinische Fortschritt der letzten 100 Jahre.

Was hat sich gegenüber Freitag geändert?

Schlagartig geriet das Aufregerthema, der Ausgang der US-Wahlen, etwas in den Hintergrund. Blitzschnell versuchte sich die Börse auf die neue, wenngleich noch nicht gesicherte Lage einzustellen. Fluggesellschaften, Kreuzfahrtlinien, Hotelketten haussierten um 20 bis 30 Prozent. Sektoren, die vor Kurzem keiner anfassen wollte, „Stay at Home-Aktien“, Technologie- aber auch Pharmatitel gerieten ins Abseits. Eine blitzartige Branchenrotation, wie es sie auch in diesem Jahr noch nicht gegeben hat.

Auch wenn es eigentlich noch zu früh ist, die Nach-Corona-Phase einzuläuten, so kann man sich zumindest ein paar Gedanken darüber machen, was die Börsen auf kurze Sicht belasten oder befördern könnte.

Der monetäre Rückenwind könnte etwas nachlassen

Hatte man in diesem Jahr aufgrund von Corona selbst im konservativen Deutschland alle Haushaltsgrundsätze über den Haufen geworfen, so könnte eine echte Impfstoffhoffnung die Wirtschaftspolitiker vorsichtiger machen: Stimulusprogramme dürften vor allem in ihrer zeitlichen Reichweite moderater ausfallen.

Auch seitens der Notenbanken könnten die Notprogramme reduziert werden, das Notprogramm PEPP (Pandemic Emergency Purchase Programm) der Europäischen Zentralbank dürfte am 16. Dezember kaum mehr als um 500 Milliarden Euro erweitert werden – wenn überhaupt.

Aber eine Reduzierung der Notenbankbilanz scheint fast ausgeschlossen – haben denn Politiker nicht erst gewarnt, man solle die Unterstützung nicht zu rasch reduzieren?

Kurzfristig könnten sich die Vorteile sogar potenzieren

Sicherlich werden die Zentralbanken die gerade erst versprochenen Maßnahmen nicht wegen der Hoffnung auf einen Impfstoff eindampfen: Die regelmäßigen Anleihekäufe der EZB oder auch der Federal Reserve mit ihrem 120 Milliarden Dollar Paket pro Monat.

Auch haben die Notenbanken die Käufe bis weit ins Jahr 2021 terminiert, laut FED-Chef Powell bis zu „Maximum Employment“, oder bis die Inflation deutlich anzieht (über zwei Prozent und für längere Zeit). Bei der gegenwärtigen Schuldenaufnahme können die Notenbanken doch gar nicht anders, als ihre Anleihe-Aufkaufprogramne fortzusetzen.

Die US-Notenbank wird wohl nicht dem neuen US-Präsidenten bei seinem Coronaprogramm und dem versprochenen Wirtschaftsprogrammen monetär gleich in die Parade fahren.

Auf der anderen Seite kommt die Psychologie ins Spiel: noch kürzlich hat man von verantwortlicher Seite behauptet, die Gesellschaft müsse lernen mit dem Virus zu leben. Was gleichbedeutend ist mit ausgesprochen schlechten Aussichten für die Wirtschaft 2021, infolge partieller Lockdowns.

Und was wäre die Folge, sollte es wirklich zu der großen Versorgung mit einem Impfstoff im nächsten Jahr mit Milliarden Dosen kommen? Das Damoklesschwert einer ewig langen Durststrecke für bestimmte Branchen fiele weg.

Müsste man nicht die Wachstumserwartungen für 2021/2022 sogar etwas anpassen? Gestern hatten zeitweise 260 Aktien im S&P 500 ein neues Hoch erreicht, was für eine Breite! Allzeithochs bei Indizes gelten, wenn diese signifikant ausfallen, als starkes Kaufsignal für die Börse.

Was waren noch die Treiber der diesjährigen Rally?

Zu sagen, dass das Coronavirus gut ist für die Aktienmärkte stimmt – aber nur in der rückwärtigen Betrachtung. Die großen Profiteure der Pandemie aus dem Technologiebereich, die FANGMAN-Titel, haben eine sagenhafte Rally hingelegt, nicht nur 2020. Sie verkörpern etwa ein Viertel des Leitindex S&P 500, etwa 7 Billionen Dollar. Der Index ist aber 29 Billionen Dollar schwer und viele der Value-Aktien, wie aus dem Energie- und Bankenbereich liegen gewaltig am Boden. Vom ganzen Luftfahrt, Reise- und Freizeitbereich gar nicht zu reden. Sollten die in Summe gut 20 Billionen schweren Titel aus dem Value-Sektor nicht in einer von der Börse antizipierten Nach-Corona-Ära aufholen können?

So hatte gestern nicht zufällig der Nebenwerte-Index Russel 2000 die stärkste Reaktion gezeigt, bis man bei plus 7 Prozent den Handel unterbrochen hatte (circuit braker). Das ist doch fast schon ein Signal für den Wechsel von Growth zu Value. Natürlich alles unter Vorbehalt.

Sollte sich die Impfstoffgeschichte als valide erweisen, könnte man sich schon einmal auf eine gigantische Branchenrotation einstellen. Die Börse blickt mindestens ein halbes Jahr in die Zukunft und nicht auf den Dezember.

Und es gibt weitere offene Fragen

Was machen die Investmentfonds? Hat sich die Situation für die aktiven Fondsmanager, die noch nicht investiert sind und der Benchmark hinterherrennen, nicht deutlich verschlechtert? Was tun, wenn der Impfstoff tatsächlich kommen sollte und die Notenbanken den Fuß nicht vom Gas nehmen?

Was machen die vielen Leerverkäufer, die die ganzen Loser der kommenden Jahre geshortet haben, Fluggesellschaften waren eine sichere Short-Gelegenheit? Die heutigen Kurssprünge waren sicherlich einigen Short Squeezes geschuldet.

Thema Market Timing 2.0

„Aktienmärkte: Buy and Hold – nach wie vor im Vorteil?“ habe ich erst am 21. Oktober einen Artikel überschrieben mit den Fakten über die fatalen Auswirkungen auf die eigene Performance, sollte man die besten Tage des Jahres verpassen. Dafür genügen eine Handvoll Tage, wie zum Beispiel die ersten 48 Stunden nach dem Corona-Crash, als der Dax von seinem Tief am 23. März von 8480 Punkten (Tagestief 8255)) bis zum 25. März auf 10.137 Punkte gestiegen war. Oder der gestrige Tag, wenngleich in kleinerer Dimension.

Fazit

Nach einem Kursanstieg im Dow Jones von über 2700 Punkten in der Spitze und in wenigen Tagen ist eine Korrektur überfällig. Dies hat aber weniger mit dem neuen Umfeld zu tun, sondern ist technischer Natur.

Die Impfstoffmeldung erfolgte in eine Marktlage, die schon eine gewaltige Wahlrally vollzogen hatte.

Meine persönliche Einschätzung: Die Aktienmarkttrally wird vermutlich wieder einmal beendet werden durch einen Anstieg der Kapitalmarktzinsen. Dies dürfte aber substanziell nicht schon jetzt der Fall sein. Zu dringend muss die Wirtschaft noch unterstützt werden, zu stark sind die Auswirkungen von Corona auf die Beschäftigungslage und zu groß ist noch der Anlagenotstand. Deshalb scheint eine Jahresendrally an der Börse noch nicht bedroht zu sein.

Die Börse reagiert auf die Impfstoff-Hoffnung

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Aktienmärkte: Euphorie – haben Sie schon einen Lamborghini gekauft?

Was soll denn nun schief gehen? So das derzeitige Mantra: Wir haben doch jetzt einen Impfstoff, wir haben die Notenbanken – die Beste aller Welten..

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte in den USA sind in einem Zustand der Euphorie – Dow Jones, S&P 500, Nasdaq 100 und der Nebenwerte-Index Russell 2000 erreichten am Freitag alle neue Allzeithochs. Und die Stimmung ist gigantisch gut: fast alle Sentimentindikatoren sind auf Anschlag, Absicherungen für Rückschläge der Aktienmärkte (durch Puts) sind auf dem niedrigsten Stand seit vielen Jahren.

Aktienmärkte: es kann nur weiter nach oben gehen – oder?

Was soll denn nun schief gehen? Wir haben doch jetzt einen Impfstoff, womit sich die Coronakrise dann erledigen werde, so das allgemeine Mantra. Donald Trump hat offenkundig keine Chance mehr, Ärger zu machen – womit sich die Unsicherheiten im Umfeld der US-Wahlen doch erldigt haben. Und mit der Aussicht, dass sich die Wirtschaft massiv erholen wird, kommt als Rückenwind noch die Stimulus-Flut der Staaten und Notenbanken hinzu. Beste aller Welten, oder?

Auch im deutschsprachigen Bereich ist die Stimmung sorglos bis gierig: nicht zufällig brüsten sich derzeit etwa viele Zuseher meiner Videos mit ihren Gewinnen, man habe lockere Gewinne gemacht, von denen man sich jetzt entspannt einen Porsche kaufen könne. Skeptische Stimmen werden als stete Miessmacherei bezeichnet, die an der Kurs-Realität total vorbei gehe.

Was aber, wenn dann doch zur Überraschung der Euphorisierten die Beste aller Welten dann doch so nicht kommt?

Michael Silva zeigt in seinem Video nicht nur die derzeitige Lage der Aktienmärkte der USA, sondern sieht Parallelen zur Entwicklung zwischen 1987 und derzeit. Auch 1987 gab es bekanntlich einen Crash (wie 2020 im März), dann folgte eine deutliche Erholung der amerikanischen Aktienmärkte bis zum Jahr 1990 – bevor es dann einen signifikanten Rückschlag für die Aktienmärkte gab. Derzeit sehen viele Parameter genau so aus wie nach den Ereignissen aus dem Oktober 1987 bis 1990 – nur geht das in diesem Jahr 2020 gewissermaßen im Zeitraffer.

Und Michael Silva erzählt eine Episode aus der Zeit der US-Immobilienblase, als er bei „Best Buy“ jobbte und ein Kunde ihm unbedingt seinen Lamborghini zeigen wollte, den er sich mit Gewinnen aus Aktien erzielt hatte. Das war kurz vor Platzen der US-Immobilienblase und dem Ausbruch der Finanzkrise – auch damals glaubten alle, dass die Preise für Immoblien nur noch weiter steigen könnten:

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Aktienmärkte und Euphorie - schon einen Lamborghini gekauft mit den Gewinnen?

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Dax: „Mitsegeln“ – aber keine langfristigen Überzeugungskäufe mehr

Für den Dax gilt: für langfristige Überzeugungskäufe ist es schon zu spät. Aber solange die US-Aktienmärkte nicht fallen, kann man „mitsegeln“

Stephan Heibel

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Der DAX hat sich im Wochenvergleich kaum verändert. Aber wir befinden uns in einer Rotationsphase, in der sich Anleger auf die Zeit nach Corona konzentrieren.

Nach Corona wird die Autoindustrie wieder ordentlich produzieren können. Dabei werden intelligente Autos zunehmen, immer mehr Chips werden eingebaut, die sogar möglichst noch per Funk miteinander kommunizieren. Siltronic, Hersteller der Basisplatten für Chips (Wafer) konnte diese Woche um 10% zulegen. Leoni hingegen, Lieferant von Kupferkabeln, brach um 9% ein.

TUI hat weitere Staatshilfen nur gegen eine 25%-Beteiligung des Staates erhalten, wird somit zum Staatsbetrieb. Die Aktie ist um 12% eingebrochen. Fraport auf der anderen Seite, die ohne Hilfen durch diese Krise gekommen sind, konnten um 12% anspringen.

Die Global Fashion Group, die einen Online-Marktplatz im asiatischen Raum betreibt, konnte um 8% zulegen, während Rational, Anbieter von Industrieküchen, um 9% einbrach: Der verlängerte Teil-Lockdown könnte weiteren Gastronomen das Genick brechen, während das Weihnachtsgeschäft verstärkt online stattfindet.

Ein Wechselbad der Gefühle also für jeden Anleger, der sich auf Einzeltitel fokussiert, während Fondsanleger ein Gefühl der Gleichgültigkeit ausstrahlen. So ist das Anlegersentiment auf 1,9 ein wenig zurückgekommen (Vorwoche 2,8) und pendelt somit im neutralen Bereich.

Auch die Selbstzufriedenheit ist diese Woche deutlich zurückgekommen (-0,9 auf 0,7) und zeigt erste Fragezeichen in den Gesichtern der Anleger, meiner Meinung nach in erster Linie der Fondsanleger, die sich nur schwer einen Reim auf die vielen widersprüchlichen Unternehmensmeldungen machen können.

Aber mit einem Impfstoff am Horizont und einer inzwischen beruhigten Nachrichtenlage hinsichtlich des Präsidentschaftswechsels in den USA sowie mit der Aussage der EU im Rücken, dass der Brexit für uns zu verkraften sei, steigen die Zukunftserwartungen um 0,8 auf 5,2. Es gibt aktuell dreimal so viele Optimisten wie Pessimisten in Sachen Dax.

Weiterhin bleibt die Investitionsbereitschaft mit einem Wert von 2,9 (-0,3) auf einem hohen Niveau. Rückschläge im DAX werden also weiterhin frühzeitig gekauft und somit begrenzt, die Unterstützung bleibt stark.

Seit nunmehr fünf Wochen wissen wir, dass es Impfstoffe geben wird und seit fünf Wochen ist das Anlegersentiment im grünen Bereich: Es wird gefeiert auf dem Börsenparkett. Damit ist unser 5-Wochendurchschnitt des Anlegersentiments inzwischen ebenfalls auf ein hohes Niveau angestiegen. Infolge des historisch niedrigen Sentiments während des Coronacrashs ist nun eine entsprechend übertriebene Gegenbewegung durchaus möglich. Bislang war dieser etwas behäbiger reagierende Indikator im neutralen Bereich, jetzt entwickelt er sich langsam in Richtung einer Übertreibung.

Eine solche Übertreibung kann über mehrere Wochen bestehen bleiben. Für uns ist es der Hinweis, wer bislang noch nicht voll investiert ist, der sollte nun vorsichtig sein, den Kursen hinterherzulaufen.

Das Euwax-Sentiment der Privatanleger zeigt mit einem Wert von -3 weiterhin nur eine leichte Absicherungsneigung an. Auch die Profis, die sich über die Eurex absichern, haben nach den heftigen Aktivitäten in Folge der Impfstoffmeldungen nun wieder eine moderate Absicherungsneigung an den Tag gelegt. Das Put/Call-Verhältnis zeigt mit einem Wert von 2,1 einen leichten Überhang von Put-Käufen an, also Absicherungspositionen.

Das Put/Call-Verhältnis der CBOE ist weiterhin extrem niedrig, was einem Call-Überhang entspricht. Anleger spekulieren weiterhin auf stark steigende Kurse. So bleibt auch die Investitionsquote der US-Fondsanleger mit einem Wert von 103% (-4%) sehr hoch.

US-Privatanleger haben ein Bulle/Bär-Verhältnis von 26% zugunsten der Bullen, der Optimismus ist bereits auf einem extrem hohen Niveau. Auch der technische Angst und Gier Indikator des S&P 500 zeigt mit 85% extreme Gier unter Anlegern an.

Interpretation: Beim Dax noch mitsegeln, solange es noch geht – aber Kursen nicht hinterherlaufen

Die Sentiment-Analyse kann keine Hoch-Runter-Prognose für den Dax liefern. Vielmehr ist das Stimmungsbild, das wir aus der Sentimentanalyse erhalten, ein wichtiger Faktor für die Bestimmung der Strategie, die wir in dieser Marktphase anlegen. Wenn wir also aus der heutigen Stimmungserhebung ableiten, dass wir mittelfristig in eine Phase der Übertreibung laufen, dann ist es nun zu spät für beherzte, langfristige Überzeugungskäufe im breiten Markt.

Aufgrund der eingangs gezeigten Rotation, die derzeit so heftig wütet, gibt es dennoch weiterhin viele Aktien, die auch mittel- und langfristig noch sehr günstig sind. Doch gleichzeitig hat die Corona-Pandemie einige Aktien auf Höhen katapultiert, die nicht mehr lange gehalten werden können. Bei Einzeltiteln lohnt sich derzeit also ein Blick auf das Bewertungsniveau. Günstige Titel können weiterhin eingesammelt werden. Die High-Flyer hingegen sollten zumindest mit einem engen Stopp Loss abgesichert werden.

In den USA ist die Stimmungslage bereits euphorischer als bei uns in Deutschland. Daraus können wir ableiten, dass der DAX noch immer Luft nach oben hat. Das gilt jedoch nur solange, wie der Dow Jones seitwärts läuft. Sollte es in den USA zu einer Gegenbewegung kommen, wird der DAX sicherlich ebenfalls mit in den Keller gezogen.

Dennoch: Euphorie ist nicht zu erkennen, im Gegenteil, die hohe Investitionsbereitschaft liefert weiterhin eine stabile Unterstützung und so dürfte der DAX in der Vorweihnachtszeit weiterhin nach oben driften, sofern keine negativen Ereignisse diesen zugrunde liegenden Trend vereiteln.

Sprich: Mitsegeln, solange es geht :-).

Mehr von Stephan Heibel finden Sie hier..

Für den Dax gilt: für langfristige Überzeugungskäufe ist es schon zu spät

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Anleihen

Aktienmärkte: Ist das das nächste große Ding? Marktgeflüster (Video)

Markus Fugmann

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Die Aktienmärkte der Wall Street heute allesamt mit neuen Allzeithochs, während der Dax weiter stagniert und sogar einen leichten Wochenverlust ausweist – und das trotz neuem Optimismus in Sachen Brexit. Aber der Fokus richtet sich nun immer mehr auf die US-Anleihemärkte mit steigenden Renditen, die Zinskurve versteilt sich weiter (gut für Finanz-Aktien, nicht so gut für Tech, daher der Nasdaq heute nur mit kleinen Gewinnen). Sollten die Renditen weiter steigen, werden US-Anleihen wieder zunehmend zur Konkurrenz für die Aktienmärkte. Dort aber herrscht nach wie vor eine „Rundum-sorglos-Stimmung“, vor allem die „Corona-Verlierer“ werden wieder gekauft (der Sektor Energie daher wider mit den größten Gewinnen)..

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