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Börse Hongkong will Börse London kaufen für 32 Milliarden Pfund

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Die Börse Hongkong hat vor wenigen Minuten bekanntgegeben die Londoner Börse „London Stock Exchange“ (LSE) kaufen zu wollen. Das Angebot liege bei 31,6 Milliarden Pfund, teilweise aus Aktien und einem Baranteil. Inkludiert sind 2 Milliarden Pfund an Schulden. Huch? Da war doch noch was? Erst vor wenigen Tagen hatte die Londoner Börse verkündet den Datenanbieter Refinitiv für satte 27 Milliarden Dollar kaufen zu wollen. Die Börse Hongkong sagt aktuell dazu, dass bei Genehmigung ihres Übernahmeangebots dieser Refinitiv-Kauf abgesagt werde. Die Börse Hongkong spricht von einer „Verbindung“ der beiden Börsen (klingt ja immer besser als Übernahme), die man anstrebe. Dabei ist ja offensichtlich, wer hier derjenige ist, der zukünftig der Bestimmer sein wird. Die bisherigen Eigentümer der LSE sollen Cash und Aktien der Börse Hongkong erhalten.

Damit verschwindet die LSE unter der Schirmherrschaft der Asiaten, wenn die LSE-Aktionäre denn zustimmen. Unser Kommentar: Die Deutsche Börse wollte ja auch schon mit der LSE fusionieren, was aber an Kartellbedenken der EU scheiterte (wohl auch zurecht). Aber Hongkong und London, das dürfte innerhalb der EU ja nicht die selben Kartellbedenken auslösen? Denn dann gäbe es in Europa immer noch drei große Anbieter, LSE, Frankfurt und Euronext. Gut, UK scheidet bald aus der EU aus. Dennoch bleibt London ja ein Kapitalmarktplatz in Europa. Das Angebot wurde an den Aufsichtsrat der LSE gerichtet. Noch gibt es kein grünes Licht. Die Aktie der London Stock Exchange notiert aktuell mit +4,5% gegenüber dem Schlusskurs von gestern.

Londoner Börse - Hongkong will kaufen
Die London Stock Exchange.

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Ich verschaffe Ihnen unabdingbares Hintergrundwissen – Werbung

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Lieber Börsianer,

es muss etwa Mitte der 90-er Jahre gewesen sein, als ich noch relativ am Anfang meiner Börsenlaufbahn einige Stück des ungarischen Unternehmens Matav erworben hatte. Matav (Magyar Telekom) war im Zuge der Wende im Ostblock privatisiert und wenig später an die Börse Budapest gebracht worden. Auch die Deutsche Telekom hatte sich bedeutsam an dem ungarischen Telefonunternehmen beteiligt.

Die Stimmung für Telekom-Aktien war seinerzeit recht gut, und ich freute mich über steigende Matav-Kurse. Irgendwann stockte der Hauptaktionär Deutsche Telekom nochmals auf, und damit begannen meine Probleme. Denn die Anzahl der Aktien im freien Handel (Free float) wurde durch diese Transaktion erheblich reduziert. In der Folge trocknete der Handel mit der Matav-Aktie in Deutschland weitgehend aus.

Mit anderen Worten: In meinem Depot stand zwar ein schöner Wertzuwachs, den ich allerdings aufgrund des ausgetrockneten Aktienhandels nicht realisieren konnte. Ich war richtig aufgeschmissen und wurde zunehmend nervös.
Theoretisch hätte ich die Aktie in Budapest verkaufen können, denn an der Heimatbörse wurde der Titel immer noch ausreichend gehandelt. Allerdings hatte ich die Aktie ja in Deutschland gekauft, wo sie auch für mich gelagert wurde. Damit war ein Verkauf an der Auslandsbörse erst einmal nicht möglich.

Zu diesem Vorgang einige Hintergrund-Informationen: In der Regel hat jede nationale Börse eine eigene Verwahrstelle. Hierzulande werden unsere Aktien bei Clearstream Banking (Tochter der Deutschen Börse) gelagert. Dort befinden sich alle Aktien, die an einem deutschen Börsenplatz erworben worden sind, auch wenn es sich um…..

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Sophie Schimansky LIVE zum Handelsstart in New York

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Sophie Schimansky bespricht im folgenden Video die aktuelle Lage direkt vor dem Handelsstart in New York. Morgan Stanley kauft E-Trade. Das ist ganz aktuell das Thema Nummer 1.

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Achtung: Fake News können Ihr Depot ruinieren – Werbung

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Lieber Börsianer,

die Börse ist der Ort der Überspannung. Hier vermischen sich Gerüchte und Hoffnungen teils zu einem explosiven Gemisch. Besonders im Vorfeld von Quartalszahlen werden Börsianer nicht selten von großer Erregung erfasst. Da gehen dann plötzlich Nachrichten um, dass Apple (beispielhaft) ein neues sensationelles Produkt auf den Markt bringen wird. Und schon steigen die Kurse. Umgekehrt kennen wir das genauso. Da sei der Umsatz von BMW (wieder beispielhaft) in China dramatisch eingebrochen, und wieder verfallen wir in Hektik.

So funktioniert Börse und so wird sie auch in 100 Jahren noch sein. Mit der Zeit lernt man als Aktionär den Umgang mit dieser Überspannung. In den vergangenen Jahren beobachte ich allerdings ein neues Phänomen. Marktteilnehmer verbreiten immer öfter gezielt Halbwahrheiten und Fälschungen, um die Kurse einer Aktie in Ihrem Sinne zu beeinflussen.

Short-Seller aus dem angelsächsischen Raum publizieren – teils unterstützt von ahnungslosen Medien – dubiose Studien und überzeichnen Probleme in einem Unternehmen. Der Zahlungsdienstleister Wirecard oder zuvor das Beteiligungsunternehmen Aurelius können davon ein Lied singen. Andere Marktteilnehmer wiederum prognostizieren für ein kleines Biotech-Unternehmen, von dem wir bisher unter Garantie zuvor noch…..

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