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Börsenaufsicht auf Zypern wohl bald mit stärkerer Regulierung bei Forex und Binary Options

Die Börsenaufischt in Zypern? Was habe ich schon mit Zypern zu tun, wird sich so mancher Forex-Trader oder Zocker in Binären Optionen fragen. Aber schauen Sie mal nach…

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FMW-Redaktion

Die Börsenaufischt in Zypern? Was habe ich schon mit Zypern zu tun, wird sich so mancher Forex-Trader oder Zocker in Binären Optionen fragen. Aber schauen Sie mal nach bei Ihrem Broker – Zypern ist neben London der Hauptstandort für Forex-Broker und Binary Options-Anbieter in der EU. Nicht nur aufgrund seiner geographischen Lage gilt der Standort Zypern quasi als der insgeheime Lieblingsstandort für Broker in Europa, da man hier relativ frei seinen Geschäften nachgehen kann – so möchten wir es mal neutral formulieren.

Aber anscheinend wird es wohl selbst der dortigen Aufsichtsbehörde „CySec“ zu bunt. So steht man laut Leaprate offenbar kurz davor den auf Zypern beheimateten Binary Options-Anbietern (wir sprechen hier absichtlich nicht von Brokern) das Recht zu entziehen Neukunden Bonus-Gutschriften anzubieten. Aber warum das, werden sie fragen. Ja, es klingt zunächst paradox, denn Gutschriften sind doch immer positiv zu sehen. Aber anscheinend haben sich die Kundenbeschwerden bei der CySEC derart gehäuft, und die Außendarstellung Zyperns als „seriöser“ Finanzplatz scheint derart gefährdet zu sein, dass man hier einem großen Unfug offenbar ein Ende setzen will.

So soll die CySEC offenbar demnächst diese Bonus-Gutschriften für Forex und Binary Options-Anbieter verbieten. Viele Anbieter verbinden die Auszahlung der Gutschriften für Neukunden nämlich mit hohen Mindestumsatz-Anforderungen. So müssen die Kunden erstmal kräftig drauf los wetten, bevor sie ihren Bonus-Anspruch erreichen. Dass sie bis dahin ihr eingezahltes Guthaben schon verzockt haben, scheint irgendwie ein Problem zu sein! Aber genau das scheint ja, so könnte man fast annehmen, das Ziel solcher Lockangebote zu sein. Die Neukunden zum Handeln animieren, denn wer will sich nicht gerne geschenktes Geld „abholen“. Bei einigen Anbietern sollen sogar Guthabenauszahlungen, die über die ursprüngliche Einzahlung hinausgehen, davon abhängig sein, dass der Kunde erstmal sein Bonusziel durch Trading erreicht. Kann man da noch von Seriosität sprechen?

In diesem Zusammenhang hatten wir vor Kurzem über erste Bemühungen eines neu gegründeten Verbands der Binary Options-Anbieter berichtet, genau diese Bonus-Angebote selbst abzustellen. Aber das scheinen nur sehr wenige Anbieter aus eigenem Antrieb umsetzen zu wollen. Auch scheint der CySEC ein Dorn im Auge zu sein, dass mit extrem hoher Hebelwirkung im Forex-Trading (Devisenhandel) schnell viel Geld verloren wird – so vermuten wir es mal. Dazu muss man natürlich betonen, dass kein Trader gezwungen wird einen hohen Hebel zu benutzen – er entscheidet das ganz alleine. Nur offenbar will man dem Kunden hier die Entscheidungsgewalt für das eigene Risikobewusstsein abnehmen. Angeblich wird die CySEC daher wohl demnächst verkünden, dass der maximale Hebel im Forex-Handel auf 50 begrenzt wird für Broker, die auf Zypern sitzen. Das könnte eventuell eine Richtgröße auch für andere Regulierer in Europa werden, wenn es denn so kommt!

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. joern

    22. November 2016 22:22 at 22:22

    Also aus leidvoller Erfahrung aus der Familie kann ich berichten, dass Anbieter von binären Optionen auf Zyper nicht nur mit Lockangeboten zu irrsinnigen Hebeldeals verführen wollen (hier: Banc de Binary). Sie betrügen auch ganz einfach um dem Kunden das Geld abzunehmen. In meinem Beispiel wurde per Skype-Telefonat ein Börsenneuling tagelang begleitet, wie er kleine Geschäfte mit Erfolg durchführte. Nach der positive Eingewöhnung gab es dann in einer gemeinsamen Session plötzlich „Browserprobleme“ und es wurden in kurzer Zeit Geschäfte mit dem max. Volumen (8T€) durchgeführt, die innerhalb von 1 h zum Totalverlust von mehren 10T€ geführt haben. Das sind natürliche bedauerliche Einzelfälle und man solle sich doch bitte einen neuen Browser installieren und weiter machen…

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Handelskrieg USA vs China abgeblasen? US-Märkte vorbörslich im Plus

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Die USA hatten letztes Jahr nach eigenen Angaben ein Handelsbilanzdefizit nur mit China in Höhe von 375 Milliarden Dollar. Importen von 505 Milliarden Dollar standen lediglich Exporte von 130 Milliarden Dollar gegenber. Das ist ein verdammt guter Grund für einen großen Handelskrieg – aber der wurde nun offenbar erst einmal (!) abgeblasen.

Zwar hat Donald Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow gestern beim US-Sender CBS gesagt, dass Zölle keineswegs vom Tisch seien. Zölle seien Teil jeder Verhandlung, und sie könnten womöglich Teil von Zwangsmaßnahmen sein. Aber das klingt eher nach einer allgemeinen Drohung um dem Gegenüber Stärke zu zeigen. Wichtiger scheinen die konkreten Aussagen von US-Finanzminister Steve Mnuchin, vom Weißen Haus, und von den offiziellen chinesischen Regierungsmedien zu sein. Von diesen drei Organen hört man am Wochenende von einer grundsätzlichen Einigung, die aber noch nicht ins Detail geht.

Man werde keinen Handelskrieg führen, und die gegenseitige Erhöhung von Zöllen werde beendet – so sagte es Chinas Vize-Regierungschef Liu He. US-Finanzminister Mnuchin klang in seinen Aussagen sehr ähnlich, als er sagte, dass es gegenseitige Strafzölle vorerst nicht mehr geben werde. Man habe bedeutende Fortschritte erzielt. Es gehe jetzt darum ein Rahmenabkommen zu vereinbaren.

Das Wichtigste für die USA ist, dass das Defizit endlich verringert werden soll, und zwar in großem Umfang. Das soll erreicht werden, indem China deutlich mehr Produkte aus den USA importiert. Hierbei wurden die Bereiche Agrar und Energie genannt. Dies werde Wachstum und Beschäftigung in den USA fördern, so das Weiße Haus. Das klingt natürlich gut für die US-Arbeiter im Bergbau und in der Landwirtschaft. So eine Vereinbarung war auch dringend nötig, denn China war gerade dabei den US-Landwirten die Exporte abzuwürgen – jetzt steht offenbar das Gegenteil bevor – noch mehr Agrar-Exporte von Trumps Stammwählern Richtung China. Dafür wird er sich mächtig feiern lassen.

Aber wer verliert? Denn irgendwer muss in dieser Rechnung verlieren. Wenn China beispielsweise Kohle und Erze aus den USA kauft, könnten diese Produkte teurer sein als die Importe, die bislang massenhaft aus Australien kommen. Also zahlen chinesische Importeure mutmaßlich höhere Preise, und australische Rohstoffkonzerne sowie die hiermit verbundenen Arbeitsplätze sind die Verlierer. Ebenso wird es beispielsweise mit großen Agrar-Produzenten wie Brasilien laufen – hier werden Exporteinnahmen wegbrechen und das Land wird noch mehr in die Krise stürzen, weil die fehlenden Umsätze jetzt in die USA umgelenkt werden.

Also ist es doch noch „irgendwie“ ein Handelskrieg – zulasten anderer Länder, die indirekt betroffen sind, weil ihnen Umsätze fehlen, und Jobs verloren gehen werden! Der US-Aktienmarkt scheint diese Nachrichtenlage natürlich positiv aufzunehmen – der Dow Jones notiert 3 1/2 Stunden vor Börsenstart mit einem Plus von 227 Punkten, der S&P 500 mit +16 Punkten.

Handelskrieg
Ein Sojabohnenfeld in Indiana, USA.

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Tesla-Aktie nicht zu erschüttern? Angeblich 10 Milliarden Dollar Kapitalbedarf

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Ist die Tesla-Aktie durch wirklich gar nichts zu erschüttern? Aber erstmal ein paar Wochen zurück. Als Tesla seine jüngsten Quartalszahlen veröffentlichte, verkündete Elon Musk stolz, dass man bis Ende 2018 einen positiven Cash Flow hinlegen werde. In 2018 werde man kein frisches Eigenkapital aufnehmen. Auch sonst klangen seine Äußerungen so, als werde nun alles gut, und dank der bevorstehenden sprudelnden Einnahmen würden zukünftige Kapitalerhöhungen oder neue Schulden kaum nötig sein.

Schon diverse Male hat Tesla in der Vergangenheit unter Beweis gestellt, dass man ständig neues Geld brauchte, weil man ständig Geld verbrennt. Unter normalen Umständen wären Musk´s Aussagen am Markt nicht viel Wert – aber er ist eben Elon Musk – und dem scheinen seine „Jünger“ alles zu glauben. Aktuell hört man aus dem Hause Goldman Sachs, dass Tesla in den nächsten beiden Jahren einen Kapitalbedarf von 10 Milliarden Dollar nötig haben werde.

Diese Summe würde Tesla benötigen um die Produktion überhaupt weiter hochfahren zu können. Auch sei das Geld nötig um neue Produkte rausbringen zu können (E-Truck?) und die Expansion in China weiter voranzutreiben. Goldman spricht von der Möglichkeit Kredite aufzunehmen oder neue Aktien zu verkaufen. Tja, so oder so – eigentlich dürfte die Börse wenig begeistert sein. Bei neun Aktien werden die Anteile der bisherigen Eigentümer verwässert, und bei Anleihen steigt die Verschuldung der Firma.

Die Frage ist: Erhält Musk überhaupt noch so viel Geld vom Markt, falls diese Summen denn aufgerufen werden sollten? Nur von Januar bis März diesen Jahres hatte Tesla einen negativen Cash Flow von mehr als einer Milliarde Dollar. Mit der Ankündigung eines positiven Cash Flow bis Ende 2018 hat er mal wieder eine Hoffnungsblase gebaut, die seinen Jüngern erneut für ein paar Monate Hoffnung gibt. Eigentlich würde eine normale Aktie (auch die von Tech-Werten) massiv einbrechen, wenn eine Bank wie Goldman so eine Horror-Zahl aufruft.

Aber die Tesla-Aktie, die scheint nichts erschüttern zu können. Sie fällt heute gerade mal um 1,7%. Der Langfristchart zeigt, dass die Aktie auf einem verdammt hohen Niveau steht. An der Börse hat die Firma immer noch einen Wert von 47,5 Milliarden Dollar. Da ist immer noch verdammt viel Hoffnung eingepreist bei den paar hergestellten Autos.

Die Tesla-Aktie seit 2010
Die Tesla-Aktie seit 2010.

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Walmart: Umsatz leicht über Erwartungen, Online-Geschäft wächst kräftig

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Die Walmart-Quartalszahlen (größter Einzelhändler der USA) wurden soeben veröffentlicht. Hier die wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 122,7 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 117,5/erwartet 120).

Der Gewinn liegt bei 1,14 Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,00/erwartet 1,12-1,15).

Das Online-Geschäft wächst um 33%. ES überzeugt sicherlich die Börsianer, dass Walmart nach vorher enttäuschendem Wachstum jetzt doch in diesem wichtigen Segment wachsen kann. Schließlich geht ja auch Amazon mit voller Kraft in das Geschäft mit der Online-Lebensmittelbestellung.

Wichtig beim Wachstum des Gesamtumsatzes ist auch: Da Walmart quasi der Hauptindikator für den US-Einzelhandel ist, kann man bei dem Umsatzwachstum von 5 Milliarden Dollar binnen 12 Monaten davon sprechen, dass die Amerikaner immer noch fleißig dabei sind ihren Konsum zu steigern.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +0,44%.


Zum Vergrößern bitte anklicken.

Walmart
Ein Walmart in den USA: Foto: Wikipedia/Sven / Source: Photograph taken by Jared C. Benedict (CC BY-SA 3.0) – Ausschnitt aus Originalfoto1

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