Der Börsencrash ist nun gestartet – so könnte man es betrachten! Schauen wir auf den folgenden Chart für den US100 CFD, also US-Techaktien. Der Kursverlauf ist seit dem 22. Oktober dargestellt. Was sehen wir? Rot eingekreist vier Tiefpunkte seit dem 4. November. Das Schlimme daran: Jeder ist tiefer als der vorherige, die Kurse fallen kräftig. Das ist markttechnisch ein wirklich schlechtes Zeichen. Und aktuell wurde das letzte Tief von Dienstag dieser Woche, dass durch Dip-Käufer wieder „aufgefangen“ wurde, auch deutlich unterschritten. Ist es jetzt soweit, sehen wir den Börsencrash in seiner Entfaltung? Gut möglich, wenn eine Lawine aus Stop Loss-Oder uns Zwangsliquidierungen nach Margin Calls nicht mehr aufzuhalten ist, und wenn zu viele Kaufwillige gleichzeitig auf noch tiefere Kurse warten. Wenn heute wieder Dip-Käufer auf den Plan treten, müsste das schon eine sehr kräftige Kaufbewegung sein über das Niveau von 25.200 Punkten, die auch bis Montag durchhält! (aktuell 24.003).
Börsencrash? Nerven der Dip-Käufer werden auf die Probe gestellt
Kommen die Dip-Käufer heute „wieder mal“ zurück, und können die richtige Entfaltung eines Börsencrash verhindern? Denn die bisherigen Kursrückgänge der letzten Tage am Aktienmarkt waren immer noch ein „netter Rückgang“, wenn man die Gewinne der letzten Monate betrachtet! Denn schaut man auf den US-Techmarkt seit Jahresanfang, sieht das noch lange nicht aus wie ein Börsencrash. Im folgenden Chart sehen wir seit Anfang Januar ein Plus von 14,6 % bei amerikanischen Techaktien. In diesem Bild ist die Bewegung der letzten Tage noch eine gesunde Korrektur nach einer monatelangen Rally.
Eine sensationelle Prognose von Nvidia (Quartalszahlen von Mittwoch Abend) sollte Dip-Käufer zurückbringen. Stattdessen ließen eine Talfahrt im Technologiesektor und ein gemischter US-Arbeitsmarktbericht die Anleger angeschlagen zurück und vor der Wahl, ihre Wunden zu lecken oder sich wieder ins Getümmel zu stürzen, so die Einschätzung von Bloomberg News. Weiter wird berichtet: Für die Strategen am Trading Desk von Goldman Sachs trug eine Zunahme der Leerverkäufe bei Makroprodukten wie börsengehandelten Fonds, kundenspezifischen Baskets und Futures zur Talfahrt am Donnerstag bei. Der Handelsraum wies auch auf die schlechte Liquidität hin, wobei die Top-of-Book-Tiefe bei S&P-500-Futures unter 5 Millionen US-Dollar fiel, verglichen mit einem Jahresdurchschnitt von 11,5 Millionen US-Dollar, ein Faktor, der die Bewegungen am Aktienmarkt möglicherweise verstärkt.
Anfang dieser Woche erklärte der Handelsraum von Goldman, dass die Voraussetzungen für einen Anstieg der Aktienkurse gegeben seien, nachdem die risikoreichsten Anlagen in einer vierwöchigen Baisse verkauft worden waren. Der Handelsdesk der Bank wies in einer Mitteilung an seine Kunden am Donnerstagmorgen auf Quantencomputing, Kryptowährungen und Seltenerdmetalle als Bereiche hin, die „Lebenszeichen” zeigen.
Die Kehrtwende hat die Anleger überrascht, nachdem viele die Woche damit verbracht hatten, Optionen zu kaufen, die von einem anhaltenden Anstieg der Tech-Giganten profitieren würden. Angesichts des Kursrückgangs von 3,2 % bei Nvidia am Donnerstag und der wenigen Katalysatoren, die bis zum Jahresende noch übrig sind, dürften diese Positionen nun unter Wasser stehen.
„Im Vorfeld der Veröffentlichung der Nvidia-Gewinne beobachteten wir eine starke Welle von Call-Käufen, was darauf hindeutet, dass sich die Anleger eher auf eine Erholung der Aktie als auf eine Absicherung gegen Kursverluste positionierten”, sagte Robby Knopp, Co-Leiter des S&P 500-Optionsdesks bei Optiver, einem Market Maker.
Als die US-Aktienkurse einbrachen, stieg der VIX, der Angstindex der Wall Street, im Tagesverlauf um bis zu 19 %. Alle Händler, die von dem Volatilitätssprung getroffen wurden, hoffen nun auf eine Rückkehr des unerbittlichen Appetits des Marktes auf Dip-Käufe. Nach den Gewinnen von Nvidia „fragen sich die Anleger, was noch für eine Jahresendrallye sorgen könnte“, schrieb Chris Murphy, Co-Leiter der Derivatestrategie bei Susquehanna International Group, in einer Kundenmitteilung.
Fed-Zinsen
Laut Stuart Kaiser, Leiter der Aktienstrategie bei der Citigroup, gehören die Einzelhandelsumsätze am Black Friday und die bevorstehende Sitzung der US-Notenbank zu den wenigen verbleibenden Katalysatoren für Anleger. „Der Einzelhandel hat in den letzten zwei bis drei Wochen stark nachgegeben“, sagte Kaiser am Mittwoch bei einer Veranstaltung der Wall-Street-Handelsorganisation Sifma. Gemessen am gesamten US-Aktienhandelsvolumen sei der Anteil des Einzelhandels um fast ein Drittel von 16 Prozentpunkten auf 11 Prozentpunkte gesunken, stellte er fest.
Unterdessen waren die besser als erwarteten US-Arbeitsmarktdaten vom Donnerstag ein zweischneidiges Schwert, da Händler Anzeichen für eine widerstandsfähige Wirtschaft sahen, obwohl die Wahrscheinlichkeit einer Zinssenkung durch die Fed im Dezember gesunken ist.
Wenn die Fed die Zinsen im nächsten Monat unverändert lässt, könnte dies einen weiteren Rückgang der US-Aktien auslösen und die Hoffnungen zunichte machen, dass systematische Anleger ihr Engagement in Aktien erhöhen werden. Dennoch sollte die Kaufkraft der Privatanleger nicht unterschätzt werden, schließlich hat sie den Aktien im April geholfen, ihren Tiefpunkt zu überwinden. „Diese Strategie hat sich für viele Menschen über einen langen Zeitraum hinweg sehr gut bewährt“, sagte Steve Sosnick, Chefstratege bei Interactive Brokers.
Kommentar
FMW: Man sieht, viele Strategen und Analysten an der Wall Street haben einen möglichen Börsencrash gar nicht im Blick, sondern hoffen eher auf erneute Dip-Käufe, die den Markt stützen. Möglich ist das durchaus. Aber die letzten Tage waren die Dip-Käufe zu schwach, und aktuell sieht die Lage mehr als angeschlagen aus!
FMW/Bloomberg
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Von 2000 bis 03 hat das Thema „Bye The Dipp…“…jedenfalls nicht funktioniert…
Der DAX im März 2000 noch bei 8136 gestartet..fand sich erst bei den 2166 wieder…drei Jahre später…!
Sämtliche „Bye The Dipp- Käufer „…griffen in’s Leere…!
Die Zeit von 00 bis 03 ist das Musterbeispiel für eine Baisse an der Börse.
Seit dem März des Jahres 2009 hat sich keine Baisse mehr an der Börse gebildet. Im Gegenteil, die vielen „Bye The Dipp Käufer “ hatten Hochkonjunktur….
Aber jeder Zyklus geht einmal zu Ende…Ich betone : Jeder!
„Bye The Dipp Käufer“
Was soll das denn Herr Doktor?
Versuchen wir einmal zu übersetzen:
Bye -> Tschüss
Sächsisch / Thüringisch: „Dipp“ -> Topf
Zusammengesetzt ergibt sich dann ungefähr:
Tschüss, Topf-Käufer
Das ergibt doch keinen Sinn was du da schreibst.
@Englischdoktor-Fan
Ein „Bye The Dipp Doktor“ kann schreiben, was er will, den nehme ich einfach nicht mehr ernst.
@Englischdoktor-Fan. Seien Sie bitte nicht zu streng mit unserem Fake-Doktor, der sich schon mal als Kollege von Marc Faber geoutet hat. Er braucht seine täglichen Vergleiche mit den Kursen der Jahrtausendwende, denn er hat die hohen Verluste zu dieser Zeit anscheinend immer noch nicht verarbeitet.
„Seit 2009 hat sich keine Baisse an der Börse gebildet??“ Wo war er nur in den letzten 16 Jahren, der Sachse, der so gerne ein Doktor wäre.
@ Columbo,immer wenn sie überall falsch liegen spielen sie den letzten Trumpf als Tippfehler- Sucher und Grammatik- Genie aus. Der erwähnte Doktor macht auf jeden Fall börsentechnisch die bessere Falle als sie als ewiger Schönredner.Sie und der Multimut- Fan sind ja nur als Personenbasher und Neider auf FMW unterwegs.
„Bye The Dipp Käufer“
Was soll das denn Herr Doktor?
Versuchen wir einmal zu übersetzen:
Bye -> Tschüss
Sächsisch / Thüringisch: „Dipp“ -> Topf
Zusammengesetzt ergibt sich dann ungefähr:
Tschüss, Topf-Käufer
Das ergibt doch keinen Sinn was du da schreibst.