Ab Mitte letzter Woche sah man am internationalen Aktienmarkt fallende Kurse. Donnerstag, Freitag und auch heute früh auf Terminmarktbasis sah man drei Abwärtsbewegungen. Aber bis heute Mittag sehen wir bereits wieder spürbare Erholungen bei deutschen und US-Aktien, siehe Chart. Ein Börsencrash ist aktuell also doch nicht in Sicht, obwohl Ende letzter Woche Aktien, Krypto und Gold im Einklang fielen? Der Börsenexperte Stefan Riße warnt in einem aktuellen Interview vor der aktuellen Gemengelage am Aktienmarkt.
Abgesehen von anderen interessanten Aspekten im Interview empfehlen wir die Aussagen von Stefan Riße im folgenden Video ab Minute 27:30. Er rät dazu, nicht alle Aktien zu verkaufen. Er habe nicht gedacht, dass der Aktienmarkt bis zuletzt so gut laufen würde. Ihn lässt vorsichtig werden, dass es derzeit offenbar nur noch Optimisten am Aktienmarkt zu geben scheint. Wenn alle Welt im Markt investiert ist, fehlen wohl die Anschlusskäufe. Bisher hätte es bei Kursrückgängen stets das Dip Buying gegeben. Aber wie lange die Rally dieses Mal anhält, sei unklar. Zwar rät er dazu, weiterhin in Aktien investiert zu bleiben, aber es gäbe Auswüchse, die ihn vorsichtig werden lassen.
So lasse ihn zum Bespiel aufhorchen, dass eine Aktie wie Rheinmetall die beliebteste Sparplan-Aktie hierzulande sei. Und in den USA würden enorme Summen in gehebelte Einzelaktien-ETF fließen, es sei eine wilde Zockerei in Gange. Die Märkte seien korrekturreif. Beim Thema KI gebe es bei den Realinvestitionen keine Blase, die Nachfrage nach KI sei weiterhin groß. Stefan Riße schlägt grundsätzlich vor, nicht alles an Aktien abzustoßen. Man solle aber den Cash-Anteil erhöhen und mehr in konservative Papiere umschichten, dafür Technologie etwas reduzieren.
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