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Indizes

Börsenkurse und ökonomische Realität: Die Lücke wird immer größer!

Wie stark sich die Aktienmärkte aktuell von der ökonomischen Realität entkoppeln, wird immer signifikanter!

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Vermutlich werden die US-Indizes (allen voran der S&P 500, der wichtigste Index der Welt) heute neue Allzeithochs erreichen – dank der dovishen Wende der Fed und nun dem Waffenstillstand, den Trump China angeboten hat.

Wie stark sich die Aktienmärkte damit von der ökonomischen Realität entkoppeln, wird immer signifikanter:

Wir erleben eine weitere Steigerung der Vermögenspreise ohne realwirtchaftliches Wachstum:

Besonders schlecht ist die ökonomische Lage in Europa! Heute vormittag wurde die finale Version der europäischen Einkaufsmanagerindizes veröffentlicht:

Chris Williamson, Chef-Ökonom bei IHS Markit, faßt die Daten so zusammen:

“Da die Geschäftseinbußen erneut so gravierend ausfielen wie selten zuvor seit mehr als sechs Jahren steckte der Eurozone-Industriesektor auch im Juni tief in der Krise. Angesichts der miserablen Juni-Daten fällt auch der PMI-Durchschnittswert im zweiten Quartal 2019 so niedrig aus wie zuletzt im ersten Quartal 2013. Dies entspricht auch den offiziellen Schätzungen, wonach die Produktion um 0,7% auf Quartalsbasis sinken und damit das BIP erheblich belasten dürfte. Infolge der Auftragsverluste konzentrierten sich die Unternehmen verstärkt auf Kostensenkungen und reduzierten Personal und Vormateriallager. Aufgrund der Talfahrt der Industrie ließ zunehmend auch der Preisdruck nach. Um Kunden zu binden und Umsätze zu generieren, lieferten sich Produzenten und Lieferanten einen regelrechten Preiskampf. In krassem Gegensatz zum rasanten Anstieg der Kosten und Verkaufspreise zum Jahresbeginn sanken die Rohstoffpreise im Juni erstmals seit drei Jahren wieder, und die Verkaufspreise legten kaum noch zu. Überdies sieht es nicht nach einem baldigen Ende des Abwärtstrends aus. So blieben die Frühindikatoren der Umfrage auf erschreckend niedrigem Niveau, was für den Konjunkturverlauf in der zweiten Jahreshälfte nichts Gutes verheißt.”

 

Während Europa schon eine Strecke des Abschwungs hinter sich hat, dürfte das den USA noch bevorstehen – die US-Steuerreform hat die Dinge nur verzögert – erstmals seit 2017 liegt der Economic Surprise Index (der die ralen Daten mit den vorherigen Erwartungen abgleicht) für Europa über dem der USA:

 

Besonders teuer sind angesichts der erst einsetzenden Abschwächung der Konjunktur US-Aktien – Allzeithoch beim Verhältnis Kurs zu Buchwert:

Wer braucht schon die Real-Wirtschaft, wenn die Investoren lieber an die Manipulationsversuche der Notenbanken glauben – Hauptsache, die Zinsen sinken..


Beispielbild für Stahlproduktion. Foto: Omzfoundry Creative Commons Attribution-Share Alike 3.0 Unported

Ein Kommentar

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    Zimmermann

    1. Juli 2019 15:13 at 15:13

    Tja, jetzt ist nur die Frage, ab wann die längst überfällige Korrektur startet. Bei S&P 3000, 3300, 4000 oder 5000 Punkten. Wer weis das schon? Und wenn eine Korrektur kommt, dann muss man sich schon nach spätestens 10% Korrektur Sorgen, dass die Notenbanken aktiv werden und seine Shorts wieder auflösen.

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Der Aktien-Schröder

Aktienmärkte: Zukunftsprognose – oder nur noch bullshit? Marktgeflüster (Video)

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Was sagen uns die Aktienmärkte eigentlich noch über die Zukunft? Bis zur Finanzkrise waren die Aktienmärkte ein guter Indikator für das, was in der Zukunft passieren wird: sie sagten oft zutreffend Rezessionen oder auch starke Zeiten der Wirtschaft voraus – aber das scheint nun vorbei zu sein. Denn die Aktienmärkte sind zu einer Art Wette auf die Liquidität der Notenbanken degeneriert, die – wenn überhaupt – nur noch sehr eingeschränkt versuchen, in der Gegenwart zukünftige Entwicklungen zu bepreisen. Ursache dafür ist die Abschaffung des Zinses als Signalfunktion für Risiken durch die Notenbanken, deren finanzielle Repression die Herde der Investoren in Risiko-Assets zwingt. Das kommt auch heute wieder beispielhaft zum Ausdruck:  an der Wall Street wieder neue Allzeithochs, und das vor allem deshalb, weil der Staat China offenkundig hochverschuldete, kurz vor dem Kollaps stehende Unternehmen wie die HNA Group retten will. Macht diese Party noch Sinn? Wäre es nicht vielleicht besser, wenn diese Unternehmen nicht gerettet werden müßten?

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Gold/Silber

Rüdiger Born: Wie geht es weiter bei Gold? Die Detailanalyse direkt am Chart

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Der Dow 30 strauchelt seitwärts. Gold ist toll angestiegen. Kann es kräftig weiter nach oben gehen? Das schaue ich mir im folgenden Video direkt am Chart genauer an. Wollen Sie abgesehen von meinen täglichen Analysen im Trade des Tages noch viel mehr und vor allem aktuellere Trading-News von mir erhalten, auch aufs Handy? Nutzen Sie dazu gerne meinen neuen Service „Trade to Go“  (einfach hier anmelden). Auch dieses Angebot ist für Sie völlig kostenfrei!

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Aktien

Sophie Schimansky LIVE zum Handelsstart an der Wall Street – „Glas halb voll“

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Sophie Schimansky berichtet ganz aktuell im folgenden Video zum Handelsstart an der Wall Street. Die Grundstimmung scheint zu lauten „es wird schon wieder“ bezüglich der wirtschaftlichen Auswirkungen des Coronavirus.

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