Der Ausverkauf an den US-Aktienmärkten setzt sich ungebremst fort. Am Donnerstag markierten der S&P 500 und der Dow Jones neue Jahrestiefststände, nachdem Donald Trump einmal mehr die Wall Street mit seiner Zollpolitik erschüttert hat. Der US-Leitindex fiel im Tagesverlauf um 1,4 Prozent und überschritt damit die 10-Prozent-Marke, die als technische Schwelle für eine Korrektur gilt. Damit hat es Trump geschafft den Bullenmarkt offiziell zu beenden. Die Strategen der Bank of America (BofA) sehen in den aktuellen Kursverlusten jedoch nur eine technische Korrektur und nicht den Beginn eines Bärenmarktes, so ein Bericht von Bloomberg.
S&P 500-Korrektur: Hier kaufen
Der Rückgang der US-Aktien ist eine technische Korrektur und nicht der Beginn eines neuen Bärenmarktes, da er wahrscheinlich zu politischen Interventionen führen wird, so Michael Hartnett von der Bank of America.
Der BofA-Stratege empfahl, den S&P 500 bei 5.300 Punkten zu kaufen, was einem weiteren Rückgang von 4% gegenüber dem Schlusskurs vom Donnerstag entspricht. Dieses Niveau deute darauf hin, dass der Ausverkauf beendet sei, wenn er von weiteren Abflüssen aus Aktien, einem Anstieg der Barbestände der Fondsmanager auf über 4% des verwalteten Vermögens und einer Ausweitung der Spreads für US-Hochzinsanleihen auf 400 Basispunkte begleitet werde. Was für eine Wende fehlt, ist eine Kapitulation der Investoren, also ein letzter dynamischer Ausverkauf.
„Wir halten dies für eine Korrektur und nicht für einen Bärenmarkt bei US-Aktien“, schreibt Hartnett in einer Notiz. „Da die Aktienbaisse mit einer Rezession droht, wird ein weiterer Rückgang der Aktienmärkte zu einer Kehrtwende in der Handelspolitik von Donald Trump und der Geldpolitik der Fed führen, so der BofA-Stratege.“

Aktienmärkte in der Korrektur
Der US-Leitindex S&P 500 ist seit seinem Rekordhoch im Februar um 10 % in den Korrekturbereich gestürzt, da man befürchtet, dass die Politik von Präsident Donald Trump die Wirtschaft in eine Rezession stürzen wird und er dabei ist, einen globalen Handelskrieg anzuzetteln. Der technologielastige Nasdaq 100 ist aufgrund von Befürchtungen überhöhter Bewertungen mehr als 13 % gefallen. Vor allem der Ausverkauf der großen Technologiewerte, der so genannten „Magnificent Seven“, hat den Index in den letzten Wochen stark belastet.
Um in einen Bärenmarkt einzutreten, müsste der S&P 500 um weitere 10 % fallen, denn ein Bärenmarkt ist definiert als ein Rückgang von 20 % gegenüber dem letzten Höchststand.
Da die Inflation Anzeichen einer Abschwächung zeigt, richten sich alle Augen auf die Zinsentscheidung der Federal Reserve in der nächsten Woche, obwohl Swap-Händler derzeit keine weitere Zinssenkung vor Juni einkalkulieren. Für den Rest den Jahres erwarten sie laut dem FedWatch-Tool der CME jedoch drei weitere Zinsschritte um 25 Basispunkte.
FMW/Bloomberg
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