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Bond-Guru Bill Gross rechnet mit den Notenbanken ab – ein Lehrstück!

Selten hat man so eine kompakte Anklage gegen die Notenbanken gelesen wie den heute veröffentlichten Text von Bond-Legende Bill Gross!

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FMW-Redaktion

Selten hat man so eine kompakte Anklage gegen die Notenbanken gelesen wie den heute veröffentlichten Text von Bond-Legende Bill Gross (Janus). Hier wird all das exemplarisch auf den Punkt gebracht, was durch die Verzerrungen der Notenbanken schief läuft!

„Because of the secular headwinds facing global economies, currently labeled as the “New Normal” or “Secular Stagnation”, investors have resorted to “making money with money” as opposed to old-fashioned capitalism when money and profits were made with capital investment in the real economy.“

Also die neue Normalität Geld aus Geld zu machen, statt in die reale Wirtschaft zu investieren. Das kann laut Gross so lange gut gehen, als die Wirtschaft wächst:

„Savers/investors make money with their money (cash) as long as economies grow and inflation stays reasonably conservative. There is nothing new in all of this, but it helps to outline the fundamental process to understand why today’s economy is so different from that of decades ago and why it induces risks that were not present before.“

Aber der Gegenwind wird nun stärker:

„Excessive debt/aging populations/trade-restrictive government policies and the increasing use of machines (robots) instead of people, create a counterforce to creative capitalism in the real economy..“.

Die Realwirtschaft – und damit der Glaube an die Bedeutung von Produktivität als Bedingung für Wirtschaftswachstum – wurde durch die Finanzwelt „usurpiert“: nun ist nicht mehr Produktivität der entscheidende Faktor, sondern Geld:

„Investors have discovered that making money with money is a profitable enterprise and have exchanged the support of central banks for the old-time religion of productivity growth as a driver of their strategy. The real economy has been usurped by the financial economy. Long live the financed-based economy!“

Aber dieser neue Glaube könne, so Gross, nicht lange funktionieren, da die Realwirtschaft ja nicht verschwinde, auch wenn die Religion des Geldes dominiere. Selbst die Notenbanken könnten daran nichts ändern:

„But asset prices and their growth rates are ultimately dependent on the real economy and, the real economy’s growth rate is stunted by secular forces which monetary and even future fiscal policies seem unable to reverse“.

Die Geldpolitik wiederum, eine Reaktion auf die Krise, zerstört den Kapitalismus, in dem Zombie-Firmen am Leben erhalten werden und der Ausleseprozess von Firmen außer Kraft gesetzt wird, gleichzeitig sind Finanzinstitutionen oder öffentliche Körperschaften durch den nicht mehr vorhandenen Zins existentiell in Gefahr, weil sie ihre hoch verzinsten Schulden aus der Vergangenheit angesichts nicht mehr vorhandener Zinsen nicht mehr gegenfinanzieren können:

„..monetary policy may now be a negative influence in terms of future economic growth. Zombie corporations are being kept alive as opposed to destroyed as with the Schumpeterian/Darwinian “survival of the fittest” capitalism of the 20th century. Standard business models forming capitalism’s foundation, such as insurance companies, pension funds, and banking, are threatened by the low yields that have in turn, produced high asset prices.These sectors in fact, have long-term maturities and durations of their liabilities, and their assets have not risen enough to cover prior guarantees, so we see Puerto Rico, Detroit, and perhaps Illinois in future years defaulting in one way or the other..“.

Daher zerstört der durch die Notenbanken siegende, rein finanzbasierte Kapitalismus die Realwirtschaft und wirkt destruktiv:

„Faulty finance-based capitalism supported by the increasingly destructive monetary policy begins to erode, not support the real economy“.

Anders als die Märkten glaubten, seien die Risiken enorm, weil die Grundstruktur der Realwirtschaft zerstört werde:

But don’t be mesmerized by the blue skies created by central bank QE and near perpetually low interest rates. All markets are increasingly at risk.“


Der EZB Tower
Foto: Epizentrum – Eigenes Werk, CC BY-SA 3.0, https://commons.wikimedia.org/w/index.php?curid=38317255

Ein Kommentar

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  1. Avatar

    Tino

    13. Juni 2017 19:54 at 19:54

    Die Grundstruktur gibt es eh kaum mehr, das liegt vor allem auch an den zu mächtigen Großkonzernen die Ihre Gesetze schreiben und keine Steuern zahlen +Schuldgeldsystem unhaltbar, die Notenbanken sind die einzigen die dieses System aktuell noch vor dem Untergang schützen

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Markus Koch LIVE vor dem Handelsstart in New York – „Ob gut oder schlecht – Sell the News!“

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Markus Koch meldet sich im folgenden Video LIVE vor dem Handelsstart in New York. Auch wenn es wie bei Microsoft gute Zahlen gab – der Markt ist derzeit negativ eingestellt.

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Boeing-Quartalszahlen: Desaster, aber der Verlust ist kleiner als erwartet

Claudio Kummerfeld

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Die Boeing-Quartalszahlen wurden soeben veröffentlicht. Boeing ist als Industrieunternehmen mit seiner gigantischen Zuliefererkette derart wichtig für die US-Volkswirtschaft, dass man mit starken Absatzrückgängen sogar das US-BIP in spürbare Bewegung bringen kann. Aber nun zu den wichtigsten Kennzahlen.

Der Umsatz liegt bei 14,14 Milliarden Dollar (Vorjahresquartal 19,98/erwartet für heute 14,5). Laut Boeing sinken die Umsätze bei den zivilen Maschinen wegen der 737-Probleme, was teilweise durch höhere Umsätze in der Militärsparte ausgeglichen werde. Der Ergebnis liegt bei -1,39Dollar pro Aktie (Vorjahresquartal 1,45/erwartet für heute -2,32).

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Gegenüber Airbus ist Boeing doppelt hart getroffen. Nicht nur Corona trifft die Geschäfte des Flugzeugbauers, sondern immer noch das 737 Max-Desaster mit den zwei Abstürzen.

Der operative Cash Flow liegt bei -4,8 Milliarden Dollar.

Die Aktie notiert vorbörslich mit +1,0 Prozent – wohl weil der Verlust nicht so schlimm ausfiel wie erwartet.

Boeing betont, dass man noch in den Büchern noch Aufträge habe für 4.300 kommerzielle Flugzeuge im Volumen von 393 Milliarden Dollar.

Boeing soll Ende 2021 noch 130.000 Mitarbeiter haben, wo es Anfang 2020 noch 160.000 waren.

CEO-Statement:

“The global pandemic continued to add pressure to our business this quarter, and we’re aligning to this new reality by closely managing our liquidity and transforming our enterprise to be sharper, more resilient and more sustainable for the long term,” said Boeing President and Chief Executive Officer Dave Calhoun. “Our diverse portfolio, including our government services, defense and space programs, continues to provide some stability for us as we adapt and rebuild for the other side of the pandemic. We remain focused on the health and safety of our employees and their communities. I’m proud of the dedication and commitment our teams have demonstrated as they continued to deliver for our customers in this challenging environment. Despite the near-term headwinds, we remain confident in our long term future and are focused on sustaining critical investments in our business and the meaningful actions we are taking to strengthen our safety culture, improve transparency and rebuild trust.”

Grafik zeigt Detaildaten zu den aktuellen Quartalszahlen von Boeing

Hauptwerk nahe Seattle - Boeing-Quartalszahlen veröffentlicht
Das Boeing-Hauptwerk nördlich von Seattle. Foto: Jeremy Elson CC BY-SA 3.0

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So sichern Sie in unruhigen Marktphasen Ihr Depot ab – Werbung

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Lieber Börsianer,

es ist wieder soweit. Deutschland fährt erneut runter und geht in einen moderaten Lockdown. Voraussichtlich noch im Verlauf des Tages werden Bund und Länder entsprechende Maßnahmen beschließen. In der Diskussion sind unter anderem: Verbot von Verwandtenbesuchen, Aufenthalt in der Öffentlichkeit mit maximal einer Person eines anderen Haushaltes, die Gastronomie soll wieder komplett heruntergefahren werden, touristische Übernachtungen im Inland sollen jetzt auch ausbleiben.

Zwischen den Zeilen lese ich heraus, dass die Maßnahmen bis weit in die Adventszeit aufrecht erhalten werden sollen. Die Politik konzentriert sich offenbar auf das Weihnachtsfest. Am Weihnachtsbaum sollen wir also wieder Verwandte treffen dürfen und dabei möglicherweise auch wieder ein Restaurant besuchen dürfen. Es überrascht also nicht, dass der DAX bereits seit Tagen butterweich ist. Zuletzt sackte der deutsche Leitindex mit großer Dynamik unter die Marke von 12.000 Punkten ab. Noch hält sich der US-Markt wacker und hat noch kein Verkaufssignal generiert.

Es gibt folglich zwei Optionen. Die optimistische Variante: Der US-Markt wird die europäischen Börsen stützen, sodass die Korrektur bei DAX und Co. rasch auslaufen wird. Die pessimistische Variante: Die US-Märkte kippen nächstens „hinterher“ und leiten damit eine globale Korrekturphase ein.

Vor diesem Hintergrund fragen sich jetzt natürlich viele Investoren, wie kann ich mein Depot einmal absichern, wie kann ich meine schönen Gewinne der vergangenen Monate und Jahre kurzfristig festmachen.

Es gibt hier zwei anerkannte Methoden: So können Sie nun die Aktienpositionen Ihres Depots einfach vollständig oder weitgehend abverkaufen. Diese Lösung ist einfach, hat aber in der Praxis ihre Tücken. Zunächst kann diese Maßnahme vor allem bei etwas größeren Depots durchaus zeitaufwändig sein. Außerdem produzieren Sie dadurch für Ihr Depot eine gewisse Spesenbelastung, die sich am Ende, wenn Sie die Titel wieder zurückkaufen, quasi verdoppelt.

Außerdem dürfen wir getrost davon ausgehen, dass uns der Wiedereinstieg in der Praxis kaum optimal gelingen wird. Denn wenn dann die Börse plötzlich dreht, sind wir eben erst einmal nicht dabei. Und oftmals sind die Kursgewinne der ersten Erholungsphase, die auf eine Korrektur folgen, besonders großzügig. So zeigen alle Studien, dass man mit einem Totalverkauf langfristig Rendite verliert, selbst wenn Aus- und Wiedereinstieg halbwegs gut bewerkstelligt werden.

Machen Sie keine halben Sachen, sondern sichern Sie proaktiv ab

Sinnvoller ist in unruhigen Marktphasen die sog. aktive Absicherung. Bei diesem Verfahren halten Sie im Wesentlichen an Ihren bestehenden Aktienpositionen fest, stellen allerdings vorübergehend sog. Shorts oder Puts gegen diese Aktienpositionen.

Wie funktioniert die proaktive Absicherung in der Praxis? Die Deutsche Börse berechnet nicht nur den DAX, sondern auch den sog. Short-DAX. Dieser Index verhält sich exakt spiegelverkehrt oder invers zum „echten“ DAX. Zu Deutsch: Wenn der DAX an einem Tag um 1 % fällt, dann steigt der Short-DAX exakt um 1 %. Wenn Sie also DAX-Aktien im…..

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