Folgen Sie uns

Märkte

Brent-Öl: Auf lange Sicht weitere Preisabschläge..

Brent befindet sich in einer größeren Korrektur, deren Abschluß auch noch geraume Zeit in Anspruch nehmen wird..

Avatar

Veröffentlicht

am

Eine Analyse von Henrik Becker

Meine letzte Analyse für Brent liegt inzwischen mehr als eineinhalb Jahre zurück. Den von mir damals prognostizierten Anstieg hat das schwarze Gold ausgelassen und meiner Sichtweise folgend wird sich eine derartige Rally auf absehbare Zeit auch nicht einstellen. Mein aktuelles Szenario sieht daher schon etwas negativer aus, wenngleich ich den Sturz ins Bodenlose nicht deklarieren möchte. Doch wird sich, Wohl oder Übel, die seit dem Hoch vor neun Jahren andauernde Korrektur auch an den nächsten Jahren weiter fortsetzen.

Ausblick:

Brent bildet seit dem Hoch 2008 ein großes Triangle (A-B-C-D-E) aus und befindet sich hierbei in dessen Welle (D). Das Triangle bildet sich als eine Welle (II) aus, sodaß sich nach deren Abschluß die besonders dynamische Welle (III) anschließt und Brent doch noch zu neuen Höhen führen wird. Das Potential von (D) liegt im Bereich des 0.62 Retracements bei 67 $; kann allerdings durch die innere Struktur etwas abweichen.


(Alle Charts durch Anklicken vergrößern!)

Nach Abschluß von (D) wird die sich ultimativ anschließende (E) erheblichen Druck auf Brent ausüben. Da die Berechnung von Kurszielen innerhalb eines Triangles nicht den allgemeinen Regeln unterliegt, ist eine Zielprojektion für (E) nur schwer möglich. In aller Regel endet „E“ deutlich vor der eigentlichen Trianglelinie, so wie es im Chart abgebildet ist. Die Mindestanforderung wird, hier in der Simulation, durch das 0.62 Retracement bei 31.81 $ gebildet.

Den Abverkauf bis zur 1.00-Linie (18.53 $), und damit verbunden den Ausbruch aus dem Triangle, erwarte ich indes nicht. Das unterhalb liegende Zeitlineal zeigt auch den relativ groß bemessenen temporären Rahmen dieses Szenarios an. Demzufolge erwarte ich den Abschluß von (D) erst für Mitte 2018 (oberes und unteres Zeitlineal) sowie den des Triangles nicht vor Anfang 2020 (0.62 Retracement; unteres Zeitlineal). Maximal kann sich das Triangle bis in das Jahr 2023 hinein entfalten, ohne dabei regelverletzend in Erscheinung zu treten.

Wie Sie es dem Chart entnehmen können, befindet sich Brent in einer abc-Korrektur, welche sich aller Voraussicht nach als ZigZag ausbildet und die auf der ersten Seite beschriebene Welle (D) verkörpert.

Aktuell steht die interne (c) auf der Agenda, deren Potential maximal bis zum Widerstand bei 89.44 $ (1.00 Retracement) reichen kann. Die Mindestanforderung für diese Bewegung wird durch das 0.62 Retracement (70.44 $) verkörpert und sollte spätestens bis zum Jahresende erreicht sein. Sehr häufig gleichen sich in einem ZigZag die Welle „a“ und „c“ in ihrem Charakter. Das bedeutet, daß deren Ausdehnungen in Kurs und Zeit sich weitestgehend ähneln. Den weiterführenden Anstieg, bis zur 1.62-Linie bei 120.68 $ (im Chart nicht dargestellt) erwarte ich dementgegen nicht.

Gefahren für das beschriebene Szenario kann ich dem Chart momentan nicht ablesen. Erst durch einen signifikanten Bruch des 0.62 Retracements bei 36.53 $, würde ein mittelfristig negativer Ausblick hervorgerufen. Auch wenn regeltechnisch ein derartiger Schritt zu rechtfertigen wäre, räume ich diesem keine großen Chancen auf Realisierung ein.

Fazit: Brent befindet sich in einer größeren Korrektur, deren Abschluß auch noch geraume Zeit in Anspruch nehmen wird. Innerhalb dieser Bewegung werden sich, für den kurz-mittelfristigen Horizont, durchaus profitable Kaufgelegenheiten ergeben. Ein erstes Kaufsignal, mit Potential bis ca. 78 $, wurde oberhalb der 0.50-Linie (56.64 $) generiert. Auf lange Sicht werden dem Nordseeöl weitere Preisabschläge indes nicht erspart bleiben, wie eingangs von mir beschrieben.

Mehr von Henrik Becker unter http://neo-wave.de/

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Märkte

Aktuell: OPEC-Meeting, wichtig für Ölpreis – LIVE-Blog

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Öl-Pumpe in der Wüste

Zwei Mal im Jahr veranstaltet die OPEC in ihrer Zentrale in Wien ihre Treffen. Dieses Mal findet es wegen der Coronakrise nur virtuell statt. Morgen dann folgt die Absprache mit den externen Partnern im Rahmen der „OPEC+“-Vereinbarungen (wichtig hier ist vor allem Russland). Für den Ölpreis ist sehr interessant, worauf man sich heute im Kartell einigt. Wird man wie bisher angedacht ab Januar die Fördermengen für Öl wieder ansteigen lassen, oder die Kürzungen erst einmal weiter aufrecht erhalten? Für die Erholung im Ölpreis könnte die Beibehaltung der bisherigen Fördermengenkürzungen durchaus wichtig sein. Denn die derzeitige zweite Corona-Welle schwächt weltweit die Öl-Nachfrage. Hier zeigen wir fortlaufend aktualisiert die wichtigsten Aussagen vom aktuellen OPEC-Meeting.

14:33 Uhr:

Nach Eröffnungsrede geht man jetzt in die geschlossene Sitzung.

14:24 Uhr:

Das OPEC-Meeting beginnt. Es könnte aber möglicherweise stundenlang dauern bis Tendenzen über eine mögliche Einigung erkennbar werden. Erstmal wird eine Rede verlesen.

weiterlesen

Aktien

Performance-Check: Das sind die härtesten Aktien der Welt – Werbung

Avatar

Veröffentlicht

am

Werbung

Lieber Börsianer,

wir alle wissen, wenn der Aktienmarkt einmal ins Rutschen gerät, bleibt kein Auge trocken. Selbst die Aktien anerkannter Qualitätsunternehmen fallen dann unisono mit dem Gesamtmarkt. Man ist dann als Anleger schon zufrieden, wenn sich das eigene Depot der Korrekturbewegung zumindest teilweise entzieht.

Genauso wissen wir, wenn die Weltkonjunktur einmal lahmt, sinken die Unternehmensgewinne durch die Bank. So ist nun einmal die Börse.

Aber ich bohre tiefer. Gibt es wirklich keine Unternehmen, die sich einem negativen Markttrend entziehen? Gibt es wirklich keine Ausnahme, die die Regel bestätigt?

Doch, die gibt es! Tatsächlich existiert in den USA eine Aktiengattung, die sich bereits seit Jahrzehnten durch eine ganz ungewöhnliche Stabilität auszeichnet. Diese ausgesuchten Unternehmen erwirtschaften nicht selten sogar in der tiefsten Rezession, z.B. zuletzt 2008/9, beste Gewinne. Mehr noch: Sie erhöhen selbst in diesen Phasen, wo die „normalen“ Unternehmen versagen, regelmäßig die Dividenden.

Börsianer bezeichnen solche unverwüstlichen Unternehmen als „Dividendenaristokraten“. Diese Dauerbrenner zeichnen sich vor allem durch zwei Merkmale aus:

1)
Naturgemäß verfügen die Dividendenaristokraten über langjährig bewährte und unantastbare Geschäftsmodelle.

2)
Deshalb erhöhen diese Unternehmen die Dividende seit mindestens 25 Jahren, und zwar jährlich.

Und das Regelwerk für Dividendenaristokraten ist knallhart. Wenn ein Unternehmen, sagen wir, im 43. Jahr die Dividende einmal nicht mehr jährlich erhöht, dann wird ihm der Aristokraten-Titel sofort entzogen. Folglich verlässt das Unternehmen dann auch den entsprechenden Index und muss sich nun wieder aufs Neue beweisen. Mit anderen Worten: Hier ist wirklich kein Platz für Verlierer oder

Nicht nur mehr Stabilität, sondern einfach auch mehr Rendite

Wie bereits angedeutet schaffen nur eine Handvoll Unternehmen diese Kriterien. Gegenwärtig gelten rund 10 % der Unternehmen des marktbreiten S&P 500 als Dividendenaristokraten. Die anderen 90 % des S&P 500 sind eben ganz normale Unternehmen, deren Gewinne im Einklang mit der Konjunktur mal fallen und mal steigen.

Gegenwärtig finden Sie im Dividendenaristokraten-Index zahlreiche Unternehmen aus traditionellen Industriesparten. Namhaft sind hier etwa Caterpillar, 3M oder etwa der Maschinenbauer Illinois Tool Works. Natürlich bringt auch die nicht-zyklische Konsumgüter-Branche…..

Wollen Sie meine komplette Analyse lesen?

weiterlesen

Aktien

4. Impfstoff-Montag in Folge: Moderna beantrag Zulassung, Aktie +11 Prozent

Claudio Kummerfeld

Veröffentlicht

am

Arzt mit Spritze

Die letzten drei Montage gab es immer Mittags zu deutscher Zeit von Pharmafirmen Erfolgsmeldungen zum jeweils eigenen Corona-Impfstoff. Jedes Mal gab es einen positiven Effekt auf die Aktienmärkte. Am 16. November war das US-Pharmaunternehmen Moderna an der Reihe mit eine positiven Meldung über den eigenen Wirkstoff. Heute zwei Wochen später hat Moderna vor wenigen Minuten eine weitere Meldung veröffentlicht, welche die Aktie vorbörslich in New York um 11 Prozent in die Gewinnzone befördert.

Man will eine Notfall-Zulassung bei der US-amerikanischen Arzneimittelbehörde FDA beantragen. Und noch wichtiger, als erstes Pharmaunternehmen will Moderna jetzt die Zulassung für einen Corona-Impfstoff in der EU beantragen. Der Moderna-Antrag auf eine „bedingte Zulassung“ solle noch heute bei der Europäischen Arzneimittel-Agentur „EMA“ gestellt werden. Hier auch soeben veröffentlichte Detailaussagen von Moderna zum eigenen Corona-Impfstoff, im Wortlaut:

The Phase 3 study, known as the COVE study, enrolled more than 30,000 participants in the U.S. and is being conducted in collaboration with the National Institute of Allergy and Infectious Diseases (NIAID), part of the National Institutes of Health (NIH), and the Biomedical Advanced Research and Development Authority (BARDA), part of the Office of the Assistant Secretary for Preparedness and Response at the U.S. Department of Health and Human Services.

The primary endpoint of the Phase 3 COVE study is based on the analysis of COVID-19 cases confirmed and adjudicated starting two weeks following the second dose of vaccine. Vaccine efficacy has been demonstrated at the first interim analysis with a total of 95 cases based on the pre-specified success criterion on efficacy. Today’s primary analysis was based on 196 cases, of which 185 cases of COVID-19 were observed in the placebo group versus 11 cases observed in the mRNA-1273 group, resulting in a point estimate of vaccine efficacy of 94.1%. A secondary endpoint analyzed severe cases of COVID-19 and included 30 severe cases (as defined in the study protocol) in this analysis. All 30 cases occurred in the placebo group and none in the mRNA-1273 vaccinated group. There was one COVID-19-related death in the study to date, which occurred in the placebo group.

Efficacy was consistent across age, race and ethnicity, and gender demographics. The 196 COVID-19 cases included 33 older adults (ages 65+) and 42 participants identifying as being from diverse communities (including 29 Hispanic or LatinX, 6 Black or African Americans, 4 Asian Americans and 3 multiracial participants).

The safety profile of the Phase 3 study of mRNA-1273 was previously described on November 16. A continuous review of safety data is ongoing and no new serious safety concerns have been identified by the Company. Based on prior analysis, the most common solicited adverse reactions included injection site pain, fatigue, myalgia, arthralgia, headache, and erythema/redness at the injection site. Solicited adverse reactions increased in frequency and severity in the mRNA-1273 group after the second dose.

The Company will submit data from the Phase 3 COVE study to a peer-reviewed publication.

“This positive primary analysis confirms the ability of our vaccine to prevent COVID-19 disease with 94.1% efficacy and importantly, the ability to prevent severe COVID-19 disease. We believe that our vaccine will provide a new and powerful tool that may change the course of this pandemic and help prevent severe disease, hospitalizations and death,” said Stéphane Bancel, Chief Executive Officer of Moderna. “I want to thank the thousands of participants in our Phase 1, Phase 2 and Phase 3 studies, as well as the staff at clinical trial sites who have been on the front lines of the fight against the virus. I would again like to thank our partners at NIH, NIAID, BARDA and Operation Warp Speed who have helped us advance the clinical development of mRNA-1273. Finally, I want to thank the Moderna team and our suppliers and partners for their tireless work on the research, development and manufacturing of our vaccine. We will file today for an Emergency Use Authorization from the FDA and continue forging ahead with the rolling reviews that have already been initiated with several regulatory agencies around the globe.”

Chart zeigt Verlauf der Moderna-Aktie seit Ende 2019

weiterlesen

Anmeldestatus

Meist gelesen 7 Tage