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Märkte

Brent Öl: Weiter im Sinkflug?

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Eine Analyse von Henrik Becker

 

Ungeachtet kleinerer Unruhen konnte sich das Nordseeöl auf dem vergleichsweise hohen Niveau behaupten. Neue Zwischenhochs, auf dem Weg zum mittelfristigen Ziel bei 89 $, haben sich im Verlauf seit meiner letzten Analyse nicht eingestellt. Auch ist der Anlauf an den sehr wichtigen Widerstand bei 70.44 $ (0.62 Retracement) ausgeblieben. Doch all diese Aspekte außer Acht lassend, ist die seit Anfang 2016 laufende Aufwärtsbewegung auch weiterhin in Amt und Würden.

Ausblick:


Brent bildet Welle (
c) der größeren Welle (D) aus. Aktuell steht das schwarze Gold unmittelbar vor einen größeren Widerstand: dem 0.62 Retracement bei 70.44 $. Auch wenn es nicht zwingen erforderlich wäre, ist eine Korrektur ausgehend von dieser Linie absolut gerechtfertigt. Das Potenzial kann dabei groß ausfallen und, so wie der Chart es zeigt, bis maximal 52 $ reichen (0.76 Retracement).

(Chart durch anklicken vergrößern)

Ganz so dramatisch sehe ich das kleine Intermezzo nicht, doch liegt die Mindestanforderung bei 63.35 $ (0.24 Retracement) auf Schlusskursbasis. Ein eventuelles stärkeres Unterschreiten dieser Supportline lockt sofort weitere Verkäufer auf das Parkett. Einen Abverkauf bis ca. 59 $ halte ich für absolut angemessen und ausreichend. Das übergeordnete Bild bleibt ungeachtet dessen weiter bullisch mit Ziel bei 82.19 $.

Wie das, heute mal oben liegende, Zeitlineal es aufzeigt, ist vom Zieleinlauf erst zum Ende der ersten Jahreshälfte auszugehen. Größere Gefahren sind nicht zu erwarten. Erst durch einen eventuellen Bruch der Unterstützung bei aktuell 52.20 $ (0.76 Retracement) würde dem aufwärtsgerichteten Treiben ein jähes und langes Ende setzen. Sehr realistisch erscheint mir dessen Eintreten indes nicht.

Fazit:


Brent befindet sich mitten in einem völlig intakten Aufwärtstrend und wird diesen an den kommenden Monaten auch weiter fortsetzen. Aktuell könnte eine kleinere Korrektur ins Leben gerufen werden, sodaß ich von erneuten Engagements abrate. Sichern Sie Ihre Positionen auf dem
0.76 Retracement bei aktuell 52.20 $ ab.

Hinweis der FMW-Redaktion: Sie können sich die neueste Version des Tsunami-Börsenbriefs, der die wichtigen und großen Märkte behandelt, hier kostenlos und unverbindlich herunterladen (nach vorheriger Registrierung):

https://finanzmarktwelt.de/testen-sie-kostenfrei-den-tsunami-boersenbrief/

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Indizes

Rüdiger Born: Chance im Gold als „Trade des Tages“

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Zu meinen US-Ideen die nicht ausgelöst wurden, möchte ich hier kurz Stellung beziehen. Da sieht man nämlich wie wichtig es ist mit Stops zu arbeiten. Beim Gold entsteht gerade eine gute Chance. Daher haben wir Gold heute im „Trade des Tages“. Die Idee lässt sich auch auf Crude Oil übertragen.

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Aktien

Handelskrieg USA vs China abgeblasen? US-Märkte vorbörslich im Plus

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Die USA hatten letztes Jahr nach eigenen Angaben ein Handelsbilanzdefizit nur mit China in Höhe von 375 Milliarden Dollar. Importen von 505 Milliarden Dollar standen lediglich Exporte von 130 Milliarden Dollar gegenber. Das ist ein verdammt guter Grund für einen großen Handelskrieg – aber der wurde nun offenbar erst einmal (!) abgeblasen.

Zwar hat Donald Trumps Wirtschaftsberater Larry Kudlow gestern beim US-Sender CBS gesagt, dass Zölle keineswegs vom Tisch seien. Zölle seien Teil jeder Verhandlung, und sie könnten womöglich Teil von Zwangsmaßnahmen sein. Aber das klingt eher nach einer allgemeinen Drohung um dem Gegenüber Stärke zu zeigen. Wichtiger scheinen die konkreten Aussagen von US-Finanzminister Steve Mnuchin, vom Weißen Haus, und von den offiziellen chinesischen Regierungsmedien zu sein. Von diesen drei Organen hört man am Wochenende von einer grundsätzlichen Einigung, die aber noch nicht ins Detail geht.

Man werde keinen Handelskrieg führen, und die gegenseitige Erhöhung von Zöllen werde beendet – so sagte es Chinas Vize-Regierungschef Liu He. US-Finanzminister Mnuchin klang in seinen Aussagen sehr ähnlich, als er sagte, dass es gegenseitige Strafzölle vorerst nicht mehr geben werde. Man habe bedeutende Fortschritte erzielt. Es gehe jetzt darum ein Rahmenabkommen zu vereinbaren.

Das Wichtigste für die USA ist, dass das Defizit endlich verringert werden soll, und zwar in großem Umfang. Das soll erreicht werden, indem China deutlich mehr Produkte aus den USA importiert. Hierbei wurden die Bereiche Agrar und Energie genannt. Dies werde Wachstum und Beschäftigung in den USA fördern, so das Weiße Haus. Das klingt natürlich gut für die US-Arbeiter im Bergbau und in der Landwirtschaft. So eine Vereinbarung war auch dringend nötig, denn China war gerade dabei den US-Landwirten die Exporte abzuwürgen – jetzt steht offenbar das Gegenteil bevor – noch mehr Agrar-Exporte von Trumps Stammwählern Richtung China. Dafür wird er sich mächtig feiern lassen.

Aber wer verliert? Denn irgendwer muss in dieser Rechnung verlieren. Wenn China beispielsweise Kohle und Erze aus den USA kauft, könnten diese Produkte teurer sein als die Importe, die bislang massenhaft aus Australien kommen. Also zahlen chinesische Importeure mutmaßlich höhere Preise, und australische Rohstoffkonzerne sowie die hiermit verbundenen Arbeitsplätze sind die Verlierer. Ebenso wird es beispielsweise mit großen Agrar-Produzenten wie Brasilien laufen – hier werden Exporteinnahmen wegbrechen und das Land wird noch mehr in die Krise stürzen, weil die fehlenden Umsätze jetzt in die USA umgelenkt werden.

Also ist es doch noch „irgendwie“ ein Handelskrieg – zulasten anderer Länder, die indirekt betroffen sind, weil ihnen Umsätze fehlen, und Jobs verloren gehen werden! Der US-Aktienmarkt scheint diese Nachrichtenlage natürlich positiv aufzunehmen – der Dow Jones notiert 3 1/2 Stunden vor Börsenstart mit einem Plus von 227 Punkten, der S&P 500 mit +16 Punkten.

Handelskrieg
Ein Sojabohnenfeld in Indiana, USA.

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Finanznews

Marktgeflüster (Video): Es geschehen Wunder!

Wie die Aktienmärkte auf wundersame Weise tickende Zeitbomben ignorieren..

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Markus Fugmann

Es geschehen ja fast schon Wunder derzeit an den Finanzmärkten! Da brennt es bei den Währungen der Emerging Markets lichterloh – aber die Aktienmärkte interessiert das nicht. Gleichzeitig starke Turblenzen am drittgrößten Anleihemarkt der Welt, also am italienischen Anleihemarkt – aber die Aktienmärkte interessiert das nicht. Was in Italien passiert mit der neuen Regierung ist viel bedeutsamer als damals die Griechenland-Krise, weil Italien das 10-fache BIP Griechenlands hat: eine neue Euro-Krise ist wohl vorprogrammiert. Dazu die drängende Frage, ob sich der Handels-Konflikt der USA mit China, aber auch mit der EU in Wohlgefallen auflösen wird. All das sind tickende Zeitbomben, die sowohl vom Dax als auch von der Wall Street ignoriert werden. Die Frage ist nur: wie lange noch?

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