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Devisen

Brexit-Chaos immer abstruser: Ein Ausweg für May, Pfund im Wachkoma

Claudio Kummerfeld

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Bei dem Brexit-Chaos, da weiß man momentan gar nicht mehr wo oben und unten ist. Also: Am Donnerstag findet ein entscheidender EU-Gipfel in Brüssel statt. Dort könnte Theresa May (könnte) die 27 EU-Mitgliedsstaaten bitten, dass man den Brexit-Termin nach hinten verschiebt. Dafür müssten aber inhaltlich sinnvolle Gründe genannt werden. Einfach nur zu sagen „wir brauchen mehr Zeit“ würde nicht genügen.

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Und einen Tag vor Donnerstag, also am morgigen Mittwoch, da will sich Theresa May im Parlament in London eigentlich ihr OK für ihren „Brexit-Deal“ abholen. Und nur wenn sie morgen im Parlament ein JA bekommt, will sie übermorgen in Brüssel eine Verlängerung beantragen. Ihren Deal hatten die Abgeordneten aber schon zwei Mal abgeschmettert.

Parlamentssprecher vergrößert das Brexit-Chaos

Und nun tritt der Sprecher des alterwürdigen Parlaments (House of Commons) John Bercow in den Vordergrund. Er zaubert nämlich eine uralte Regularie aus dem 17. Jahrhundert aus dem Hut, dass die Regierung die Parlamentarier innerhalb einer Sitzungsperiode nicht mehrmals über den selben Gesetzentwurf abstimmen lassen darf. Er müsste sich inhaltlich schon unterscheiden. Aber so schnell eine Änderung, schafft May das noch? Damit wäre das morgige Vorhaben von Theresa May und damit ihr gesamter Plan gefährdet. Aber da gibt es eine Möglichkeit.

Denn mit „Sitzungsperiode“ ist nicht etwa ein Tag oder eine Woche im Parlament gemeint, sondern ein Sitzungsjahr. Die Regierung könnte das Ende der bisherigen Sitzungsperiode ausrufen und eine neue starten. Dem müsste aber die Queen zustimmen – und das alles bis morgen! Tja, es wird immer lustiger, spannender und verwirrender. Das Brexit-Chaos nimmt immer mehr zu. Auf jeden Fall befindet sich UK in einem Trichter, der immer schneller und enger zusammen läuft, bis unten kein Platz mehr zum Atmen ist.

Im Chart sieht man Pfund vs USD in schwarz und Euro vs Pfund in orange seit letztem Mittwoch. Ein klarer Seitwärtstrend. Wir hatten schon am Freitag darauf hingewiesen. Bis zum Mittwoch dieser Woche würde wohl kaum etwas passieren, weil alle Welt auf die neue Abstimmung im House of Commons wartet. Aber dass der Markt nach dieser Blockade des Parlamentssprechers so ruhig bleibt, ist mal wieder erstaunlich. Ja, mal wieder zeigt das Pfund, dass es unberechenbar ist. Ab morgen dürfte wohl mehr Action reinkommen, und dann am Donnerstag noch mehr.

Brexit-Chaos im Pfund nicht sichtbar

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Devisen

Aktuell: Goldpreis fällt spürbar auf 1.878 Dollar

Claudio Kummerfeld

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Jetzt wo immer konkreter wird, dass Deutschland in Kürze die Corona-Restriktionen stark anzieht, verschärfen sich international die Ängste. Die Aktienkurse fallen weiter, und der US-Dollar als zentraler Fluchthafen zieht weiter an (wir berichteten vorhin bereits). Der Dollar steigt, und der Goldpreis rauscht aktuell runter auf 1.878 Dollar. Gold fällt aktuell gemeinsam mit den Aktienmärkten. Dies ist ein Phänomen, das man bereits im März beobachtete – auch damals funktionierte der US-Dollar kurzzeitig als Fluchthafen.

Goldpreis gegen US-Dollar-Verlauf im Chart

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Türkische Lira fällt erneut auf Rekordtief – die aktuelle Lage

Redaktion

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Türkei Flagge

Die türkische Lira fällt immer weiter, heute früh auf ein neues Rekordtief. Die Lage ist dramatisch. Bereits letzte Woche Donnerstag rauschte die türkische Währung auf ein erneutes Rekordtief. US-Dollar vs Türkische Lira stieg von 7,80 auf 7,96. Heute früh springt der Wechselkurs erneut. Für einen US-Dollar muss man aktuell 8,03 Lira aufbringen. Der Chart zeigt den Kursverlauf des US-Dollar gegen die Lira in den letzten zwölf Monaten. Die Abwertung läuft immer weiter.

Türkische Lira immer noch enttäuscht nach Zinsentscheid

Erst letzten Donnerstag hatte die türkische Zentralbank bei ihrer Zinsentscheidung den Leitzins unverändert belassen, obwohl der Devisenmarkt eine deutliche Zinsanhebung erwartet hatte, um die Lira-Abwertung zu bekämpfen. Aber nein, der Leitzins bleibt bei 10,25 Prozent. Und so fiel die türkische Währung wie gesagt schlagartig auf ein Rekordtief. Und die Abwertung läuft in diesem dramatischen Tempo nicht nur gegenüber dem US-Dollar, sondern auch dem Euro. Für 1 Euro musste man Anfang letzter Woche noch 9,27 türkische Lira aufbringen – jetzt sind es 9,51 Lira.

Weitere Faktoren für Lira-Schwäche

Die Enttäuschung zum Leitzins wirkt heute noch nach. Zudem teilt Präsident Erdogan derzeit verbal aus gegen den französischen Präsidenten, der den Botschafter aus Ankara zurückrief (hier mehr Details dazu). Außerdem könnte der Raketenstreit der Türkei mit den USA erneut wieder aufflammen. Und da wäre noch der aktuelle Krieg zwischen Armenien und Aserbaidschan, und nicht zu vergessen der Gas-Streit der Türkei mit Zypern. Alles zusammengenommen ein geopolitischer Mix, der dem Devisenmarkt Angst macht, mal ganz abgesehen von der Coronakrise.

Und was letzte Woche noch dazu kam, waren Berichte über die Analysen einer unabhängigen Expertengruppe in der Türkei. Sie will ermittelt haben, dass die tatsächliche Inflation in der Türkei vier Mal so hoch sein soll wie offiziell angegeben. Aber das muss aktuell nicht zu viel Auswirkung auf die türkische Lira haben, sondern wohl eher der Mix der vorher genannten Faktoren. Aktuell scheint keine Besserung in Sicht zu sein.

Chart zeigt Kursverlauf von US-Dollar gegen türkische Lira

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Devisen

Freudige Nachricht für Gold-Anleger, Robert Halver über Aktienmärkte, Ideen zu Pfund und Facebook

Redaktion

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Eine freudige Nachricht für Anleger, die in Gold-Produkte wie ETCs investieren. Bisher waren nämlich Gewinne auf physisches Gold nach 12 Monaten steuerfrei. Jetzt gibt es ein Gerichtsurteil, wonach ein Goldprodukt dem physischen Gold gleichgestellt wurde. Auch hier sind die Gewinne nach 12 Monaten steuerfrei. Dies liegt daran, dass man sich als Anleger bei diesem Produkt (ETC) das Gold auch physisch ausliefern lassen kann. Möglicherweise können Sie sich sogar gezahlte Steuern erstatten lassen. Fragen Sie hierzu Ihren Steuerberater. Manuel Koch geht im folgenden Video auf diesen Sachverhalt ein.

Auch bespricht er mit Robert Halver die aktuelle Lage am Aktienmarkt. Seine Empfehlung: Trotz aktueller Unsicherheiten sollte der Anleger am Ball bleiben und über Aktiensparpläne investieren. Auch bespricht Manuel Koch im Video zwei Handelsempfehlungen der trading house-Börsenakademie. Euro gegen Pfund sei eine Kaufidee über das Vehikel einer Stop-Buy-Order. Die Aktie von Facebook könne man shorten über eine Stop-Sell-Order. Beide Ideen werden im Detail erläutert.

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