Folgen Sie uns
Giovannie Cicivelli Tradingchancen

Devisen

Brexit-Desaster immer sichtbarer – britisches Pfund fällt weiter

Veröffentlicht

am

In Sachen Brexit steht heute Abend mal wieder zum x-ten Mal eine Abstimmung im britischen Parlament an. Es geht um eine verfahrenstechnische Abstimmung, die nicht entscheidend ist. Entscheidend ist, dass nichts vorangeht beim Brexit. Theresa May hat ja ein „neues“ Verhandlungsmandat in der Tasche um „neu“ mit der EU zu verhandeln. Doch die EU will gar nichts neu verhandeln, da es nichts Neues zu verhandeln gibt.

Werbung: Gratis in Aktien und ETFs investieren. Null-Provision, Null-Aufwand! Erhalten Sie eine Gratisaktie im Wert von bis zu 100€

Und so verstreicht aktuell die Zeit immer schneller bis zum Austrittsdatum 29. März. Nun wird durch SPON bekannt, dass die Briten bisher fast gar keinen Handelsvertrag mit Staaten außerhalb der EU neu abgeschlossen haben für die Zeit ab April, als eigenständiger Staat mit eigener Kontrolle über Handelsvereinbarungen. Der zuständige Minister Liam Fox dachte allen Ernstes, die Drittstaaten könnten einfach so ihre existierenden Abkommen mit der EU kopieren, und den Namen EU durch Großbritannien ersetzen – und zack, schon schließt man ein separates Abkommen mit UK.

Bisher habe man nur neue Verträge geschlossen mit der Schweiz, Chile, dem afrikanischen Handelsverbund ESA, und mit den Färöer-Inseln. Also unterm Strich gar nichts. Geht Großbritannien am 29. März kalt und hart aus der EU ohne in der Zollunion zu bleiben, steht man mit Im- und Exporten quasi weltweit vor Zollschranken. Und gerade das stark importabhängige Großbritannien müsste dann vielerorts Importzölle zahlen.

Aktuell wird auch bekannt, dass eine parteiübergreifende Gruppe von Abgeordneten in London plant die Kontrolle über den Austrittsprozess an sich zu reißen. Dies wolle man für den Fall machen, dass ein No Deal-Szenario immer wahrscheinlicher wird. Also wollen die Parlamentarier dafür sorgen, dass womöglich eine Verschiebung des Brexit-Termins erreicht wird. Hierzu wolle man noch bis Mitte März warten, falls sich bis dahin nichts tut. Tja, eine Verschiebung des Austrittstermins verschafft Zeit, aber ändert nichts an den Inhalten.

Man bedenke: Seit zwei Jahren (!) eiert London rum und weiß nicht, was es will. Es gibt für nichts klare Mehrheiten im Parlament. Und Theresa May? Die spielt immer offensichtlicher auf  Zeit mit ihren völlig inhaltsleeren Reden im Parlament. Ihr Ziel scheint klar zu sein. Die Parlamentarier sollen es mit der Angst zu tun bekommen, und ihrem Deal doch noch kurz vor Ende März zustimmen. Und so geht es seit Tagen im britischen Pfund bergab (im Chart seit Juli 2018 gegen den USD). Aktuell bei 1,28 gegen den USD, rückt man wieder bedrohlich nahe an Tiefststände aus Dezember knapp unter 1,25.

Pfund vs USD - Brexit

Hier klicken und kommentieren

Hinterlassen Sie eine Antwort

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

ACHTUNG: Wenn Sie den Kommentar abschicken stimmen Sie der Speicherung Ihrer Daten zur Verwendung der Kommentarfunktion zu.
Weitere Information finden Sie in unserer Zur Datenschutzerklärung

Devisen

Rüdiger Born: Spannender Markt! Blick auf die Charts

Veröffentlicht

am

Der Markt ist momentan sehr spannend. Schauen wir im folgenden Video direkt auf die Charts. Der Dow könnte in Kürze eine Trendewende hinlegen und steigen. Interessante Chartverläufe will ich auch bei mehreren Devisenpaaren ansprechen. Haben Sie den Trade des Tages (heute USDJPY) noch nicht abonniert? Jeden Tag gibt es eine Detail-Analyse! Es ist vollkommen kostenlos! Einfach dazu hier anmelden.

weiterlesen

Aktien

Giovanni Cicivelli: Trade-Rückblick und Vorschau auf Dax, Forex, Aktien

Veröffentlicht

am

An dieser Stelle biete ich eine kurze Vorschau auf mein heutiges ausführliches Video vor dem Marktstart in Frankfurt. Es geht um einen Rückblick, und um heutige Ereignisse bei Dax, Forex, Aktien. Seid ihr noch nicht registriert? Dann bitte einfach hier anmelden, denn es ist völlig kostenfrei! Dann könnt ihr das aktuelle und alle noch kommenden Videos von mir sehen.

weiterlesen

Devisen

Brexit-Krise in London verschärft sich, Pfund taumelt weiter nach unten

Veröffentlicht

am

Vorgestern berichteten wir über das taumelnde britische Pfund. Es notierte Mittwoch Mittag bei glatt 1,29 gegen den US-Dollar. Aktuell verschärft sich die Brexit-Krise auf der Insel immer weiter, und das Pfund ist weiter gefallen auf aktuell 1,2753. Im folgenden Chart seit September 2018 sieht man, dass die Marken von 1,29 und 1,28 nun unterschritten sind. Nach unten ist aus charttechnischer Sicht weiter Luft.

Werbung: Gratis in Aktien und ETFs investieren. Null-Provision, Null-Aufwand! Erhalten Sie eine Gratisaktie im Wert von bis zu 100€

Und aus fundamentaler Sicht auch! Denn die Brexit-Krise nimmt immer schlimmere Ausmaße an. Nicht nur, dass Theresa May Anfang Juni ihren Brexit-Deal zum vierten Mal (!) zur Abstimmung im britischen Parlament stellen will. Nein, parallel dazu will sie den Zeitpunkt bekanntgeben, wann sie zurücktreten wird. Egal, ob ihr Deal angenommen werde oder nicht – laut „Daily Telegraph“ werde sie so oder so zurücktreten. Und siehe da, ihr parteiinterner Widersacher und Brexit-Hardliner Boris Johnson steht schon bereit. Natürlich werde er es machen, sagte er aktuell bei einer Konferenz, angesprochen auf eine mögliche Nachfolge für Theresa May. Also will er sie in Kürze als Premier beerben! Dann ist der harte Brexit fast schon in Stein gemeißelt.

Setzen die britischen Wähler (ironischerweise beider EU-Wahl) ein Signal, und geben der Brexit-Partei + den Tories eine theoretische Mehrheit der Wählerstimmen? Es geht dabei ja um nichts, da die Briten eh rausgehen aus der EU. Aber es wäre ein Zeichen! Und es wäre das Signal für Boris Johnson, dass ein knallharter Brexit ohne Deal vom Volk gewünscht ist.

Und jetzt? Ganz aktuell hat Oppositionsführer Jeremy Corbyn erklärt die Gespräche über einen Kompromiss seien gescheitert. Mit Theresa May werde es wohl zu keiner Einigung kommen, so Corbyn. Ach so, möchten wir anmerken… mit Boris Johnson bekommt er eine leichtere oder bessere Einigung hin? Einfach unfassbar. Die Brexit-Krise eskaliert, und die Zeit rennt (mal wieder) davon!

Boris Johnson ist Teil der Brexit-Krise
Boris Johnson. Foto: EU2018BG Bulgarian Presidency CC BY 2.0

weiterlesen
Bitte abonnieren Sie unseren Newsletter.


Anmeldestatus

Meist gelesen 30 Tage

Wenn Sie diese Webseite weiter verwenden, stimmen Sie automatisch der Verwendung von Cookies zu. Zur Datenschutzerklärung

Die Cookie-Einstellungen auf dieser Website sind auf "Cookies zulassen" eingestellt, um das beste Surferlebnis zu ermöglichen. Wenn du diese Website ohne Änderung der Cookie-Einstellungen verwendest oder auf "Akzeptieren" klickst, erklärst du sich damit einverstanden.

Schließen