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Europa

Brexit: Die Woche der Wahrheit – darauf sollten Sie achten..

Die Daten aus UK werden in dieser Woche auch für die Aktienmärkte und den Devisenmarkt sehr wichtig..

Redaktion

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am

FMW-Redaktion

Das wird die Woche der Wahrheit in Sachen Brexit: in dieser Woche stehen Daten an, die zeigen werden, wie stark der Einfluss des Brexit-Votums auf die britische Wirtschaft wirklich ist. Das beginnt am morgigen Dienstag mit den Verbraucherpreisen aus UK, am Mittwoch dann die Arbeitsmarktdaten – jobless Claims (Prognose +9000) und unemployment rate (Prognose 4,9%). Am Donnerstag folgen dann die Einzelhandelsumsätze, am Freitag gibt es Daten zu den öffentlichen Finanzen von UK.

Dabei sind die Verbraucherpreise, die morgen veröffentlicht werden, ein wichtiger Schlüssel: Prognosen gehen von einem Anstieg von +0,5% aus, doch das Risiko ist hoch, dass die Briten am Anfang einer Inflationsspirale stehen: vor allem ausländische Firmen haben längst angefangen, die Preise für ihre Produkte wie Autos oder Smartphones zu erhöhen, weil sie durch den tiefen Fall des Pfund weniger Erlöse in ihrer eigenen Währung haben. Das dürfte die Inflation zu einem immer größeren Problem werden lassen, weil gleichzeitig die Notenbank nicht gegen die Inflation steuert, sondern die Geldpolitik weiter lockert, um das „Absaufen“ der Wirtschaft zu verhindern.

All das spricht für ein weiter fallendes Pfund. Und genau davon gehen derzeit auch die Hedgefonds aus, die die britische Währung am Future-Markt in der vergangenen Woche st stark verkauft haben wie noch nie, seit die Daten erhoben werden (also seit 1992).

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Das britische Pfund zum Dollar – seit dem Brexit-Votum deutlich tiefer gelegt..

Am Mittwoch folgen dann die Arbeitsmarktdaten, wobei die Anträge auf Arbeitslosenhilfe den Juli erfassen, während die Arbeitslosenquote im ILO report nur die Zeit zwischen April und Juni erfaßt, also weniger aussagekräftig ist.

Interessant vor allem dann die Einzelhandelsumsätze am Donnerstag, die im Juni (also meistenteils noch vor dem Brexit-Votum) um 0,9% gefallen waren. Der Juli dürfte, so die Prognose, unverändert ausgefallen sein. Perspketivisch gilt aber auch hier: wenn die Preise steigen, wird die Konsumlaune zurück gehen.

Die Daten aus UK werden auch für die Aktienmärkte und den Devisenmarkt sehr wichtig: seit dem Brexit-Votum finden Daten aus UK deutlich mehr Beachtung als zuvor, sie sind zu einem echten „market mover“ geworden. Und während UK glibal durch den bevorstehenden Brexit immer unwichtiger wird, werden also Daten aus UK immer wichtiger. Aber das ist sicher nicht der einzige logische Widerspruch an den Märkten derzeit..

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Europa

Aktuell: EZB-Entscheidung veröffentlicht

Claudio Kummerfeld

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EZB-Tower in Frankfurt

Die EZB hat soeben ihre Entscheidung veröffentlicht.

Der EZB-Leitzins (Refinanzierungssatz) bleibt unverändert bei 0,00 Prozent. Der extrem wichtige Banken-Einlagenzins, auf den sich Banken bzgl. der Negativzinsen berufen, bleibt ebenfalls unverändert bei -0,50 Prozent. Die Marginal Lending Facility bleibt ebenfalls unverändert bei 0,25 Prozent.

Die Aufkaufprogramme für Anleihen und Liquiditätsspritzen für die Banken werden wie bisher fortgesetzt.

Um 14:30 Uhr folgt die PK von Christine Lagarde. Wir berichten dann umgehend über alle interessanten Aussagen. Hier das offizielle Statement der EZB zur jetzigen Entscheidung:

Zweitens wird der EZB-Rat die Ankäufe im Rahmen des Pandemie-Notfallankaufprogramms (Pandemic Emergency Purchase Programme – PEPP) fortsetzen. Dies hat einen Gesamtumfang von 1 850 Mrd €. Der EZB-Rat wird die Nettoankäufe im Rahmen des PEPP mindestens bis Ende März 2022 und in jedem Fall so lange durchführen, bis die Phase der Coronavirus-Krise seiner Einschätzung nach überstanden ist. Die Ankäufe im Rahmen des PEPP werden durchgeführt, um während der Pandemie die günstigen Finanzierungsbedingungen aufrechtzuerhalten. Wenn mit Ankäufen, die den Gesamtumfang des PEPP über den Zeithorizont der Nettoankäufe hinweg nicht voll ausschöpfen, günstige Finanzierungsbedingungen aufrechterhalten werden können, muss dieser Gesamtumfang nicht vollständig genutzt werden. Genauso kann der Umfang erforderlichenfalls auch rekalibriert werden, um günstige Finanzierungsbedingungen aufrechtzuerhalten und so dem negativen Schock der Pandemie auf die Inflationsentwicklung entgegenzuwirken.

Der EZB-Rat wird die Tilgungsbeträge der im Rahmen des PEPP erworbenen Wertpapiere mindestens bis Ende 2023 weiterhin bei Fälligkeit wieder anlegen. Das zukünftige Auslaufen des PEPP-Portfolios wird in jedem Fall so gesteuert, dass eine Beeinträchtigung des angemessenen geldpolitischen Kurses vermieden wird.

Drittens werden die Nettoankäufe im Rahmen des Programms zum Ankauf von Vermögenswerten (Asset Purchase Programme – APP) in einem monatlichen Umfang von 20 Mrd € fortgesetzt. Der EZB-Rat geht weiterhin davon aus, dass die monatlichen Nettoankäufe von Vermögenswerten im Rahmen des APP so lange fortgesetzt werden, wie dies für die Verstärkung der akkommodierenden Wirkung seiner Leitzinsen erforderlich ist, und dass sie beendet werden, kurz bevor er mit der Erhöhung der EZB-Leitzinsen beginnt.

Der EZB-Rat beabsichtigt, die Tilgungsbeträge der im Rahmen des APP erworbenen Wertpapiere weiterhin bei Fälligkeit für längere Zeit über den Zeitpunkt hinaus, zu dem er mit der Erhöhung der Leitzinsen beginnt, vollumfänglich wieder anzulegen und in jedem Fall so lange wie erforderlich, um günstige Liquiditätsbedingungen und eine umfangreiche geldpolitische Akkommodierung aufrechtzuerhalten.

Schließlich wird der EZB-Rat weiterhin reichlich Liquidität über seine Refinanzierungsgeschäfte zur Verfügung stellen. Insbesondere stellt die dritte Serie gezielter längerfristiger Refinanzierungsgeschäfte (TLTRO III) nach wie vor eine attraktive Finanzierungsquelle für Banken dar, wodurch deren Kreditvergabe an Unternehmen und private Haushalte unterstützt wird.

Der EZB-Rat ist nach wie vor bereit, alle seine Instrumente gegebenenfalls anzupassen, um sicherzustellen, dass sich die Teuerungsrate – im Einklang mit seiner Verpflichtung auf Symmetrie – auf nachhaltige Weise seinem Ziel annähert.

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Europa

Verbraucherpreise Eurozone: Fünfter Monat Deflation – Osteuropa koppelt sich ab

Claudio Kummerfeld

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Taschenrechner und Münzen

Die Verbraucherpreise in der Eurozone für Dezember wurden soeben endgültig bestätigt mit -0,3 Prozent. Damit hängt man nun den fünften Monat in Folge in der Deflation. Die Energiepreise fallen weniger stark mit „nur noch“ -6,9 Prozent im Jahresvergleich nach -8,3 Prozent im November. Die Preissteigerung bei Lebensmitteln fiel mit +1,3 Prozent geringer aus als in den Vormonaten mit +1,9 Prozent. Auffällig bleibt wie in den Vormonaten, dass Osteuropa ganz klar nicht in der Deflation hängst, sondern ganz klar positive Preisentwicklungen hinlegt. Dadurch ist der Schnitt für die gesamte EU bei +0,3 Prozent. Gut sichtbar ist der Unterschied zwischen West- und Osteuropa in der ersten Grafik.

Verbraucherpreise je nach Ländern im Detail

Grafik zeigt Dezember-Verbraucherpreise im Detail

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Europa

ZEW Index etwas besser als erwartet – Exporterwartungen verbessert

Redaktion

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am

Von

Jeden Monat wird der ZEW Index vom Mannheimer Zentrum für Europäische Wirtschaftsforschung erhoben. Der Index gilt daher als ein wichtiger Frühindikator für die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland. Die gerade veröffentlichten Daten sind wie folgt ausgefallen:

Der ZEW-Index (Konjunkturerwartungen Januar) ist mit +61,8 Punkten etwas besser ausgefallen als erwartet (Prognose war +60,0; Vormonat war +55,0).

Die Einschätzung der aktuellen Lage aber liegt bei -66,4 (Prognose war -68,5; Vormonat war -66,5) – damit sehen wir weiterhin eine starke Divergenz zwischen Erwartung und der Einschätzung der aktuellen Lage.

Laut ZEW sind es vor allem die verbesserten Exporterwartungen, die den Index nach oben gezogen haben!

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Anmeldestatus

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