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Anleihen

Brexit: Ende der Dominanz Londons als Finanzzentrum Europas

Redaktion

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FMW-Redaktion

Die Befürworter des Brexit sehen kein Problem darin, wenn UK aus der EU ausscheiden sollte. Man fokussiert sich vor allem auf die Einwanderungspolitik und meint, die Befreiung von Brüssel wäre gut für Großbritannien. Eines aber ist sicher: für London als Finanzzentrum Europas wäre das ein schwerer Schlag, auch wenn Londons Bürgermeister Boris Johnson, der den Brexit bekanntlich befürwortet, das nicht wahrhaben will.

Der Grund, warum London so hart getroffen würde durch den Brexit, ist simple: der Euro. Billionen an in Euro nominierten Derivaten werden täglich in London gehandelt. Sollte UK aus der EU ausscheiden, stünde die EZB als Notenbank der Eurozone vor der paradoxen Situation, dass der überwiegende Teil des Euro-Handels außerhalb ihres Zugriffsbereichs stattfände – und das wird die EZB nicht tolerieren können, wie der ehemalige Vize-Präsident der EZB, der Franzose Christian Noyer, kürzlich in einem Artikel für einen Thintank ausgeführt hatte.

Bislang passiert in London ein Großteil des Euro-Devisenhandels, aber auch die Refinanzierungsgeschäfte für Banken laufen über die Londoner City. In einem Krisenfall aber braucht die EZB, die ultimativ letzte Instanz im Falle einer Liquiditätskrise wie etwa beim Lehman-Schock, Zuggriff auf diesen Markt, der im Falle eines Brexits dann nicht nur außerhalb der Eurozone, sondern auch außerhalb der EU läge.

Dabei ist die jetzige Situation schon eine Ausnahmesituation: alle anderen großen Notenbanken der Welt haben direkteren Zugriff auf den Markt für ihre Währung als die EZB. Derzeit ist der Status noch definiert durch die EU-Verträge – aber das wäre im Falle eines Brexit nicht mehr gültig. Die EZb hat bereits mehrfach Anläufe unternommen, um Clearinghäuser, die Euros abwickeln, zwingend in die Eurozone zu holen. Großbritannien hat diese Bemühungen bislang erfolgreich abwehren können und dabei juristischen Geschütze aufgefahren, die von der Londoner City finanziert wurden. All das würde mit einem Brexit faktisch gegenstandslos werden. Und die Londoner City trägt immerhin 12% zum BIP UKs bei – der Handel in Euro macht dabei einen guten Teil aus, nur der Handel mit Dollar-Kontrakten hat ein höheres Volumen.

Und so ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass im Falle eines Brexit der Handel mit Euro-Kontrakten sich nach Paris, wahrscheinlich aber eher nach Frankfurt verlagern würde. All das erzählen die britischen Befürworter eines Brexit ihren Anhängern nicht – alles werde so bleiben, wie es zuvor war, so ihre These. Aber das ist mehr als unwahrscheinlich..

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Anleihen

Goldpreis vs Anleiherenditen: Eindeutiger Langfristvergleich

Claudio Kummerfeld

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Mehrere Gold-Barren

Der Goldpreis wird von vielen Faktoren beeinflusst. Da wäre zum Beispiel der US-Dollar, und natürlich das allgemeine Risk On/Risk Off-Szenario. Sind die Anleger bereit aufgrund diverser Faktoren mehr Risiko einzugehen, verkaufen sie Gold und kaufen Aktien, und umgekehrt. Je mehr die Notenbanken Geld drucken und je mehr die Staaten sich verschulden, desto wichtiger erscheint vielen Anlegern auf lange Sicht auch Gold als sicherer Fluchthafen vor Inflation, und der Goldpreis steigt.

Aber vor allem werden auch die Anleiherenditen als wichtiger Beeinflussungsfaktor für den Goldpreis herangezogen. Je mehr Rendite man für Staatsanleihen erhält, desto weniger attraktiv ist das zinslose Gold bei Anlegern. Schauen wir daher mal auf den folgenden Chart, ob man langfristig eine echte Verbindung zwischen Gold und Anleiherenditen erkennen kann. Hier sehen wir seit Anfang 2016 in blau den steigenden Goldpreis, der seitdem 69 Prozent zulegen konnte. Die in orange verlaufende Anleiherendite (für zehnjährige US-Staatsanleihen) ist seitdem um 46 Prozent gesunken (langfristig gesunkenes Zinsniveau). Man sieht eine klare negative Korrelation. Je tiefer die Anleiherenditen, desto besser für den Goldpreis. Das jüngste Ansteigen in der Rendite hat dem Goldpreis einige Schwierigkeiten bereitet, und seinen weiteren Anstieg erst einmal ausgebremst.

Chart zeigt Goldpreis gegen Anleiherenditen seit dem Jahr 2016

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Anleihen

Andre Stagge: Steigende US-Rendite, US-Wahl, Aktienmarkt – sein aktuelles Trading

Redaktion

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Der Experte Andre Stagge spekuliert aktuell auf die steigende Rendite für US-Staatsanleihen, und hat daher den Future für Staatsanleihen geshortet (Renditen und Kurse bewegen sich logischerweise immer exakt gegenläufig). Im folgenden brandaktuellen Video erklärt er die derzeitigen Zusammenhänge am Kapitalmarkt. Als da wäre die heutige Wichtigkeit der US-Wahl in Georgia und deren Folgewirkungen auf die US-Politik und die Kapitalmärkte. Auch geht es darum, dass steigende Aktienmärkte und steigende Anleiherenditen dauerhaft nicht parallel existieren können. Denn es ist, wie es ist. Deutlich höhere Renditen machen Anleihen attraktiver und sorgen eigentlich für einen Geldfluss raus aus Aktien.

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Hellmeyer, Halver, Leber und Co – optimistisch ins neues Jahr!

Claudio Kummerfeld

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Wie wird das Börsenjahr 2021 laufen, und wie werden einzelne Anlageklassen wie Aktien, Gold oder Anleihen performen? Dazu äußern sich im folgenden Video Folker Hellmeyer von Solvecon Investment, Robert Halver von der Baader Bank, Frank Fischer von Shareholder Management, Thomas Romig von Assenagon, Dr. Hendrik Leber von ACATIS und Johannes Hirsch von antea. Natürlich hat jeder der hier gezeigten Personen im Detail unterschiedliche Standpunkte. Aber wenn man das große Bild betrachtet, dann herrscht für den Aktienmarkt doch ein recht großer Optimismus. Klar, die Coronakrise scheint mit dem Impfungen ein Ende zu finden, und Joe Biden bringt Ruhe in die Kiste, nach vier chaotischen Trump-Jahren. Aber gelten „Experten“ mit ihren Jahresaussichten nicht oft als Kontra-Indikatoren? Aber gut, bilden Sie sich Ihre eigene Meinung. Die Begründungen der Experten sind jedenfalls inhaltlich schlüssig und durchaus nachvollziehbar.

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