Devisen

Brexit: Headline-Risiken – wie volatil wird es für das britischen Pfund?

Eigentlich sollte am Montag die Deadline für einen Deal in Sachen Brexit zwischen UK und der EU sein – zuvor war das britische Pfund gegenüber dem US-Dollar bis knapp 1,3550 nach oben gelaufen, weil der Devisenmarkt an eben diesen Deal fest zu glauben schien. Dann aber pessimistische Aussagen vor allem seitens der EU – nun heißt es, die Deadline sei Mittwoch, aber gleichzeitig will Boris Johnson in den „nächsten Tagen“ nach Brüssel reisen, um einen harten Brexit noch im letzten Moment zu verhindern. Bedeutet das also doch keine Deadline bis Mittwoch? Wie so vieles in Sachen Brexit bleibt das zunächst unklar.

Brexit und das Pfund – wie geht es weiter?

Heute äusserte sich Boris Johnson zum Brexit: die Situation sei „sehr tricky„, es könne der Moment kommen, ab wann dann kein Deal mehr möglich sei, gerade in Sachen Fischerei sei man noch sehr weit voneinander entfernt. Das britische Pfund wird durch solche Aussagen naturgemäß eher belastet. Aber auch der Euro macht bei solchen Aussagen keine Freudensprünge, schließlich geht es für beide Seiten um sehr viel (hier eine Analyse des ifo Instituts).

Wie aber ist die charttechnische Ausgangslage für das britische Pfund gegenüber dem US-Dollar? David Jones, chief market startegist bei capital.com, glaubt als Brite an die Stärke der britischen Pfunds – trotz der Risiken um den möglichen harten Brexit. Aber in folgendem Video zeigt er, welches Niveau das Pfund nicht unterschreiten darf, damit die übergeordnete Stärke der britischen Währung erhalten bleibt:

 

Harter oder weniger harter Brexit - das ist für das Pfund die entscheidende Frage



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2 Kommentare

  1. Ganz schlecht für GB als einer der wichtigsten Exportnationen für die EU wäre, wenn man sich dem Bestimmungskorsett mit autom. Gerichtsbarkeit usw. der EU unterwerfen würde. Dann könnte man gleich in der EU bleiben. Die strangulierenden Vorgaben der EU über alle Mitglieder gleichermassen, lässt die Länder mit ihren unterschiedlichen Leistungsprofilen nicht mehr frei atmen. Allein DE mit ihrem irrsinnigen Target2-Saldo zeigt, dass die Verhältnisse der EU-Länder untereinander den No-Return-Point bereits überschritten haben. Oder glaubt noch jemand der DE-Bürgen, dass dieses Guthaben je von den Schuldnerländern durch Leistung ausgeglichen wird? Auch der Target2-Saldo läuft wie die Geldflut nur noch ins Endlose und wird entsprechende Rückwirkungen auslösen.

  2. Ganz schlecht für die EU wäre es, wenn man sich auch nur im Ansatz auf das Rosinenpicker-Korsett aus GB unterwerfen würde. Soll das Narrenhaus um den blonden Wirrkopf doch endlich gehen und sein seltsam-stures Konzept von Souveränität und Kontrolle durchziehen. Bis die britischen Bürger klipp und klar vor Augen haben, ob der Unsinn klappt oder nicht.

    Wer sich aktuell noch immer gegen ansatzweise menschenwürdige Mindestlöhne, Klima- und Umweltstandards, Datenschutz uvm. positioniert, soll ein tragfähiges neues Konzept für all seine Bürger entwickeln und realisieren. Wenn es klappt, Hut ab! Wenn nicht, selber Schuld!

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