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Devisen

Brexit: So will UK weiter verhandeln – die Quadratur des Kreises

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Um es gleich am Anfang zu sagen. Nach der gestrigen Marathon-Sitzung und den folgenden Abstimmungen zum Brexit im britischen Parlament fiel das Pfund gegen den US-Dollar um 75 Pips auf jetzt 1,3075. Also bewertet der Devisenmarkt die Ereignisse des gestrigen Tages leicht negativ.

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May soll Brexit Backstop neu verhandeln

Was war passiert? Das Parlament schickt Theresa May erneut nach Brüssel mit einem Mandat, demnach sie die Quadratur des Kreises versuchen soll. Oder man könnte auch sagen sie soll versuchen unter Wasser zu grillen oder eine Drehtür abzuschließen. Aber es sollen ja immer wieder Wunder geschehen. Das Wichtigste: Ein Hardliner aus ihrer Partei machte einen Vorschlag, der letztlich mit einer Mehrheit von 317 zu 301 Stimmen durchgewunken wurde.

Damit beauftragt das Parlament Theresa May den Backstop für Nordirland mit der EU neu zu verhandeln. Dabei hat die EU immer wieder klargestellt, dass sie in wesentlichen Punkten nichts neu verhandeln will. Also was soll Theresa May in Sachen Nordirland neu verhandeln? Sie soll nun den Zaubertrick hinbekommen, dass die Grenze zwischen Irland und Nordirland nach dem Brexit offen bleibt – und Großbritannien aber nicht dauerhaft in der Zollunion bleibt. Wie gesagt, unter Wasser grillen, eine Drehtür abschließen…

Dafür, dass die Lage derart nach Sackgasse aussieht, steht das Pfund noch verdammt hoch. May soll den Backstop neu verhandeln. Haben sich die Parlamentarier nicht bewusst gemacht, dass genau dieser Punkt von der EU nicht neu verhandelt wird? Und ist ihnen nicht bewusst, dass es keine offene Grenze geben wird, wenn UK aus der Zollunion ausscheidet? Aktuell ist man in London wohl erstmal happy, dass es überhaupt irgendein Mandat für Theresa May gibt, das im Parlament eine Mehrheit erhalten konnte.

Termin-Verschiebung?

Man soll sich ja auch manchmal mit wenig zufrieden geben. Aber das ist weniger als wenig! Die Lage ist fast schon hoffnungslos, nur niemand auf der Insel will es offenbar so richtig wahr haben. Vielleicht läuft es in ein paar Tagen darauf hinaus, dass EU und UK sich kurzfristig auf eine Verschiebung des Brexit-Termins (29. März) einigen, damit die Briten mehr Zeit haben zu entscheiden, was sie überhaupt wollen? Das wäre ein mögliches Szenario. May kommt mit leeren Händen aus Brüssel zurück, und Brüssel gibt May noch ein paar Monate Zeit oben drauf.

Pfund vs USD - Brexit
Pfund vs USD seit Februar. Ist der Anstieg seit Dezember von 1,25 auf über 1,30 gerechtfertigt? Zweifel sind angebracht!

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Devisen

EUR/SEK: Pullback für Einstieg interessant

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Seit nunmehr sechs Jahren befindet sich die europäische Gemeinschaftswährung zur schwedischen Krone (SEK) in einem langfristigen Aufwärtstrend und legte von 8,175 SEK auf ein bisheriges Verlaufshoch von 10,729 SEK Anfang September letzten Jahres zu. Doch die Aufwärtsbewegung innerhalb des Trendkanals hat sich bereits seit Anfang 2018 merklich abgeschwächt und sich eine grobe Seitwärtsphase eingestellt. Auf der Unterseite wird diese Spanne um 10,100 SEK begrenzt, auf der Oberseite ist die Grenze um 10,729 SEK anzutreffen. Die letzten Handelswochen zeigen sich allerdings wieder auffällig stark, dies könnte ein Indiz für eine bevorstehende Auflösung der seit gut einem Jahr andauernden Konsolidierung sein.

Long-Chance bei EUR/SEK

Auf Sicht von nur wenigen Tagen bis Wochen orientierte Investoren können bei dieser Trading-Idee auf einen Kursanstieg zunächst an die Vorjahreshochs bei 10.729 SEK setzen. Mittelfristig aber kann erst darüber ein weiterer Lauf zu den Höchstständen aus 2009 bei 11.787 SEK abgeleitet werden. Der aktuell laufenden Pullback könnte aber noch eine Weile anhalten, bietet aber beste Voraussetzungen für einen Long-Einstieg auf einem tieferen Kursniveau – die Marke von 10,372 SEK wäre eine potenzielle erste Wendestelle. Weitere Ausreißer auf der Unterseite hätten vom aktuellen Kursniveau aus Platz bis zur Unterstützung von sogar 10.363 SEK, darunter bis zur unteren Spanne von 10,100 SEK. Das Verlassen der aktuellen Handelsspanne könnte hingegen einen Abverkauf in Richtung der runden Marke von 10,000 SEK provozieren.

EUR/SEK




Rafael S. Müller ist seit 20 Jahren Vorstand und Chefanalyst der direktbroker.de AG. Der FOREX & CFD Broker direktbroker-FX gehört weltweit zu den preisgünstigsten Brokern. Trading-Einsteiger erhalten von der hauseigenen Börsenakademie umfangreich Schulungen bis hin zu einem kostenfreien Trader-Camp. Testen Sie die Konditionen jetzt mit einem kostenfreien Demokonto.


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Die hier gezeigten Analysen stellen keine Anlageberatung dar und sind daher auch keine Empfehlung zum Kauf bzw. zum Verkauf eines Wertpapiers, eines Terminkontraktes oder eines sonstigen Finanzinstrumentes. Die Wertentwicklung der Vergangenheit bietet keine Gewähr für künftige Ergebnisse. Die bereitgestellten Analysen sind ausschließlich zur Information bestimmt und können ein individuelles Beratungsgespräch nicht ersetzen. Eine Haftung für mittelbare und unmittelbare Folgen aus diesen Vorschlägen ist somit ausgeschlossen.

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Rüdiger Born: Jetzt noch Long aufspringen in den Indizes?

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Im Moment gibt es keine Schwäche in den Indizes. Auch der Dax steigt gut an, was im Chart sehr eindeutig zu erkennen ist. Kann man jetzt noch Long einsteigen? Das möchte ich am Chart besprechen. Auch im Pfund vs US-Dollar gib es momentan ein interessantes Chartbild. Und auch im EURUSD tut sich was. Unseren heutigen Trade des Tages finden Sie hier, wie immer kostenlos.

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Brexit-Desaster immer sichtbarer – britisches Pfund fällt weiter

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In Sachen Brexit steht heute Abend mal wieder zum x-ten Mal eine Abstimmung im britischen Parlament an. Es geht um eine verfahrenstechnische Abstimmung, die nicht entscheidend ist. Entscheidend ist, dass nichts vorangeht beim Brexit. Theresa May hat ja ein „neues“ Verhandlungsmandat in der Tasche um „neu“ mit der EU zu verhandeln. Doch die EU will gar nichts neu verhandeln, da es nichts Neues zu verhandeln gibt.

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Und so verstreicht aktuell die Zeit immer schneller bis zum Austrittsdatum 29. März. Nun wird durch SPON bekannt, dass die Briten bisher fast gar keinen Handelsvertrag mit Staaten außerhalb der EU neu abgeschlossen haben für die Zeit ab April, als eigenständiger Staat mit eigener Kontrolle über Handelsvereinbarungen. Der zuständige Minister Liam Fox dachte allen Ernstes, die Drittstaaten könnten einfach so ihre existierenden Abkommen mit der EU kopieren, und den Namen EU durch Großbritannien ersetzen – und zack, schon schließt man ein separates Abkommen mit UK.

Bisher habe man nur neue Verträge geschlossen mit der Schweiz, Chile, dem afrikanischen Handelsverbund ESA, und mit den Färöer-Inseln. Also unterm Strich gar nichts. Geht Großbritannien am 29. März kalt und hart aus der EU ohne in der Zollunion zu bleiben, steht man mit Im- und Exporten quasi weltweit vor Zollschranken. Und gerade das stark importabhängige Großbritannien müsste dann vielerorts Importzölle zahlen.

Aktuell wird auch bekannt, dass eine parteiübergreifende Gruppe von Abgeordneten in London plant die Kontrolle über den Austrittsprozess an sich zu reißen. Dies wolle man für den Fall machen, dass ein No Deal-Szenario immer wahrscheinlicher wird. Also wollen die Parlamentarier dafür sorgen, dass womöglich eine Verschiebung des Brexit-Termins erreicht wird. Hierzu wolle man noch bis Mitte März warten, falls sich bis dahin nichts tut. Tja, eine Verschiebung des Austrittstermins verschafft Zeit, aber ändert nichts an den Inhalten.

Man bedenke: Seit zwei Jahren (!) eiert London rum und weiß nicht, was es will. Es gibt für nichts klare Mehrheiten im Parlament. Und Theresa May? Die spielt immer offensichtlicher auf  Zeit mit ihren völlig inhaltsleeren Reden im Parlament. Ihr Ziel scheint klar zu sein. Die Parlamentarier sollen es mit der Angst zu tun bekommen, und ihrem Deal doch noch kurz vor Ende März zustimmen. Und so geht es seit Tagen im britischen Pfund bergab (im Chart seit Juli 2018 gegen den USD). Aktuell bei 1,28 gegen den USD, rückt man wieder bedrohlich nahe an Tiefststände aus Dezember knapp unter 1,25.

Pfund vs USD - Brexit

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