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Brexit und Donald Trump: Soros und andere kaufen Gold

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In den USA müssen Portfolioverwalter, die mehr als 100 Millionen Dollar in US-Aktien investiert haben, bis spätestens 45 Tage nach dem Ende eines Quartals offen legen, was sie alles im Portfolio haben: Aktien, aber auch Optionen und einige Anleihe-Typen. Das gilt auch für George Soros, der seit vier Jahren sein Vermögen im Soros Fund Management investiert hat. Auch er mußte das dafür benötigte Formular 13F ausfüllen – und es zeigt sich, dass Soros offenkundig immer weniger optimistisch für US-Aktien ist.

So reduzierte das Soros Fund Management seine Positionen in US-Aktien um satte 37% zum Ende des ersten Quartals – er hält nun „nur“ noch 3,5 Milliarden Dollar in US-Aktien. Und hat das frei werdende Geld vorwiegend direkt oder indirekt in den Gold-Sektor investiert. So kaufte Soros Fund Management 1,7% von Barrick Gold für 264 Millionen Dollar – das damit die größte Beteiligung von Soros ist. Die Aktien des in Toronto gelisteten Unternehmens stiegen seit Ende März um satte 39%, für Soros also bereits ein Volltreffer! Ausserdem kaufte Soros Fund Management 1,05 Millionen Optionen auf den SPDR Gold Trust, ein ETF, das den Goldpreis abbildet.

Einer der Gründe für den Strategieschwenk dürfte die pessimistische Einschätzung von Soros gegenüber China sein, dem er eine kaum zu vermeidennde harte Landung vorher sagt. Der zweite Grund ist vermutlich die derzeitige Politik der Negativzinsen durch Notenbanken wie die EZB und die Bank of Japan – das alles hat dem Goldpreis geholfen, der jedoch schon seit Wochen stagniert trotz riesiger Mittelzuflüsse vor allem in ETFs, die den Goldpreis abbilden.

Mit den anstehenden Großevents wie Brexit-Abstimmung und den US-Wahlen aber kommen weitere Argumente für Gold hinzu. So argumentiert etwa die Bereneberg Bank, dass mit diesen Wahlen in UK und den USA (mit einem möglichen Sieg von Donald Trump) die politische Unsicherheit stark steige. Normalerweise wären da etwa deutsche Staatsanleihen das bevorzugte Investment – da diese aber keine Rendite mehr brächten, erwarte man weitere Zuflüsse vor allem in traditionell sichere Häfen wie Gold. Gleichwohl will Berenberg erst bei Preisen um 1200 Dollar für Gold zuschlagen – und es ist durchaus fraglich, ob man bei diesem Niveau noch einmal in den Markt kommt.

Heute stehen die US-Verbraucherpreise an (14.30Uhr), und das wird auch für den Goldpreis und den Dollar von großer Bedeutung: sollte die Inflation in den USA weiter anziehen, könnte die Fed auch bei eher mauen Konjunkturdaten gezwungen sein, die Zinsen anzuheben. Und für Gold wäre das keine gute Nachricht. Fallen die Preise jedoch unter der Erwartung aus, dürfte Gold schnell auf ca. 1290 Dollar steigen.

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