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Brexit-Wahl: Ablauf und Zeitpunkt, ab wann Ergebnisse vorliegen

FMW-Redaktion

Es ist endlich soweit – noch einmal schlafen (oder sehr lange aufbleiben), und wir wissen, ob uns die lieben Briten erhalten bleiben in der EU. Oder eben doch nicht. Die Wahllokale sind geöffnet und schließen erst um 23Uhr. Die große Unbekannte ist, ob es im Laufe des Tages irgendwelche „leaks“ gibt, die den Wasserstand erkennen lassen könnten.

Bei normalen Wahlen gibt es in UK eine sogenannte „Nachwahlbefragung“, die sogennanten „exit polls“. Das dürfte heute jedoch ausbleiben – mit dem Argument, dass es bei der Brexit-Wahl anders als bei regulären Wahlen keine Vergelichsbasis gibt, sodass die Ergebnisse solcher „exit polls“ zu unsicher seien. Gleichwohl hat das Meinungsforschungsinstitut YouGov angekündigt, eine sogenannte „on the day poll“ zu veröffentlichen nach Schließung der Wahllokale, die dann über den Fernsehsender Sky veröffentlicht wird.

Insgesamt gibt es 382 Wahlbezirke (local government areas), die dann ab 00.45Uhr unserer Zeit (22.45Uhr GMT) nach und nach veröffentlicht werden – diese müssen dann bestätigt und authorisiert werden durch den Regional Counting
Officer. Diese lokalen Ergebnisse aus den 382 Wahlbezirken wiederum werden durch diese 12 RCOs (Regional Counting Officers) gesammelt, gecheckt und dann veröffentlicht – und zwar mündlich, übertragen im TV.

Die lokalen Ergebnisse wiederum müssen dann durch den zentralen Wahlleiter, den NCO (National Counting Officer), bestätigt und autorisiert werden. Das offizielle Endergebnis dürfte dann am Freitag um ca. 09.00Uhr unserer Zeit vorliegen (07.00Uhr GMT).

Die Electoral Commission wird auf ihrer Webseite (http://www.electoralcommission.org.uk/) dann einen „results feed“ anbieten, sobald loakle Ergebnisse bestätigt sind.

Sollten die Briten sich für den „exit“ entscheiden, ist das britische Parlament zwar formal an das Abstimmungsergebnis nicht gebunden, doch ist es faktisch undenkbar, dass das Votum der Wähler nicht umgesetzt würde – alles andere würde die britische Demokratie in eine Krise stürzen, von der sie sich Jahrzehnte nicht mehr erholen würde. Und das will und wird man nicht riskieren..



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