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Britische Beh├Ârden auf der Hatz nach Investment-Betr├╝gern

Seit 2014 existiert in London die sogenannte Arbeitsgruppe „Operation Broadway“. Das ist ein Zusammenschluss verschiedenster Beh├Ârden, um in der Londoner City Betr├╝gerbuden aufzusp├╝ren. Involviert sind die…

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FMW-Redaktion

Seit 2014 existiert in London die sogenannte Arbeitsgruppe „Operation Broadway“. Das ist ein Zusammenschluss verschiedenster Beh├Ârden, um in der Londoner City Betr├╝gerbuden aufzusp├╝ren. Involviert sind die normale Polizei, das Finanzamt, die City of London Police, die „City of London Corporation Trading Standards“ sowie die Finanzaufsicht „FCA“ (vergleichbar mit der BaFin). Es geht vor allem darum Betr├╝gern auf die Schliche zu kommen, die oftmals vorgeben Bin├Ąre Optionen anzubieten.

Dieses Thema hatten wir schon mehrmals besprochen. Es mag sein, dass es europaweit jede Menge seri├Âse Anbieter gibt. Abgesehen davon bleibt nat├╝rlich immer noch die Frage, wie sinnig das Produkt „Bin├Ąre Option“ an sich f├╝r den Anleger ist, und ob er/sie wirklich versteht, dass man hier eine kurze Wette abschlie├čt, die man anders als bei normalen Optionen nicht bis zum Laufzeitende wieder glattstellen kann. Aber genau so wie seri├Âse Anbieter scheint es offenbar in London ein ernsthaftes Problem zu geben mit Betr├╝gern, die Bin├Ąre Optionen sozusagen als Verkaufs-Aufh├Ąnger nutzen um Kunden mit diversen Methoden abzuzocken.

So beschreibt die Londoner Polizei, dass man letzte Woche bei 20 in der Londoner City beheimateten Anbietern unangek├╝ndigt vorstellig wurde um sich sozusagen vor Ort ein Bild von der Lage zu machen. Dabei pr├╝ft man alles was man wahrnimmt, eine Art Sichtkontrolle. Die Aufseher sprechen dabei immer wieder von der Suche nach „Boiler Rooms, was auf deutsch Heizungskeller oder Kesselraum hei├čt. Eine wirklich sinnhafte ├ťbersetzung gibt es daf├╝r nicht, aber man sucht Verkaufsbuden, wo die Verk├Ąufer quasi ins Telefon schreien um die Leute wie auch immer abzuzocken (vereinfacht ausgedr├╝ckt).

So hat die Polizei bei ihrer in der letzten Woche durchgef├╝hrten Kontrolle zum Beispiel einen Anbieter gefunden, von den es anscheinend nur eine Anschrift in einem Office Center gibt. Das sind Serviceanbieter, die Firmen Adresse und Telefon zur Verf├╝gung stellen, obwohl dort tats├Ąchlich keinerlei reale Firmenaktivit├Ąt stattfindet. So hatte diese Firma, wohl um offiziell an eine Hochglanzadresse in der City zu kommen, einen Mietvertrag unterschrieben, die Miete drei Monate im Voraus bezahlt, und war dann verschwunden.

Seit 2014 hat die Polizei in der City of London 100 B├╝ros durchsucht. Der durchschnittliche Verlust bei Betrugsopfern von kriminellen Bin├Ąre Optionen-Anbietern liegt laut Polizei in UK bei 22.000 Pfund. Das ist nicht wenig, wenn man bedenkt, dass oft Anleger angelockt werden um dort Kleinstbetr├Ąge zu verheizen. Die Polizei will in UK in die Offensive gehen und Social Media-technisch mit dem Hashtag #BeatTheBoilerRooms zu mehr Wachsamkeit aufrufen.

Zypern als zweiter wichtiger Standort f├╝r Bin├Ąre Optionen-Anbieter zieht die Daumenschrauben f├╝r die Branche auch stetig weiter an. Man gewinnt langsam den Eindruck, dass der Branche die Zeit davon l├Ąuft. Wenn seri├Âse Anbieter, die dieses fragw├╝rdige Produkt vertreiben, ├╝berleben wollen, sollte es in der Branche eine Art Qualit├Ątsoffensive, Transparenzoffensive oder Sonstiges geben. Irgendwas muss passieren, sonst k├Ânnten die Aufsichtsbeh├Ârden die Sache selbst in die Hand nehmen, und die ganze Branche ist in Gefahr. Ob das f├╝r die Kunden ├╝berhaupt ein Nachteil w├Ąre, ist eine andere Frage…


Hier eine Statistik der Londoner Polizei zu Betrugsf├Ąllen mit Bin├Ąren Optionen-Anbietern. Interessant ist hier die Spalte mit der Anzahl der gemeldeten Betr├╝gereien. Die steigt von Jahr zu Jahr deutlich an, von 1 pro Quartal in 2012 auf mehr als jeweils 300 in den letzten drei Quartalen.

Ein Kommentar

Ein Kommentar

  1. joah

    23. Oktober 2017 16:57 at 16:57

    Das Geld ist ja nicht „verloren“ gegangen – es ist ja jetzt nur in ebenb├╝rtig schlechten H├Ąnden.

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Blackrock schreibt Brief f├╝r deutsche ├ľffentlichkeit – Verm├Âgensverwalter f├╝r Rentner und Arbeiter

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Was ist Blackrock? Der gr├Â├čte Verm├Âgensverwalter der Welt mit mehr als 6 Billionen Dollar. Man darf hier aber nicht durcheinander kommen. Blackrock ist keine Bank, und von daher nicht systemrelevant wie JP Morgan oder die Deutsche Bank. Geht Blackrock als Unternehmen pleite, sind die Verm├Âgenswerte der Kunden alle noch vorhanden. Denn wie gesagt: Blackrock verwaltet Verm├Âgen, welches bei Banken und Brokern auf Konten und in Depots verwahrt wird.

Der Name Blackrock an sich und die unfassbar gro├če Summe an verwaltetem Verm├Âgen sorgen wohl f├╝r eine Art mystische Aura, weil die Firma in der ├ľffentlichkeit quasi gar nicht in Erscheinung tritt, dennoch weltweit die Nummer 1 ist. Das liegt wohl daran, dass Kunden in der Regel nicht direkt bei Blackrock investieren. Nein, Fondsgesellschaften und andere Verm├Âgensverwalter, bei denen Kunden ihr Geld anlegen, investieren wiederum die Gelder bei Blackrock. Auch l├Ąuft bei Blackrock viel ├╝ber b├Ârsengehandelte Fonds (ETF), wo mit sehr gro├čen Summen Index-Entwicklungen nachgebildet werden.

Angst machen kann Blackrock als Verm├Âgensverwalter dann, wenn man als passiver Investor mehrere Prozente an Unternehmen h├Ąlt, und sich mit anderen Investoren zu einem bestimmten Zweck verb├╝ndet. So geschehen bei der Deutschen Bank, um den in der Tat „mehr als gl├╝cklosen“ Anshu Jain vom Hof zu jagen. Jetzt, wo Friedrich Merz als deutscher Aufsichtsrat von Blackrock ins Scheinwerferlicht r├╝ckt, f├╝hlt sich die Unternehmenszentrale in New York offenbar gen├Âtigt das „Mysterium“ um die Firma aufzul├Âsen.

Daher hat Blackrock-Chef Larry Fink h├Âchstpers├Ânlich einen Brief f├╝r die deutsche ├ľffentlichkeit verfasst. (ganzen Text hier in Deutsch lesen). Man sei nur Treuh├Ąnder f├╝r Ersparnisse von Millionen Menschen auf der ganzen Welt. Diese Menschen seien Arbeiter, Angestellte, Unternehmer und Rentner. Schon ab 25 Euro k├Ânnten Kunden Zugang zu Geldanlagen erhalten. Auch ist die Rede von Beitr├Ągen f├╝r die Regionen, von hohen Ma├čst├Ąben und von Verantwortung.

Frage: Wozu dieser Brief? Werbung hat Blackrock sicher nicht mehr n├Âtig. Versucht man sich auf eine Zeit mit Friedrich Merz als CDU-Chef vorzubereiten, und will demonstrieren, dass die Firma eigentlich harmlos ist? Will man sein Image aufbessern? Nach unserer Meinung w├Ąre es haupts├Ąchlich wichtig dem breiten Publikum klar zu machen, dass das Unternehmen keine Bank ist und auch keine Kundengelder h├Ąlt, und somit auch keine Systemrelevanz besitzt wie gro├če Banken. Wenn das klar ist, dann ist die Angst vor dem b├Âsen gro├čen Monster nur noch halb so gro├č. Es bleibt die Angst vor dem „b├Âsen Ungeheuer“, das mit seinen gigantischen Kundengeldern Unternehmen beeinflussen k├Ânnte. Aber das tun viele andere Aktion├Ąre ja auch.

Blackrock-Chef Larry Fink
Blackrock-Chef Larry Fink. Foto: Wilson Center CC BY-SA 3.0 – Ausschnitt aus Originalfoto

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Der Kampf gegen die „Zensurmaschine“ namens Artikel 13

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Artikel 13 im europ├Ąischen Urheberrechtsschutzgesetz wird, zumindest sehen es sehr viele Menschen so, die Zensurmaschine f├╝r Europa werden. Ob es wirklich so kommt, wissen wir nicht. Aber schaut man sich aktuell die Faktenlage an, w├╝ssten wir nicht, wie Artikel 13 nicht in einer Zensurmaschine enden sollte.

Kommt die „Zensurmaschine“ wirklich?

Wir hatten das Thema schon mehrmals besprochen. Das EU-Parlament hatte den Weg hin zur Zensurmaschine im zweiten Anlauf im September doch noch durchgewunken. Es geht darum, dass k├╝nftig Plattformen wie YouTube, Twitter, Facebook und Instagram direkt verantwortlich gemacht werden d├╝rfen, wenn von Usern hochgeladene Texte, Fotos oder Videos gegen Urheberrechte von Dritten versto├čen.

In der Praxis ist die Verhinderung einer Klagewelle gegen die Konzerne nur m├Âglich, wenn sie einen Uploadfilter einbauen. Es wird also aller Wahrscheinlichkeit nach einen Filter geben, der alles was hochgeladen wird, vor dem Ver├Âffentlichten scannt, ob da irgendwas zu sehen, zu lesen oder zu h├Âren ist, das irgendwer anders erstellt hat, und daf├╝r keine Genehmigung zur freien Verwendung gegeben hat.

Also werden die Anbieter wohl aus Vorsicht viel zu viel Inhalte gar nicht erst zu Ver├Âffentlichten zulassen. Au├čerdem haben die „├╝berschlauen“ Gesetzgeber in Br├╝ssel ├╝berhaupt nicht bedacht, woher die Plattform-Anbieter ├╝berhaupt wissen sollen, welche Inhalte gesch├╝tzt werden m├╝ssen, und wem die Rechte ├╝berhaupt geh├Âren. Oder soll jeder Mensch auf dem Planeten, der irgendwas postet, jedes Mal eine Erkl├Ąrung abgeben, dass er der Rechteinhaber ist? Und wie wollen Facebook und Co den Wahrheitsgehalt dieser Erkl├Ąrung ├╝berpr├╝fen?

Aktuell ist das Gesetz in einer Phase, wo es zwischen den Gremien in Brüssel und den Mitgliedsstaaten abgestimmt wird. Es kann also noch Änderungen geben. Ob ja, und welche genau, ist unklar. Daher macht aktuell der Hauptbetroffene Google mit seiner Plattform YouTube weiter Druck, und versucht natürlich die betroffenen Videoproduzenten mit einzuspannen.

Dieses Gesetz bringt Chaos und vermutlich eine drastische Zensurmaschine, auch wenn nat├╝rlich kein Bef├╝rworter dieses Gesetzes das jemals zugeben w├╝rde. Am Ende k├Ânnen sie es ja immer auf die Anbieter schieben. Denn die seien ja verantwortlich daf├╝r, wie sie die Urheberrechte in Zukunft pr├╝fen und sicherstellen wollen, das alles mit rechten Dingen zugeht. Nur das ist unm├Âglich. Es sei denn ein Gro├čteil der Inhalte wird gar nicht erst freigeschaltet zum Ver├Âffentlichen.

YouTube macht Stimmung gegen Artikel 13

YouTube selbst geht aktuell erneut in die Offensive. Nicht nur k├Ąmpft man mit eigenen Videos und einer Kampagnen-Webseite gegen diese neue „Zensurmaschine“, die man selbst einf├╝hren m├╝sste zum Eigenschutz. YouTube hat auch alle Ersteller von Inhalten angemailt (auch uns von FMW). Hier Ausschnitte des Anschreibens von YouTube, sowie von der Kampagnen-Webseite. Zitat:

Artikel 13 ist Teil einer neuen Urheberrechtsrichtlinie der Europ├Ąischen Union, die f├╝r Onlineinhalte einen besseren Schutz der Kreativit├Ąt und eine effektivere Verwaltung von Urheberrechten durch die Rechteinhaber erm├Âglichen soll. Grunds├Ątzlich bef├╝rworten wir diese Ziele, die mit Artikel 13 angestrebt werden. Der aktuelle Vorschlag des Europ├Ąischen Parlaments zu Artikel 13 wird jedoch erhebliche, unerw├╝nschte Folgen haben. Millionen von Menschen in Europa k├Ânnten daran gehindert werden, Inhalte auf Plattformen wie YouTube hochzuladen und zugleich w├╝rden die europ├Ąischen Zuschauer den Zugang zu Milliarden von Videos aus der ganzen Welt verlieren. YouTuber w├Ąren besonders betroffen. Zu den betroffenen Videos geh├Âren: Lehrvideos (von Kan├Ąlen wie Kurzgesagt in Deutschland und C.G.P. Grey in Gro├čbritannien), zahlreiche offizielle Musikvideos (wie Despacito von Luis Fonsi oder Mafioso von Lartiste), Coverversionen von Fans, Mashups, Parodien und mehr. Daher gef├Ąhrdet Artikel 13 hunderttausende Arbeitspl├Ątze, YouTuber in Europa, Unternehmen, K├╝nstler und deren Mitarbeiter. YouTube und andere Plattformen sind m├Âglicherweise gezwungen, deine vorhandenen Videos zu sperren und dir das Hochladen neuer Videos zu verweigern, wenn du nicht nachweisen kannst, dass du die Rechte an allen Inhalten deiner Videos (inkl. Bild und Ton) h├Ąltst.

YouTube w├╝nscht sich, dass es in Zukunft folgenderma├čen laufen soll. Zitat:

Die Rechteinhaber m├╝ssen mit den Plattformen kooperieren, um die Inhalte, an denen sie Rechte halten, zu identifizieren. Dann wissen die Plattformen, was urheberrechtlich gesch├╝tzt ist, und k├Ânnen den Rechteinhabern erm├Âglichen, die Inhalte auf Wunsch zu sperren.┬áPlattformen d├╝rfen nur f├╝r Inhalte haftbar gemacht werden, die ihnen ├╝ber Tools wie Content ID oder durch das Melde- und Deaktivierungsverfahren gemeldet wurden.

Hier finden Sie eine externe Kampagnen-Webseite gegen Artikel 13, und hier finden Sie eine Online-Petition, an der sich schon Millionen Menschen beteiligt haben.

Hier das offizielle Video von YouTube zu dem Thema. YouTube erwartet, dass man bei Inkrafttreten von Artikel 13 gro├če Teile der Inhalte in Europa wird blocken m├╝ssen.

Zensurmaschine Uploadfilter EU
Hier das Abstimmungsergebnis zur „Zensurmaschine“ aus dem EU-Parlament vom 12. September.

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Aktuell: EU-Kommission lehnt Haushalt Italiens f├╝r 2019 ab und will Strafverfahren einleiten – UPDATE 12:35 Uhr

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Die EU-Kommission lehnt den Haushalt Italiens f├╝r das Jahr 2019 ab. Wegen der hohen Verschuldung Italiens will die EU-Kommission ein Strafverfahren gegen das Land einleiten. Die Entscheidung ist nicht sehr ├╝berraschend, daher f├Ąllt die Reaktion der M├Ąrkte auch sehr verhalten aus. Der Euro f├Ąllt leicht gegen den Dollar.

Hier ganz aktuell offizielle Aussagen der EU-Kommission:

Im Falle Italiens best├Ątigt die Kommission nach Bewertung der am 13. November vorgelegten ├╝berarbeiteten ├ťbersicht ├╝ber die Haushaltsplanung, dass ein besonders schwerwiegender Versto├č gegen die an Italien gerichtete Empfehlung des Rates vom 13. Juli 2018 vorliegt. Schon in ihrer am 23. Oktober 2018 verabschiedeten Stellungnahme zur urspr├╝nglichen ├ťbersicht ├╝ber die Haushaltsplanung, die Italien am 16. Oktober 2018 ├╝bermittelt hatte, hatte die Kommission auf einen besonders schwerwiegenden Versto├č hingewiesen.

F├╝r Italien hat die Kommission eine Neubewertung des auf den ersten Blick nicht erf├╝llten Schuldenstandskriteriums vorgenommen. Mit 131,2 % des BIP im Jahr 2017, was 37 000 EUR je Einwohner entspricht, liegt der ├Âffentliche Schuldenstand Italiens ├╝ber dem im Vertrag festgelegten Referenzwert von 60 % des BIP. Die Neubewertung war notwendig, da die Haushaltsplanung Italiens f├╝r 2019 eine wesentliche ├änderung der von der Kommission im Mai analysierten ma├čgeblichen Faktoren bedeutet. Die Analyse, die in diesem neuen Bericht nach Artikel 126 Absatz 3 des Vertrags ├╝ber die Arbeitsweise der Europ├Ąischen Union vorgestellt wurde, umfasst die Bewertung aller ma├čgeblichen Faktoren, insbesondere i) der Tatsache, dass die erheblichen M├Ąngel Italiens bei der Einhaltung des Richtwerts f├╝r den Schuldenabbau angesichts eines nominalen BIP-Wachstums von ├╝ber 2 % seit 2016 und trotz der in letzter Zeit verst├Ąrkten Abw├Ąrtsrisiken nicht auf die makro├Âkonomischen Bedingungen zur├╝ckgef├╝hrt werden k├Ânnen, ii) der Tatsache, dass den Pl├Ąnen der Regierung zufolge in der Vergangenheit vorgenommene wachstumsf├Ârdernde Strukturreformen, insbesondere die Rentenreform, in erheblichem Ma├če zur├╝ckgenommen werden sollen, und vor allem iii) der festgestellten Risiken einer erheblichen Abweichung vom empfohlenen, auf das mittelfristige Haushaltsziel ausgerichteten Anpassungspfad im Jahr 2018 und der besonders schwerwiegenden Nichteinhaltung der vom Rat am 13. Juli 2018 an Italien gerichteten Empfehlung im Jahr 2019 unter Zugrundelegung sowohl der Regierungspl├Ąne als auch der Herbstprognose 2018 der Kommission. Insgesamt legt die Analyse nahe, dass das Schuldenstandskriterium im Sinne des Vertrags und der Verordnung (EG) Nr. 1467/1997 als nicht erf├╝llt angesehen werden sollte und ein Defizitverfahren auf Grundlage des Schuldenstandes daher angebracht ist.

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