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Britische Parlamentarier werfen Facebook „digitale Gaunerei“ vor

Eine Kolumne aus New York von Herbert Bauernebel

Schwere Anschuldigungen gegen Mark Zuckerberg und Facebook durch britische Parlamentarier.

In einem neuen Report wird der Social-Media-Gigant sogar der „digitalen Gaunerei“ bezichtigt.

Der am Montag vorgelegte Report ist 110 Seiten lang und eine einzige Breitseite gegen Facebook im Allgemeinen – und Gründer Zuckerberg im Besonderen.

Dem CEO der 464-Milliarden-Dollar-Firma wird eine völlig „Missachtung“ der Ermittler des Parlamentskomitees für „Digital, Culture, Media and Sport“ vorgeworfen: Zuckerberg hatte eine persönliche Aussage vor den Parlamentariern abgelehnt und hätte sich auch sonst nicht sonderlich kooperativ verhalten, so die Querschüsse aus London.

Ermittlungschef Damian Collins warf dem US-Tech-Titanen „mangelnde Leadership und persönliche Verantwortung“ vor.

Das Komitee hatte 18 Monate lang ermittelt und 76 Zeugen befragt. Der Tenor:  Aufgrund der andauernden „Fake News“-Berichte und der Verbreitung von Propaganda stelle Facebook ein „Risiko für die Demokratie“ dar und müsste sofort reguliert werden, so die Parlamentarier.

Collins: „Unsere Demokratie ist gefährdet wegen der böswilligen und unerbittlichen Bombardierung der Bürger mit Desinformationen und personalisierten ,dunklen Anzeigen’, bezahlt aus nicht identifizierbaren Quellen, die über die großen Social-Media-Plattformen, die wir täglich nutzen, verbreitet werden.“

 

Mark Zuckerberg. Foto: Anthony Quintano from Honolulu, HI, United States CC BY 2.0

 

Herbert Bauernebel ist freier US-Korrespondent in New York seit 1999. Er leitet dazu das Info-Portal AmerikaReport.de mit Blogs, Analysen und News – von „Breaking News“ bis Politik-Aufregern, von Trends aus dem „Silicon Valley“ bis zur Wall Street



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