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Britisches Pfund fällt und fällt: Wo endet das nur?

Das ist momentan wohl die Frage aller Fragen: Wo endet der Absturz für das britische Pfund? Zwar hatten nach dem Brexit-Vote viele Beobachter gehofft das rasche Abstürzen...

FMW-Redaktion

Das ist momentan wohl die Frage aller Fragen: Wo endet der Absturz für das britische Pfund? Zwar hatten nach dem Brexit-Vote viele Beobachter gehofft das rasche Abstürzen auf 1,32 am 24. Juni oder am Montag danach auf 1,3120 sei schon das Tief gewesen. Die Befürwoter der „zweiten Welle“ behielten aber recht. Nach einem Durchschnaufen nach dem ersten großen Verkauf durchschritt GBPUSD (Pfund vs US-Dollar) gestern die 1,3120 nach unten und viel seitdem dramatisch ab auf heute früh 1,28. Das ging dann viel zu schnell nach unten, was Intraday für die derzeitige Erholung auf 1,29 sorgt.

Aber auch das sieht nur aus wie eine kurze Erholung, weil man zu schnell gefallen ist. Sean Lee von der Forextell Trading-Community sagt aktuell noch sei der Punkt nicht erreicht, wo man in das fallende Messer namens Pfund greifen könne. Auf deutsch: Noch ist kein Ende erkennbar – ganz im Gegenteil. Ein Wochenschluss im GBPUSD unter 1,30 sei ein weiteres starkes Verkaufssignal.

„We do normally like a good contrarian trade but the GBP is showing absolutely no inclination to bounce and it certainly feels as if there is much more downside to come.“

Im ersten Chart sieht man das Abfallen mit immer neuen Tiefs. Im Langfrist-Chart seit 1982 sieht man den jetzt tiefsten Punkt seit 31 Jahren. Für Chartprofis gibt´s nach unten erstmal keine Möglichkeit eine Unterstützung zu finden.

GBPUSD Britisches Pfund
GBPUSD seit dem 22. Juni.

GBPUSD Britisches Pfund 2
GBPUSD seit 1982.

Wirklich gar nichts hätte diese Woche basierend auf aktuell anstehenden Daten dafür gesprochen, dass die Märkte durch den Brexit weiter gestört werden, sagt aktuell IG in London. Man sagt aber ebenfalls aktuell sei kein bullisches Sentiment für das Pfund vorhanden, und es stünden auch keine Daten an, die das ändern könnten. IG Deutschland hält charttechnisch bei einer möglichen Erholung ein Ansteigen rauf auf 1,3202 für möglich. Aber unterm Strich sehe der Chart beim GBPUSD „katastrophal“ aus. Verluste runter bis auf 1,2376 seien nicht ausgeschlossen.

Positive Expertenmeinungen sind derzeit nicht zu finden. Aber ist vielleicht genau das etwas Positives? Denn oft kommt es ja anders als gedacht, und zwar genau dann, wenn sich alle, aber wirklich alle Trader short auf das Pfund eingeschossen haben.



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1 Kommentar

  1. So sehr das Ganze auch wie Panik anmutet, Fakt ist, dass das britische Pfund lange Jahre erheblich überbewertet war – wg. der CoL-lastigen Wirtschaftsstruktur. Man kann es auch als Normalisierung sehen, die Industrie freut sich.

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