Devisen

Britisches Pfund im freien Fall: Bank of England verschiebt Zinsanhebung auf St.Nimmerleinstag

FMW-Redaktion

Das einst so stolze britische Pfund ist derzeit im freien Fall – und dabei sind die Briten noch nicht einmal aus der EU ausgetreten. Nein, Ursache der Schwäche ist die immerm schwindende Aussicht auf eine Zinsanhebung durch die Bank of England.

So sagte heute der BoE-Chef Carney:

„It is clear to me that, since last summer, progress has been insufficient… to warrant a tightening of monetary policy. The world is weaker and U.K. growth has slowed“.

Also nix mit Zinsanhebung – anders als die USA. Und da die Bank of England sich meist an der Fed orientiert, mußte Carney, der Kanadier, darauf hinweisen, wie unterschiedlich doch die Ausgangslage zwischen den USA und UK seie.

Hauptgrund für das Ausbleiben der häufig angekündigten Zinswende ist vor allem das Fehlen jeglicher Inflation – auch UK sieht sich derzeit eher deflationären Tendenzen ausgesetzt. Die Märkte (in Gestalt von Zins-Derivaten) verschieben daher ihre Erwartung einer erste Zinsanhebung immer weiter nach hinten – vor Ende 2017 wird nun nicht mehr mit einer Zinsanhebung gerechnet.

Und das britische Pfund kommt weiter schwer unter Druck – wobei der Abverkauf seit Ende Dezmeber/Jahresbeginn extrem ist:

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Auch langfristig wirkt der Chart depressiv:

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Und der Euro scheint endgültig einen tragfähigen Boden zum Pfund ausgebildet zu haben:

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