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Britisches Pfund: So geht die Brexit-Woche zu Ende…

FMW-Redaktion

Seit dem aus Sicht der Briten relativ lauen Verhandlungserfolg von David Cameron in Brüssel und dem Vorpreschen von Londons Bürgermeister Boris Johnson + der Pro Brexit-Stimmung von einigen von Cameron´s Ministern tendiert die gefühlte Stimmung doch fast Richtung Brexit, mag man meinen. Gewissheit haben wir alle erst im Juni, aber jetzt werden vor allem die Brexit-Befürworter auf einer Welle der Anti Europa-Euphorie schwimmen – die aktuellen EU-Krisen geben momentan ja mehr als genug Munition.

Aber wie drückt sich die internationale Erwartungshaltung über einen möglichen Brexit aus? Die Annahme eines tatsächlich eintretenden Brexit ist real vorhanden, dementsprechend fällt das britische Pfund diese Woche auch gegen den US-Dollar stark ab von 1,44 letzten Freitag Abend auf jetzt 1,3873 – das war der größte Wochenabsturz im Pfund seit 7 Jahren. Das Pfund (gegen den US-Dollar) notiert jetzt auch auf dem tiefsten Niveau seit 2009. Das zeigt: Der Markt rechnet mit einem Brexit, glaubt an eine Schwächung der britischen Volkswirtschaft insgesamt und preist diese jetzt schon mal ein in Form einer schwächeren Währung. Citi z.B. geht davon aus, dass der Brexit als Szenario erst zu 30% im aktuellen GBPUSD-Kurs berücksichtigt ist. Aktuell kann man grob sagen, stehen die Umfragen 50/50. Möglich, dass der Trend des abwertenden Pfund in den nächsten Wochen zunimmt, je stärker die Umfragen Pro Brexit ausschlagen.

Pfund Dollar GBPUSD
Pfund vs US-Dollar (GBPUSD) seit letzte Woche Donnerstag.

GBPUSD Pfund
GBPUSD seit 2012. Auch hier ist der jüngste Absturz im Pfund spürbar.

Beim Euro gegen Pfund ist die Entwicklung ähnlich. Seit Freitag Abend letzte Woche wertet der Euro gegen das Pfund auf (Chart unten). Auch hier ist der Devisenmarkt der Meinung: Der größere Wirtschaftsraum wird nach einem Brexit im Vorteil sein, daher Euro-Aufwertung, Pfund-Abwertung. Da Großbritannien per Saldo ein konstantes Handelsbilanzdefizit aufweist, das massiv auf viel mehr Warenimporte als Exporte zurückzuführen ist, würden die Importe damit drastisch teurer werden, je mehr Euro und Dollar gegen das Pfund aufwerten. Gut wäre das schwache Pfund natürlich für die britische Exportindustrie, wenn es die denn noch in bedeutendem Umfang gäbe.

Euro Pfund

Ach übrigens: Die schottischen Nationalisten, die erst vor Kurzem mit ihrer Volksbefragung zur Unabhängigkeit Schottlands von UK nur knapp gescheitert waren, wollen im Falle eines Brexit erneut abstimmen lassen, ob Schottland im UK bleiben soll, denn sie wollen, dass Schottland in der EU bleibt. Wie man hört, hat sich die Stimmung in Schottland nach der gescheiterten UK-Abspaltung weiter stark verschoben in Richtung Unabhängigkeit. Es bleibt spannend auf der Insel!



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10 Kommentare

  1. Das lächerliche „Londons Bürgermeister Boris Johnson“ bashing durch video im letzten Betrag hat mich sehr geärgert. Das war „Bild“-Niveau! Wollen Sie (!) als Dampfwalze beschimpft werden?
    http://finanzmarktwelt.de/britisches-pfund-im-sinkflug-wegen-der-dampfwalze-johnson-27978/
    Im Video hat er sehr sympathisch und mit Energie gespielt, hat also Mut. Und fair ist er auch: hat sich beim Kind entschuldigt, obwohl er gar nicht gefault hatte! Einfach nur billig, diese Runtermache!
    Heute wieder „Die Brexit-Befürworter auf einer Welle der Anti Europa-Euphorie“ Was ist daran schlecht????
    Ich glaub nicht ans Brexit, leider. Es werden wieder „nur 49%“ höchstens. Bei den Schotten hat es ja auch geklapppt:
    „Schottland-Referendum: 52% NO – 58% YES“ laut CNN!!!!
    https://propagandaschau.wordpress.com/2014/09/19/cnn-zum-schottland-referendum-52-yes-58-no/
    https://www.youtube.com/watch?v=ZYDkokPbrdw

    1. Sie hängen sich lediglich an beachtungunwürdigen Kleinigkeiten auf. Weniger emotionsgebundene Auffassung tut besser.

      ansonsten: Reisende soll man nicht aufhalten

      1. Immer diese dummdreiste Anmache, wenn Kritik nicht argumentativ erwidert werden kann. (Reisende..) Man greift persönlich an, statt auf die Sache einzugehen. Da gabs doch mal ne Schulung für Fernsehmoderatoren. Find den Link nicht. Aber genügend andere Bsp.e „Das ZDF hält sich einen eigenen Proleten, der den Deutschen …jeden Abend im Heute-Journal bräsig, breit und aufdringlich die Politik …(-Korrektheit!) zu verkaufen versucht. Dr. Claus Kleber….“
        http://www.freundederkuenste.de/aktuelles/reden-ist-silber/meinung/claus-kleber-die-propaganda-wind-maschine-des-zdf-kommentar-von-rainer-kahni.html
        1.) Mir gefällt finanzmarktwelt.de sehr gut, außer dieser neueren komischen „Ausreißer“.
        2.) Es ist eine grundsätzliche Haltung und keine Kleinigkeit, wenn ein Journalist seine Meinung mit primitiven Mitteln ins Publikum zu Presse-n versucht! Da kann auch Troll-Hilfe nix bessern, die ganz genauso daherkommt.
        3.) Darüberhinaus nervt extrem dieses Presse-n zugunsten der EU, einfach Big-brother-like! Es erinnert an den vollen Yes-Tisch mit No-Etikett in Schottland! Für Sie Joah nur eine Kleinigkeit. Da eben argumentativ nicht zu widerlegen.

        1. Ihre niederen Vulgaritäten, Verbalitäten und Unterstellungen können Sie sich mir gegenüber sparen. Argumentativ ist Ihr emotional-zersteutes Geschreibsel im Übrigen an allen Stellen zu widerlegen. Nur weil Ihnen sonst keiner darauf antwortet, heißt das nicht, das Sie mit Ihren Ausführungen recht behalten – es gibt sich damit nur keiner mehr ab. (fassen Sie es konstruktiv auf)

          1. Schon wieder nicht auf Argumente eingegangen. Ihr einziges Argument: „Du bist doof. Das denken doch alle.“ Sehr tiefgründig.

            Laut Thomas von Aquin ist das Argument „Autor“ das Schwächste aller Argumente. Falls bei Ihnen also irgendwo „Professor“, „Journalist“, „Politiker“ oder ähnliches steht, nützt das nix.
            Und falls zweiteres, hier ein Zitat von Agatha Christie: sie mag keine Journalisten, deswegen hat sie sie in ihren Krimis immer sterben lassen.

          2. Ihr Versuch von Pseudo-Bildung, welche Sie hier heraushängen lassen wollen, ist eine reine Komödie. Im Übrigen reden Sie jedes mal vollkommen am Thema vorbei und veranschlagen dies dann auch noch als Ihre Argumente (Selbstverargumentierung). Danke für die vielen Lacher :-D

  2. Ich versteh Sie absolut nicht:
    a) Ich behaupte, der Journalist hat mit seinem Video „Bürgermeister von London stürzt über einen Jungen beim Spiel“ und die Suggestion, er sei eine Dampfwalze, primitivstes Bashin betrieben. Mich nervt dieses Runtermachen vom Gegner sehr. Noch dazu im Zshg mit einem EU-Austritt, was ja das Aller-Beste ist, was den Bürgern eines Landes passieren kann.
    b) Bisher haben Sie mit keiner Silbe dieses Thema auch nur angedeutet. Stattdessen hacken Sie auf mir rum.
    c) Lustigerweise haben Sie auch in Ihrem letzten Email null auf den EU-fördernden Beitrag des Bashings eingegangen, ihn nicht mal verteidigt, sondern nur wiederholt, ich sei ja doof, halte meine Pseudo-Bildung raus. Sind Sie zu blöd, um auf ein Thema einzugehen? Wahrscheinlich.
    Man könnte ja zum Beispiel sogar Beispiele bringen, wo ich am Thema vorbeirede. Da ich das ja immer tue. Aber selbst das ist zu hoch. Oder zu schwer. Oder zu anstrengend. Oder weiß der Geier.

    1. Sie bestätigen sich nur wieder selber in Ihrem infantilen Echoraum – deswegen verstehen Sie auch nichts, noch nicht einmal Sie sich selbst. Der Rest sind wieder an der Haaren herbeigezogene und emotional-überbordende Unterstellungen, Beleidigungen und Selbstverargumentierungen. Die demagogischen Versuche sind ebenfalls recht niedriger Natur.

      Überlegen Sie sich bitte, ob Sie zukünftig hier noch weitere Kommentare veröffentlichen, denn Ihre Beiträge überschreiten die rote Linie der Netiquette deutlich. Ich hoffe, ich bin sachlich genug gegenüber Ihrer Art der Kommunikation geblieben. Dieser Diskurs endet hier.

      1. Nach 4 „Beiträgen“ immer noch keine sachliche Stellungnahme.
        Nur der Befehl, „Dieser Diskurs endet hier“.

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