Europa

Bruttoinlandsprodukt 1. Quartal im Detail – Arbeitsproduktivität rückläufig!

Die Daten zum deutschen Bruttoinlandsprodukt wurden soeben für das 1. Quartal in ihrer endgültigen Detailfassung veröffentlicht. Wie vorab gemeldet legt es im Quartalsvergleich um 0,4% zu, und im Vorjahresvergleich um 0,6%. Die Details zeigen: Das Wachstum kommt aus In- und Ausland. Der einzig negative wirkende Faktor (als Hauptsegment) waren rückläufige Konsumausgaben des deutschen Staates mit -0,3%. Zitat Statistisches Bundesamt:

Positive Impulse kamen im Vorquartalsvergleich (preis-, saison- und kalenderbereinigt) vor allem aus dem Inland: In Ausrüstungen wurde 1,2 % mehr investiert als im 4. Quartal 2018. Die Bauinvestitionen stiegen sogar um 1,9 %. Zudem steigerten die privaten Haushalte ihre Konsumausgaben um 1,2 %. Einen ähnlich starken Anstieg der privaten Konsumausgaben gab es zuletzt 2011. Die staatlichen Konsumausgaben hingegen waren rückläufig (-0,3 %). Die Nachfrage aus dem Ausland ist ebenfalls gestiegen. Den vorläufigen Berechnungen zufolge wurden insgesamt 1,0 % mehr Waren und Dienstleistungen exportiert als im 4. Quartal 2018. Die Importe erhöhten sich im selben Zeitraum etwas schwächer (+0,7 %).

Bruttoinlandsprodukt auch im Vorjahresvergleich gestiegen

Im Vorjahresvergleich war das preisbereinigte BIP im 1. Quartal 2019 um 0,6 % höher (kalenderbereinigt: 0,7 %) als ein Jahr zuvor. Im 4. Quartal 2018 hatte das preisbereinigte BIP um 0,9 % (kalenderbereinigt: 0,6 %) und im 3. Quartal 2018 um 1,1 % (kalenderbereinigt: 1,1 %) höher gelegen als in den jeweiligen Vorjahresquartalen.

Bruttoinlandsprodukt

Beachtenswert: Die Arbeitsproduktivität ist rückläufig! Das ist nicht gut! Zitat der Statistiker:

Die gesamtwirtschaftliche Arbeitsproduktivität – gemessen als preisbereinigtes Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigenstunde – ist im 1. Quartal 2019 nach vorläufigen Berechnungen gegenüber dem Vorjahr um 0,8 % gesunken. Je Erwerbstätigen gerechnet fiel der Rückgang der Arbeitsproduktivität mit -0,5 % etwas geringer aus.

Geht man weiter in die Details, dann sieht man: Innerhalb der Inlands-Wertschöpfung der Privatwirtschaft war die Wertschöpfung im Verarbeitenden Gewerbe (also vor allem die Industrie) deutlich rückläufig. Also sind der Staat als Konsument sowie die Industrie als Wachstumsfaktoren komplett ausgefallen! Zitat:

Auf der Entstehungsseite des Bruttoinlandsprodukts war die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im 1. Quartal 2019 mit Ausnahme des Verarbeitenden Gewerbes (-2,4 %) in allen Wirtschaftsbereichen höher als ein Jahr zuvor: Die größten Zuwachsraten gab es im Baugewerbe (+4,6 %), der Land- und Forstwirtschaft, Fischerei (+4,7 %) und im Bereich der Information und Kommunikation (+3,1 %). Insgesamt war die preisbereinigte Bruttowertschöpfung aller Wirtschaftsbereiche um 0,5 % höher als im 1. Quartal 2018.



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